Annemarie van der Eem

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Ich will einen Löwen

Ich will einen Löwen

 (1)
Erschienen am 27.06.2018

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Rezension zu "Ich will einen Löwen" von Annemarie van der Eem

Vorsicht vor kindlichen Haustierwünschen! Ein wundervolles Bilderbuch
Kinderbuchkistevor 4 Monaten

Was tut Kind nicht alles um ein Haustier zu bekommen?
Finns besondere Elternüberlistungsmethode
für Kinder ab 3 Jahren


Das Cover macht uns mehr als neugierig. Ein übergroßer Löwe an einer winzigen Leine an dessen Ende ein kleiner Junge zieht. Farbgewaltig, warm und abenteuerlich zu gleich lädt es uns in ein ganz besonders fantasievolles Abenteuer ein.
Liest man die kurze Beschreibung erfährt man nicht sehr viel vom tatsächlichen Inhalt und dem Ausmaß, dessen was uns wirklich erwartet. Sie führt uns irre obwohl es richtig ist was da steht.
Finn wünscht sich ein Tier und er weiß auch schon genau welches.
Aber ist das wirklich ein Löwe?
Wir werden es erfahren.
Zunächst einmal wacht Finn eines Morgens auf und möchte ein Haustier haben. Ein Wunsch den Eltern häufig hören und der bei den meisten Panik oder Unbehagen auslöst, es sei denn sie lieben Tiere genauso sehr.
So rennt Finn zu seiner Mutter und erklärt ihr, dass er einen Löwen möchte und begründet dies auch ganz wunderbar. Doch ein Löwe kommt nicht in Frage. Seine Mutter argumentiert dagegen wartet dann aber mit einem kleinen Gegenvorschlag auf. Eine Stabheuschrecke, damit könnte sie sich anfreunden.
Wenn klein Löwe dann ein Nilpferd. Klar auch hier findet Finn bei seiner Mutter kein offenes Ohr und auch hier gibt es einen Gegenvorschlag der Mutter.  Wenn kdein Löwe und kein Nilpferd dann........ . Finn fallen immer mehr Tierwünsche ein, die alle samt der Mutter aus mehr oder weniger verständlichen Gründen missfallen. Jedes Mal kommt sie mit einem Gegenvorschlag, die jedoch immer besser werden. Die Stabheuschrecke war ja noch sehr skurril, doch sie steigert sich über den Goldfisch, Hamster & Co bis hin zur Katze.
Und dann kommt Finns große Stunde und wir Leser ahnen durch nur einen winzigen Satz, ein Wort, dass alles was wir vorher miterlebt haben von Finn gar nicht so ernst gemeint war sondern der Teil eines seeeehr cleveren Plans.
Was das ist, das verrate ich euch nicht.
Es ist eine herrliche, sehr phantasievolle Geschichte, die sich ähnlich sicherlich auch bei uns abspielen könnte und doch ist es in diesem Buch etwas sehr besonderes. Auf ganz wunderbare Weise nimmt uns der Illustrator mit in Finns wilde, kindliche Vorstellungs- und Phantasiewelt. Eine wahre Farbexplosion von warmen, feurigen Tönen in Kombination mit einem fantastischen Größenspiel ziehen einen beim Betrachten förmlich in das Bild hinein. Der Wechsel zwischen Finns Fantasie und den realistischen Momenten in denen die Mutter ihre Vorschläge unterbreitet ( immer im Wechsel eine Doppelseite) sind genial. Dabei ist zu bemerken, das sich die wundervolle Farbigkeit und Farbharmonie durch das ganze Buch zieht.
Es sind aber die atemberaubenden Bilder, die Finns Phantasie widerspiegeln, die Kinderherzen höher schlagen lassen und sie  absolut begeistern.
Ein riesiges Nilpferd, mehr offenes Maul als Körper , die Zunge heraushängend und wer tanzt auf ihr? Ja, richtig ! Es ist Finn. Dies ist nur ein kleines Beispiel für das was uns erwartet.
Wenn man beim Vorlesen beobachtet, wie sehr die Kinder in der Geschichte mit gehen, was für große leuchtende Augen sie bekommen, hat man das Gefühl als wären ihre eigenen Phantasien hier visualisiert worden.  Der Wechsel zwischen den beiden Handlungsebenen zwischen Finns wilder Fantasie und der realen Vorstellungsmöglichkeit bieten genau die Atempause, die man braucht um wieder geerdet zu werden und bereit für ein neues Abenteuer zu sein. Dabei sind auch die realitätsnahen Illustrationen ein wichtiges Element innerhalb der Handlung. Sie zeigen deutlich Finns Unmut in der auch etwas Ratlosigkeit mitschwingt. "Was soll ich denn mit......" wird er denken und auch wenn Katze & Co ihn sehr nett anschauen schwappt keinerlei Gefühl auf Finn über.
Das sich Finn in Wirklichkeit ein ganz anders Haustier wünscht und seine wahnwitzigen Vorschläge nur ein Ziel hatten das vermutet man zu keiner Zeit und so ist zum Ende der Geschichte dieser besondere Moment, in dem die Kinder dies erkennen immer wieder toll zu beobachten.
Wer nun denkt das Buch endet mit dem Bild des Tieres was jetzt bei Finn eingezogen ist, der wird sich wundern.
Ich verrate hier nichts, nur so viel liebe Erwachsenen manchmal ist ein Löwe oder, Nilpferd, oder....... besser als ein.......!
Eine wundervolle Geschichte, die durch ihre atemberaubenden Bilder so richtig zum Leben erweckt wurde. Denn das was wir dort sehen hätten wir uns in unseren kühnsten eigenen Vorstellungswelten vermutlich nicht ausgemalt. So wunderschön.
Und da ist es dann auch nicht verwunderlich, das unsere Lesekinder sich dieses Buch immer wieder alleine ansehen.

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