Annette Bluhm

 4.6 Sterne bei 32 Bewertungen

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Die hässlichste Tanne der Welt

Die hässlichste Tanne der Welt

 (32)
Erschienen am 01.11.2013

Neue Rezensionen zu Annette Bluhm

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zauberblumes avatar

Rezension zu "Die hässlichste Tanne der Welt" von Annette Bluhm

Ein unterhaltsamer Weihnachtsroman
zauberblumevor 2 Jahren

Mit "Die hässlichste Tanne der Welt" beschert uns die Autorin Annette Blum einen unterhaltsamen Weihnachtsroman. Das wunderbar gestaltete Cover hat mich sofort angelacht, hier kann man sich das Schmunzeln einfach nicht verkneifen. Und ich wurde auch beim Lesen der Geschichte nicht enttäuscht.

Der Inhalt: Gänsebratenkalorien, die für immer auf den Hüften bleiben, Weihnachtsgedudel in Dauerschleife, die endlose Suche nach dem perfekten Christbaum: Witwe Ursel würde Heiligabend am liebsten ausfallen lassen. Als sie ihrem alten Bekannten Friedrich ihr Leid klagt, ist klar: Auch er hat keine Lust auf Feiertagsstress. Spontan macht er Ursel ein hochromantisches Angebot: gemeinsam dem Weihnachtswahn entfliehen. Wie wäre es etwa mit einer Reise nach Paris? Doch die beiden haben die Rechnung ohne ihre Familien gemacht. Kinder und Enkel hängen schließlich an Traditionen. Und wenn die Tanne noch so schief steht ...

Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil begeistert. Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht und war mit Katja auf Suche nach einer Coloradotanne (werde auch bei mir mal Ausschau dannach halten). Katja ist ja eine Perfektionistin. Bei ihren Vorbereitungen kann mich sich das Schmunzeln manchmal nicht verkneifen. Und dann ihre Schwester, genau das Gegenteil, auch äußerst sympthatisch und einfach viel relaxter.
Und mittendrin Ursel. Ich finde Katja verlangt ja manchmal schon zuviel von ihrer Mutter, wäre keine Wunder, dass man dem ganzen Trubel am liebsten entfliehen würde. Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Aber dann ist da die Magie von Weihnachten, die einfach jeden erfasst. Finde ich schön für Ursel, dass sie ihren alten Bekannten Friedrich wieder getroffen hat und dass die beiden gemeinsam ein Abenteuer planen.

Die Weihnachtsgeschichte ist wirklich äußerst unterhaltsam , pures Lesevergnügen. Ich hatte wirklich tolle Lesestunden mit diesen tollen Protagonisten. Ein absolutes Traumbuch für dieses Vorweihnachtszeit. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne.

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Die hässlichste Tanne der Welt" von Annette Bluhm

Wenn der Ehemann den falschen Baum kauft…
Igelmanu66vor 4 Jahren

„Und der…“ Sie zeigt mit spitzen Fingern auf das arme Bäumchen. „Ist erstens viel zu klein, denn ein richtiger Christbaum reicht bis zur Decke. Und zweitens lasse ich keine Nordmanntannen in mein Wohnzimmer! So einen Allerweltsbaum, den jeder hat.“ Sie redet sich in Rage. „Mit etwas gutem Willen lasse ich die Krücke als Edelfichte durchgehen. Der Verkäufer hatte keinen blassen Schimmer von Weihnachtsbäumen. Coloradotannen sind etwas ganz Besonderes. Sie wachsen pyramidenförmig, haben lange silberne Nadeln und duften nach Zitrone. Im Übrigen hast du mir immer noch nicht verraten, welches Schlitzohr dir dieses … dieses Dingsda aufgeschwatzt hat.“

„Unten, auf der Theresienwiese“, antwortet Bernd grummelnd, während er uns zurück ins Zimmer schiebt und die Balkontür wieder schließt. „Aber ich kapiere nicht, was du für einen Bohei machst. Die Dinger sehen doch alle gleich aus. Wir hängen einfach eine Überdosis Kugeln und den andern Schmuck dran, und gut is.“

Katja ignoriert seine Argumente. „Nicht wo, sondern wer ihn dir verkauft hat, würde ich gern wissen. War es vielleicht ein arabischer Wüstenprinz, der unsere Bräuche nicht kennt und natürlich auch keine Ahnung hat, wie eine Coloradotanne aussieht? Dann rede ich mit ihm, vielleicht tauscht er den Baum um.“

 

In diesem Jahr will sich bei Ursel irgendwie keine Weihnachtsstimmung einstellen. Tagsüber schuftet sie als „Packengel“ in einem Kaufhaus, um ihre Rente ein wenig aufzubessern und die Enkel zum Fest beschenken zu können. Und in ihrer Freizeit passt sie auf besagte Enkel auf oder besucht ihren viel zu früh verstorbenen Herrmann auf dem Friedhof. Bei einem dieser Besuche trifft sie einen alten Bekannten wieder. Friedrich, mit dem sie schon früher gut befreundet war, ist mittlerweile ebenfalls Witwer. Die beiden erkennen sich als Schicksalsgenossen und kommen sich beim Glühwein schnell näher. Wie schön wäre es, diesem Weihnachtstrubel zu entfliehen – zum Beispiel gemeinsam nach Paris! Doch ihre Kinder haben ganz andere Pläne zum Fest. Vor allem Ursels Tochter Katja stellt jedes Jahr ein Familienweihnachtsfest auf die Beine, das vor Traditionen nur so strotzt. Und daran wird nicht gerüttelt, das fängt schon bei der Wahl des richtigen Weihnachtsbaums an…

 

Dies ist eine Weihnachtsgeschichte nach altbekannten Grundmustern. Sie kombiniert den auswelchengründenauchimmer Weihnachtsmuffel mit dem Weihnachtsjunkie und lässt beide Parteien fröhlich aufeinander prallen. Zündstoff gibt es aber so gut wie keinen, denn sowohl Ursel als auch Friedrich sind zwei ausgesprochen sympathische und harmoniebedürftige Menschen, die bereit sind, sich um des lieben Friedens willen und der Familie zuliebe in ihr Schicksal zu fügen. Gut gefiel mir, dass die durchgängige Stimmung in der Geschichte trotzdem sehr fröhlich ist und die große weihnachtliche Sentimentalität geschickt umschifft wird – wie folgendes Zitat zeigt:

 „Meine heimliche Angst könnte aber auch die Summe an Erfahrungen sein. Hermanns vorzeitiger Tod, beispielsweise. Er hatte sich so sehr auf einen gemütlichen Lebensabend gefreut. Auch über die Hausmeisterstelle, die unsere Haushaltskasse aufgebessert hat und uns so manchen Luxus ermöglicht hätte. Aber dann … Bei diesen trüben Gedanken erinnere ich mich, dass ich ihm ein neues Grablicht vorbeibringen wollte. Dummerweise muss ich es erst noch im Drogeriemarkt besorgen. Aber das schaffe ich auch noch irgendwie, und Herrmann läuft mir ja nicht weg.“

 

So kann sich der Leser also entspannt zurücklehnen, sich über Katjas unglaublichen und auf die Spitze getriebenen Weihnachtsstress amüsieren und darauf warten, dass am Ende alles gut und rundum weihnachtlich ist. (Anmerkung: Bei einem solchen Buch betrachte ich den Hinweis auf ein gutes Ende nicht als Spoiler ;-)

 

Fazit: Nette Weihnachtsgeschichte, flott zu lesen und ideal zu Punsch (alternativ Tee) und Plätzchen.

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Dani1046s avatar

Rezension zu "Die hässlichste Tanne der Welt" von Annette Bluhm

super für die Adventszeit
Dani1046vor 4 Jahren

Weihnachtstraditionen, ein (un)geliebtes Wort. Doch das gilt nicht für Ursels Tochter Katja. Zu all dem ganzen Stress zwei Wochen vor dem Fest hatte deren Mann auch noch den falschen Christbaum gekauft. Katja bestand auf eine Coloradotanne und was brachte er nach Haus - die hässlichste Tanne der Welt.Nur gut, dass Oma Ursel die beiden Enkel Jan-Georg und Eric-Anton zu sich nimmt. Sie hatte eh vor mit den beiden Kekse zu backen und Katja konnte sich austoben. Die Vorweihnachtszeit war für Ursel Stress. Sie hatte zwar ihr Auskommen als Witwe, aber trotzdem ging sie in dieser Zeit einer Nebenbeschäftigung im Kaufhaus nach. Wünsche wollten und sollten erfüllt werden.Festgezurrte Weihnachtstraditionen, nein sie sind auch nicht so mein Ding. Und auch nicht die von Ursel. Zufälle gibt es ja immer wieder, und so verwundert es nicht, dass sie auf dem Friedhof Friedrich Hirsch wiedertrifft. Die Familien kannten sich von früher, als die Kinder miteinander befreundet waren und ebenfalls die gleiche Schule besucht hatten. Nun waren beide verwitwet, Ursel und Friedrich. Bei einem Bummel über den "Pink-Christmas"-Weihnachtsmarkt kommen sie auf das geliebte Thema Weihnachten zu sprechen. Ursel berichtet von ihrer Katja, die nach dem Tod des Vaters meint, sie müsste die Zügel anstatt seiner nun in die Hand nehmen. Friedrich hingegen graut es ebenfalls vor Weihnachten. Sein Sohn will eine Weihnachtsparty feiern, im amerikanischen Stil.Punktum, innerhalb von Sekunden beschließen sie, die Flucht zu ergreifen.Ab nach Paris, Weihnachten ade!Doch sie hatten die "Rechnung ohne den Wirt gemacht ..." und in ihrem Fall war es die Familie.Annette Blum aka Lilli Beck, das versprach wieder einmal angenehme Lesestunden. Gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn der Stress zunimmt, gelingt es einem, sich in die Lektüre fallen zu lassen und einfach nur genießen.

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Gespräche aus der Community

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Federchens avatar
Diese Buchverlosung ist Teil des Weihnachtsmützen-Adventskalenders 2014.

Den Hauptthread zum Kalender findet ihr hier.

22. Türchen der Weihnachtsmützen

Zu Gewinnen gibt es dieses Mal gleich zwei Dinge. Erstens, ein Exemplar "Die hässlichste Tanne der Welt" von Annette Bluhm erschienen im Rohwolt Taschenbuch Verlag im November 2013. Zweitens, gibt es zu diesem Buch eines meiner selbstgefertigten Lesebändchen, hier passend dazu in weihnachtlichem Design (siehe angehängtem Foto). Das Buch wurde einmal gelesen, befindet sich aber in einem sehr guten Zustand.

Was müsst ihr tun, um beide Preise gewinnen zu können?
Verratet mir doch bitte, ob ihr einen echten oder eher einen künstlichen Weihnachtsbaum bevorzugt? Wenn er natürlichen Ursprungs ist, muss er dann immer gerade gewachsen sein oder gibt es bei euch auch Mut zu Hässlichkeit am Bäumchen?

Alle, die am 22. Dezember 2014 bis 24:00 Uhr nachfolgend einen Beitrag geschrieben haben und mir oben stehende Frage beantwortet haben, hüpfen in den Lostopf. Diese Buchverlosung ist für Teilnehmer aus Deutschland und Österreich zugelassen. Ich übernehme allerdings keine Garantie, dass beide Dinge schnell und vor allem sicher bei euch ankommt. Dafür ist allein das zustellende Versandunternehmen verantwortlich.
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