Annemarie Schwarzenbach Insel Europa

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Inhaltsangabe zu „Insel Europa“ von Annemarie Schwarzenbach

Der komplexen "Liebe zu Europa" ist dieser Band von mehrheitlich in Buchform unveröffentlichten Feuilletons und Reportagen gewidmet. Die Journalistin berichtet über gesellschafts- und sozialpolitische Experimente in Rußland und Schweden, schildert das Alltagsleben in Nazi-Deutschland und den baltischen Staaten; sie kommentiert Brennpunkte politischer Ereignisse wie den Einmarsch der Deutschen in Österreich oder beschwört Kultur und Landschaft in Frankreich und Portugal als eine - von den Zeitumständen bedrohte - Symbiose. Zu entdecken ist Annemarie Schwarzenbach als Film- und Literaturkritikerin. Ob atmosphärisch dichtes Reisefeuilleton, ob dokumentarisch genaue und politisch hellhörige Reportage: beide tragen die unverwechselbare Handschrift dieser engagierten Kosmopolitin.
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  • Rezension zu "Insel Europa" von Annemarie Schwarzenbach

    Insel Europa
    NewNoise

    NewNoise

    13. January 2008 um 11:00

    In diesem Buch finden sich ganz unterschiedliche Texte der 1942 verstorbenen Journalistin und Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach: Rezensionen, Berichte über das in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts aufkommende Kino, die Eindrücke von intellektuellen Debatten wie die von Unterhaltungen mit den Menschen der Länder, die Schwarzenbach bereiste. Sie stammen aus den Jahren 1930-1942 und spiegeln, mal direkter, mal indirekter, das Europa im Angesicht des herannahenden zweiten Weltkrieges, jedoch aus einer ganz anderen Sicht als die der Geschichtsbücher. Denn die Autorin beschreibt die Begegnungen und Erfahrungen, die sie unterwegs (in Russland, Österreich, Schweden, den baltischen Ländern, Spanien, Portugal und Frankreich) gemacht hat. Das heißt nicht, dass sie die Zusammenhänge aus den Augen verliert und ihre Erfahrungen nicht auch in den entsprechenden (politisch-gesellschaftlichen) Kontext rücken würde. Aber es ist eben, das fasziniert mich immer wieder, eher ein Gefühl von Zeitreise. Es sind Reportagen, die nicht altmodisch anmuten und heute so in der Zeitung stehen könnten, ein Fenster in eine Zeit vor dem für das heutige Europa so prägenden zweiten Weltkrieg. Der Eindruck, dass die Texte ein wenig zusammengeplückt sind, verfliegt nicht ganz, wird aber immer plausibler und ist, spätestens, mit dem Nachwort des Herausgebers Roger Perrets höchst verständlich. Das Buch hat mich neugierig gemacht und ich bin gespannt, noch weitere Bücher Annemarie Schwarzenbachs zu entdecken.

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