Annegret Held Die letzten Dinge

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Inhaltsangabe zu „Die letzten Dinge“ von Annegret Held

Eher durch Zufall gerät Lotta, Mitte zwanzig, als Stationshelferin in ein Pflegeheim. Dort sorgt sie mit ihren Kollegen für alte Menschen, die zu krank oder zu verwirrt sind, um diesen Ort jemals aus eigener Kraft wieder zu verlassen. Der Tod ist allgegenwärtig und spaziert so zufällig über die Station, als müsste er sich überlegen, wen er diesmal mitnimmt. Annegret Held gelingt das Unglaubliche: ein höchst lebendiges Buch über das Leben und Sterben mitten unter uns, und ein leidenschaftliches Plädoyer für eine barmherzigere Sicht der Dinge, die alle Komik, alle Weisheit und allen Trost umschließt. Mit mitreißender Sprachkraft und voller Sympathie für ihre Figuren schildert sie die raue Wirklichkeit dieses vergessenen Ortes und nennt das Liebenswürdige und das Problematische, das Harmlose und das Bedrohliche beim Namen.

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  • Pflegealltag in deutschen Altersheimen

    Die letzten Dinge
    uli123

    uli123

    03. August 2016 um 19:42

    Die Autorin hat ja schon in anderen Romanen Arbeitswelten beschrieben. Jetzt vermittelt sie uns Lesern einen guten Eindruck der für Pfleger sehr belastenden Arbeit in einem Altersheim. Wenngleich das Buch bereits im Jahr 2005 erschienen ist, ist die Thematik so aktuell wie nie. Sowohl Personal als auch Bewohner des (fiktiven) Altersheims „Abendruh“ sind Opfer des Pflegenotstands. Egal, welche berufliche Qualifikation die Mitarbeiter aufweisen, ob examiniert oder „nur“ Stationshilfe, - alle stellen sich  täglich aufs Neue bis zur Selbstaufgabe den Anforderungen der zeitintensiven und nervenaufreibenden Pflege betagter, verwirrter Alter. Umso schöner ist es zu erfahren, dass die meisten ihren Job gerne machen, sei es der schwule Pfleger Ivy, der die Nacht zum Tag macht und Mühe mit pünktlichem Erscheinen auf der Arbeit hat, die aus Sibirien stammende Pflegerin Nadjeschda, für die die Zustände in den Heimen in ihrer Heimat sogar noch schlimmer sind, oder die kurz vor der Rente stehende Stationsleiterin Rosalinde, die bis an ihre eigenen gesundheitlichen Grenzen geht. Sehr schön zu lesen sind die (übrigens äußerlich nicht kenntlich gemachten) wörtlichen Reden der Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Dialekten. Die Bewohner bilden ebenfalls ein buntes Potpourri und geben einen guten Ausblick darauf, wie es ist, alt zu werden. Da ist etwa die demente 96jährige, die immer noch täglich zu ihrer gehobenen Arbeitsstelle will, die ebenfalls verwirrte Alte, die sämtliche Gebisse auf der Station stiehlt, oder der ewig nur die gleichen Worte lallende alte Mann.   Wer irgendeine Beziehung zu Altersheimen hat – sei es, weil dort Angehörige leben, sei es, weil er dort arbeitet -, wird dieses Buch mögen. Bestimmt aber auch andere.

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  • Rezension zu "Die letzten Dinge" von Annegret Held

    Die letzten Dinge
    Erzangie

    Erzangie

    "Die letzten Dinge" beschreibt den Alltag im Seniorenheim "Abendruh" und stellt eine junge Pflegehelferin (Lotta) in den Mittelpunkt der Geschichten. Das Buch ist auf eine Art lustig, die einem das Lachen im Hals stecken bleiben lässt. Zunächst mochte ich die verwendete Sprache gar nicht, zu kurz, zu wenig blunig, zu sehr wie gesprochene Sprache. Aber dann hat es mich schon gepackt, denn der Kunstgriff mit der Sprache vereinfacht die Identifikation mit den handelnden Personen. "Von innen heraus" beschreibt es sehr gut, man denkt und fühlt mit den alten Leuten und mit den Pflegern. Das Buch ist gut. Empfehlen kann ich es denjenigen, die sich mit dem Thema beschäftigen möchten, rein zur Unterhaltung ist es meiner Meinung nach weniger geeignet. Dafür sind die beschriebenen Zustände (wo ich befürchte, dass sie authentisch sind) zu krass. Hinterher ist man sehr motiviert, seine in Seniorenheimen lebende Angehörige zu besuchen, wenn man denn noch einen Funken Zugehörigkeit verspürt.

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    Mimi19

    Mimi19

    26. May 2013 um 15:24