Annemarie van Haeringen Schneewittchen strickt ein Monster

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Inhaltsangabe zu „Schneewittchen strickt ein Monster“ von Annemarie van Haeringen

Das neue Bilderbuch von Annemarie van Haarigen spielt nicht nur mit Märchenfiguren – es ist selbst ein Märchen, und zwar eines über die Kraft der Fantasie. Die Art und Weise, wie van Haarigen die Figuren reduziert und doch verspielt zeichnet und die wenigen Worte setzt, ist zudem humorvoll heiter und einfach märchenhaft schön!

Eine Geschichte die sich schnell verselbständigt und richtig gefährlich wird. Nur gut wenn man sich zu helfen weiß

— Kinderbuchkiste
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  • Eine Geschichte voller Phantasie und der Botschaft an sich selbst zu glauben

    Schneewittchen strickt ein Monster
    Kinderbuchkiste

    Kinderbuchkiste

    08. February 2017 um 22:48

    Schon das Coverbild lässt erkennen, dass ist ein ganz besonderes Buch! Ein riesengroßes braun, buntes Monster schaut uns entgegen und ganz klein oben rechts in der Ecke eine kleine weiße Ziege mit Stricknadeln am Monster haftend. Klarer Bezug zum Titel des Buches "Schneewittchen strickt ein Monster" Schlagen wir das Buch auf kommen uns erst einmal komische Strichtierzeichnungen, ähnlich der alten Höhlenmalereien in der Steinzeit, entgegen. Was uns da wohl gleich im Buch erwarten wird? Da ist es schon, das Schneewittchen! Auf dem Titelbild sehen wir eine anmutig tanzende kleine Ziege, die schwungvoll ein Wollknäul durch die Luft jongliert, die Stricknadeln zu Boden geworfen. Die Geschichte beginnt mit einem sehr kargen, reduzierten Szenario. Der Himmel schwarz, der Boden weiß, vom Schnee bedeckt. In der Ferne ein kärgliches Häuschen und ein kahler Baum und aus dem weißen Schnee heraus erkennt man den Kopf und das Kleid der Ziege, die mit einem Korb in der Hand des Weges geht. Die Geschichte erzählt, Schneewittchen möchte Wolle kaufen. Wieder Zuhause sitzt sie nun und strickt. Sie strickt lauter kleine braune Ziegen. Mal mit einen orangenen Bein, mal mit einem blauen. "Tick, tick, tick..." gehen die Nadeln. Da kommt das Schaf zu Besuch und behauptet viel besser und viel schöner stricken zu können als Schneewittchen und überhaupt ist Ziegenwolle längst nicht so schön wie ihre Schafswolle. Das Geplapper von Frau Schaf lenkt Schneewittchen so ab, dass sie gar nicht bemerkt, dass die immer weiter und weiter strickt und mehr und größer als je zuvor. Sie kettet den Faden ab und dann passierst. Ein Wolf springt von der Nadel und frisst gradewegs das Schaf. Schneewittchen indes versteckt sich und strickt und strickt und strickt einen Tiger, der frisst den Wolf  doch damit hat er nicht genug, nun will er auch noch die Ziege fressen. schnell strickt und strickt und strickt Schneewittchen etwas noch viel , viel größeres, ein riesengroßes Monster, doch dieses Mal ist sie schlau. Was sie wohl macht? Und was das Monster macht? Und ob doch noch alles gut ausgeht? All das verrate ich hier nicht. Nur soviel, dass Schaf wird sich noch bei Schneewittchen entschuldigen für ihre Überheblichkeit. Eine sehr schöne Geschichte, bildlich reduziert auf das wesentliche und dennoch ist viel zu entdecken. Hier erkennt man einmal mehr, dass Weniger oft mehr sein kann. Unglaublich ausdrucksstark begleiten bzw. illustrieren die Bilder diese Geschichte, die deutlich macht wie viel Kraft  Fantasie haben kann aber auch, dass es sich lohnt Selbstvertrauen zu haben und an sich zu glauben . Einfach großartig!

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  • Neue Mischung schafft etwas ganz Neues

    Schneewittchen strickt ein Monster
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    15. December 2016 um 22:30

    Die Ziege Schneewittchen strickt sich Ziegenkinder. Als Frau Schaf sie ablenkt, wird aus dem achten Ziegenkind ein hungriger Wolf. Schneewittchen strickt und strickt, immer größer wird das Ergebnis. Wie kann sie die Gefahr nur aufhalten? Schneewittchen mit den sieben Geißlein und noch so ein paar Elementen zu vermischen, finde ich wirklich toll. Auch meine Kinder kennen die grimmschen Märchen und verstehen diese Belege. Gleichzeitig zeigt die Geschichte von der Ziege Schneewittchen so viele ganz neue Elemente, dass sie keinesfalls eine Nacherzählung oder Adaption ist, sondern eher ein Spiel mit Neu und Alt. Es gibt eine böse Hexe und auch der Wolf hat wenig mit dem bösen Märchenwolf gemein. Dafür taucht mit Frau Schaf eine Figur auf, die Chaos hineinbringt. Sie lenkt die Ziege ab, indem sie sie beleidigt. Doch auch Schneewittchen ist keinesfalls über alle Zweifel erhaben, sie lässt sich ablenken und wird unkonzentriert. Sowohl Ziege als auch Schaf lernen aus ihren Fehlern. Das finde ich sehr sympathisch. Statt nur weiß und schwarz gewinnt diese Geschichte Tiefe und Farbe hinzu - trotz einer Ziege, die weiß ist wie Schnee. Meine Kinder lieben die immer größer werdenden Figuren, die Schneewittchen strickt. Der Text ist crescendohaft aufgebaut, gleiche Wortfolgen, wenn die Ziege strickt und jede Menge Spannung für so ein schmales Kinderbuch. Und da der Knopf alles mit Monstern liebt, wird es momentan oft vorgelesen. Ich mag die klare Sprache ohne Verniedlichungen und die detaillierten Zeichnungen, auf denen es jede Menge zu entdecken gibt. Für alle großen und kleinen Märchenfreunde ein großer Lesespaß!

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