Das Geheimnis jenes Tages

von Annette Dutton 
3,7 Sterne bei46 Bewertungen
Das Geheimnis jenes Tages
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (29):
Gartenfee007s avatar

Ein tolles Buch mit vielen Facetten!!!

Kritisch (4):
campino246s avatar

Die Idee um Amalie Dietrich hat mich neugierig gemacht. Sowohl Plot als auch Erzählstil haben mich nicht überzeugt.

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Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis jenes Tages"

Ein verhängnisvoller Ausflug, eine große Lüge, ein Leben im Bann der Täuschung
Die Leipziger Archäologin Nadine soll Knochenfunde an einen Aborigine-Stamm zurückgeben, die deutsche Wissenschaftler im 19. Jahrhundert unrechtmäßig an sich brachten, unter ihnen die bekannte Sammlerin und Naturforscherin Amalie Dietrich. Eines der Skelette weist Schussspuren auf – wurde der junge Mann um der Forschung willen ermordet? Doch noch ehe Nadine ihrem Verdacht weiter nachgehen kann, verschwindet ihre achtzehnjährige Tochter Alina, die sie auf der Reise begleitet hatte, spurlos. Die Polizei sieht zunächst keinen Grund, Ermittlungen aufzunehmen – während in Nadine lang verdrängte Erinnerungen aufsteigen: an jenen Tag im Frühjahr 1984, als ihre Zwillingsschwester starb.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426517031
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Gartenfee007s avatar
    Gartenfee007vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch mit vielen Facetten!!!
    Das Geheimnis jenes Tages

    Darum geht es (Klappentext):
    Ein verhängnisvoller Ausflug, eine große Lüge, ein Leben im Bann der Täuschung
    Die Leipziger Archäologin Nadine soll Knochenfunde an einen Aborigine-Stamm zurückgeben, die deutsche Wissenschaftler im 19. Jahrhundert unrechtmäßig an sich brachten, unter ihnen die bekannte Sammlerin und Naturforscherin Amalie Dietrich. Eines der Skelette weist Schussspuren auf – wurde der junge Mann um der Forschung willen ermordet? Doch noch ehe Nadine ihrem Verdacht weiter nachgehen kann, verschwindet ihre achtzehnjährige Tochter Alina, die sie auf der Reise begleitet hatte, spurlos. Die Polizei sieht zunächst keinen Grund, Ermittlungen aufzunehmen – während in Nadine lang verdrängte Erinnerungen aufsteigen: an jenen Tag im Frühjahr 1984, als ihre Zwillingsschwester starb.

    Meine Meinung:
    In diesem Roman geht es nicht nur um eine Geschichte. Es gibt aber eine Schnittstelle der Geschichten. Welche verrate ich natürlich nicht.
    Der Schreibstil ist klar und sehr verständlich. Die Personen werden so gut beschrieben, das man sich diese sehr gut vorstellen kann. Auch die Orte und besonders die Landschaften kommen gut zur Geltung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es sehr empfehlen. Die Handlung und auch das Ende haben mir sehr gefallen.

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    campino246s avatar
    campino246vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Idee um Amalie Dietrich hat mich neugierig gemacht. Sowohl Plot als auch Erzählstil haben mich nicht überzeugt.
    Wissenschaftlerinnen in Australien

    Die Geschichte hat zwei Erzählstränge. Einmal begleitet man Amalie Dietrich durch ihre Ehe, ihre Entwicklung zur Botanikerin und Australien. Amalie hat eine Tochter und kann sich durch ihre Berufung als Botanikerin nicht um sie kümmern, wie sie es gerne möchte. Außerdem begleitet man Nadine auf ihrer Reise nach Australien, wo sie einen Schädel, den Amalie Dietrich gesammelt hat, zurückgibt.

    So richtig verbunden sind die Geschichten nicht und passen irgendwie auch nicht zusammen. Der historische Teil um Amalie Dietrich ist zu Beginn interessant geschrieben. Als dann die Erzählung in Briefform wechselt, gefällt mir die Geschichte nicht mehr. Was fehlt? Einmal Emotionen und zum Anderen eine bildhafte Sprache. Amalie ist zum ersten Mal in einem ganz anderen Land, schafft es aber nicht Australien vor den Augen entstehen zu lassen. Die Schilderung wirkt hölzern und wenig begeisternd. Zum Ende muss dann wohl nochmal etwas passieren um eine Verbindung zur Gegenwart herzustellen und dann passiert eben nochmal was. Aber wieder wird alles lieblos, emotionslos erzählt. Dieser Teil der Geschichte war zu Beginn interessant, aber ab Mitte des Buches konnte er mich nicht mehr überzeugen.

    Nadines Geschichte ist nicht viel besser. Zunächst erwartet der Leser eine Liebesgeschichte, dann ändert sich die Erzählung aber so abrupt, dass ich mich wie vor den Kopf gestoßen fühlte. Das war zu plötzlich und die Geschichte wurde brutal. Und dann wird es so unglaublich unrealistisch und blöd, dass ich mehr als einmal überlegte das Buch abzubrechen. Ich habe mich aber bis zum Ende gequält und es wurde anstatt besser immer schlimmer.

    Fazit: Die Idee um Amalie Dietrich hat mich neugierig gemacht. Aber das Buch ist wirklich kein Lesegenuss. Sowohl Plot als auch Erzählstil haben mich nicht überzeugt und mir überhaupt nicht gefallen.

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    Lavazzas avatar
    Lavazzavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider hat mich die Geschichte enttäuscht :(
    Das Geheimnis jenes Tages

    Die Geschichte über Nadine, Vanessa und Thomas fing ziemlich spannend an und ich war begeistert und voller Begierde, als ich die Seiten weiterblätterte.
    Als das Kapitel geendet hatte, traf ich auf Amalie, die ich gleich von Anfang an irgendwie unsymphatisch fand und deshalb auch keinen Bezug zu ihr aufbauen konnte.
    Die Geschichte hat mich leider nicht begeistern können.
    Die beiden Handlungsstränge laufen bis zum Schluss nebeneinander her. Es gibt keine Verbindung und irgendwie auch kein Geheimnis oder irgendwas Spannendes was mich das Buch verschlingen lassen hat.
    Schade!

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    Hanna_Lofts avatar
    Hanna_Loftvor 2 Jahren
    Naja, es kann besser sein

    Das Buch konnte mich nicht wirklich überzeugen, denn es fehlte mir vieles und die Geschichte wurde an vielen Stellen nicht genug emotional verfasst

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 3 Jahren
    Nur eine der beiden Geschichten überzeugt

    Australien 1863-1873: Die Naturforscherin Amalie Dietrich sammelt fleißig Exponate aus der exotischen Tier- und Pflanzenwelt für ein privates Museum in Hamburg, um sich und ihrer Tochter Charitas, die in Hamburg zurückblieb, nach ihrer Rückkehr ein besseres Leben bieten. Denn Amalie stammt aus Siebenlehn, einem kleinen und armen Dorf im Erzgebirge. Nur durch unermüdliche Arbeit und stetiges Lernen erwarb sie sich in den letzten Jahren als Frau die Anerkennung von renommierten Biologen.
    Australien, Queensland, 2009: Die Anthropologin Nadine Weber überbringt einem lokalen indigenen Bevölkerungsstamm ein Artefakt, welches im 19. Jahrhundert unrechtmäßig erworben wurde und aus der Sammlung Amalie Dietrich stammt. Begleitet wird sie von ihrer 18jährigen Tochter Alina, welche als Backpacker durchs Land ziehen möchte. Doch auf einmal gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihrer Tochter.

    "Das Geheimnis jenes Tages" ist bereits der vierte Roman der in Australien lebenden deutschstämmigen Autorin Annette Dutton. Historischer Hintergrund des Buches (welchen die Autorin am Ende des Buches nochmal hilfreich zusammenfasst) ist der damalige Glaube der Wissenschaft, dass "unterentwickelte Naturvölker" dem Untergang geweiht wären. Daher wurden die bis heute umstrittenen Völkerschauen ins Leben gerufen, lebende "Wilde" vorgeführt, ganze Skelette und viele exotische Artefakte ausgestellt. Außerdem schuf die Naturforscherin Amalie Dietrich in dieser Zeit die größte Sammlung von zoologischen und botanischen Objekten. Damit habe ich auch bei mir eine Bildungslücke geschlossen, denn in meiner Heimatstadt gibt es einen Amalie-Dietrich-Platz, dessen namentliche Bedeutung mir bis jetzt noch nicht bekannt war. Amalie Dietrichs Leben und ihre Abenteuer in Australien sind dementsprechend auch sehr faszinierend, obwohl ich manche ihrer Entscheidungen aus heutiger Sicht nicht ganz nachvollziehen kann. Abgesehen von den manchmal etwas langatmigen Briefwechseln mit ihrer Tochter Charitas liest sich Amalies Teil aber recht flüssig und leicht weg.


    Leider hat mir die zweite Handlung rund um Nadine Weber überhaupt nicht gefallen. Das Geschichte wirkt doch arg konstruiert, mit vielen unglaubwürdige Zufällen und eher nichtssagenden Charakteren. Auch das Ende ist mir zu einfach gelöst und ein paar offene Fragen bleiben übrig. Zudem gibt es eine bestimmte Stelle, welche die recht naive Anthropologin nicht durchschaut, mir als Leser der Zusammenhang aber schnell klar war.
    Die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart ist auch nur recht klein und kaum erkennbar, sodass hier diesmal keine runde Sache entsteht und alles irgendwie nicht zusammenpasst. Man könnte die beiden Frauengeschichten auch problemlos getrennt voneinander lesen. Den jeweiligen Zeiten ordnet die Autorin dann noch einen eigenen Sprachstil zu, wobei der Wechsel doch immer etwas gewöhnungsbedürftig ist.

    Insgesamt ist "Das Geheimnis jenes Tages" nicht der beste Roman der Autorin. Die interessante Story um Amalie Dietrich überzeugt, die um Nadine Weber leider nicht. Trotzdem ist das Buch für eine leichte Lektüre zwischendurch ganz gut geeignet.

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 3 Jahren
    Das Geheimnis jenes Tages

    "Das Geheimnis jenes Tages" ist ein Roman der Autorin Annette Dutton. Das Buch erzählt von der Protagonistin Nadine. Nadine ist Archäologie - Professorin und Mutter einer 18 jährigen Tochter, namens Alina. Die Protagonistin wird damit beauftragt, Knochenartefakte an einen Aborigineestamm zurückzugeben, die deutsche Wissenschaftler im 19. Jahrhundert unrechtmäßig an sich gebracht haben sollen. Auch die bekannte Naturforscherin und Sammlerin Amalie Dietrich war bei der Gruppe der Wissenschaftler dabei. 

     

    Als bei einem der Skelette Schussspuren gefunden werden, will Nadine dem Ganzen nachgehen, aber ehe sie noch mehr Verdachtsmomente finden kann, verschwindet ihre Tochter Alina spurlos. Die Polizei beginnt zunächst nicht gleich mit dem Ermitteln, da sie keinen Anlass sieht, aber in Nadine beginnt ein Gefühlschaos. Denn sie erinnert sich an einen Tag im Jahr 1984 als sie ihre Zwillingsschwester verloren hat ...

     

    Die Geschichte in diesem Buch wird in zwei spannenden Erzählsträngen geschildert. In einem wird die Geschichte von Amalie Dietrich im Jahr 1863 erzählt und der zweite Erzählstrang ist in der Gegenwart angesiedelt und erzählt von der Archäologie - Professorin Nadine und ihren Erlebnissen bei dem Aborigineestamm und bei der Spurensuche in der Vergangenheit. Die Wechsel zwischen den beiden Geschichten hat große Abwechslung beim Lesen gebracht und auch die Spannung erhöht. 

     

    Der Schreibstil von Annette Dutton hat mir sehr gut gefallen. Besonders toll fand ich die bildhaften und interessanten Beschreibungen der Geschehnisse und auch der Landschaft, den Aufgaben im Job der Archäologen etc. Die Charaktere wurden schön ausgearbeitet und ich habe ihre Erlebnisse gerne verfolgt. Das Einzige was mir ein bisschen gefehlt hat, war das ganz besondere - das besondere Extra, um mich zu hundertprozent zu begeistern. Toll war es aber auf jeden Fall!

     

    "Das Geheimnis jenes Tages" ist eine spannende Geschichte über zwei unterschiedliche Leben, die mich mit interessanten Charakteren sehr gut unterhalten hat!

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    Liennes avatar
    Liennevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Mix aus historischem Roman und Thriller. Spannend, interessant und nicht ganz ausgewogen.
    Das Geheimnis jenes Tages - ein Genremix aus historischem Roman und Thriller

    Ein verhängnisvoller Ausflug, eine große Lüge, ein Leben im Bann der
    Täuschung


    Die Leipziger Archäologin Nadine soll Knochenfunde an einen Aborigine-Stamm
    zurückgeben, die deutsche Wissenschaftler im 19. Jahrhundert unrechtmäßig an
    sich brachten, unter ihnen die bekannte Sammlerin und Naturforscherin Amalie
    Dietrich. Eines der Skelette weist Schussspuren auf – wurde der junge Mann um
    der Forschung willen ermordet? Doch noch ehe Nadine ihrem Verdacht weiter
    nachgehen kann, verschwindet ihre achtzehnjährige Tochter Alina, die sie auf
    der Reise begleitet hatte, spurlos. Die Polizei sieht zunächst keinen Grund,
    Ermittlungen aufzunehmen – während in Nadine lang verdrängte Erinnerungen
    aufsteigen: an jenen Tag im Frühjahr 1984, als ihre Zwillingsschwester starb.

    Meine Meinung:

    Der Beginn ist sehr interessant, spannend und toll geschrieben, sodass ich
    sofort ins Geschehen und die Geschichte abtauchen konnte.

    Es gibt drei unterschiedliche Handlungsstränge. Der Handlungsstrang um Nadine
    und ihre Tochter konnte mich absolut überzeugen, während mir der
    Handlungsstrang um Amalie im Mittelteil zu ausführlich wurde und zum Schluss zu
    kurz geraten ist. Ich hab mich im Mittelteil dabei erwischt, wie ich die
    Passagen um Amalie nur überflogen bin und musste mich zusammenreißen auch da
    genau zu lesen. Den dritten Handlungsstrang fand ich spitze und absolut
    spannend, aber mehr verrate ich darüber nicht :-)!

    Die Charaktere sind toll gestaltet und vorallem mit Nadine habe ich
    richtig mitgefiebert und mitgelitten.

    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ich mir alles
    beschriebene sehr gut bildlich vorstellen konnte.

    Diesem Genre-Mix aus Thriller und historischem Roman bin ich bisher
    noch nicht begegnet, aber mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Ich lese
    beide Genres gerne und warum nicht kombinieren?

    Das Ende ist mir persönlich ein wenig zu kurz geraten.

    Fazit:

    Toller Genre-Mix, der mich leider aufgrund von langatmigen Passagen in
    einem der Erzählstränge nicht zu 100% überzeugen konnte. Dennoch lesenswert,
    vielleicht habt ihr ja eine ganz andere Meinung als ich! Also lest selbst :-)

     

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 3 Jahren
    Jedes Buch hat seine eigene Geschichte

    Im Jahr 1984 muss die sechzehnjährige Nadine ihre zwei Jahre jüngere Schwester in den Osterferien auf eine Skifreizeit begleiten. Da Vanessa unter Asthmaattacken leidet, sah es der Vater als notwendig an, dass Nadine auf ihre Schwester aufpasst. Doch die war gerade schwer verliebt. Umso größer die Freude, als ihr Freund Thomas auftaucht. Er hatte sich heimlich bei der Freizeit angemeldet. Nach einigen Tagen steht bei der Gruppe eine Wanderung an. Doch das Wetter war umgeschlagen, und die Leute warnten sie vor diesem Trip. Peter Langen, der Gruppenleiter, ignoriert dies und sie machen sich auf den Weg. Und so geschieht, was vielleicht vorhersehbar war, ein Unglück, bei dem Nadines Schwester ihr Leben verliert. Fortan lebt Nadine mit der Schuld, sie hätte nicht genug auf Vanessa aufgepasst.

    Der zweite Erzählstrang beginnt 1842 in Siebenlehn. Dort lebt die einundzwanzigjährige Amalie. Auf einer Sammeltour mit ihrer Mutter begegnet sie Herrn Dietrich, der sich ganz dem Studium der Pflanzenwelt widmet.
    Amalie und Wilhelm Dietrich heiraten, bekommen eine Tochter, Charitas. Amalie ist wissbegierig und lernt von Wilhelm, während die kleine Tochter bei ihrer Mutter aufwächst. Doch als diese plötzlich stirbt, steht Amalie vor einem Chaos. Sie kann keinen Haushalt führen, geschweige ein Kind erziehen.

    Es gibt gute und interessante historische Romane. Das neue Buch von Annette Dutton basiert auf das Leben der Amalie Dietrich. Hauptsächlich basieren die Informationen auf dem geführten Briefwechsel zwischen Amalie und Charitas. Amalie weilte über zehn Jahre in Australien, während Charitas in Deutschland blieb.

    Was die beiden Frauen verbindet bzw. welch Schicksal hinter ihnen steht, erschließt sich mir nicht. Die Story hat mich zwar beeindruckt, allerdings nicht geflasht. Der Erzählstrang von Amalie Dietrich ist sehr ausführlich und deutlich beschrieben. Im Grunde genommen hätte die Autorin hieraus ein eigenes Buch schreiben können. Mir fehlte die Harmonie, die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
    Durch die Kapitelüberschriften war man aber doch gleich informiert, auf welcher Zeitebene es nunmehr weiterging. 
    Die Charaktere der Gegenwart waren blass, farblos und traten nicht in den Vordergrund. Sie waren halt da, mehr aber auch nicht. Was bei der Familie Dietrich nicht der Fall war, denn sie waren bildhaft beschrieben und von daher gut vorstellbar.

    Hin und wieder stolperte ich über ein Wort, was mich irritierte. Ein Beispiel:
     Zitat S. 63/64
    "Siebenlehn, 1849 ... "Wilhelm", sagte Amalie, "ich habe viele neue Erfahrungen gemacht, seit ich Siebenlhn verlassen habe. Ich bin ruhiger geworden, und ich denke heute über manches anders als noch vor einem Jahr. Vielleicht war ich zu überbordend in meinen Gefühlen, als ich einfach auf und davon bin und Siebenlehn hinter mir gelassen habe."
    Das Wort habe ich fett markiert. Es mag Kleinkrämerei sein, doch mich hat es gestört. Zu kritisch? Aber bei dem Wort "überbordend" angewandt in der damaligen Zeit kamen mir dann doch Zweifel.

    Fazit
     "Das Geheimnis jenes Tages" brachte mir die Person Amalie Dietrich näher, ich lernte ihr Wirken kennen. Sie war schon eine Persönlichkeit ihrer Zeit. Wer also war Amalie Dietrich? Der historische Hintergrund und eine aufschlussreiche Zusammenfassung befindet sich am Ende des Buches.
    Die Geschichte zweier Familien, leider zu langatmig als spannend. Für mich eher mittelmäßig, da die Geschichte zwar informativ, aber nicht fesselnd ist und so habe ich das Buch - leider - des öfteren zur Seite gelegt.
    Es stellt sich die Frage, ob die Autorin einfach zu viel gewollt hatte und daran gescheitert ist.

    "Das Geheimnis jenes Tages" werde ich mit 3,5 Lesegenuss-Büchern bewerten, denn im Vergleich zu manch anderen Romanen ist es immer noch gut. Doch es reicht nicht an die vorherigen Werke von Annette Dutton heran.

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    Yoyomauss avatar
    Yoyomausvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die Geschichte verschiedener Frauen in verschiedenen Zeiten, interessant, aber auch vorhersehbar.
    Die Geschichte verschiedener Frauen in verschiedenen Zeiten, interessant, aber auch vorhersehbar.

    19. Jahrhundert. Amalie lernt Wilhelm, einen Forscher kennen und verliebt sich in ihn. Nach baldiger Hochzeit beginnen die beiden gemeinsam die Feldforschung zu betreiben, wobei Wilhelm Seiten an sich zeigt, die Amalie oft zweifeln lassen. Doch sie beißt sich durch und schafft es so, ihren eigenen Traum zu verwirklichen. Doch damit sind auch viele Opfer verbunden.

    2000er Nadine macht sich auf den Weg, um einen Schädel zurück nach Australien zu bringen. Begleitet wird sie von ihrer Tochter Alina, die sich im Anschluss als Backpacker ein Jahr durch Australien schlagen will. Doch schon nach kurzer Zeit merkt Nadine, dass etwas nicht stimmt. Es beginnt eine fieberhafte Suche nach ihrer Tochter. Ist sie dem gleichen Täter zum Opfer gefallen wie der namenlose Engel, den man einige Jahre zuvor im Outback gefunden hat?

    Die Geschichte verschiedener Frauen zwischen Deutschland und Australien. Packend, spannend, lehrreich und interessant!

    Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat, auch wenn manche Dinge vorhersehbar waren. Die Autorin hat es geschafft jedem Charakter seine eigene Seele einzuhauchen, die man flux bildlich vor sich sehen kann. Mit viel Liebe zum Detail wird die Feldarbeit und das Leben von Amalie beschrieben. Diese Szenen und auch der rege Briefwechsel von ihr und ihrer Tochter war für mich das Beste an dem Buch, weil man die Gefühle und Sehnsüchte der beiden Frauen richtig gut spüren konnte. Doch auch die Beziehung von Amalie zu ihrem Mann wurde sehr interessant dargestellt und zum Schluß ist man sich unschlüssig, was man denn nun wirklich von diesem Mann halten soll.
    Interessant war auch die Geschichte von Nadine und ihrer Tochter Alina. Jedoch war die Geschichte für mich an einigen Stellen vorhersehbar und nicht so spannend, wie die von Amalie. Trotzdem hat es mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Während Alinas genervte Art immer sehr gut ausgedrückt wurde, war Nadine immer sehr rechtschaffend und taff, was ich auch sehr schön fand. Durch die verschiedenen Zeiten kann man sich das Bild und die Anschauungen der Frauen in den verschiedenen Zeitaltern sehr schön zusammen puzzeln und Vergleiche ziehen. 

    Sehr schön in diesem Buch ist der Wandel des Schreibstils. Während zu Beginn nur aus der erzählenden Sicht geschrieben wurde, gibt es in der Mitte einen Teil, der nur aus Briefwechseln besteht. Das ist schön und frisch, es lockert auf und macht sofort Lust auf mehr. Auch schön ist, dass man hier die Welt durch die Augen der schreibenden Personen sehen kann. Begeisterung und die Sicht der Dinge werden hier gut ausgedrückt und man fühlt sich sofort mitten drin.

    Empfehlen möchte ich das Buch allen, die historische Australienromane mögen, aber auch allen, die ein Dramen und Schicksalsromane favorisieren. Aber auch Freunde von Spannung und Geheimnissen kommen hier nicht zu kurz, denn immer wieder nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung.

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    Caroass avatar
    Caroasvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine spannend erzählte Geschichte über 2 starke Frauen und deren Töchter die eine lebt im 19.Jhd die andere im 21.Jhd, also jetzt.
    Zwei Geschichtsstränge über starke Frauen und ihren Töchtern

    Amalie Dietrich die erste Protagonistin lebt im 19.Jhd und lebt in ihrem Beruf als Naturforscherin auf. Als sie die Möglichkeit bekam für 10 Jahre im Auftrag von Herrn Godeffroy für sein Museums nach Australien zu gehen, lies sie ihre damals 14jährige Tochter Charitas in Deutschland zurück.
    Amalie ist eine reale Person, die es wirklich gab und von der Autorin sehr gut wiedergegeben wird. Auch ihre Tochter Charitas. Der Briefwechsel bei dem man beide Frauen, deren Gefühle und die Arbeit Amalies kennen lernt ist sehr informativ.
    Ihr Mann Wilhelm Dietrich der ihr die Natur nahegebracht hatte, war mir nie wirklich sympathisch. Er achtete weder Amalie noch ihre gemeinsame Tochter.

    Nadine die zweite Protagonistin lebt in der Jetztzeit. Sie ist Archäologin und erhält den Auftrag einen Skelettkopf nach Australien zurückzubringen, der von Amalie damals nach Deutschland gesendet wurde.
    Nadine nimmt ihre Tochter Alina mit nach Australien. Nachdem sich Alina von ihrer Mutter trennte um Australien mit einem Backbag zu erkunden verschwand sie spurlos.
    Da die Polizei nicht sofort etwas unternahm (erst frühestens in einem Monat!!!), machte sich Nadine alleine auf die Suche nach ihrer Tochter. Dabei fallen beide Frauen einem Backpackmörder in die Hände, was der Geschichte einen thrillerähnlichen Touch gibt. Auch diesen Mörder gab es wirklich.

    Fazit:
    Annette Dutton bringt die Geschichten ihrer Protagonistinnen mit viel Spannung wieder. Man möchte das Buch schiaga nicht aus der Hand geben. Sie schafft es in beiden Handlungsstränge die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten,
    Dadurch dass sie in den Überschriften die Jahreszeiten immer angibt verliert man auch nicht den Überblick und wird nicht aus dem Lesefluss herausgerissen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Ein verhängnisvoller Ausflug, eine große Lüge, ein Leben im Bann der Täuschung

    Die in Australien lebende deutsche Autorin Annette Dutton entführt uns mit ihrem neuesten Roman ein weiteres Mal ins ferne Australien.
    Wenn ihr Fans von geheimnisvollen Familiengeschichten seid, ist "Das Geheimnis jenes Tages" genau das Richtige für euch!
    Habt ihr Lust auf eine spannende Geschichte mit unerwarteten Wendungen vor den Kulissen des australischen Outback? Dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!

    Zum Inhalt
    Die Archäologin Nadine soll einem Aborigine-Stamm einige Artefakte zurückgeben, die deutsche Forscher im 19. Jahrhundert unrechtmäßig an sich gebracht haben. Ihre 18-jährige Tochter begleitet sie und verschwindet wenig später spurlos im Outback. Als die Polizei sie nicht finden kann, wächst Nadines Angst ins Unermessliche. Lang verdrängte Erinnerungen steigen in ihr auf: An jenen Tag im Frühjahr 1984, als ihre Zwillingsschwester starb …

    Leseprobe

    Zur Autorin
    Annette Dutton, 1965 in Deutschland geboren, studierte Geisteswissenschaften in Mainz. Seither arbeitet sie als Fernsehproducerin und Autorin, zuletzt für ein Australien-Special der Wissenschaftsserie "Galileo" sowie die zweiteilige Australien-Reportage "Der Zug der Träume". Ihre Romane wurden von Presse und Leserinnen begeistert aufgenommen, "Die verbotene Geschichte" war ein SPIEGEL-Bestseller, für "Das geheime Versprechen" wurden sie 2015 mit der DeLiA ausgezeichnet, dem Preis für den besten deutschsprachigen Liebesroman. Annette Dutton lebt mit ihrem Mann John und Sohn Oscar in Australien.

    Zusammen mit Knaur verlosen wir 25 Exemplare von "Das Geheimnis jenes Tages" unter allen, die Lust haben, diesen spannenden Australien-Roman im Rahmen einer Leserunde zu lesen, besprechen und rezensieren. Was müsst ihr dafür tun? Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr bis zum 06.09. auf diese Frage antwortet:

    Wüsten, Regenwälder, Korallenriffe. Australiens Natur ist vielfältig und beeindruckend.
    Wie stellt ihr euch das Leben dort vor?


    Auf eure Antworten freue ich mich.

    Ich wünsche euch viel Glück!

            
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