Annette Bruhns Demenz

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Inhaltsangabe zu „Demenz“ von Annette Bruhns

Das große Thema der alternden Gesellschaft Immer mehr Menschen leiden in unserer alternden Gesellschaft an Demenz, der unaufhaltsamen Reise ins Vergessen. Doch Demenzerkrankungen wie Alzheimer sind nach wie vor tabubesetzt. In einem Band, der sich dem Thema auf vielfältige Weise nähert, schildern Betroffene, wie es ihnen mit dem allmählichen Verlust der vertrauten Welt ergeht, und Angehörige, wie schwierig und aufreibend das Leben mit Demenzkranken ist. Die Autoren berichten über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und schildern fantasievolle Ideen und Maßnahmen aus dem Pflegealltag, um das Leben für die Betroffenen erträglicher zu gestalten. Ein wichtiges Buch, das von Trauer, Scham und Angst, aber auch von Optimismus und erfreulichen Überraschungen erzählt und überdies viele nützliche Informationen und Tipps bietet.

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  • Rezension zu "Demenz" von Annette Bruhns

    Demenz
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    17. January 2012 um 17:38

    So wie früher die verschiedenen schlussendlich immer zum Tod führenden Krebserkrankungen in unserer Gesellschaft tabuisiert waren (ich erinnere mich etwa an eine Bestattung, die ich als junger Pfarrer Anfang der achtziger Jahre zu leiten hatte und bei der ich wörtlich von Krebs sprach, was einen kleineren Aufstand im Dorf nach sich zog), so geht die Gesellschaft mittlerweile mit den immer mehr zunehmenden Demenzerkrankungen wie etwa Alzheimer um. Alle haben höllische Angst davor. Die davon betroffen sind, reden, so lange sie es noch könnten, nicht darüber, und später setzen die pflegenden Angehörigen jenes, dem stummen Vergessen verwandte Schweigen fort. Erst wenige Schriftsteller haben sich an das Thema gewagt. Unvergessen das umstrittene Buch von Tilman Jens über seinen demenzkranken berühmten Vater Walter Jens. Zuletzt hat die englische Schriftstellerin Samantha Harvey in einem in ihrem Heimatland preisgekrönten, hierzulande aber leider wenig beachteten Romandebüt mit dem Titel „Tage der Verwilderung“ (DVA 2010) sich auf eine literarische, stellenweise poetische Weise mit dem Phänomen beschäftigt und ist damit der menschlichen Seite des stillen Vergessens sehr nahe gekommen. Das vorliegende Buch will informieren. Es ist ein Sachbuch, für jeden verständlich geschrieben und in vier Hauptteile gegliedert: Zunächst wird informiert über die Volkskrankheit Alzheimer, wie man sie erkennen kann und in welchen Stadien sie verläuft. Der zweite Teil widmet sich den Patienten und dem „Leben mit Demenz“. Dann geht es um die Angehörigen „ die Helden des Alltags“. Das Kapitel über die „Profis: Ärzte, Pfleger, Forscher“ gibt einen profunden Einblick in deren Arbeit, ihre Probleme und wissenschaftlichen Hoffnungen. Im letzten, politisch wichtigsten Kapitel geht es um die Gesellschaft , um die „Aufgaben für alle“, denn die durch die alternde Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten dramatisch zunehmenden Demenzkrankheiten stellen unsere Gesellschaft vor heute schier unlösbar anmutende Probleme. Und das betrifft nicht nur die ungelöste Frage der Finanzierung der Pflege all dieser hilfsbedürftigen Menschen, sondern dieses große Problem hält unserer Gesellschaft den Spiegel vor und stellt sie vor die Frage, wie solidarisch sie ist. Wir brauchen ein Verständnis von der Menschenwürde dieser ins Vergessen gesunkenen Menschen die nach wie vor eine Seele haben, fühlen können etc. Unsere Gesellschaft darf diese Menschen und die, die sie pflegen nicht allein lassen. Alle Bestrebungen, schon heute Vorsorge zu treffen für die Zukunft müssen unterstützt werden und dürfen nicht, wie das aktuell geschieht, durch interessegebundenes politisches Hickhack behindert werden. Ein wichtiges, durch viele unterschiedliche und oft persönlich gefärbte Beiträge aufgelockertes Buch.

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