Annelies Ismail

 3.8 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Annelies Ismail

Annelies IsmailMein Mann ist Ägypter
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Mein Mann ist Ägypter
Mein Mann ist Ägypter
 (2)
Erschienen am 03.08.2013
Annelies Ismail»Mein Ägypter ist anders!« Besondere Paare von heute
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»Mein Ägypter ist anders!« Besondere Paare von heute
Annelies IsmailMein Vater ist Ägypter: Die neue Generation erzählt
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Mein Vater ist Ägypter: Die neue Generation erzählt
Annelies IsmailMein Mann ist Ägypter
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Mein Mann ist Ägypter
Mein Mann ist Ägypter
 (0)
Erschienen am 04.02.2008

Neue Rezensionen zu Annelies Ismail

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Rezension zu "Mein Vater ist Ägypter: Die neue Generation erzählt" von Annelies Ismail

Die Generation der Kinder erzählt
monerlvor 2 Jahren

Es ist schon eine kleine Weile her, dass ich das erste Buch der Autorin "Mein Mann ist Ägypter" gelesen habe. Ich fand es sehr spannend die Geschichten von überwiegend deutschsprachigen Frauen zu lesen, die zur damaligen Zeit den Mut hatten nicht nur einen ausländischen Mann zu lieben, sondern sogar noch eins draufgesetzt haben, denn dieser Mann war aus einem anderen Kulturkreis. Ein Ägypter, beheimatet in Nord-Ost-Afrika, Staatsreligion der Islam.

Dieses Buch sollte so eine Art Nachfolgeband werden, in dem die Generation der Kinder zu Wort kommt. Wie ist es ein "gemischtes" Kind zu sein? Ein Kind, dessen Eltern unterschiedliche Muttersprachen haben, unterschiedliche Religionen, Traditionen und gesellschaftliche Vorgaben. Wo haben sie gelebt? War die Kindheit leicht? Fühlten sie sich integriert oder waren sie immer und überall die Ausländer? Konnten die Ehen halten oder wurden sie zu Scheidungskindern? 
Im Vorwort gibt die Autorin an, dass die Kinder der Frauen aus ihrem ersten Buch leider nicht bereit waren ihre Geschichten preiszugeben. Was ich persönlich sehr schade finde, da man dann auch als Leser des ersten Buches einen richtigen Bezug zu den ursprünglichen Lebensgeschichten erhalten hätte. Aber durch zahlreiche Kontakte sowie durch Facebook lernte sie viele andere Familien, Frauen und Kinder solcher gemischter Ehen kennen, die bereit waren, mit ihr zusammenzuarbeiten. So konnte dieses Buch doch noch zustande kommen.

Mir kamen so viele spannende Fragen in den Sinn, auf die ich mir Antworten erhofft hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht! Alle weiblichen und zwei männliche "Kinder" (bis auf einen Jungen sind alles Erwachsene) haben ziemlich frei aus ihrem Leben mit einem ägyptischen Vater erzählt. Es war sehr interessant und spannend zu erfahren, in welchen Punkten sie sich gleichen und wo die Geschichten Unterschiede aufweisen. Diese Ehrlichkeit so viel Privates aus dem eigenen Leben preiszugeben erfordert viel Mut, auch wenn die meisten Geschichten anonym veröffentlicht sind. Dafür ein großes -Danke- von mir!

Verbesserungswürdig finde ich jedoch die Präsentation der Geschichten. Manche sind nicht so ganz klar strukturiert. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde hier 1:1 der Bericht übernommen. An dieser Stelle hätte ich mir eine Überarbeitung der Autorin gewünscht, die den jeweiligen persönlichen Bericht hätte besser ins "Reine" bringen und abrunden sollen. 
Auf mich wirken die Geschichten etwas ungeordnet. Daher hätte ich mir noch eine zusätzliche Sortierung nach weiteren gemeinsamen (Unter)punkten gewünscht, sowie ein Nachwort. Mit dem Abschlusspunkt der letzten Geschichte ist einfach Schluss. Ich fühlte mich so richtig aus dem Buch herauskatapultiert. Ein Nachwort hätte dem entgegenwirken können. 

Ein letzer Punkt ist noch das Buchcover! Es ist sehr altbacken, würde eher zu den 70er Jahren passen als zur heutigen Zeit und eigentlich nicht ansprechend. Es verleitet einen nicht wirklich zum Buch zu greifen. Deshalb empfehle ich eine Überarbeitung. Es wäre sehr schade, wenn sich für dieses Buch ausschließlich die Menschen interessieren, die mit der Thematik des Buches selbst persönlich betroffen sind.

Eigentliche Bewertung 3,5 Sterne. Hier auf 4 aufgerundet, da LB keine halben Sterne zulässt.
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https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2017/01/buchvorstellung-mein-vater-ist-agypter.html

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Rezension zu "Mein Mann ist Ägypter" von Annelies Ismail

Die ältere Generation erzählt
monerlvor 5 Jahren

Ich habe dieses Buch vor 2 Jahren gelesen, und es fiel mir nun wieder ein, nachdem die Autorin sozusagen einen Nachfolgeband ("Mein Ägypter ist anders - Besondere Paare von heute") geschrieben hat, das ich gerade ausgelesen habe.

Dieses erste Buch fand ich sehr spannend! Schön beschrieben, erzählen fünfzehn Frauen ihre Geschichte, wie sie ihren ägyptischen Ehemann kennengelernt haben und wie es ihnen in dieser ganzen Zeit bis heute so ergangen ist. Diese Frauen sind die heutige ältere Generation, geboren in einem Zeitraum zwischen (grob auf- und abgerundet) ca. 1920 und 1950.

Zu dieser Zeit war Deutschland ganz anders und Ägypten sowieso. Wer heute durch seine Urlaube Ägypten kennengelernt hat, kann sich kaum vorstellen, in was für ein Ägypten damals manche Frauen, so mir nichts dir nichts, ausgewandert sind - das Wort "Kulturschock" ist noch richtig untertrieben, was ich in den Geschichten so herausgelesen habe. Sie waren irgendwie echte Pionierinnen!

In Deutschland herrschten ebenso andere Sitten als heute. Frauen konnten auch nicht einfach so alles machen was sie wollten. Auch in Deutschland war es üblich, wie heute in Ägypten immer noch (religiös bedingt), dass Paare relativ schnell heirateten. Eine richtige und anständige Beziehung konnte zum großen Teil nur im Rahmen einer Ehe geführt werden. Ich denke, das hat es diesen binationalen Beziehungen, im Vergleich zu heute, leichter gemacht. Deutsche / Europäische Frauen erschrecken heute eher, wenn der Ägypter nach einigen Montaten Kennen vorschlägt zu heiraten.

Schön empfand ich in diesem Buch auch, dass so viele positive Geschichten vorgestellt wurden. Das, was die heutigen Medien aus der arabischen Welt zeigen, ist leider überwiegend negativ. Es werden eigentlich fast nur reine Sensationsmeldungen gezeigt. Deshalb stimmten mich diese vielen positiven Geschichten fröhlich. Es wurde Zeit für so ein Buch, um der ganzen negativen Presse auch ein Fünkchen positive Wahrheit entgegenzustellen.

Eine besonderes schöne Idee sind am Ende auch noch die vielen tollen ägyptischen Rezepte! Es macht Spass sie nachzumachen. :-)

Einen Stern habe ich abgezogen, weil ich von einem Buch, das in 2008 veröffentlicht wurde, auch Geschichten von Beziehungen aus der "heutigen Zeit" erwartet hatte. Ich dachte, es gäbe einen Mix darin, sodass der Leser auch einen Vergleich von damals zu heute hätte. Nach dieser Lektüre hat man zwar viel vom damaligen Ägypten und der Historie erfahren aber es gibt so gar keinen Bezug zu heute. Das habe ich sehr vermisst. Damals wusste ich ja nicht, dass es einige Jahre später einen kleinen Nachfolgeband geben wird. Besser hätte mir aber dennoch gefallen, alle Geschichten in einem Band vorzufinden.

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Rezension zu "»Mein Ägypter ist anders!« Besondere Paare von heute" von Annelies Ismail

ganz nett zu lesen
monerlvor 5 Jahren

Ich habe auch das erste Buch der Autorin - "Mein Mann ist Ägypter" - gelesen und war auf dieses hier gespannt, da hier, im Gegensatz zum vorigen Buch, Paare vorgestellt werden, die sich in der heutigen Zeit kennengelernt haben und eine binationale Beziehung führen und mit welchen Problemen, Schwierigkeiten und Widrigkeiten sie zu kämpfen haben oder eben auch nicht.

Gelernt habe ich einen neuen Begriff, nämlich "Bezness". Bisher kannte ich das Wort nicht und hätte ich es gehört, hätte ich nicht gewusst, was es damit auf sich hat. Dies ist also eine große Veränderung der heutigen Zeit. Einige junge Ägypter haben sich  darauf speziallisiert, westliche Frauen die große Liebe vorzuspielen, sie aber dabei nur finanziell ausnehmen zu wollen. Diese Tatsache hat mich dann doch betrübt. Vor allem, da dies wohl eine groß angelegte Masche zu sein scheint. Die eine oder andere Frau, die hier ihre Geschichte erzählt, hat das so erlebt.

Zu den negativen Beispielen gibt es auch glücklicherweise Positive. Wenn ich die Lebensgeschichten der Frauen aus beiden Büchern vergleiche, kann ich feststellen, dass sich die Beziehungen verändert haben, insbesondere deshalb, da die Paare sich nicht mehr im Westen kennenlernen, sondern im Urlaub in Ägypten, überwiegend in Hotels.
Zudem hat sich auch Ägypten und seine Gesellschaft verändert. Waren / sind die Beziehungen der älteren Generation noch viel mehr kompromissreich, sind die "neuen" Beziehungen und Ehen viel schwieriger, mehr religiös geprägt und die geforderte Anpassung der Frauen viel höher. Das wird durch dieses Buch sehr deutlich.

Ein Kritikpunkt an dem Buch ist, dass ich das Gefühl habe, die Autorin hat die ihr zugeschickten Geschichten einfach so übernommen. Sie sind in sehr einfach gehaltener Sprache geschrieben und erscheinen oftmals nicht richtig strukturiert. Einige kleine wie auch größere Schreibfehler (z.B. aus Whalid wurde Walid wurde Wakid) innerhalb einer Geschichte zeigen mir, dass die Texte besser hätten lektoriert werden sollen.

Des Weiteren finde ich das von der Autorin angefügte Tagebuch, geführt während der Revolution, nicht wirklich zum Buch passend und stilistisch auch nicht herausragend. Obwohl erst 2 Wochen wieder in Ägypten zurück, reist sie während der Revolution und der für Ägypten und alle Ägypter schwierigsten Zeit zurück nach Deutschland, um dann dort darauf anzustoßen, dass Mubarak abgedankt hat (musste), um dann danach in das "befreite" Ägypten zurückzukehren.

Bei all dem Erwähnten, wie anstrengend diese Zeit und die Verhältnisse für dortige Freunde und Familie war, ist nicht wirklich lesenswert, was die Autorin aus dem sicheren, westlichen Deutschland berichtet. Dieses Tagebuch ist zu knapp 2/3 in Deutschland entstanden, wo jeder Leser quasi die gleiche Berichterstattung, wie auch die Autorin, erhalten hat.

Im Großen und Ganzen ganz nett zu lesen, vor allem, wenn man das Buch "Mein Mann ist Ägypter" auch kennt. Am interessantesten werden dieses Buch wahrscheinlich Leserinnen finden, die sich in der gleichen oder ähnlichen Situation befinden oder befunden haben; so zum persönlichen Vergleich.

Ein weiteres Buch mit vielen neuen Lebensgeschichten würde ich nicht lesen, da sich alle positiven wie auch negativen Beispiele ziemlich gleichen. Wieder spannend wäre ein Buch, das vielleicht ca. 40 Jahre später, solche Beziehungen beleutet und was sich in all der Zeit geändert und verändert hat.

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