Anneke Mohn Apfelrosenzeit

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Inhaltsangabe zu „Apfelrosenzeit“ von Anneke Mohn

Der Tod der gemeinsamen Freundin bringt sie wieder zusammen: vier ehemalige Mitbewohnerinnen, die Isas Haus entrümpeln. Das Haus mit den Apfelrosenhecken, in dem sie zu Studienzeiten gelebt haben. Tagsüber wird ausgeräumt und zusammengepackt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen in der Küche um den warmen Ofen versammelm, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war.

Roman über Freundschaft und Frauen in der Midlife Crisis, der etwas oberflächlich bleibt

— schnaeppchenjaegerin

Ein herzerwärmendes Wohlfühlbuch über Freundschaft und dem Mut zur Veränderung!

— Anni_im_Leseland

zur Kieler Woche..ein schönes Strandbuch..mit teilweise nachdenklich stimmenden Passagen

— MeinFreizeitGlueck

Nette Lektüre für zwischendurch

— katikatharinenhof

Schönes Buch, lässt sich gut "weglesen"

— Andreayyy

Anneke Mohn ist mit „Apfelrosenzeit“ ein wundervolles Buch gelungen.

— Büchermona

Ein Roman der einen zu Tränen rührt, nicht nur durch die traurigen Stellen.

— Maunzerle

Schönes Buch über Freundschaft. Kurzweilige lesestunden damit verbracht.

— Watseka

Ein schönes Buch über Freundschaft, Liebe und den Weg nach schlechten Zeiten wieder zu sich selbst zu finden! PLUS: wunderschönes Cover!!

— Booksnerdin

Apfelrosenzeit ist eine leichte Lektüre für zwischen durch.Ganz Ok

— Keily

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  • Roman über Freundschaft und Frauen in der Midlife Crisis, der etwas oberflächlich bleibt

    Apfelrosenzeit

    schnaeppchenjaegerin

    02. December 2017 um 10:39

    Isa ist bei einem Autounfall verstorben und vererbt ihren vier Freundinnen, mit denen sie zu Studienzeiten vor 15 Jahren gemeinsam als WG in dem Haus in Kiel gewohnt haben, das Anwesen. Die vier Frauen, die sich auseinandergelebt haben, treffen sich an den Wochenenden, um das Haus zu entrümpeln. Jede der vier hat mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Sanne ist früh Mutter geworden und musste deshalb ihr Studium abbrechen. Sie ist mit Robert verheiratet, der in seinem Beruf aufgeht und selten zu Hause ist und da ihre Kinder langsam flügge werden, langweilt sich Hausfrau Sanne und bereut es, nie einen Beruf erlernt zu haben. Vor Kurzem ist die Familie aufs Land gezogen, wo Sanne den Reitlehrer ihrer Tochter kennengelernt hat und sich zu ihm angezogen fühlt. Auch Kirsten ist nur scheinbar glücklich mit ihrem Ehemann Bernd verheiratet. Das Paar ist ungewollt kinderlos, was vor allem Kirsten belastet, da keine körperlichen Ursachen feststellbar sind. Zudem reibt sie sich in ihrem Beruf als Lehrerin auf, da sie derzeit auch noch den Direktor vertritt. Fritzi ist frisch geschieden von ihrem Ehemann, der sie betrogen hat. Sie fühlt sich befreit, da die beiden scheinbar nie zusammengepasst haben. Beide kümmern sich gemeinsam um die fünfjährige Tochter Anna. Mona hält nichts von der Ehe, war nie verheiratet und hatte bislang immer wechselnde Beziehungen. Derzeit ist sie mit Peter zusammen, der verheiratet ist, und von dem sie ungewollt schwanger wird. Als sich die vier unterschiedlichen Frauen wieder regelmäßig treffen, werden die Geheimnisse der einzelnen, die sich nicht verbergen lassen, nach und nach aufgedeckt. Insbesondere eines belastet die Freundschaft der vier, die dadurch auseinanderzubrechen droht. Die vier Protagonistinnen befinden sich in einer Phase des Umbruchs oder sehen sich mit Lebenskrisen konfrontiert. Es sind Frauen Anfang 40, die mit lebensnahen Problemen in Beruf und Beziehung zu kämpfen haben und im Verlauf des Romans und mit Hilfe der drei anderen, das nötige Selbstbewusstsein und den Mut entwickeln, diese zu bewältigen. Da es sich um vier bzw. fünf Frauen handelt, bleiben die Probleme aufgrund des geringen Umfangs des Romans allerdings an der Oberfläche und werden am Ende zu einfach gelöst, um ein Happy End herbeizuführen. Anneke Mohn legt den Schwerpunkt je Kapitel auf eine der Frauen, wobei vor allem Sanne im Mittelpunkt der Handlung steht. Ein tieferer Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistinnen wird durch den Perspektivenwechsel allerdings nicht geschaffen. Die vier Frauen und ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten wirkten nicht sehr substantiell. Es ist ein Roman über Freundschaft und Frauen in der Midlife Crisis, der sich über ein Jahr erstreckt und flüssig zu lesen ist, aber an der Oberfläche bleibt. Insbesondere das Schicksal von Isa und ihren fraglichen Unfalltod, der die übrigen Freundinnen wieder zusammenführt, blieb leider sehr vage, die Problemlösungsstrategien zu simpel. 

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  • mal was für's Herz

    Apfelrosenzeit

    Siko71

    31. August 2017 um 20:08

    Fünf Mädels Sanne, Fritzi, Kristen, Mona und Isa leben zusammen in Isa's Haus als WG. Nach dem Studium trennen sich ihre Wege. Und der Kontakt ist nicht mehr so häufig. Als Isa bei einem Autounfall ums Leben kommt, werden die restlichen vier von ihrer Mutter gebeten Isa's Haus zu räumen. Bei den Räumarbeiten herrscht wieder die alte Vertrautheit zwischen den Frauen. An einem Dezembertag beim gemütlichen Gansessen fällt die Heizung aus und die Stimmung kühlt ebenfalls ab. Bis Mona Fritzi dazu zwingt ihr Geheimnis zu verraten. Von da an kippt das Verhältnis der vier Freundinnen...Ein sehr schöner Roman über Liebe, Freundschaft und Vertrauen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und genau was laue Sommerabende. Die Geschichte ist was für's Herz und für die Seele.Mir hat diese leichte Kost sehr gut gefallen.

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  • nachdenklich stimmende Freundschaftsgeschichte

    Apfelrosenzeit

    MeinFreizeitGlueck

    20. June 2017 um 11:57

    Apfelrosenzeit


    hat mir sehr gut gefallen. wegen der unertwarteten geschichten in der geschichte..musste ich es in einem zug lesen..
    die freundinnen schaffen es trotz der nicht gerade angenehmen vertrickungen, zum schluß gemeinsam an einem tisch zu sitzen.

  • Sehr schöner Roman über Freundschaft

    Apfelrosenzeit

    KerstinTh

    24. September 2016 um 22:09

    In Studienzeiten lebten die fünf Freundinnen Sanne, Mona, Fritzi, Kristin und Isa zusammen in Isas Haus an der Kieler Förde. Mittlerweile sind sie um die 40 und stehen voll im Leben. Und die gemeinsame Freundin Isa ist vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Isa Mutter bittet die vier Freundinnen Isas Haus auszuräumen und für den Verkauf vorzubereiten. Bei den Aufräumarbeiten stoßen die Freundinnen auf einen Testaments-Entwurf von Isa. Laut diesem erben die Freundinnen ihr Haus. Eines Dezemberstages kommt es beim Gans Essen zum Eklat. Und es kommen so einige Geheimnisse ans Tageslicht. Wird die Freundschaft dies überstehen?   In diesem Roman geht es um die Freundschaft der vier Hauptpersonen. Mittlerweile sind sie alle erwachsen und stehen mit beiden Beinen im Leben. Zwei sind verheiratet und zwei haben Kinder. Doch die heile Welt findet man auf den zweiten Blick bei keiner der vieren. Nach einem Schicksalsschlag muss sich zeigen, ob ihre Freundschaft das übersteht. Der Roman ist sehr angenehm und schön geschrieben. Ich habe ihn auf einmal durchgelesen und war begeistert. Die Charaktere sind sehr sympathisch und man fühlt mit ihnen mit. Die Geschichte wird immer abwechselnd von einer der vier Freundinnen erzählt. Ich kann diesen Roman sehr weiterempfehlen. Er ist unterhaltsam und geht ans Herz.

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  • Schöne, einfache Lektüre für Zwischendurch

    Apfelrosenzeit

    Aer1th

    09. September 2016 um 11:02

    Vier Freundinnen. Ein Haus. Und ein Wochenende, das alles verändert. Das Haus mit den Apfelrosenhecken steckt voller Erinnerungen: Hier haben Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten zu Studienzeiten in einer WG gelebt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder vor dem Haus an der Kieler Förde. Um es zu entrümpeln – denn es steht leer, seit Isa, die fünfte im Bunde, bei einem Autounfall starb. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da: Tagsüber wird ausgeräumt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen um den warmen Ofen versammeln, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war. (Quelle) Anna, eine Freundin von mir, drückte mir das Buch vor Mooonaten mal mit dem Satz: “Hier, lies mal. Ich hab’s an einem Tag verschlungen, liest sich echt gut.” in die Hand und lieh mir das Buch aus. Leider musste das Buch diverse Monate bei mir im Bücherregal warten, bevor ich es in die Hand genommen habe, da ständig Rezensionsexemplare “dazwischen gekommen” sind. Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten – alles unterschiedliche Charaktere, die gut gezeichnet wurden. Sie sind nicht zu flach beschrieben worden, aber sehr viel Tiefe besitzen sie auch nicht. Ein gutes Mittelding würde ich behaupten. Ich mochte alle vier, auf ihre eigene Art und Weise. Auch die “Nebendarsteller” waren mir sympathisch und ich konnte mir allesamt sehr gut bildlich vorstellen. Besonders Micha, Sannes Reitlehrer und Schmetterlinge-im-Bauch-Verursacher hatte es mir angetan. Ihn fand ich am detailliertesten gezeichnet. Schön fand ich auch die Entwicklung, die die einzelnen Charaktere durchgemacht haben. Ich mag es grundsätzlich sehr, wenn ich in Büchern Entwicklungen deutlich wahrnehme und nicht mit großem Wohlwollen etwas erahnen muss. Hier gibt’s nicht viel zu sagen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. “Apfelrosenzeit” ist daher ein prima Buch für Zwischendurch. Man muss sich nicht großartig anstrengen beim Lesen, das Buch ist aber auch nicht plump oder anspruchslos geschrieben. Eigentlich gibt es tatsächlich nur eine Sache, die ich wirklich doof fand. Und zwar wird mal eben, am Rande eingestreut, dass es sein könnte, dass Isa gar keinen normalen Autounfall hatte, sondern sich eventuell das Leben genommen haben könnte. Sanne findet Anti-Depressiva im Badezimmerschrank und zieht ihre Schlüsse…Also…zum Einen ist nicht jeder gleich selbstmordgefährdet, nur weil er ein Anti-Depressivum schlucken muss und zweitens fand ich es unnötig diesen Mini-Strang in die Geschichte einzuflechten. Es hat nichts zur Sache beigetragen und weiter verfolgt wurde er auch nicht. Ich finde aber gerade dieses Thema wichtig genug und nicht so trivial, das man es einfach so nebenbei erwähnt und sich dann nicht mehr darum kümmert. Das hätte hier besser gelöst werden können. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und war jedes Mal Teil der Geschichte, wenn ich angefangen habe zu lesen. Teilweise konnte ich nur wenige Seiten am Stück lesen, weil sich unsere kleine Maus dann bemerkbar gemacht hat. Glücklicherweise habe ich aber nie lange gebraucht, um wieder in die Geschichte zu finden, was gerade beim Lesen mit einem Säugling ein großer Pluspunkt ist.Wer also nach einem leichten Buch für Zwischendurch auf der Suche ist, der sollte sich ruhig “Apfelrosenzeit” mal anschauen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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  • Apfelrosenzeit

    Apfelrosenzeit

    Engelchen07

    06. August 2016 um 19:46

    Ein sehr schönes Buch, welches von 4 Freundinnen handelt, die sich während ihrer Studienzeit ein Haus als WG geteilt haben. Leider ist das jetzige Treffen nach fast 15 Jahren nicht so schön. Isa, die fünfte WG-Bewohnerin und Eigentümerin ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und die vier Freundinnen entrümpeln das Haus auf Anfrage von Isas Mutter. Sanne ist nach wie vor die "Versorgerin" der Truppe und hat für die Verkostung gesorgt, da sie seit Jahren nichts anderes daheim in Ihrer Ehe mit Robert und ihren 2 Kindern macht. Fritzi, die ein bißchen kaufsüchtige alleinerziehende Mutter von einer kleine Tochter und Kirsten, die etwas ruhiger und zurückgezogener als früher ist, teilen sich ein Zimmer beim Übernachten im Haus. Mona die Karrierefrau, scheint organisatorisch nach wie vor alles im Griff zu haben. Doch bei einem Gläschen Wein in ihrer damaligen Lieblingskneipe kommen dann doch die einen oder anderen Geheimnisse auf den Tisch. Was nicht gerade bei allen zu einer guten Stimmung beitragen. Ein sehr schön geschriebenes Buch, welches um eine lange Freundschaft zwischen Studentinnen geht. Mich hat das Buch sehr berührt und ich habe es auch sehr schnell durchgelesen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.

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  • Ein wunderbarer Roman über die Freundschaft

    Apfelrosenzeit

    SusanneSH68

    19. January 2016 um 20:05

    Es geht um fünf Mädchen, die ihre Studienzeiten zusammen als WG in einem Haus an der Kieler Förde verbracht haben. Eine von ihnen, die Hausbesitzerin, ist nun, 15 Jahre später, verstorben und hat den Freundinnen das Haus vermacht. Die Frauen kommen wieder zusammen, jede hat im Leben ihre Erfahrungen gesammelt. Und so gibt es wieder die vertrauten Gespräche, allerdings mit einer Überraschung, die auch die Freundschaft der Frauen in Wanken bringt. Das Buch von Anneke Mohn hat mir sehr gut gefallen. Es ist warmherzig geschrieben und man sitzt in Gedanken in der WG schon mit am Tisch. Die unterschiedlichen Charaktere der Frauen kann man gut nachvollziehen. Man wird von dem Buch gut unterhalten, aber gleichzeitig auch angeregt, vielleicht über einige Dinge, die das Leben so bringt, nachzudenken.    

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  • Eine wundervolle Geschichte!

    Apfelrosenzeit

    Büchermona

    17. December 2015 um 09:36

    Kurzbeschreibung: Das Haus mit den Apfelrosenhecken steckt voller Erinnerungen: Hier haben Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten zu Studienzeiten in einer WG gelebt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder vor dem Haus an der Kieler Förde. Um es zu entrümpeln – denn es steht leer, seit Isa, die fünfte im Bunde, bei einem Autounfall starb. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da: Tagsüber wird ausgeräumt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen um den warmen Ofen versammeln, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war. Eine wundervolle Geschichte! Mein erstes Buch von Anneke Mohn und direkt nach den ersten Seiten konnte ich mich kaum mehr von ihren Worten lösen. Es war wie ein Sog, der mich immer tiefer und tiefer in eine Geschichte zog, die so einige Überraschungen in sich birgt. Das Cover finde ich sehr geschmack- und stilvoll gestaltet. Es hat mich aufgrund seiner Schlichtheit angesprochen. Außerdem ist es gut mit der Geschichte in Verbindung zu bringen, wie man beim Lesen merkt.  Anneke Mohns Schreibstil ist sehr süffig und voll. Anders lässt es sich nur schwierig beschreiben. Man kostet die Worte und der volle Geschmack entfaltet sich nach kurzer Zeit und hinterlässt ein angenehmes Gefühl von Ruhe. Und außerdem weckt er die Lust nach mehr! Denn mit Geschmack und sinnlichen Eindrücken spart die Autorin wahrlich nicht. Eine der Protagonistinnen ist eine wahre Küchenfee und es ist eine Freude, ihr beim Lesen über die Schulter zu schauen, weil alles so wundervoll intensiv beschrieben wird. Da bekam ich schon nach den ersten Kapiteln sehr viel Appetit.  Die Story hat einige Wendungen zu bieten und ist nicht immer vorhersehbar. Das hat mir gut gefallen. Man lässt sich gerne in den Kreis der Freundinnen aufnehmen, die allerdings so einigen Prüfungen standzuhalten haben. Es ist nicht einfach und der kapitelweise wechselnde Blickwinkel ist insofern interessant, weil sich jede einzelne Charakterstimme von den anderen unterscheidet. So kann man tatsächlich jede einzelne Person in all ihren Stärken und Schwächen erleben. Anneke Mohn ist mit „Apfelrosenzeit“ ein wundervolles Buch gelungen und ich freue mich darauf, mehr von ihr zu lesen!

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  • Toll, dass es Freundschaft gibt!

    Apfelrosenzeit

    Maunzerle

    25. November 2015 um 10:37

    Durch den Tod der gemeinsamen Freundin Insa kehren die fünf Freundinnen nach Jahren an den Ort zurück, wo sie zu Studentenzeiten viel gemeinsame Zeit verbracht haben. In dem alten WG Haus haben die Freundinnen unbeschwerte Tage erlebt. Bis jede ihren eigenen Weg gegangen ist.  Nach 15 Jahren treffen sie sich dort wieder um das Haus zu entrümpeln und für den Verkauf vorzubereiten. Die gemeinsame Zeit ist nicht immer einfach nach all den Jahren.  Alte Probleme werden wieder auf den Tisch gebracht und ein Geheimnis stellt ihre Freundschaft auch nach Jahren noch auf eine harte Probe. Anneke Mohn hat eine leichte Geschichte geschrieben, die aber keineswegs oberflächlich wirkt. Denn die Figuren sind für mich mit ihren Problemen und den positiven Eigenschaften die jeder besitzt sehr real. Nach und nach merkt man als Leser, dass nicht alle ein Leben führen, wie sie es sich gewünscht haben. Ein Roman für Frauen zum Entspannen auf der Couch. Aber stellt ein paar Leckereien parat, denn davon zaubert Sanne im Buch so einige. 

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  • Apfelrosenzeit

    Apfelrosenzeit

    Cherrygirl_Tina

    07. May 2015 um 20:19

    Ein altes Haus, umgeben von Apfelrosenhecken an der Kieler Förde. Bewohnt haben es vor 15 Jahren Isa (ihr gehört das Haus), Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten während ihrer Studienzeit. Isa suchte damals Mitbewohnerinnen, doch sie fand in ihnen auch sehr gute Freunde. Nach dem Studium gingen sie alle ihrer Wege, der Kontakt zwischen den Freundinnen wurde weniger, brach aber trotz verschiedener Leben nie ab.  Heute, 15 Jahre später sind Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten zum ersten Mal wieder vereint. Doch es ist ein trauriger Anlass, denn Isa fehlt. Sie starb bei einem Autounfall. Ihre Mutter bringt es nicht über sich, das Haus leer zu räumen, weshalb sie die 4 Freundinnen darum bittet.  Wenn man an einen Ort zurückkehrt, an dem man viele glückliche Tage/Stunden/Monate/Jahre verbracht hat, dauert es meist auch nicht lang und man schwelgt in Erinnerungen. So auch hier. Die Freundinnen erinnern sich gerne an ihre frühere gemeinsame Zeit und sprechen natürlich darüber. Es kommt auch die Frage auf, warum Isa so plötzlich verstorben und was wohl die Ursache für ihren Unfall war. Keine von ihnen wusste schließlich so genau, wie es Isa wirklich ging. Die Frage wird aber leider nicht aufgeklärt.  Die Kapitel erstrecken sich über 1 Jahr. Jedes Kapitel ist nach Monaten unterteilt, innerhalb derer gibt es wiederum verschiedene Abschnitte aus der Sicht von einer der Frauen (mit Ausnahme von Isa). Der Leser erfährt mehr über die Gruppe und auch ihre mehr oder weniger großen Geheimnisse. Diese kommen nach und nach innerhalb der Gruppe ans Licht.  Bei einem großen Geheimnis habe ich mich während des Lesens gefragt, wie lange das wohl noch gut geht und wann die große Bombe platzt. Wie werden die Betroffenen wohl reagieren? An einem Tag im Dezember erfolgt dann der große Eklat und plötzlich steht nicht nur eine Freundschaft auf dem Spiel.  Mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Kurze Kapitel, verschiedene Perspektiven und leichte Sprache. Auch hat mir gefallen, dass jede einzelne der Frauen über sich hinaus gewachsen ist. Durch die verschiedenen Perspektiven konnte ich die Figuren besser verstehen und sah in ihren Entscheidungen persönliche Weiterentwicklungen.  Der Schluss war mir allerdings zu plötzlich. Ich möchte jetzt an dieser Stelle nichts über den Inhalt verraten, aber gerade auf den letzten Seiten ging mir dann doch alles etwas zu schnell und zu glatt. Dennoch fand ich den Abschluss schön und nach dem letzten Satz fragte ich mich, wie es wohl weitergehen wird. Denn das Ende ist offen.  Das Buch hatte ich innerhalb weniger Tage durch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, ich wollte immer wissen, wie es mit Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten weitergeht. Wer etwas leichtes, lustiges, trauriges und treue Freundschaft lesen möchte, für den ist "Apfelrosenzeit" genau das Richtige. Der Debütroman von Anneke Mohn ist anschließend auch auf meine Wunschliste gelandet. 

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  • Leserunde zu "Apfelrosenzeit" von Anneke Mohn

    Apfelrosenzeit

    Anneke


    Ihr Lieben,

    nach der netten Kirschsommer-Leserunde im vorletzten Jahr, freue ich mich sehr, Euch meinen neuen Roman "Apfelrosenzeit" vorstellen zu können. Ich hoffe, er gefällt Euch und freue mich sehr darauf, Euch bei der Lektüre ein bisschen zu begleiten! 

    Bis demnächst,
    Eure Anneke

    • 373
  • Das Leben, die Liebe und die Freundschaft...

    Apfelrosenzeit

    Cappuccino-Mama

    23. March 2015 um 19:36

    Einst lebten sie zusammen in einer WG, nun treffen sie sich wieder, um den Haushalt ihrer tödlich verunglückten Freundin aufzulösen... Ein altes Haus an der Kieler Förde, umgeben von Apfelrosen, vier Freundinnen und einige gemeinsame Wochenenden. Tagsüber wird ausgeräumt, abends sitzt man zusammen, trinkt Rotwein und redet über die Vergangenheit, das Leben und die Liebe. Der Stoff, aus dem Romane mit Herz entstehen. Ob meine hohen Erwartungen an dieses schon optisch wunderschöne Buch erfüllt wurden? Das Cover / Buchgestaltung: Wieder einmal war es Liebe auf den allerersten Blick – ich liebe die Natur und somit auch Heckenrosen, in diesem Buch als Apfelrosen bezeichnet, mit ihren leuchtendroten Hagebutten. Das Cover dieses Buches ist matt gehalten, lediglich die Zweiglein mit ihren Hagebutten wurden glänzend hervorgehoben – eine Gestaltung, wie ich sie sehr mag. Der Hintergrund besteht aus einer weißen Bretterwand, von der die Farbe abblättert – Shabby Chic nennt man das heutzutage. An einem (rostigen) Nagel hängt ein an den Rändern vergilbtes Stück Papier, auf dem der Name der Autorin steht, sowie der Buchtitel und das Wort Roman. Hier gefällt mir sehr gut die harmonische Farbgebung, sowie die unterschiedlichen Schriftarten, die verwendet wurden: Während der Autorenname in rosa Großbuchstaben geschrieben ist, ist der Buchtitel leicht kursiv und mit etwas geschwungener Schrift dargestellt, wobei die drei Wortteile in jeweils einem anderen Grünton gehalten ist. Seitlich ragen oben und unten die Zweiglein mit den Hagebutten ins Bild. Die Rückseite ist passend dazu gestaltet – sowohl vom Motiv, als auch von der Farbgebung her. Doch was mir besonders gut gefiel, ist die farbige Gestaltung der Buchdeckelinnenseiten – gleiche Optik (lediglich die Hagebutten wurden hier nicht glänzend gestaltet). Auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels wird die Apfelrose beschrieben, samt einer hübschen Zeichnung, auf der hinteren Innenseite wird die Autorin kurz vorgestellt, samt Farbfoto. Erwähnen möchte ich noch ein hübsches Detail: Die Seitenzahlen befinden sich zwischen zwei winzig kleinen Hagebuttenzweigen. Die Handlung: Eines Tages erhält Sanne einen ungewöhnlichen Anruf. Brigitte, die Mutter von Isa, bittet sie, gemeinsam mit den ehemaligen WG-Freundinnen Mona, Fritzi und Kirsten, den Haushalt der tödlich verunglückten Tochter aufzulösen. Jahrelang lebten die fünf Freundinnen gemeinsam in Isas Haus, wo die vier Frauen nun fünfzehn Jahre später erneut aufeinander treffen. Zwar war der Kontakt nie ganz abgebrochen, aber nicht mehr besonders intensiv. Die vier Frauen verbringen fortan gemeinsame Wochenenden im idyllisch gelegenen Haus an der Kieler Förde, das sie, umgeben von Apfelrosenhecken, an die alte Studienzeiten erinnert. Tagsüber räumen die Freundinnen das Haus leer, abends tauschen sie sich über ihr Leben aus. Doch jede der Freundinnen hütet ein Geheimnis, das sie für sich behalten will. Und auch Isa scheint nicht das Leben geführt zu haben, wie die Freundinnen dachten. Aber dann fällt an einem kalten Dezembertag die Heizung aus. Als sich die Frauen deshalb am warmen Ofen versammeln, eskaliert die Situation und es kommt zu einem bösen Streit. Die Freundschaft steht auf der Kippe und überhaupt ist nichts mehr so, wie es einmal war... Die Freundinnen: Isa hatte das Haus einst im zarten Alter von 18 Jahren von ihrer Großmutter geerbt. Mit ihren Freundinnen verbrachte sie darin viele glückliche Stunden. Nach der Scheidung von ihrem Mann Dirk lebte sie alleine in ihrem Haus an der Kieler Förde. Doch dann starb Isa völlig unerwartet bei einem Autounfall. Nachdem bereits ein Jahr seit dem tragischen Unfall vergangen ist, bittet Isas Mutter Brigitte die Freundinnen, die Haushaltsauflösung zu übernehmen, um das Haus verkaufen zu können. Doch so manches Geheimnis scheint Isa mit ins Grab genommen zu haben. Susanne „Sanne“ Brodersen führt auf dem Lande ein recht langweiliges und ereignisloses Hausfrauenleben, und hält ihrem Mann den Rücken frei. Die Kinder Sofie und Alex sind aus dem Gröbsten heraus, und ihr Mann Robert, ein erfolgreicher Architekt, ist beruflich viel außer Haus. In Sachen Ehe macht Sanne sich etwas vor – sie glaubt, eine perfekte Ehe zu führen. Doch Sanne hat einen Traum, jedoch nicht den Mut, zur Tat zu schreiten und ihn sich zu erfüllen – zu sehr steht sie im Schatten ihres erfolgreichen Mannes. Mona Wagner ist beruflich als Moderatorin einer Kochsendung sehr erfolgreich. Sie genießt ihr (Single-)Leben und ihre Freiheit, auf Kinder hat Mona so gar keine Lust. Und doch gibt es einen Mann in ihrem Leben, aber die ganze Sache hat einen gewaltigen Haken. Friederike „Fritzi“ von Bernsdorf ist alleinerziehende Mutter einer fünfjährigen Tochter. Von Patrick, dem Vater ihrer Tochter Anna, hat sie sich vor einiger Zeit getrennt. Fritzi liebt es, sich modisch zu kleiden und kauft gerne teure Kleidung. Doch sie hat gleich zwei große Probleme, deren Lösung alles andere als einfach zu sein scheint. Die kinderlose Kirsten Rathgeb ist Lehrerin und zudem die Stellvertreterin des Rektors, weshalb sie beruflich sehr stark eingespannt ist. Privat engagiert sie sich noch in einem Orchester, so dass nur wenig Zeit für Zweisamkeit bleibt. Mit ihrem Mann Bernd ist Kirsten schon seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Doch da ist eine Sache, weshalb Kirsten sehr unglücklich ist. Meine Meinung: „Egal, wer dir das Herz gebrochen hat und wie lange es braucht, um zu heilen – du schaffst es niemals ohne deine Freundinnen.“ Mit diesem wunderschönen und aussagekräftigen Zitat von Carrie Bradshaw aus SEX AND THE CITY wird dieser Roman eingeleitet. Ich liebe diese Bücher, die von Frauenfreundschaften handeln, habe auch schon einige davon gelesen. Daher vergleiche ich die Bücher gerne miteinander, was den Unterhaltungswert und die Umsetzung betrifft. Der Maßstab aller Dinge waren bislang zwei Bücher der Autorin Tania Krätschmar – mit EVA UND DIE APFELFRAUEN und CLARA UND DIE GRANNY NANNYS hatte sie mich verzaubert. Das sind die Bücher, die man mit etwas Wehmut schließt, weil der Abschied von den Protagonisten so schwerfällt. Anneke Mohn ist es hervorragend gelungen, ein ebenso bezauberndes Buch zu schreiben, bei dem Freundschaften auch mal harte Zeiten durchstehen müssen und auf den Prüfstand gestellt werden. Eine der Freundinnen weilt nicht mehr unter den Lebenden, die restlichen Freundinnen haben nach Jahrzehnten nicht mehr den Kontakt, den sie zu WG-Zeiten hatten, was auch ganz natürlich ist. Es wurden Ehen geschlossen, Kinder in die Welt gesetzt, oder man machte Karriere und verzichtete auf Nachwuchs. Jede der Freundinnen ging ihren ganz eigenen Weg. Doch nun sind sie dazu „verurteilt“, ganze Wochenenden zusammen zu verbringen. Und nicht immer ist das Leben so verlaufen, wie es geplant war. Es gibt Geheimnisse, die es auch bleiben sollen. Das Entrümpeln des Haushalts wird zur Herausforderung, aber auch zugleich eine Reise in die Vergangenenheit. Da ist beispielsweise das Buch, das einst neben dem Telefon lag, und in dem die Freundinnen einander Nachrichten hinterließen (ich habe mich köstlich darüber amüsiert). Da werden bei den Frauen Erinnerungen wach, die längst nicht mehr präsent waren. Soviel sei als kleiner Appetithappen verraten: Eine spielt ein falsches Spiel! Eine sitzt zwischen zwei Stühlen! Eine ist völlig ahnungslos! Eine hat Sehnsucht! Eine war einsam! Klingt spannend? Ist es auch! Am sympathischsten war mir auf jeden Fall Sanne, die stets für ihre Familie da ist. Sannes Mann Robert hingegen fand ich sehr unsympathisch – scheinbar muss immer alles so geschehen, wie er es sich wünscht. Was für ein Egoist! Sein Elternhaus auf dem Lande wird zum Zuhause der Familie, obwohl seine Frau sich dort schon fast wie eine Fremde fühlt. Die Wohnungseinrichtung strahlt keine Wärme aus, sondern ist „durchdesignt“ und gleicht eher der Einrichtung aus einem Einrichtungsmagazin. Tochter Sophie scheint nicht ganz mit dem Verhalten der Mutter zufrieden damit zu sein, und Sohn Alex besucht freiwillig ein Internat, was einer Flucht aus dem Elternhaus gleicht. Dass ihre Ehe mit Robert eingeschlafen ist, will Sanne nicht wahrhaben, oder sie verdrängt es einfach. Wird es ihr gelingen, neuen Schwung in ihre Beziehung zu bringen? Meiner Meinung nach lässt Sanne sich viel zu viel gefallen – statt mal die Stimme zu erheben, schweigt sie stattdessen. Sanne ist wohl die Person, die im Buch den größten Stellenwert besitzt – zumindest war dies mein Eindruck. Den Haushalt auflösen zu müssen, stellt Mona vor ein großes Problem, denn sie fürchtet die Konfrontation mit dem einstigen Zuhause, das nun durch Isas Tod verwaist ist, und sie fürchtet, der Situation nicht gewachsen zu sein. Beinahe hätte sie in ihrer Panik vor Krankenhäusern und Friedhöfen sogar die Beerdigung von Isa geschwänzt. Verantwortung zu übernehmen – für die lebenslustige, freiheitsliebende Mona ist das ein Fremdwort. Doch dann schlägt das Schicksal auch bei ihr unbarmherzig zu, und Mona muss wichtige Entscheidungen treffen. Kirsten, wirkte auf mich erst etwas kühl, vielleicht auch deshalb, weil sie an das Leerräumen des Hauses recht emotionslos heranging. Sie ist von den Freundinnen, die Vernünftige, die scheinbar in der Lage ist, nüchtern an diese Aktion heranzugehen. Auf mich wirkte Kirsten geradezu humorlos und auch gefühlskalt, was sich dann jedoch für mich letztendlich (- und glücklicherweise) als Trugschluss herausstellte. Kirsten und ihr Mann führen eine glückliche und langjährige Ehe. Als Ehepaar wirken beide sehr harmonisch und Kirstens weiche, manchmal sogar verletzliche Seite kommt zum Vorschein. Dass sich Kirsten zu sehr in Arbeit stürzt und ihre Gesundheit damit gefährdet (ein drohender Burnout ist da nur eine Frage der Zeit), aber auch ihr Privatleben zu kurz kommt, scheint sie gar nicht wahrzunehmen oder erfolgreich zu verdrängen. Vielleicht versucht sich die ehrgeizige Kirsten mit Arbeit abzulenken, denn auch bei einer Frau, die alles unter Kontrolle zu haben scheint, läuft nicht immer alles nach Plan. Und Kirsten leidet unter einer scheinbar auswegslosen Situation. Fritzi war mir anfangs nicht unsympathisch, doch das änderte sich im Laufe der Zeit immer mehr. Macht Liebe blind – manchmal wirkte Fritzi auf mich, als wäre sie ein verliebter Teenager – unbekümmert und die Liebe durch die rosarote Brille betrachtend. Dazu kam, dass sie Unsummen an Geld für teure Kleidung ausgab, das sie nicht hatte, was auch ihren Freundinnen nicht verborgen blieb. Geradezu verantwortungslos erschien Fritzi mir mitunter – sei es mit ihrem Verhalten, oder auch ihrer Tochter gegenüber. Isas Haus besitzt eine Seele. Überall scheint es, als wäre die kreative Isa noch immer da. Die Gemütlichkeit, die dieses Haus ausstrahlt steht im krassen Gegensatz zu Sannes Zuhause. Ich wünschte mir oft, dass das Haus wieder Besitzer finden würde, die es so wie es ist, zu schätzen wüssten. Und so hoffte ich, dass vielleicht sogar eine oder mehrere der alten WG-Bewohnerinnen das Haus zu neuem Leben erwecken würden. Die Haushaltsauflösung einem Entrümpelungsunternehmen (was für ein schreckliches Wort) zu überlassen wäre respektlos der toten Freundin gegenüber – als wolle man deren Existenz einfach auslöschen, Erinnerungen vernichten. Und Brigitte, Isas Mutter, die fast Siebzig ist und in Süddeutschland lebt, fühlt sich außerstande, diese Aufgabe zu erledigen, weshalb sie sich an die pflichtbewusste Sanne wendet. Die übernimmt fast schon gerne diesen letzten Freundschaftsdienst für Isa – mit Hilfe der ehemaligen Mitbewohnerinnen. Die Gelegenheit, nach all den Jahren wieder einmal Zeit miteinander zu verbringen und sich auszutauschen. Wo Frauen sind, sind auch Männer nicht fern – in diesem Roman finden sich Ehemänner, Geliebte und ganz besonders habe ich den Naturburschen Micha ins Herz geschlossen. Ein Mann zum Verlieben – Reitlehrer und Biolandwirt mit Hofladen, Hobbymusiker (Micha spielt in einer Rockband), gesegnet mit einem guten Charakter und einer liebenswerten kleinen Tochter. Ob er wohl das Herz einer der vier Freundinnen erobern kann? Der Schluss: Einfach wunderbar, welchen Verlauf die Geschichte nimmt. Es gibt so manche unerwartete Wendung, einige Überraschungen und so manche der Freundinnen vollzog eine große Wandlung. Selbst „Tabu-Themen“, über die man nicht so gerne spricht, wurden zur Sprache gebracht, seien es nun Kaufsucht, Burnout, Depressionen oder andere Dinge. Liebe und Affären, Verrat und Freundschaft, Streit und Versöhnung, verschiedenste Lebenswege und Moralvorstellungen, sowie Geheimnisse – einfach eine tolle Mischung, die ein Garant für viel Gefühl ist. Dieser Roman hinterlässt bei mir ein Glücksgefühl, obwohl ich das Buch zum Schluss mit etwas Wehmut geschlossen habe. Der Abschied von den so unterschiedlichen (und doch gar nicht so verschiedenen) Freundinnen fiel mir schwer, was für das Buch spricht. Ich hoffe ja, dass es eventuell ein Wiederlesen mit Sanne und ihren Freundinnen geben wird – man sollte ja so etwas nie ausschließen und es sind noch einige Fragen offen – ein schöner Grundstein für eine Fortsetzung. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Musik in diesem Roman ein. Infos zu sechs der im Buch erwähnten Lieder werden im Anhang in einem Quellenverzeichnis vorgestellt. Schade, dass die Liste nicht ganz vollständig ist. Toll wäre es gewesen, hätte es im Anhang noch einige Apfelrosen-Rezepte gegeben – das wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Das Buch ist in sieben Kapitel unterteilt, die nach den Monaten der Handlung benannt sind – dementsprechend beginnt das Buch mit dem Kapitel „September“, dem Zeitpunkt, als ein Anruf Brigittes bei Sanne alles verändert. Das letzte Kapitel trägt die Überschrift „...und wieder September“. Ein Jahr ist vergangen, seit das Schicksal die Freundinnen wieder zusammengeführt hat – ein sehr ereignisreiches Jahr, mit vielen Höhen, aber auch Tiefen. Die einzelnen Kapitel sind nochmals unterteilt, denn der Blickwinkel wechselt innerhalb eines Kapitels mehrfach. So wird aus den verschiedenen Perspektiven erzählt, weshalb über den verschiedenen Abschnitten der Name der jeweiligen Freundin steht, aus deren Sicht gerade berichtet wird. Dieser Erzählstil ermöglicht einen Rundumblick und gewährt Einblick in die Gefühlswelt der einzelnen Freundinnen. Der einfühlsame, warmherzige, aber auch humorvolle Erzählstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Es gab nicht eine Seite, die ich überflüssig fand – ich fühlte mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten. Der Name Anneke Mohn wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben, und sicherlich werde ich Ausschau nach weiteren Büchern dieser Autorin halten, die einem so tollen Herzensbuch Leben eingehaucht hat. Fazit: Das Buch konnte meine Erwartungen voll und ganz erfüllen – so viele witzige Momente, tolle Erinnerungen, aber auch traurige Ereignisse sorgten für ein Wechselbad der Gefühle. Manche Freundin musste man erst lieben lernen, andere konnte (oder wollte) man nicht recht verstehen, aber eines zeigte sich wieder einmal: Frauenfreundschaften sind und bleiben ein unerschöpfliches Thema. Hier wurde dieses Thema gekonnt umgesetzt – sowohl mit Humor, als auch Tiefgang, und die Handlung schaffte es, mein Herz zu berühren. Deshalb möchte ich diesen (Frauen-)Roman sehr gerne weiterempfehlen und gebe diesem Herzensbuch 5 Sterne.

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  • wunderbar und emotional

    Apfelrosenzeit

    Donauland

    Apfelrosenzeit erzählt die Geschichte von vier Freundinnen, die zu Studienzeiten in einer WG gemeinsam wohnten. Sie treffen sich nach dem Tod von Isa in ihrem Haus wieder. Die Freundinnen haben sich in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren, sich verändert und doch trägt jede ein Geheimnis mit sich. Sanne, Kirsten, Fritzi und Mona treffen sich nach Jahren wieder in Isas Haus, dem Haus mit der Apfelrosenhecke, sie trauern um ihre Freundin und schwelgen in Erinnerungen an ihre Studienzeit. Beim gemeinsamen Entrümpeln des Hauses kommen sie sich wieder näher und jede versucht den anderen vorzuspielen, wie glücklich sie ist. Doch langsam sie lassen ihre Fassende bröckeln und dabei kommen viele Sorgen zum Vorschein, die das Schicksal jeder von ihnen beschreibt und auch kreuzen sich ihre Wege. Ob ihre Freundschaft dieser Belastung stand hält? Als ich das Buch von Anneke Mohn erstmals sah, war ich sofort begeistert, das Cover finde ich so wunderschön, es wirkt harmonisch und ansprechend. Die Hagebutten sind mir gleich aufgefallen. Der Titel Apfelrosenzeit ist in drei unterschiedlichen Grüntönen gehalten. Natürlich war mir klar, nachdem ich den Klappentext las, dass dies Isas Haus ist, das sie miteinander bewohnten, in dem sie sich kennenlernten und ihre Freundschaft begann. Dorthin zurückzukehren ist sicherlich nicht so einfach, denn jede hat andere Erinnerungen an diese Zeit mit glücklichen und traurigen Momenten und vielen Erlebnissen. Der Autorin gelingt es wunderbar, den Leser an das Buch zu fesseln, ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen, denn schließlich wollte ich wissen, wie sich die Freundinnen verändern und entwickeln. Ich hatte beim Lesen oft ein Lächeln im Gesicht oder auch Tränen in den Augen genauso wollte ich in einigen Momenten jemand schütteln oder gerne einen Rat geben. Anneke Mohn hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der einem sofort mitnimmt. Beim Lesen fühlte ich mich wie eine stille ehemalige Mitbewohnerin. Als die Freundinnen das Haus betraten, in dem sie gemeinsam mit Isa wohnten, wurden ihre Erinnerungen an die damalige Zeit geweckt. Durch Rückblicke lernt man die Freundinnen zu Studienzeiten kennen und erfährt wie sie sich entwickelt bzw. verändert haben. Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch beschrieben. Ein großer Teil des Buchs ist aus der Perspektive von Sanne geschrieben, sie ist die eigentliche Hauptperson, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Sie liebt es zu kochen. Nicht nur einmal beim Lesen bekam ich Lust auf die Köstlichkeiten, die Sanne gezaubert hat. Sanne ist glücklich, wieder ihre Freundinnen zu treffen. Sie ist mit Robert, einem erfolgreichen Architekten, verheiratet, hat zwei Kinder Sofie und Alex und sind in ein Haus aufs Land gezogen, doch sie fühlt sich einsam. Mona leitet im Fernsehen eine Kochshow und hat mit einem verheirateten Mann ein Verhältnis, dies stört sie nicht und genießt das Leben. Obwohl sie gar keine Lust auf ein Treffen hat, lässt sich sie von Sanne überreden. Kristen arbeitet als Lehrerin und übernimmt auch noch den Stellvertreterposten, darunter leidet nicht nur ihr Mann, denn ihr fehlt es an Freizeit. Kirsten wünscht sich ein Kind, doch dieser Wunsch lässt sich beinahe verzweifeln. Sie sieht das gemeinsame Entrümpeln als Pflicht. Fritzi hat eine kleine Tochter, Anna, ist aber geschieden und lässt sich überreden, mitzuhelfen. Fritzi, eigentlich Frederike, ist seit ihrer Jugend mit in einem Mann verliebt und möchte ihn unbedingt für sich gewinnen, auch wenn sie dafür eine Freundschaft opfern muss. Mir gefiel, dass viele ernste Themen aufgegriffen wurden, Vertrauensbruch, Depression, Burnout, Kaufsucht, Fremdgehen, ungewollte Schwangerschaft aber auch unerfüllter Kinderwunsch. Die Autorin schafft es wunderbar zwischen den unterschiedlichen Problemen und humorvollen Situationen zu balancieren und zu unterhalten. Apfelrosenzeit ist ein wunderbarer Wohlfühlroman, der einem überrascht, unterhält und zum Nachdenken anregt, ein wahrer Lesegenuss!

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    • 3
  • Apfelrosenzeit

    Apfelrosenzeit

    cLooch

    06. March 2015 um 13:48

    Apfelrosenzeit von Anneke Mohn erschienen bei rororo zum Preis von 9,99 Isa, Sanne, Mona, Kristen und Fritzi sind die besten Freundinnen, die sich während einer Studienzeit ein Haus miteinander teilen. Doch Isa wird viel zu früh durch einen Unfall aus dem Leben gerissen. Ein tragischer Schicksalsschlag. Sanne, Mona, Kristen und Fritzi machen sich, auf das Bitten Isas Mutter, auf den Weg zu ihrem Haus, um Isas Sachen auszuräumen. Dabei kommen alte Erinnerungen hoch und auch die Beziehung zwischen den Freundinnen wird auf eine Probe gestellt. Dazu kommen die privaten Probleme der Frauen, die die Gefühlswelt Achterbahn fahren lassen. Schon wenn man das Cover sieht, wird man auf das Buch aufmerksam. Die Hagebutte mit den zarten Farben harmoniert so schön. Schlicht und ansprechend. Wenn man mit dem Lesen beginnt, wird direkt mit dem Handlungsstrang begonnen. Die Geschichte wird aus der Sicht der vier Frauen erzählt. Auf Kapitel wird hier verzichtet und die Gliederung erfolgt durch Monate. So spielt das Buch ab September ein Jahr lang. Durch die verschiedenen Blickwinkel bekommt man als Leser mehr Einblick in die Gefühlswelten der einzelnen Persönlichkeiten. Man erkennt, wie unterschiedlich die Sichtweisen zu den jeweiligen Situationen sind und wie verschieden die Frauen doch sind. Jedes Detail in diesem Roman stimmt. Man spürt die Liebe, die in dieser Geschichte steckt und das Lesen wird nicht langweilig. Ganz im Gegenteil, durch den flüssigen Stil kann man gar nicht aufhören zu lesen. Man fiebert mit den Protagonisten mit und wartet gespannt auf das nächste Ereignis, das nicht lange auf sich warten lässt. Sanne und Mona waren mir von Anfang an am sympathischsten. Mit Kristen bin ich erst nach und nach warm geworden. Einzig zu Fritzi konnte ich keine Bindung aufbauen, obwohl ich auch mit ihr mitgefiebert habe. Sehr authentisch war Micha. Die Rolle als Hofbesitzer und heimlicher Rockstar mit Liebe zu seinen Kühen war mehr als realistisch und amüsant. Der Gegensatz zu Robert, der praktisch veranlagt und eher kühl wirkt. Schade, dass man von Isas Mutter nicht mehr erfahren hat und wieso es wirklich zum Unfall kam. Ob da mehr dahinter steckte? Egal, ob romantische Szenen, Streit, Lügen – auch die witzigen Momente sind unschlagbar. Alles was das Leserherz begehrt ist in diesem Roman zu finden. Dieser Roman bringt den Leser zum Lachen, zum Weinen und man fühlt mit jedem einzelnen Charakter mit. Ein schöneres Leseerlebnis kann man gar nicht haben. Anneke Mohn hat einen gebürtigen Nachfolger zu „Kirschsommer“ geschrieben, der sogar noch mehr Eindruck bei mir hinterlassen hat.

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  • unterhaltsam und berührend

    Apfelrosenzeit

    Manja82

    05. March 2015 um 10:52

    Kurzbeschreibung Vier Freundinnen. Ein Haus. Und ein Wochenende, das alles verändert. Das Haus mit den Apfelrosenhecken steckt voller Erinnerungen: Hier haben Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten zu Studienzeiten in einer WG gelebt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder vor dem Haus an der Kieler Förde. Um es zu entrümpeln - denn es steht leer, seit Isa, die fünfte im Bunde, bei einem Autounfall starb. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da: Tagsüber wird ausgeräumt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen um den warmen Ofen versammeln, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war. (Quelle: Rowohlt) Meine Meinung Isa ist bei einem Unfall gestorben. Daher sollen die 4 Freundinnen Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten ihr Haus entrümpeln. Im Haus stecken sehr viele Erinnerungen, denn es war mal die gemeinsame WG der 5 Frauen. Diese Erinnerungen kommen nun alle wieder hoch. Außerdem haben alle 4 Frauen Geheimnisse, die sie jedoch nicht preisgeben. Als eines Abends die Heizung ausfällt und die Frauen gemeinsam am Ofen zusammensitzen passiert etwas, das alles verändert … Der Roman „Apfelrosenzeit“ stammt aus der Feder der Autorin Anneke Mohn. Für mich dies der erste Roman der Autorin, ihr Debüt „Kirschsommer“ kenne ich leider nicht. Die 4 Freundinnen waren mir sehr sympathisch, auch wenn sie alle von Grund auf sehr verschieden sind. Sanne ist eine leidenschaftliche Köchin. Die ist Hausfrau und hat zwei Kinder. Mona leitet eine Kochshow fürs Fernsehen. Sie ist sehr aufs gute gepflegte Aussehen bedacht und eine Dauergeliebte eines verheirateten Manns. Kirsten ist vom Beruf Lehrerin. Sie ist glücklich verheiratet doch ihr Leben ist wirklich sehr stressig. Für Freizeit und Spaß bleibt da keine Zeit. Kirsten wünscht sich sehr ein Kind, doch das ist ihr bisher verwehrt geblieben. Fritzi heißt eigentlich Frederike. Sie ist alleinerziehende Mutter einer 4-jährigen Tochter und nachdem sie eine Enttäuschung mit Männern erlebt hat bleibt sie lieber Single. Die 4 Freundinnen waren mir alle sehr sympathisch und sie hatten früher, vor 15 Jahren, eine gemeinsame WG. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und angenehm leicht zu lesen. Anneke Mohn bringt die Emotionen der Frauen sehr gut rüber. Die Handlung ist zu Beginn recht traurig, da Isa bei einem Unfall gestorben ist und die Freundinnen gemeinsam das Haus entrümpeln sollen. Dann aber geht es Schlag auf Schlag, es geht interessant und durchaus auch spanne zu. Jede der Frauen hat Geheimnisse, die Anneke Mohn dem Leser erst ganz langsam nach und nach preisgibt. Die Handlung berührt den Leser ohne dabei aber kitschig oder gar langweilig zu wirken. Das Ende ist wirklich sehr schön und gefiel mir richtig gut. Ich habe das Buch nach dem Lesen mit einem Lächeln zugeklappt. Fazit Zusammenfassend gesagt ist „Apfelrosenzeit“ von Anneke Mohn ein sehr unterhaltsamer und berührender Roman. 4 unterschiedliche aber sehr sympathische junge Frauen, ein flüssiger Schreibstil und eine emotionale bewegende Handlung haben mich mehr als überzeugt und sehr zufrieden gestimmt. Sehr zu empfehlen!

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