Annett Zinsmeister Ethics in Aesthetics

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Inhaltsangabe zu „Ethics in Aesthetics“ von Annett Zinsmeister

Können ethische Aspekte und Problemstellungen mittels ästhetischer Konzepte reflektiert und verhandelt werden? Bedingt „more ethics less aesthetics“, wie das Motto der Architekturbiennale in Venedig 2000 lautete, oder könnte nicht gerade „more aesthetics“ ein Nachdenken über ethische Verantwortungen und Dimensionen in Architektur, Kunst und Design erschließen und befördern? Die Publikation versammelt Überlegungen zu ethischen und politischen Dimensionen in der Gestaltung und stellt Positionen aus Kunst, Architektur, Design und kuratorischer Praxis vor. Die Beiträge reichen von historischen Rückblicken zu zukunftsorientierten Ausblicken und verdeutlichen grenzüberschreitende Zusammenhänge. Beiträge von Stephan Bohle, Christian Demand, Raphie Etgar, Renate Flagmeier, Johan Holten, Leiko Ikemura, Derrick de Kerckhove, Césare Peeren, Michaela Ott, Rainer Leschke, Annett Zinsmeister

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  • Rezension zu "Ethics in Aesthetics" von Annett Zinsmeister

    Ethics in Aesthetics
    Orisha

    Orisha

    26. February 2013 um 17:46

    Lassen sich ethische Werte in der Kunst wiederfinden? Kann man eine Gesellschaft zu gutem Geschmack erziehen? Wie kann Kunst als Mittler für ethische Werte eingesetzt werden? Und wie kann unsere Zukunft ethisch und ästhetisch gestaltet werden? Diesen Fragen gehen verschiedene Autoren, in dem von Annette Zinsmeister herausgegebenen Sammelband, der nach einem gleichnamigen Symposium in Stuttgart erschien, nach. Der erste Teil beschäftigt sich aus einer philosophischen Perspektive mit dem Verhältnis von Kunst und Ästhetik. Robert Leschke nimmt beide Systeme als unabhängig voneinander an, die durch ihre Spannung interagieren. Normen und Wertevorstellungen werden hierbei mithilfe der Kunst infrage gestellt und zwingen den Betrachter diese Vorstellungen zu hinterfragen. Michaela Ott versucht sich dem Thema über Martin Heideggers Schriften zu nähern und bezieht dabei auch Merleau-Ponty, Jean-Luc Nancy, Gilles Deleuze und Félix Guattari mit ein und will dem Leser die Verschränkung von Ethik mit dem Ästhetischen näherbringen. Der Erziehung zum guten Geschmack nähert sich Christian Demand über Paul Schultze-Naumburg, der Gestaltung auch immer als Ausdruck der moralischen Gesinnung ihres Schaffenden versteht. Dabei hält uns Demand die sogenannte Bausündenschelte, die mit dem Historismus zunehmend einsetzte, vor Augen und bittet, zu Recht, um einen differenziertere Auseinandersetzung mit unserer Umwelt. Renate Flagmeier stellt uns den Werkbund und seine Instrumente der Geschmackserziehung vor. Johan Holten versucht aufzuzeigen „[...] dass visueller Geschmack nicht länger mit moralischen, politischen und ethischen Werten verknüpft [ist], sondern heute vielmehr zu einer Strategie der kommerziellen Inszenierung verkommen ist.“ (Holten, S. 154) Vor allem den Museen komme die Aufgabe als Aufklärer und Erzieher im Sinne einer Ethik zu. Raphie Etgar ergänzt Holtens Ansatz, indem er verschiedene Ausstellung des Museums on the Seam in Jerusalem vorstellt. Die Ausstellungen fordern den Dialog durch Zwiespalt und rangieren um Themen wie Gewalt, Arbeit & Sklaverei oder Identität. Leiko Ikemura hat eine solche Ausstellung in Zusammenhang mit der Katastrophe von Fukushima inszeniert und wollte statt einer Charity-Veranstaltung, eine Ausstellung schaffen, die inhaltlich Zeichen setzte. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt erfolgt im letzten Block. Derrick de Kerckhove führt den Leser in seine Definition von global Art ein und hebt die Konnektivität aller mit unserer Erde hervor. Stephan Bohle nutzt das Design, um für mehr Nachhaltigkeit zu plädieren und zeigt die Zusammenhänge zwischen Konsumwut und Design auf. Césare Peeren stellt verschiedene Projekte einer nachhaltige Architektur vor, die sich aus dem Recycling von Materialien aus der unmittelbaren Umgebung der Projekte speist. Insgesamt ist den Autoren ein guter Rundumschlag gelungen, um die vielfältigen Verflechtungen von moralischen Vorstellungen und künstlerischem Ausdruck aufzuzeigen. Das Buch ist gut lesbar geschrieben. Lediglich Michaela Otts Beitrag ist für meinen Geschmack unverständlich geraten. Auch die gestalterische Dimension des Buches, das in Englisch und Deutsch gelesen werden kann und dezent mit Abbildungen gestaltet wurde , ist gut gelungen.

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