Jakub, die Hauptfigur des Romans, ist ein Romajunge. Leider erzählt uns die Geschichte aber nichts von dem, was ihn eigentlich zu dem macht, was er ist. Stattdessen erfahren wir, dass er arm ist, bei seiner Oma lebt und von dieser recht leichtgläubig „weitergereicht“ wird. Das Klischee der armen Roma, die - wenn auch aus Not- zu Taschendieben werden, ist das Fundament des Buches. Damit gibt die Autorin ihren Lesern, was sie ohnehin schon immer zu wissen gemeint haben. Sie bedient Klischees und stützt damit die ethnische Diskriminierung. Das ist schade und - vermutlich - nicht so von Annelies Schwarz beabsichtigt, will man ihrer Biographie Glauben schenken. Dennoch gelingt es ihr nicht, aus dem engen Schubladendenken auszubrechen. Ich hätte mir einen Roman gewünscht, der die Roma einmal in einem ganz anderen Licht zeigt, doch dafür braucht es sicherlich eine/n Autor/in, die/der deutlich intensiver mit dem Leben der Roma vertraut ist.
Annelies Schwarz
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Annelies Schwarz
Klippenmond
Meine Oma lebt in Afrika
Kleine Lesetiger-Hexengeschichten /Wirbel in der Hexenschule
Aprilregen
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Zum Inhalt:
Zwei Kinder erleben Afrika.
Endlich ist es soweit: Eric darf mit seinem afrikanischen Papa nach Ghana fliegen und seine Oma besuchen. Seinen besten Freund Flo nimmt er mit. In Ghana ist vieles anders als daheim in Bremen. Hier ist es nämlich Flo, der zwischen all den schwarzen Kindern auffällt. Eric und Flo erleben aufregende Tage in dieser anderen Welt, wo es Krokodile gibt, wo ein Gewitter noch ein richtiges Unwetter ist und wo Aba lebt, die Schlangenbeschwörerin werden möchte. - Eine Geschichte, die von menschlichen Erfahrungen in Deutschland und Afrika erzählt.
Cover:
Eigener Eindruck:
Fazit:
Daten:
Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg; Auflage: 6. Aufl. (7. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407782845
ISBN-13: 978-3407782847
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 0,8 x 18,8 cm
Das Coverbild finde ich ansprechend, der Titel ist passend.
Die Kapitel sind nicht zu lange; ergänzt werden sie durch ein paar wenige schwarz-weiß Zeichnungen.
Der Schreibstil ist einfach. Der (junge) Leser kommt schnell in das Buch herein. Was mir gut gefallen hat war, dass der alltägliche Rassismus thematisiert wird. In Afrika selbst erhält der Leser eine Vorstellung von dem Leben der Menschen. Dabei wird besonders die Lebenssituation und die Arbeit gut dargestellt.
Trotzdem ist das Buch nicht ganz so spannend wie ich es mir gewünscht hätte. Einen Einblick gibt es aber dennoch.
Daher durchschnittliche 3 Sterne
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