Annette Czerny Wenn Dich der Falsche richtig liebt

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Inhaltsangabe zu „Wenn Dich der Falsche richtig liebt“ von Annette Czerny

Für die dreißigjährige Alice Smith beginnt in New York ein neues Leben, sie gibt ihren Job in Deutschland auf, um als Schauspielerin zu arbeiten. Alice hat jedoch keine Ahnung, was sie in der Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten erwartet, und was auf sie zukommt. Kurz nach Ihrem Umzug lernt sie ihren Schauspielkollegen Neal Black kennen, der nicht nur unheimlich attraktiv aussieht, sondern zum Leid vieler weiblicher Verehrerinnen auch noch homosexuell sein soll. Bereits bei Ihrem ersten Treffen fühlt sie sich von Neal angezogen und verliebt sich kurze Zeit später in ihn. Obwohl Alice weiß, dass er mit Frauen nichts anfangen kann, kommt Neal ihr verdächtig nahe und versucht sie zu überzeugen, dass Sie diejenige ist, dem sein Herz gehört. Alice gerät in einen Zwiespalt der Gefühle und will einfach nicht glauben, dass er es Ernst meint. Treibt Neal etwa ein falsches Spiel mit ihr oder sagt er gar die Wahrheit und versucht mit dieser Lüge etwas zu verheimlichen?Eine Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt und nimmt jedoch ein tragisches Ende mit unerwarteten Folgen!

Gnadenlos schlecht. Voller Fehler, unlogisch, grauenhaft. Flach.

— juergenalbers
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— Laberladen
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    Wenn Dich der Falsche richtig liebt
    AberRush

    AberRush

    Herzlich Willkommen in der Welt der #SchleBaZ (Schlechtesten Bücher aller Zeiten). Ganz ehrlich, der Begriff stammt nicht von mir, passt hier aber einfach zu gut. Durch Zufall bin ich auf dieses Meisterwerk des Trashs gestoßen, als ich mit Freunden zusammen auf der Suche nach einem Buch für unsere #BBFliest Leserunde war. Schon der Name klingt doch reißerisch „Wenn Dich der Falsche richtig liebt“ und dann dieses Cover … brrrr ... man muss schon geschmacksresistent sein, damit der Titel überhaupt im Warenkorb landet. Diesen Bestseller für 4,49 € (!) auf den Kindle geladen und los geht es. Bereits nach zwei Kapiteln ist mir klar, ich habe gebündelten Dünnschiss vor mir. Was sich die Autorin dabei gedacht hat so etwas abzuliefern macht mich wütend. Dieses Buch wurde wahrscheinlich nicht einmal Korrektur gelesen. In jedem zweiten Satz sind Fehler. Das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selber sieht. Die ersten Kapitel weisen eine exorbitante Anzahl an Kommas auf, eine wahre Komma-Explosion, das ist der Wahnsinn, als ob es diese im Sonderangebot gab. Von Groß- und Kleinschreibung scheint Frau Czerny auch noch nie etwas gehört zu haben. Es gibt außerdem ganz kuriose Dinge wie „quietschende Reifenspuren“ oder „sprechende Schreibtische“. Wir reden hier nicht von einem Fantasyroman, sondern von einer Liebesschnulze.Und damit sind wir bereits beim Plot. Die Story ist so dünn, die passt auf 10 Seiten, außerdem ist sie vollkommen unlogisch, abgedroschen und zum Haare raufen. Hier der Inhalt zusammengefasst: Alice Smith, unsere deutsche (!) Protagonistin wird von ihrer besten Freundin bei einem Casting angemeldet. Dort wird eine neue Hauptdarstellerin für die total bekannte US-Serie „NYY“ gesucht. Sie soll neben dem Superstar Neal Black glänzen. Natürlich bekommt Sie die Rolle und zieht nach New York. Alice spielt in der Serie Sarah Parker (lt. Autorin abgekupfert von Sarah Jessica Parker alias Carrie Bradshaw „Sex and the City“ – wäre wohl ihre Lieblingsserie und ja, sie hat alle DVD’s zu Hause – juhu). Sarah Parker wird in der Serie vom FBI Deutschland nach Amerika versetzt … ähhh … hört man ja ständig, dass das deutsche FBI Personalüberschuss hat *hust*. Der brillante Schauspieler Neal Black ist in der Öffentlichkeit als homosexuell geoutet, aber Alice verliebt sich trotzdem in ihn. Wir erfahren, dass Neal nicht wirklich schwul ist, er gibt es nur vor, damit ihn die Frauenscharr in Ruhe lässt. Aber natürlich verliebt sich Neal auch in Alice und damit ihrer Liebe nichts im Wege steht, gesteht er ihr sofort, dass er doch nicht schwul ist. Damit wäre die Geschichte komplette erzählt. Dies geschieht in den ersten zwei Kapiteln, mehr passiert nicht … null … nada. Aus den restlichen zehn Kapiteln macht die Autorin folgendes: Alice und Neal lieben sich, aber Alice glaubt, dass Neal vielleicht doch schwul ist. Neal sagt ihr, dass es nicht so ist, aber Alice ist sich nicht sicher. Aber Neal macht ihr Liebesbekundungen und erklärt ihr, dass er nur sie liebt, Alice heult weil sie es nicht glaubt. Aber Alice liebt Neal, Neal liebt auch Alice, aber ist Neal vielleicht doch schwul? Neal sagt nein, aber kann Alice Neal glauben? Neals Freunde sagen, dass er nicht schwul ist, aber Alice kann es nicht so richtig glauben. Was zur Hölle? Ich kann gar nicht so viel essen wie ich am lieben kotzen würde. Ich verstehe den Konflikt nicht. Hier wird künstlich etwas geschaffen, was weder Hand noch Fuß hat. Es gibt kein Drama, es gibt keine Leidenschaft, es gibt nicht einmal ein Problem, alles wurde bereits in Kapitel zwei geklärt. Langeweile pur, aber Gott sei Dank hat Annette Czerny aus dem Buch ein Rätsel gemacht, wenn die Story nervt, suche ich halt Rechtschreibe- und Grammatikfehler, das macht mehr Spaß und ich werde wenigstens da fündig, wenn die Story schon nichts hergibt.Die Namen in dem Buch sind alles Namen aus Film und Fernsehen, das wurde mir von der Autorin höchstpersönlich bestätigt. Wir haben z.Bsp. Alice (ja, aus Alice im Wunderland, diese taucht in Form einer Statue übrigens auch noch auf), Tim Burton spielt mit (ja, der Regisseur von Alice im Wunderland), Sarah Parker etc. Das Buch ist das reinste Fangirl-Gekritzel. Hätte ich meine Lesepartner nicht gehabt, hätte ich vermutlich meinen Kindle zerbrochen. Ich nehme übrigens von meinem Rückgaberecht Gebrauch. Oja, bei Amazon kann man seine Ebooks zurückgeben, was für ein Glück. Was die Autorin hier gegen Bezahlung abliefert ist Körperverletzung und ein Faustschlag in die Magengrube aller Selfpublisher. Solche Bücher sind schuld daran, dass viele Leute einen großen Bogen um Selfpublisher machen und nur Bücher großer Verlage lesen. Lasst euch aber gesagt sein, es geht definitiv auch anders, ich habe schon viele gute Sachen gelesen, die Autoren in Eigenregie herausgebracht haben. Dies ist das Paradebeispiel eines schlechten Buches und sollte nicht gelesen werden. Wenn man als Autor keine Ahnung hat, sollte man sein Fach wechseln. Übrigens, die Autorin soll angeblich Journalistin sein, unglaublich, unvorstellbar, aber hier scheint alles möglich zu sein.Zum Schluss noch die Krönung des Ganzen. In Ihrer Danksagung schreibt Frau Czerny folgendes:„Ein großer Dank gilt meinen Freunden für die Kommentare, und dafür, dass sie sich die Zeit genommen und Texte aus dem Buch in seiner Entstehungsphase Probe gelesen haben.“WHAT?! Wer solche Freunde hat …

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    • 5
  • Ein gnadenlos schlechtes Buch

    Wenn Dich der Falsche richtig liebt
    juergenalbers

    juergenalbers

    04. August 2017 um 12:48

    Ich möchte zunächst klären, wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Das ist mir wichtig aus zwei Gründen: 1. Weil man sich im Laufe der Rezension fragen könnte, wie ich auf so etwas nur hereinfallen konnte und 2. weil es ein ganz bestimmtes Licht auf die Verfasserin wirft. Der Hintergrund ergibt sich dann später. Die Verfasserin sprach auf Twitter kürzlich mehrere befreundete Blogger*innen an. Auf ziemlich plumpe Weise wurden sie zum Folgen aufgefordert. So ein ungewöhnliches Verhalten von Autoren gegenüber Blogger*innen erzeugt Neugier. Und so besahen wir uns das Werk der "Autorin und freien Journalistin" (eigene Aussage auf der Autorenseite) einmal näher. Wir stellten fest, dass das vorliegende erste Buch bereits 2013 erschienen war, der Nachfolgeband 2015, also auch schon vor gut zwei Jahren. Wieso nun also diese verkrampfte Art, Werbung für die Bücher zu machen? Wir beschlossen der Sache auf den Grund zu gehen. Eine Leserunde wurde gegründet und los gings. Bevor ich aber zum Buch selbst komme, noch eine Kleinigkeit. Ich bin selbst Schriftsteller (oder Autor, wem die Bezeichnung besser gefällt). Und ich habe bis heute Ehrfurcht vor diesem Wort. Ich selbst habe bis nach meinem dritten Buch gewartet, bevor ich die Bezeichnung Schriftsteller für mich reklamierte. Ich lese, seit ich denken kann und Bücher sind ein absolut wichtiger Teil meines Lebens. Bücher zu erschaffen erfüllt mich mit Ehrfurcht. Für mich - das ist bitte nur meine ganz persönliche Meinung - ist nicht jeder gleich Schriftsteller oder Autor, nur weil er/sie eine Menge Papier schwarz gemacht hat. Ein Mindestmaß an Arbeit, an Qual, an Sorgfalt und an Ehrfurcht vor dem Buch als solchem ist für mich unbedingte Bedingung, bevor man sich Schriftsteller nennen darf. Bei Annette Czerny habe ich nichts davon gespürt. Sie hat keinerlei Ehrfurcht, nicht einmal minimalen Respekt. Weder vor dem Buch noch vor dem Leser. Ich werde also von "der Verfasserin" sprechen.Eine langatmige Inhaltsangabe zum Buch ist nicht nur überflüssig, sondern auch unmöglich, denn die Story ist so karg und trocken wie eine alte Scheibe Knäckebrot. Die deutsche PR-Agentin Alice arbeitet in Berlin. Wieso sie den schönen deutschen Nachnamen Smith trägt, verrät uns die Autorin nicht. Der Name ist wie Tschechows Gewehr: Er taucht auf, wir stutzen, aber die Bedeutung hierzu wird uns verwehrt. Alice arbeitet also als PR-Agentin. Nicht als Schauspielerin. Es wird auch mit keinem Wort erwähnt, sie habe leidenschaftlich Schülertheater gespielt, mal zwei Semester am Lee-Strassberg-College studiert oder, oder...? Und trotzdem bekommt sie durch Umstände, die so hanebüchen sind, dass ich mich weigere, sie hier nachzuerzählen, eine Hauptrolle in "der angesagten" U.S.-Serie. Klar. Die muss angesagt sein. Extreme gefallen der Verfasserin, das werden wir gleich noch sehen. Von der unbekannten PR-Lady zur neuen US-Starschauspielerin peitscht uns Frau Czerny in knackigen 10 Seiten Großdruck. Sportlich. Begründungen, Hintergründe sind alles schnick-schnack, das braucht die Verfasserin alles nicht. Und keine 15 Seiten später steht unsere Alice im Ich-wunder-mich-Land an der 5th Av./Ecke 59th Straße in New York und bezieht ihr 90qm Appartement. So... jetzt muss ich mal einen Einschub machen. Ich schreibe selbst, das hatte ich schon erwähnt. Aber ich bin auch ein ausgesprochener Pingel. Wohl durch meinen Hochschulhintergrund, in dem ich ständig wissenschaftliche Arbeiten auf Genauigkeit und Begründungen begutachten muss oder vielleicht auch durch Veranlagung - i don't know. Aber ich bin ein Pingel bei Fakten. Und da piekt es mich eben, wenn eine völlig unbekannte, unerfahrene Deutsche in New York an DEM Immobilien-Hotspot steht und locker einen Schlüssel aus der Tasche zieht. Nur für die Nicht-Insider. 5thAv/59th ist Frontlage zum Central Park. Und zwar zum teuersten Filetstück des Central-Parks: dem "Pond". Nach meinen Recherchen kostet eine nur halb so große Wohnung wie Alice sie bezieht aktuell ca. $3.800-4.000 kalt. Wohlgemerkt in den Nebenstraßen, nicht an der Frontline. An der 5th werden so gut wie keine Wohnungen mehr vermietet, höchstens vererbt. In den meisten Häusern müssen alle Mitmieter/Miteigentümer abstimmen, ob jemand überhaupt einziehen darf. Selbst Topstars wie Madonna oder Jack Nicholson können sich nicht einfach eine Bude an der 5th mieten. Die Variety und andere Klatschblätter sind voll mit spöttischen Geschichten um Stars, die wieder einmal abgeblitzt sind. Ein bißchen Recherche hätte da geholfen. Aber... ich sage Ihnen etwas: Das ist noch nicht einmal das, was mich am meisten stört daran, dass unsere Verfasserin meinte, nur die teuerste Gegend der gesamten Ostküste wäre für ihr Liesschen-Müller-aus-der-Provinz gerade gut genug! Nein. Was mich maßlos, aber wirklich maßlos ärgert ist das Verschenken einer wunderbaren erzählerischen Chance! Es springt einen doch geradezu an, die Option. Alice, die kleine Deutsche hätten viel besser in eine verschrobene Künstler-/Studentengegend ziehen können. Eine geradezu paradiesische Vielfalt an verschrobenen, lustigen, buckligen, liebenswerten, romantischen Figuren hätte man da aufmarschieren lassen können. Eine ideale Spielwiese für putzige, launige, traurige oder lustige Nebenhandlungen, ganz wie man sie als Erzähler gerade braucht. Aber nein. Frau Czerny möchte eine 5thAv.-Wohnung. Antiseptisch und ohne Flair. Genauso wie die ganze Geschichte. Bereits am Tag des Einzugs erscheint dann auch Protagonist Nr. 2: Neal Black. Der geradezu göttlich aussehende (gähn...) Hauptdarsteller der "angesagten" Serie. Leider schwul. So jedenfalls pfeifen es die Spatzen in NY von den Dächern. Um es gleich zu spoilern: Er ist hetero und hat sich nur aus Sorge um seine zarte Männerseele vor den Massen an Groupies verstellt. Jo. Geht ja auch so. Man(n) ist eben schwul. Kein Problem. Man trägt rosa Hemden und spreizt den kleinen Finger beim Teetrinken ab. Fertig ist das schwule Abziehbild. Ich will gar nicht mit Logik kommen und mich fragen, ob der arme Mann nach so vielen Jahren Frauenentzug keinen Tennisarm bekommen hat. Nein, was mich aufregt, ist das sexistische Schwulenbild, das hier aufgebaut wird. Man mag einwenden, er sei ja eben nicht schwul, aber darum geht es nicht. Es wird so getan von der Verfasserin, als wenn Schwulsein sich auf einen Farbgeschmack oder ähnliches reduzieren ließe. Das ist Sexismus. Wenn sexuelle Stereotype benutzt werden, noch dazu auf derart flache Weise, dann fördert das eben die eindimensionale Wahrnehmung der gesamten Gruppe. Das hätte man deutlich eleganter lösen können! Die Story endet nach kärglichen 188 Großdruckseiten ebenso erwartungsgemäß wie langweilig. Neal lieb Alice, Alice liebt Neal, alles Tutti. Wieso erst Alice im Ich-heul-lieber-nochmal-Wunderland kommen musste, um Neal glücklich zu machen bleibt im Dunkel. Daraus, allein daraus, liebe Frau Czerny, hätte man eine Geschichte machen können! Wenn man denn erzählerisches Talent hätte. Wenn. Fassen wir zusammen: Eine billig zusammen geschusterte flache Story, die vor Unlogik nur so strotzt. Miserabel erzählt, ohne Spannung, ohne Tiefe, ohne lebendige Figuren. Oh halt... bevor ich es vergesse: Das Buch strotzt nur so vor Rechtschreib- und Formfehlern. Die Kommasetzung ist so katastrophal, dass man phasenweise garnicht mehr lesen kann. Das Gehirn blockiert einfach. Absätze und Einschübe kennt die Verfasserin ebenso wenig. Groß- und Kleinschreibung ist Glückssache. Mein persönlicher Spitzenreiter ist eine Seite, in der ich 87 Rechtschreib- und Formfehler gezählt habe. Und dieses Machwerk hat mich sage und schreibe € 11,90 gekostet. Auch wenn die Preisgestaltung immer im Ermessen des Verfassers oder des Verlags liegt, aber dieser Preis ist wirklich dreist. Nun bin ich fast am Ende und kehre an den Anfang zurück. Nämlich an den Punkt, an dem ich erklärt habe, wie ich zu diesem Buch kam. Das Buch in seiner jetzigen Fassung ist, wie oben gesagt, vier Jahre alt. Vier Jahre, in denen es die Verfasserin nicht für nötig hielt, ein Korrektorat und/oder Lektorat durchführen zu lassen. Oder, wenn ihre Tätigkeit als "freie Journalistin" nicht genug einbringt, dann wenigstens einen Germanistikstudenten drüber lesen zu lassen. Das allein hätte bereits 80% der Fehler beseitigt! Und daraus schließe ich, dass die Verfasserin nicht den geringsten Respekt vor ihren Lesern hat. Sie schädigt nicht nur die Leser, sondern mit ihrem Verhalten die gesamte Self-Publisher-Szene. Solche Bücher sind es, die dazu führen, dass Blogger*innen starke Zurückhaltung vor SP-Büchern hegen und allgemein in der Buchlandschaft so viele Vorbehalte bestehen. Ich habe fertig.

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    • 7
  • Das schlechteste Buch aller Zeiten?

    Wenn Dich der Falsche richtig liebt
    Laberladen

    Laberladen

    04. August 2017 um 10:06

    Darum geht’s: Alice ist PR-Agentin in Berlin. Als ihre beste Freundin Jenny sie heimlich zum Casting für eine US-Serie anmeldet, wird ihr Kindheitstraum wahr, denn sie bekommt die Rolle und zieht nach New York. Schon aus der Ferne hat sie für Neal Black, den Star der Serie, geschwärmt und aus der Nähe sieht er noch besser aus und ist noch charmanter. Leider halten sich hartnäckig die Gerüchte, er wäre schwul und hätte kein Interesse an der Damenwelt. So fand ich’s: Ich nehme mal gleich das Fazit vorweg: Ich war entsetzt und enttäuscht darüber, was ich für mein Geld bekommen habe – und weil ich das Gefühl hatte, die Autorin hat dieses Projekt nicht ernst genommen, habe auch ich mich öffentlich (auf Twitter unter dem Hashtag #BBFliest) darüber lustig gemacht. Meine nachfolgend geäußerte Meinung zum Buch meine ich aber durchaus ernst. Rechtschreibung und Grammatik Vermutlich hatte ich noch kein einziges fehlerfreies Buch in der Hand. Selbst nach mehrmaligem Lesen durch hoch qualifizierte Personen und auch in der x-ten Auflage findet sich irgendwo noch ein vergessener Buchstabe oder ein fehlendes Komma. Das ist nicht weiter schlimm und ich lebe gut damit. Wahrscheinlich kann man auch in jedem meiner Blogartikel noch Fehler finden. Es sollte jeder doch Eindruck entstanden sein, man habe sich redlich bemüht, Fehler zu vermeiden. Bei „Wenn dich der Falsche richtig liebt!“ sieht die Sache ganz anders aus. Mir scheint, dieser Text wurde runtergetippt und veröffentlicht, ohne ihn auch nur ein zweites Mal durchzulesen. Ich fand wohl gefühlt in jedem zweiten Satz einen oder auch mal mehrere Fehler. Ich habe immer mal passagenweise in der eBook-Version die Fehler gezählt und dann hochgerechnet und kam auf eine Zahl von 1.500 bis 2.000 Fehlern in diesem 194 Druckseiten dünnen Büchlein. Akzeptabel? Finde ich nicht. Wenn auf jeder der 194 Seiten nur ein Fehler gewesen wäre, dann wären das für mein Empfinden schon zu viele. So war es ein Vielfaches davon und das hat es deutlich schwieriger gemacht, den Text zu lesen. Ums mal deutlich zu sagen: Es war eine Qual. Die Kommasetzung ist katastrophal, denn an den Stellen, an denen welche sein müssten, sind selten welche. Dafür finden sie sich völlig willkürlich an unpassenden Stellen mitten im Satz, was mich zu spontanen Lachanfällen veranlasst hat. Die Einleitung eines Nebensatzes mit einem Komma und „dass“ klappt in den wenigsten Fällen. Meistens fehlt das Komma und ein s. Groß- und Kleinschreibung passiert scheinbar aus dem Bauch heraus. Es fehlen manchmal Worte mitten im Satz, Bezüge stimmen nicht, es wird immer mal an unpassenden Stellen aus der Vergangenheits- in die Gegenwartsform gewechselt, und es gibt Wortverwechslungen, die mich teilweise haben schallend Lachen lassen. Übrigens wurde die große Fehlerdichte bereits 2013 in mehreren Amazon-Rezensionen kritisiert. Ich habe die Autorin angeschrieben und sie gefragt, wieso sie das in den letzten 4 Jahren nicht schon mal angepackt und behoben hat. Denn solche rein handwerklichen Fehler sind ein Ärgernis für den Leser, der schließlich gutes Geld für das Buch bezahlt hat und eine minderwertig ausgeführte Arbeit bekommt. Leider bisher ohne Antwort. Vielleicht wäre jetzt die Gelegenheit zu einer bereinigten Neuauflage? Ausdruck und Stil Es wird eine eher einfache Sprache verwendet, was für einen Liebesroman nicht ungewöhnlich ist. Leider ergibt das aber in Kombination mit hölzernen Formulierungen und steifen Dialogen eine Mischung, die sich nur sehr zäh und ohne großes Vergnügen lesen lässt. Ein Spiel mit Worten findet nicht statt. Die Erzählung wechselt abrupt von unnötigerweise detailverliebt zu harschen Zeitsprüngen. Insgesamt wirkt der Text nüchtern und laienhaft formuliert. Auch hier hätte eine Überarbeitung bzw. ein Lektorat gut getan. Für meinen persönlichen Geschmack zeigt die Autorin zu wenig erzählerisches Talent, um in dieser Branche bestehen zu können. Positiv hervorstechen kann sie schon gar nicht. Die Charaktere Die Hauptperson Alice bleibt einem die ganze Zeit über fremd. Sie hat so wenig Individualität, dass man weder Sympathie noch Abneigung entwickelt, sondern sie ist beliebig und austauschbar. Und bei den anderen Personen ist das sogar noch ausgeprägter, denn die haben noch weniger Präsenz als Alice. Als z. B. Alice das Land verlässt, um in eine aufregende neue Zukunft zu starten, erfahren wir die Flugnummer, die Uhrzeit und mit welcher Wartezeit bei der Zwischenlandung sie nach New York kommt. Dass sie sich über das Einreiseformular von der Stewardess aufklären lässt wird ebenso erwähnt wie die Tatsache, dass 15 Einreiseschalter bei der Immigration geöffnet waren. Wie es Alice damit geht, dass sie Freundeskreis, Wohnung und ihr Heimatland für unbestimmte Zeit aufgegeben hat und mutterseelenallein in einem fremden Land künftig einen Beruf ausübt, der für sie völliges Neuland ist – tja, davon erfährt man leider nichts. Ängstlich? Unsicher? Oder rotzfrech, abenteuerlustig und voller Vorfreude? Irgendetwas dazwischen? Weiß man nicht, aber zum Glück bekommen wir folgende Info über das Rockefeller Center, in dem ihr neuer Arbeitgeber sein Büro hat: Mal abgesehen davon, dass das Rockefeller Center sicher nicht zum zwölfthöchsten Gebäude zählt, sondern es IST, klingt das Ganze doch sehr seelenlos und verdächtig wie aus einem Reiseführer abgeschrieben. Das Gefühlsleben von Alice bleibt insgesamt im Dunkeln und sie auf so großer Distanz zum Leser, dass man sie sofort wieder vergessen hat, sobald man das Buch zuschlägt. Die Handlung (Vorsicht Inhalts-Spoiler) Alice verliebt sich in Neal und er sich in sie. Fertig. Da das natürlich nicht mal ein schmales Bändchen mit weniger als 200 Seiten füllt, braucht es irgendwelche Gefahren oder Probleme, die ein Happy End der beiden zu verhindern drohen. Vorgesehen dafür ist in diesem Fall die Tatsache, dass Neal das Gerücht, er sei schwul, nie dementiert hat. Außerdem wohnt ein tatsächlich schwuler Freund in Neals Wohnung in Kalifornien, weil Neal sowieso die meiste Zeit in New York dreht. Daraus schließt Alice, dass Neal für sie nicht zu haben ist. Freundin Jenny hat schon im Vorfeld von Deutschland aus den Verdacht, dass Neal dieses Gerücht ganz recht kommt, um die weiblichen Fans in Schach zu halten und er eigentlich gar nicht schwul ist. Neal selbst lässt einfach das Gerücht stehen, unterstützt den Eindruck, er sei schwul, aber auch aktiv überhaupt nicht. Im Gegenteil, er flirtet nach allen Regeln der Kunst mit Alice und als die beiden Gefühle für einander entwickelt haben, sagt er ihr auch ganz direkt, dass er nicht schwul ist. Doch Alice macht trotzdem Schluss und sucht sich einen anderen Begleiter, weil … ja, wieso eigentlich? Erst eine Presseerklärung und ein dramatisches Ereignis öffnen ihr die Augen. Mir leider nicht. Ich hab das ganze Drama komplett als unnötig empfunden und verstehe bis jetzt nicht, wo das Problem lag. Am Ende klärt sich auch alles in Minutenschnelle auf. Eine eigentliche Handlung gibt es nach meinem Dafürhalten nicht. Außerdem kommt die ganze Geschichte, wie es Alice nach New York verschlägt, ebenfalls nicht besonders realistisch rüber. Soweit ich weiß, gibt es Schauspielagenturen, die deutsche Künstler in den USA vertreten und die bei Interesse einige Kandidaten in die Staaten zum Casting reisen lassen. Dass eine US-Produktionsfirma ein völlig offenes Casting für jedermann in Berlin veranstaltet, halte ich für nicht sehr wahrscheinlich. Entweder sucht man Statisten, dann ist der Aufwand eines Auslandscastings zu groß. Oder man braucht jemanden für eine größere Rolle, dann wird man niemanden von der Straße nehmen, sondern man hat sich in Deutschland schon etablierte Schauspieler in verschiedenen Rollen angesehen und spricht die gezielt an. Alice dagegen bekommt völlig ohne Erfahrung eine Rolle, die ihr sofort einen Zweijahresvertrag bringt mit einem Gehalt, das ihr bisheriges Einkommen verdreifacht und einer 90 Quadratmeter großen Wohnung direkt am Central Park, an deren Miete die Produktionsfirma sich auch beteiligt. Dieser rosarote Kleinmädchenwunschtraum wird einem ganz platt als Tatsache serviert. Fazit Eine Handlung war kaum vorhanden, die Figuren hölzern und unrealistisch und weder die erzählerische Kunst noch die handwerkliche sprachliche Umsetzung haben mir gefallen. Nachdem mich kein Aspekt dieses Buches überzeugen konnte, war es für mich ein kompletter Reinfall.

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    • 3
  • Idee gut, der Rest.....

    Wenn Dich der Falsche richtig liebt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. October 2013 um 16:40

    Die Idee des Buches ist wirklich schön, aber ganz ehrlich. es ist soooo einfach geschrieben, das es einen einfach nur sehr schnell langweilt. Ein bisschen wie ein Kinderbuch, ja die einfachsten Wörter verwenden und immer und immer wieder die selben Worte nutzen und alles wieder erklären, da mit der dumme Leser ja nicht vergisst um was es geht. Also ehrlich, ein bissel mehr kann man seinen Lesern zutrauen,  Nach der hälfte des Buches musste ich aufhören, weil es einfach nur Stinklangweilig war und ich mich nur noch geärgert habe. Nein Danke zu diesen Buch und kann es auch unter gar keinen Umständen weiter Empfehlen.

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