Annemarie Pieper Gut und Böse

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Inhaltsangabe zu „Gut und Böse“ von Annemarie Pieper

Die Frage nach Gut und Böse hat von Anfang an Philosophen und Theologen, dann Psychologen und Soziologen und neuerdings Humanbiologen beschäftigt. Die Erklärungsversuche der Herkunft von Gut und Böse entscheiden zugleich über die Frage, ob der Mensch determiniert oder frei in seinen Entscheidungen ist. Liegt die Ursache des Bösen in egoistischen Genen, ungünstigen sozialen Bedingungen oder im `Sündenfall`? Der Mensch wäre dann für das Böse nicht selbst verantwortlich. Philosophische Deutungen von Gut und Böse gehen von der Hypothese der Freiheit und der Möglichkeit einer Selbstdetermination aus. In diesem Fall sind Gut und Böse dem Menschen zurechenbar. Utopische Entwürfe einer idealen Gesellschaft zeigen, daß auch die Erziehung zum Guten das Böse nicht endgültig zu verhindern vermag. Dies gelingt nur durch biologisch-technische Manipulationen, die den Menschen seiner Freiheit berauben.

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  • Rezension zu "Gut und Böse" von Annemarie Pieper

    Gut und Böse

    cosima73

    20. February 2013 um 23:06

    Die Frage nach dem Guten und Bösen hat viele Philosophen, Theologen, Psychologen, Biologenbeschäftigt. Jede Richtung ging aus der ihr eigenen Warte an die Thematik heran, versuchte sie mit Hilfe der eigenen Methoden zu entschlüsseln. Annemarie Pieper geht diesen Erklärungsversuchen quer durch die einzelnen Richtungen nach. Können Mittel, die zu einem bösen Zweck verwendet gut sein? Rechtfertigt der gute Zweck die bösen Mittel? Was ist „das Gute“ im Gegensatz zu „gut“ als Adjektiv? Alltagssprachlich streben wir nach dem Guten, wollen das Böse meiden. Wir teilen Menschen in gut und böse ein und haben damit unsere Welt strukturiert. Dass dies zu kurz greift, liegt auf der Hand. Die Problematik liegt tiefer. Und so kommt Annemarie Pieper zu der Hypothese, "dass der Mensch von Natur aus weder gut noch böse ist, wohl aber an sich indifferente Anlagen mitbringt, die sich je nach Einfluss und Milieu zur Moral oder zur Unmoral hin entwickeln können." Annemarie Pieper stürzt sich zur weiteren Erforschung in die Ethologie, verweist auf Lorenz’ Aggressionstrieb, geht weiter zum Sozialdarwinismus, wo sie Dawkins egoistisches Gen seziert, geht danach der Frage nach, ob der Mensch durch seine Anlagen determiniert oder frei in seinem Handeln und damit dafür verantwortlich ist. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Als nächstes sind die Psychoanalytiker und Soziologen gefragt, welche auf eine Wechselbeziehung zwischen Ich und Gesellschaft verweisen. Dabei gehen die Meinungen auseinander, ob nun das Individuum in seiner Triebunterdrückung oder aber die Gesellschaft mit ihren repressiven Strukturen für das Böse mehr verantwortlich sei. Wohl auch da liegt die Antwort irgendwo in der Mitte oder ganz woanders. Bei so viel irdischem Unwissen kann nur noch die Theologie helfen, welche daraufhin befragt wird, wo das Übel herkomme. Von Gott kann es nicht kommen, es muss von den Menschen sein. Der hätte es zwar kommen sehen, musste es aber stehen lassen, um dem Menschen nicht seine Willensfreiheit zu nehmen, welche den Menschen als solchen ausmacht. Das ist die Antwort auf die Frage, wie Gott Auschwitz hätte geschehen lassen können. Nachdem auch noch Pandora als Schuldige ins Feld geführt wurde, kommen wir zur Philosophie, durchlaufen Metaphysik und Ethik, verweilen lange bei Kant, streifen Kierkegaard, vermissen danach Hannah Arendt, freuen uns dafür über Nietzsche. Und am Schluss stehen wir da und sind so klug als wie zuvor. Der Mensch will stets das Gute, fühlt sich vom Bösen angezogen, widersteht ihm nicht und tut es doch. Im Wissen, dass es falsch ist, zu sehr davon gezogen. Schlussendlich bleiben die Begriffe ein Rätsel, das auch dieses Buch nicht lösen konnte. Die Lösung zu erwarten wäre zu hoch gegriffen. Die Thematik ist zu komplex und es gibt keine definitiven klaren Antworten. Die Ausführungen sind teilweise für die knappe Schrift zu lang, um in der Folge in wenigen Sätzen verworfen zu werden. Es fehlt der rote Faden und eine wirklich stringente Argumentationskette. Das Ganze wirkt eher wie eine Aneinanderreihung von verschiedenen Theorien, die man aufgelesen hat, nun da wiedergibt, wo sie gerade in die vorher gesetzten Kapitel passen und am Schluss zum schon vorher klaren Ergebnis kommt, nämlich keinem. Trotzdem ein guter Einstieg in die Thematik, der gute Hinweise zur Vertiefung liefert. Fazit Ein guter Einstieg in ein sehr komplexes Thema. Die breit angelegte Analyse hilft, verschiedene Gesichtspunkte dieses Themas wahrzunehmen und das Gefühl für die Vielschichtigkeit desselben zu erhalten. Prädikat empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Gut und Böse" von Annemarie Pieper

    Gut und Böse

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. July 2008 um 11:05

    Erklärungsversuche werden ausführlich erläutert, dann meist mit zwei Sätzen total platt gemacht.

    Letztlich gewinnt man eine Perspektive, die Frage nach dem Bösen wird aber nicht beantwortet.

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