Annemarie Pieper

 4.4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Einführung in die Ethik, Gut und Böse und weiteren Büchern.

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Gut und Böse

Erscheint am 14.02.2019 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

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Gut und Böse

Gut und Böse

 (2)
Erschienen am 15.02.2008
Die Klugscheisser GmbH

Die Klugscheisser GmbH

 (1)
Erschienen am 15.12.2015
Selber denken

Selber denken

 (1)
Erschienen am 01.11.2008
Nachgedacht

Nachgedacht

 (0)
Erschienen am 01.10.2014
Angewandte Ethik

Angewandte Ethik

 (0)
Erschienen am 21.10.1998
Satans Austreibung

Satans Austreibung

 (0)
Erschienen am 01.09.2010

Neue Rezensionen zu Annemarie Pieper

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WildRoses avatar

Rezension zu "Einführung in die Ethik" von Annemarie Pieper

Empfehlenswert!
WildRosevor 4 Jahren

Wer sich für praktische Philosophie im Allgemeinen und Ethik im Besonderen interessiert, der sollte "Einführung in die Ethik" unbedingt lesen! Das Buch besticht durch verständliche, vollständige Erklärungen, ist nicht nur für Studenten informativ und lehrreich, und liefert einen gelungenen, spannenden Einblick in die Ethik. Es sollte mehr Sachbücher geben wie dieses.

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cosima73s avatar

Rezension zu "Gut und Böse" von Annemarie Pieper

Rezension zu "Gut und Böse" von Annemarie Pieper
cosima73vor 6 Jahren

Die Frage nach dem Guten und Bösen hat viele Philosophen, Theologen, Psychologen, Biologenbeschäftigt. Jede Richtung ging aus der ihr eigenen Warte an die Thematik heran, versuchte sie mit Hilfe der eigenen Methoden zu entschlüsseln. Annemarie Pieper geht diesen Erklärungsversuchen quer durch die einzelnen Richtungen nach.

Können Mittel, die zu einem bösen Zweck verwendet gut sein? Rechtfertigt der gute Zweck die bösen Mittel? Was ist „das Gute“ im Gegensatz zu „gut“ als Adjektiv? Alltagssprachlich streben wir nach dem Guten, wollen das Böse meiden. Wir teilen Menschen in gut und böse ein und haben damit unsere Welt strukturiert. Dass dies zu kurz greift, liegt auf der Hand. Die Problematik liegt tiefer. Und so kommt Annemarie Pieper zu der Hypothese,

"dass der Mensch von Natur aus weder gut noch böse ist, wohl aber an sich indifferente Anlagen mitbringt, die sich je nach Einfluss und Milieu zur Moral oder zur Unmoral hin entwickeln können."

Annemarie Pieper stürzt sich zur weiteren Erforschung in die Ethologie, verweist auf Lorenz’ Aggressionstrieb, geht weiter zum Sozialdarwinismus, wo sie Dawkins egoistisches Gen seziert, geht danach der Frage nach, ob der Mensch durch seine Anlagen determiniert oder frei in seinem Handeln und damit dafür verantwortlich ist. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Als nächstes sind die Psychoanalytiker und Soziologen gefragt, welche auf eine Wechselbeziehung zwischen Ich und Gesellschaft verweisen. Dabei gehen die Meinungen auseinander, ob nun das Individuum in seiner Triebunterdrückung oder aber die Gesellschaft mit ihren repressiven Strukturen für das Böse mehr verantwortlich sei. Wohl auch da liegt die Antwort irgendwo in der Mitte oder ganz woanders.

Bei so viel irdischem Unwissen kann nur noch die Theologie helfen, welche daraufhin befragt wird, wo das Übel herkomme. Von Gott kann es nicht kommen, es muss von den Menschen sein. Der hätte es zwar kommen sehen, musste es aber stehen lassen, um dem Menschen nicht seine Willensfreiheit zu nehmen, welche den Menschen als solchen ausmacht. Das ist die Antwort auf die Frage, wie Gott Auschwitz hätte geschehen lassen können. Nachdem auch noch Pandora als Schuldige ins Feld geführt wurde, kommen wir zur Philosophie, durchlaufen Metaphysik und Ethik, verweilen lange bei Kant, streifen Kierkegaard, vermissen danach Hannah Arendt, freuen uns dafür über Nietzsche.

Und am Schluss stehen wir da und sind so klug als wie zuvor. Der Mensch will stets das Gute, fühlt sich vom Bösen angezogen, widersteht ihm nicht und tut es doch. Im Wissen, dass es falsch ist, zu sehr davon gezogen. Schlussendlich bleiben die Begriffe ein Rätsel, das auch dieses Buch nicht lösen konnte.

Die Lösung zu erwarten wäre zu hoch gegriffen. Die Thematik ist zu komplex und es gibt keine definitiven klaren Antworten. Die Ausführungen sind teilweise für die knappe Schrift zu lang, um in der Folge in wenigen Sätzen verworfen zu werden. Es fehlt der rote Faden und eine wirklich stringente Argumentationskette. Das Ganze wirkt eher wie eine Aneinanderreihung von verschiedenen Theorien, die man aufgelesen hat, nun da wiedergibt, wo sie gerade in die vorher gesetzten Kapitel passen und am Schluss zum schon vorher klaren Ergebnis kommt, nämlich keinem. Trotzdem ein guter Einstieg in die Thematik, der gute Hinweise zur Vertiefung liefert.

Fazit
Ein guter Einstieg in ein sehr komplexes Thema. Die breit angelegte Analyse hilft, verschiedene Gesichtspunkte dieses Themas wahrzunehmen und das Gefühl für die Vielschichtigkeit desselben zu erhalten. Prädikat empfehlenswert.

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Rezension zu "Gut und Böse" von Annemarie Pieper

Rezension zu "Gut und Böse" von Annemarie Pieper
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Erklärungsversuche werden ausführlich erläutert, dann meist mit zwei Sätzen total platt gemacht.

Letztlich gewinnt man eine Perspektive, die Frage nach dem Bösen wird aber nicht beantwortet.

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