Annelies Ismail , Mona Gabriel Mein Mann ist Ägypter

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Inhaltsangabe zu „Mein Mann ist Ägypter“ von Annelies Ismail

Die Autorin, selbst seit über 40 Jahren mit einem Ägypter verheiratet, lebt heute den größten Teil des Jahres in Alexandria, Ägypten. Ihre Begegnungen mit anderen ausländischen Frauen dort waren der Auslöser zu ihrem Buch. 15 Frauen haben ihr ihre wahre, sehr persönliche Geschichte erzählt und Annelies Ismail hat sie gesammelt und in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter Mona Gabriel aufgeschrieben. Einige Frauen folgten ihren Männern schon in den 1960er-Jahren "blind" in ein fremdes Land, wo sie eine völlig neue Sprache lernen und die Herausforderungen der fremden Kultur meistern mussten. Sie hatten oft wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bestehen, mitunter mussten sie sich gegen Intrigen zur Wehr zu setzen, aber jede dieser Familien hat ihren eigenen Weg gefunden. Die Erfahrungen mit den Menschen in Ägypten, mit ihrer Gastfreundschaft und ihrer Einstellung zu Frauen, die Einschätzungen der ägyptischen Politik und der Umgangsformen aus ihrer heutigen Sicht sind so unterschiedlich wie die Frauen selbst. Und doch gibt es ein Fazit: „Einfach war es nicht, aber eine Bereicherung allemal“, meinen die 15 Frauen, die hier ganz offen aus ihrem Leben erzählen.

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  • Die ältere Generation erzählt

    Mein Mann ist Ägypter

    monerl

    23. September 2013 um 21:35

    Ich habe dieses Buch vor 2 Jahren gelesen, und es fiel mir nun wieder ein, nachdem die Autorin sozusagen einen Nachfolgeband ("Mein Ägypter ist anders - Besondere Paare von heute") geschrieben hat, das ich gerade ausgelesen habe. Dieses erste Buch fand ich sehr spannend! Schön beschrieben, erzählen fünfzehn Frauen ihre Geschichte, wie sie ihren ägyptischen Ehemann kennengelernt haben und wie es ihnen in dieser ganzen Zeit bis heute so ergangen ist. Diese Frauen sind die heutige ältere Generation, geboren in einem Zeitraum zwischen (grob auf- und abgerundet) ca. 1920 und 1950. Zu dieser Zeit war Deutschland ganz anders und Ägypten sowieso. Wer heute durch seine Urlaube Ägypten kennengelernt hat, kann sich kaum vorstellen, in was für ein Ägypten damals manche Frauen, so mir nichts dir nichts, ausgewandert sind - das Wort "Kulturschock" ist noch richtig untertrieben, was ich in den Geschichten so herausgelesen habe. Sie waren irgendwie echte Pionierinnen! In Deutschland herrschten ebenso andere Sitten als heute. Frauen konnten auch nicht einfach so alles machen was sie wollten. Auch in Deutschland war es üblich, wie heute in Ägypten immer noch (religiös bedingt), dass Paare relativ schnell heirateten. Eine richtige und anständige Beziehung konnte zum großen Teil nur im Rahmen einer Ehe geführt werden. Ich denke, das hat es diesen binationalen Beziehungen, im Vergleich zu heute, leichter gemacht. Deutsche / Europäische Frauen erschrecken heute eher, wenn der Ägypter nach einigen Montaten Kennen vorschlägt zu heiraten. Schön empfand ich in diesem Buch auch, dass so viele positive Geschichten vorgestellt wurden. Das, was die heutigen Medien aus der arabischen Welt zeigen, ist leider überwiegend negativ. Es werden eigentlich fast nur reine Sensationsmeldungen gezeigt. Deshalb stimmten mich diese vielen positiven Geschichten fröhlich. Es wurde Zeit für so ein Buch, um der ganzen negativen Presse auch ein Fünkchen positive Wahrheit entgegenzustellen. Eine besonderes schöne Idee sind am Ende auch noch die vielen tollen ägyptischen Rezepte! Es macht Spass sie nachzumachen. :-) Einen Stern habe ich abgezogen, weil ich von einem Buch, das in 2008 veröffentlicht wurde, auch Geschichten von Beziehungen aus der "heutigen Zeit" erwartet hatte. Ich dachte, es gäbe einen Mix darin, sodass der Leser auch einen Vergleich von damals zu heute hätte. Nach dieser Lektüre hat man zwar viel vom damaligen Ägypten und der Historie erfahren aber es gibt so gar keinen Bezug zu heute. Das habe ich sehr vermisst. Damals wusste ich ja nicht, dass es einige Jahre später einen kleinen Nachfolgeband geben wird. Besser hätte mir aber dennoch gefallen, alle Geschichten in einem Band vorzufinden.

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