Annelies Ismail »Mein Ägypter ist anders!« Besondere Paare von heute

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Inhaltsangabe zu „»Mein Ägypter ist anders!« Besondere Paare von heute“ von Annelies Ismail

Geschichten über ägyptische Männer mit deutschen oder anderen Touristinnen hört man überall. Viele Frauen wurden finanziell ausgenutzt oder nur geheiratet, um ein Visum zu bekommen. Wie kann das passieren? Warum merken die Frauen nicht rechtzeitig, was los ist? Tatsächlich gibt es auch Gegenbeispiele: Glückliche Paare von Ägyptern mit Frauen aus Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Worin unterscheiden sie sich, was haben sie gemeinsam? So unterschiedlich wie die Frauen und Männer, sind die Geschichten, die sie Annelies Ismail erzählt haben. Alle gemeinsam zeigen ein vielfältiges Bild des modernen Ägypten, abseits der Fernsehbilder und bevölkert von echten Menschen mit alltäglichen Sorgen und Nöten. Die Ägyptische Revolution von 2011, die in fast allen Geschichten eine Rolle spielt, schildert Annelies Ismail in einem Tagebuch.

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    »Mein Ägypter ist anders!« Besondere Paare von heute
    monerl

    monerl

    23. September 2013 um 19:17

    Ich habe auch das erste Buch der Autorin - "Mein Mann ist Ägypter" - gelesen und war auf dieses hier gespannt, da hier, im Gegensatz zum vorigen Buch, Paare vorgestellt werden, die sich in der heutigen Zeit kennengelernt haben und eine binationale Beziehung führen und mit welchen Problemen, Schwierigkeiten und Widrigkeiten sie zu kämpfen haben oder eben auch nicht. Gelernt habe ich einen neuen Begriff, nämlich "Bezness". Bisher kannte ich das Wort nicht und hätte ich es gehört, hätte ich nicht gewusst, was es damit auf sich hat. Dies ist also eine große Veränderung der heutigen Zeit. Einige junge Ägypter haben sich darauf speziallisiert, westliche Frauen die große Liebe vorzuspielen, sie aber dabei nur finanziell ausnehmen zu wollen. Diese Tatsache hat mich dann doch betrübt. Vor allem, da dies wohl eine groß angelegte Masche zu sein scheint. Die eine oder andere Frau, die hier ihre Geschichte erzählt, hat das so erlebt. Zu den negativen Beispielen gibt es auch glücklicherweise Positive. Wenn ich die Lebensgeschichten der Frauen aus beiden Büchern vergleiche, kann ich feststellen, dass sich die Beziehungen verändert haben, insbesondere deshalb, da die Paare sich nicht mehr im Westen kennenlernen, sondern im Urlaub in Ägypten, überwiegend in Hotels. Zudem hat sich auch Ägypten und seine Gesellschaft verändert. Waren / sind die Beziehungen der älteren Generation noch viel mehr kompromissreich, sind die "neuen" Beziehungen und Ehen viel schwieriger, mehr religiös geprägt und die geforderte Anpassung der Frauen viel höher. Das wird durch dieses Buch sehr deutlich. Ein Kritikpunkt an dem Buch ist, dass ich das Gefühl habe, die Autorin hat die ihr zugeschickten Geschichten einfach so übernommen. Sie sind in sehr einfach gehaltener Sprache geschrieben und erscheinen oftmals nicht richtig strukturiert. Einige kleine wie auch größere Schreibfehler (z.B. aus Whalid wurde Walid wurde Wakid) innerhalb einer Geschichte zeigen mir, dass die Texte besser hätten lektoriert werden sollen. Des Weiteren finde ich das von der Autorin angefügte Tagebuch, geführt während der Revolution, nicht wirklich zum Buch passend und stilistisch auch nicht herausragend. Obwohl erst 2 Wochen wieder in Ägypten zurück, reist sie während der Revolution und der für Ägypten und alle Ägypter schwierigsten Zeit zurück nach Deutschland, um dann dort darauf anzustoßen, dass Mubarak abgedankt hat (musste), um dann danach in das "befreite" Ägypten zurückzukehren. Bei all dem Erwähnten, wie anstrengend diese Zeit und die Verhältnisse für dortige Freunde und Familie war, ist nicht wirklich lesenswert, was die Autorin aus dem sicheren, westlichen Deutschland berichtet. Dieses Tagebuch ist zu knapp 2/3 in Deutschland entstanden, wo jeder Leser quasi die gleiche Berichterstattung, wie auch die Autorin, erhalten hat. Im Großen und Ganzen ganz nett zu lesen, vor allem, wenn man das Buch "Mein Mann ist Ägypter" auch kennt. Am interessantesten werden dieses Buch wahrscheinlich Leserinnen finden, die sich in der gleichen oder ähnlichen Situation befinden oder befunden haben; so zum persönlichen Vergleich. Ein weiteres Buch mit vielen neuen Lebensgeschichten würde ich nicht lesen, da sich alle positiven wie auch negativen Beispiele ziemlich gleichen. Wieder spannend wäre ein Buch, das vielleicht ca. 40 Jahre später, solche Beziehungen beleutet und was sich in all der Zeit geändert und verändert hat.

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