Die verbotene Geschichte

von Annette Dutton 
3,8 Sterne bei69 Bewertungen
Die verbotene Geschichte
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und ein halber Stern. Dieser Geschichte konnte ich leichter folgen, als "Der geheimnisvolle Garten". Gute Geschichte.

CorneliaPs avatar

dieses Buch schafft es alle Emotionen zu wecken

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Inhaltsangabe zu "Die verbotene Geschichte"

Als sie die Einladung zur Beerdigungszeremonie einer gewissen 'Miti' auf Papua-Neuguinea erhält, ahnt die Ärztin Katja nicht, dass ihre Reise Licht in die dunkelsten Geheimnisse ihrer Familie bringen und ihr eigenes Leben für immer verändern wird.
Geschickt verwebt Annette Dutton die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, beschwört die dramatische Geschichte Papua-Neuguineas und lässt schillernde historische Figuren wie die berühmt-berüchtigte Queen Emma lebendig werden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426513354
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.07.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Minjes avatar
    Minjevor 6 Monaten
    Neu Guinea

    "Die verbotene Geschichte" von Annettte Dutton erschien im Juli bei Knaur.

    Inhalt
    Köln, März 2010 - Bergisches Land Mai 2011 Katja hat vor drei Jahren ihren Mann verloren und trauert noch immer. Die Einladung zu einer Familienfeier in Neu Guinea nimmt sie wahr, um sich selbst auf andere Gedanken zu bringen.
    Neu Guinea, 1902- 1907 Johanna und Phebe leben in Neu Guinea. Sie ziehen das Kind "Bibi" auf, bis Bibi eines Tages nach Europa gebracht wird...

    Meinung
    Cover
    Das Cover finde ich ansprechend. Besonders gut gefällt mir auf der linken Seite die Kombination aus Blättern und Federn. Über das Buch jedoch macht das Cover keine Aussage, was ich persönlich schade finde, denn es wäre schade, wenn das Buch untergeht, da das Cover kein "eyecatcher" ist.

    Stil
    Wie man es auch von Autoren wie beispielsweise L.Riley kennt, haben wir hier verschiedene Erzählstränge: den Strang der Gegenwart, der in Deutschland und Papua spielt und den Erzählstrang der  Vergangenheit, der Anfang des 20.Jhd´s in Papua spielt. Mich stört das "hin und her" nicht, ich lese so etwas gerne.
    Besonderheit des Stils: Der Leser stößt auf Tagebucheinträge, Briefe, Polizeiberichte. All das in kursiver Schrift abgesetzt. Das lockert das Buch auf und macht es noch spannender. Schön, wie die Autorin das eingebunden hat.

    Besonders gut...
    ...ist es, dass die Autorin im Nachwort erwähnt, welche Figur historisch war und welche nicht. Immer wieder hilfreich bei solchen Romanen.


    Fazit
    ein Buch, das zeigt, das ein Neuanfang im Leben möglich ist. Ein Buch, das zeigt, das man seinen eigenen Weg gehen muss und nicht sein Leben lang die Erwartungen der Eltern erfüllen muss.
    Für mich eine Mischung aus "Roman, der unterhalten will" und historischem Roman. 

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    vormis avatar
    vormivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Manchmal etwas unrealistisch...aber grundsätzlich eine tolle Geschichte
    Die verbotene Geschichte

    Als sie die Einladung zur Beerdigungszeremonie einer gewissen »Miti« auf Papua-Neuguinea erhält, ahnt die Ärztin Katja nicht, dass ihre Reise Licht in die dunkelsten Geheimnisse ihrer Familie bringen und ihr eigenes Leben für immer verändern wird. 
    Geschickt verwebt Annette Dutton die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, beschwört die dramatische Geschichte Papua-Neuguineas und lässt schillernde historische Figuren wie die berühmt-berüchtigte Queen Emma lebendig werden.
    Inhaltsangabe auf amazon


    Dieses Buch hat mir eigenzlich richtig gut gefallen.
    Der Schreibstil der Schriftstellerin liegt mir sehr, es lässt sich schön flüasig lesen und macht Spaß.
    Es gibt leider nur eine Einachränkung, die mich manchmal etwas gestört hat - es gibt ein paar zu übertriebene Zufälle.
    ZB ein Zusammentreffen, das in seiner Konstellation zu weit hergeholt war, zu konstruiert und damitnicht glaubwürdig und unrealistisch.
    Deshalb nur 4 Sterne...

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    sandyseebers avatar
    sandyseebervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine fesselnde Lektüre mit kleineren Mängeln.
    Eine fesselnde Lektüre mit kleineren Mängeln

    Katja, eine Ärztin aus gutem Hause, hat eine schwere Zeit über den Verlust ihres Mannes zu kommen, der bei einem Helikopterabsturz ums Leben kam. Da kommt eine Einladung in das entfernt gelegene Papua-Neuguinea gerade recht, zumal sie sich damit einer Geburtstagsfeier ihrer spießigen Familie entziehen kann.
    Im Südparadies trifft sie jedoch nicht nur auf Paradiesvögel, oder Dr. Lambert, sondern auch auf unfreundliche Einheimische, deren Abneigung ihr gegenüber aus der Vergangenheit entstammt. Neugierig geworden beginnt sie, die vorhandenen Puzzleteile ihrer Vorfahren aufzulesen und zu einem Bild zusammenzusetzen. 

    Eine spannende Geschichte, die mich schnell gefesselt hat. Besonders gelungen empfand ich die Freundschaft von Phebe und Johanna, die sich durch den Roman fädelt und die Haupthandlung immer wieder unterbricht. Anfänglich war ich von den Zeitsprüngen irritiert, die für mich nicht immer ganz schlüssig waren. Doch danach hat mich der flüssige Schreibstil in die Geschichte regelrecht hineingezogen.  Ein paar mal bin ich auch über kleinere Fehler gestolpert, die nach einem Lekturat normalerweise nicht mehr auftauchen sollten. Hier zum Beispiel wurde aus Michael an einer Stelle Martin oder aus der Tochter wurde die Enkelin.  Auch wäre eine Aufklärung zu Martins Verbleib sinnvoll gewesen, schließlich war er ja später in Tasmanien - oder habe ich hier etwas verpasst? 
    Katjas Probleme mit ihrer Familie waren mir zu flach, auch hatte ich mich die ganze Zeit gefragt, ob es ein Zusammenhang zwischen den Tod der Ehemänner aus der Kolonialzeit sowie dem Tod von Katjas Mann gegeben hat, gerade in Bezug auf den Fluch, der angeblich auf der Katjas Familie lastet. Die Affäre mit Mara hat einen Stern Abzug gekostet, das hat der Roman meines Erachtens nicht nötig gehabt. Fraglich war für mich auch, warum sich Dr. Lambert und Katja solange geziezt haben in der heutigen Zeit  (2010 / 2011)und auf einer Insel, auf der auch englich gesprochen wird? 

    Zusammenfassend habe ich die Lektüre jedoch genossen und fand es interessant mehr über die koloniale Zeit in Papua-Neuguinea und deren geschichtlichen Entwicklung zu lesen. Auch wollte ich wissen, was es nun tatsächlich mit der Familiengeschichte auf sich hat und so blieb ich in der Geschichte hängen bis zur letzten Seite.




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    LaMenschs avatar
    LaMenschvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante, gefühlvolle Story
    Nach einem schweren Schicksalaschlag...

    Katja, eine engagierte Krankenschwester, mitten im Leben wird vor einem schweren Schicksalsschlag aus der Bahn gerissen. Ihre Familie war ihr nie eine große Hilfe, lediglich ihre Mutter kümmert sich um sie. Als es auf den Geburtstag ihres Großvaters zugeht trifft ein verhängnisvoller Brief bei ihr ein. Seine Auswirkungen werden ihr Leben gründlich auf den Kopf stellen.

     

    Die Autorin hat in diesem Buch eine spannende, liebevolle Geschichte voller Geheimnisse untergebracht. Das Cover des Buches spricht den Leser sofort an, es wirkt geheimnisvoll, zur Geschichte gibt es mit einiger Fantasie einen wunderschönen Zusammenhang. Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten, was dem Buch gut tut, denn die Geschichte an sich spielt in 2 Zeiten, gegen Ende sogar in 3 verschiedenen Zeiten. Dies fordert den Leser auf, ein bisschen mit zu denken und trägt somit gut zur Ablenkung vom Alltag bei. Man kann in diesem Buch vollkommen versinken, wunderschöne, super beschriebene Schauplätze in Neuguinea verhelfen dazu.

     

    Für diese wunderbare Geschichte, die einen Menschen gut zu Tränen rühren kann vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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    Schnauzhaars avatar
    Schnauzhaarvor 5 Jahren
    Lesenswert, aber verwirrend

    Die verbotene Geschichte handelt von der Ärztin Katja, die auf eine Beerdigungszeremonie nach Papua-Neuguinea eingeladen wird. Die Familie ist strikt gegen diese Reise. Vor Ort wird Katja immer mehr klar, warum dies der Fall ist. Sie deckt Schreckliches auf.

    Das Buch ist ganz ok. Gewöhnungsbedürftig ist das Hüpfen zwischen den Zeiten. Manchmal befindet man sich im 2011, dann wieder 1911, dann in 1928 etc. Das macht das Lesen nicht immer ganz einfach, auch wenn ich mir verschiedene Zeitstränge eigentlich gewohnt bin. Die Geschichte ist aber spannend geschrieben, weshalb es doch 4 Sterne gibt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Faszinierende Geschichte in dem noch viel faszinierenderem Papua Neuginea..

    Die Kölner Ärztin Katja lebt nach dem Tod Ihres Mannes vor ein paar Jahren in sich zurückgezogen immer noch in der gemeinsamen Wohnung, zu sehr schmerzen sie die Erinnerungen an ihren geliebten Mann.
    Als sie eine Einladung zu einer Beerdigung auf Papua Neuginea erhält und gleichzeitig der Geburtstag ihres Großvaters ansteht, entscheidet sie sich für Reise in die Ferne, dort angekommen ist sie fasziniert von der Natur, gleichzeitig voller Angst was sie in nächster Zeit dort erwartet.
    In einem kleinem katholischem Krankenhaus vor Ort lernt sie Lambert kennen, anfangs scheinen sie sich mehr auf die Nerven zu gehen als sich zu mögen, doch das ändert sich mit der Zeit.
    Sie erhält Drohungen und fragt sich was die Einheimischen gegen sie haben und beschließt Nachforschungen über ihre Urahnen anzustellen die auf Papua Neuginea anscheinend eine wichtige Rolle gespielt haben...
    Gleichzeitig versucht sie endlich mit dem Tod ihres Mannes abzuschließen und beschließt auf Tasmanien den Unfallort zu besuchen und auch dort stößt sie auf erschreckende Geheimnisse...

    Ich war von Anfang an total verliebt in dieses Buch, ich liebe Geschichten, die an fernen Orten spielen und die mit der Vergangenheit verbunden sind. Genau so etwas findet man hier.
    Ich fand es zwar teilweise etwas schwierig mit den Zeitsprüngen zurecht zu kommen außerdem noch die Briefe und Tagebucheintragungen die von unterschiedlichen Personen stammen richtig einzuordnen. Doch mit der Zeit ergibt alles einen Zusammenhang und ist manchmal sogar ein wenig kriminell.

    Eigentlich findet man in diesem Buch von jedem Genre etwas und richtigem Maß. Der Schreibstil ist in den Kapiteln von Katja sehr einfach und angenehm zu lesen, im vergangenen Papua eben ein wenig altmodisch aber auch passend.
    Einfach schön!

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    Biene759s avatar
    Biene759vor 5 Jahren
    Ein bisschen zu viel des Guten

    Klappentext:

    Zwei Frauen, getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Geheimnis vom anderen Ende der Welt.
    Die Kölner Ärztin Katja weiß zwar nicht, wie jene traditionelle Beerdigungszeremnonie aussehen mag, zu der man sie nach Papua-Neuguinea eingeladen hat. Doch ihr Verhältnis zur ihrer Familie ist so angespannt, dass ihr jede Ausrede recht ist, um nicht zur Geburtstagsfeier ihres Großvaters fahren zu müssen. Katja kann nicht ahnen, dass ihre Reise in die Tropen nicht nur Licht auf die dunkelsten Geheimnisse ihrer Familie werfen, sondern ihr eigenes Leben für immer verändern wird...

    Meinung:

    Auch wenn der Titel meiner Rezension etwas anderes vermuten lassen mag, ist es mir relativ leicht gefallen dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Was mir aber Schwierigkeiten bereitet hat, waren zum einen Briefe, Tagebucheinträge und Zeitungsberichte aus der Vergangenheit. Daran hab ich mich zwar mit der Zeit gewöhnt, aber deren Sinn erschließt sich mir auch jetzt noch nicht wirklich. Waren das Briefe, etc. auf die Katja gestoßen ist? Darauf lässt zumindestens der Epilog schließen. Weiter hatte ich Schwierigkeiten mit den Kapiteln die in der Vergangenheit spielen. Am Anfang ist das ja noch ganz nett, aber grade am Ende wo von 1944 in die Gegenwart und dann zurück nach 1928 gesprungen wird, das fand ich dann nicht mehr so lustig. 
    Die Geschichte an sich find ich nicht schlecht, im Gegenteil. Aber für meinen Geschmack ist in diesem Buch einfach zu viel passiert. Ich möchte von der Geschichte gar nicht zu viel verraten, aber verschiedene Tode, Angriffe, Morde, Affären, etc. haben die Geschichte für mich anstrengend und irgendwie überladen gemacht. Was mich außerdem gestört hat, war das manche Beziehungen - vor allem die von Katja und Lambert - viel zu vorhersehbar waren. 
    Trotzdem ein durchaus lesenswertes Buch wenn man sich an überladenen Geschichten nicht stört und einfach mal eine Zeit lang gut unterhalten werden möchte.

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    Forilas avatar
    Forilavor 5 Jahren
    "Nichts ist, wie es scheint"

    "Annette Dutton" beschreibt in dem Buch "Die verbotene Geschichte" ein dunkles Familiengeheimnis, das erst in einer anderen Generation aufgedeckt wird und das Leben einiger Menschen sehr verändert.

    ...Katja, eine junge Ärztin aus Deutschland, hat vor drei Jahren ihren geliebten Mann Michael verloren. Ihre Trauer kann sie nur schwer überwinden und auch in ihrer Familie fühlt sie sich einfach nicht mehr wohl. Da kommt ihr eine Einladung aus Papua-Neuguiena zur Umbettung einer ihrer Vorfahren nur recht, um aus dem tristen Alltag zu entfliehen und eine andere Welt zu entdecken, die sie bisher noch gar nicht kannte. Dass diese Welt jedoch weitaus mehr mit ihr und ihrer Familie verbunden ist, ahnt sie nicht. Der Besuch entwickelt sich für Katja zu einer geheimnisvollen Reise in die Vergangenheit, auf der sie es nicht leicht hat mit den Menschen klar zu kommen. Es kommen immer mehr geheime und oft sehr unschöne Geschichten ans Tageslicht, die die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verknüpfen. Auch Katjas verstorbener Mann schien wohl ein anderer Mensch gewesen zu sein, als sie die ganzen Jahre dachte. Zum Glück steht ihr der nette Arzt Christoph zur Seite und hilft ihr das Rätsel zu lösen...


    Die Autorin verknüpft Handlungsstränge der Vergangenheit mit der Gegenwart. Man bekommt  dadurch einen guten Einblick in beide Zeiten und kann sich gerade durch die Tagebuchauszüge die entsprechenden Personen sehr gut vorstellen. Allerdings führt diese Verknüpfung dazu, dass man als Leser sehr gefordert wird. Die schnellen Zeitensprünge verwirren den Leser des öfteren und werfen um die Geschichte immer mehr Fragen auf. Der rote Faden geht manchmal etwas verloren. Dennoch wird man in die Geschichte hineingerissen. Man kann den Protagonisten emotional nachempfinden und möchte dann doch endlich einmal des Rätsels Lösung erfahren.
    Es steckt sehr sehr viel Dramatik in dem Buch und  es dürfte nicht unbedingt etwas für den üblichen "Liebesroman-Leser" sein. Doch wer spannnende Geschichten aus unterschiedlichen Lebensweisen/-zeiten  mag und dabei eine gute Fantasie entwickeln kann, ist hier genau richtig.


    "Die verbotene Geschichte" von Annette Dutton ist ein sehr spannender Roman, der Liebe, Leid und Freud aus zwei unterschiedlichen Welten miteinander vereint. Er zeigt wieder einmal, dass im Leben nichts ist, wie es zuerst scheint...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Die verbotene Geschichte...

    Nach schweren Jahren des Verlustes und der Trauer, erhält die Ärztin Katja eine ungewöhnliche Einladung: Sie wird bei der traditionellen Beerdigungszeremonie einer ihr völlig fremden Frau aus Papua-Neuguinea erwartet. Diese Zeremonie liegt zeitlich genau gleich mit der Geburtstagsfeier ihres Großvaters, welcher Katja umbedingt entgehen will. Das Familienverhältnis ist mehr als angespannt und so nimmt Katja die ungewöhnliche Reise auf sich, die ihr ganzes Leben und das ihrer nichts ahnenden Familie verändern wird. Tief verborgene Geschichten kommen wieder ans Licht und alte Geheimnisse werden gelüftet...

    "Die verbotene Geschichte" der Autorin Annette Dutton ist ein höchst spannender historischer Roman, welcher den Leser in das wunderschöne und reizvolle Papua-Neuguinea einlädt. Mir selbst war dieses Land zu Beginn, außer seiner bloßen Existenz, völlig unbekannt. Doch während es Lesens und der Geschichte um Katja und deren Familie wird man fast spielerisch in die Geschichte des Landes eingeweiht. Detailreiche Karten auf den ersten Seiten des Buches, sowei Anmerkungen zur Historie und Charakteren schmücken den Roman aus und stillen den Wissenshunger des Lesers.

    Aber nicht nur die historischen Aspekte des Romans konnten mich begeistern. Auch die Geschichte an sich und die liebevoll zusammengestelle Charakterpalette waren das Lesen wert.

    Katja, Phebe und Johanna – drei Frauen deren Leben wir begeistert verfolgen können und die uns Seite um Seite fesseln. Aufgelockert wird das flüssige Lesen durch Tagebucheinträge, Zeitungsartikeln und Rückblicke in die Vergangenheit. Datierung und Verfasser werden zu Beginn jedes neuen Kapitels genannt, haben mich dennoch beim Lesen teilweise etwas verwirrt. Es kam das ein oder andere Mal dazu, dass ich vorblättern musste, um das zeitliche Geschehen wieder richtig zuordnen zu müssen oder ich einmal nachschauen musste, wer die nun erzählende Person nocheinmal war und welche Bedeutung sie hat. Da dies aber nur selten eintraf, war mein Lesefluss kaum zu stoppen. Der Schreibstil ist angenehm, nicht erdrückend und perfekt für diese Erzählung.

    Alles in allem ist "Die verbotene Geschichte" ein nur zu empfehlendes Buch, das Lust macht, die eigene Familiengeschichte unter die Lupe zu nehmen oder sich einfach mal mit dem schönen Land Papua-Neuguinea auseinanderzusetzen (dabei sind die Literaturverzeichnisse im Anhang sehr nützlich). Fernwehgefahr!

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 5 Jahren
    Ein Geheimnis vom anderen Ende der Welt – faszinierend, stimmig, spannend

    Du & Ich. Für immer. Katja & Michael. 11. Mai 2006.

    (S. 29)

    Drei Jahre ist es nunmehr her, dass Katja auf der Geburtstagsfeier ihres Großvaters von dem Hubschrauberabsturz in Tasmanien erfährt, bei dem ihr Mann Michael ums Leben kommt. Ihre Mutter Margarete von Beringsen erinnert Katja daran, dass das Leben weitergeht und sie nach vorne schauen muss. Beiläufig erwähnt sie, dass ein Brief aus Papua-Neuguinea in Katjas Post läge. Wahrscheinlich ging es um die Zeremonie von Phebes Grabverlegung. Und so war es auch. Man hatte endlich die sterblichen Überreste von Phebe Parkinson geufnden und nun sollte sie ihre letzte Ruhe im Familiengrab der Farm Kuradui finden.

    Für Katja kommt diese Einladung zur rechten Zeit, denn das Datum hierfür fällt genau in den Zeitraum von Großvaters Feier, an der sie nicht teilnehmen möchte.

    Zu tief saßen noch immer die Erinnerungen,

    zu tief war noch der Schmerz in ihr.

    Sie würde nach Papua-Neuguinea und auch nach Tasmanien fliegen.

    S. 29 Vielleicht war die Zeit gekommen, endgültig Abschied zu nehmen.

     

    Die verbotene Geschichte, eine Familiensaga, die in der Gegenwart mit der 32-jährigen Ärztin Katja beginnt und weit über hundert Jahre zurück ans andere Ende der Welt, ins dortige Kaiser-Wilhelms-Neuguinea-Land führt.

    Kaiser-Wilhelms-Land,

    Bismarck-Archipel,

    Neu-Mecklenburg,

    Neu-Pommern,

    es war mir völlig entfallen, dass dort einmal eine deutsche Kolonie war. Die alte Kartenzeichnung im Inneren des Buches zeigt die damaligen Besitzverhältnisse zwischen den einzelnen Staaten.

    Katja erledigt alles für ihren Aufenthalt, nichtsahnend, dass diese Reise zur Zeremonie von Phebe, ihrer Ahnin, eine Reise in die Vergangenheit wird.

    Man schreibt das Jahr 1902, genau der 6. Juni, als nach fast sieben Wochen die Deutsche Johanna in Deutsch-Guinea mit dem Schiff ankommt. Nachzulesen in dem abgedruckten Brief im Buchdeckelinneren. Das macht neugierig auf die Geschichte.

    Die Handlung wechselt jeweils zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Katjas Aufenthalt auf Papua-Neuguinea startet mit Schwierigkeiten und einem Missverständnis. Die Leute sind sehr zurückhaltend, zeigen offen ihre Abneigung und bedrohen sie. Doch Katja lässt sich nicht abschrecken. Schließlich erfährt sie mehr über die Familie, über die Mine des Großvaters und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Und so langsam fasst Katja Fuß auf der Insel, wozu der Arzt Christoph Lambert eine Menge beiträgt. Sie fängt an, das alte Haus der Familie herzurichten. Als dann die Stelle einer Ärztin im Krankenhaus, in der auch Christoph arbeitet, frei wird, entscheidet sich Katja für den Job, für ein neues Leben.

    Ihre Recherchen hat sie bei allem nicht vergessen und deckt dabei ein wahrhaft bitteres Familiengeheimnis auf.

    Die Auflistung der historischen Ereignisse, dem persönlichen Nachwort der Autorin sowie Literaturhinweise zeigen die enorme Vorarbeit, um ein glaubhaftes Endprodukt abzuliefern, welches den Leser auch interessiert.

    Fazit:

    Die Autorin hat mit „Die verbotene Geschichte“ eine Familiensaga geschrieben, die mich vom ersten Augenblick an abgeholt hat. Man spürt das gewisse Etwas zwischen den Zeilen. Von der Idee her sowie den bildlich wunderbar beschriebenen Schauplätzen am anderen Ende der Welt, taucht der Leser ab in eine tolle Lektüre.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    DieBuchkolumnistins avatar

    Wir nehmen Euch mit in eine verbotene Geschichte ...


     Als sie die Einladung zur Beerdigungszeremonie einer gewissen »Miti« auf Papua-Neuguinea erhält, ahnt die Ärztin Katja nicht, dass ihre Reise Licht in die dunkelsten Geheimnisse ihrer Familie bringen und ihr eigenes Leben für immer verändern wird. LESEPROBE
    Geschickt verwebt Annette Dutton die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, beschwört die dramatische Geschichte Papua-Neuguineas und lässt schillernde historische Figuren wie die berühmt-berüchtigte Queen Emma lebendig werden.


    Über die Autorin:
    Annette Dutton, 1965 in Deutschland geboren, studierte Geisteswissenschaften in Mainz. Seither arbeitet sie als Fernsehproducerin und Autorin, zuletzt für ein Australien-Special der Wissenschaftsserie „Galileo“ sowie die zweiteilige Australien-Reportage „Der Zug der Träume“. Mittlerweile lebt Annette Dutton seit elf Jahren in Australien, zusammen mit ihrem Mann John und Sohn Oscar.


    Wir laden Euch gemeinsam mit dem Verlag Droemer Knaur ganz herzlich zu einer Leserunde von "Die verbotene Geschichte" ein, an der die Autorin teilnehmen und Eure Fragen beantworten wird! Wir suchen 25 Testleser, die Lust auf den Roman haben, Zeit für die Diskussion und das zeitnahe Lesen des Buches sowie eine Rezension im Anschluss. Du fühlst Dich angesprochen? Dann bewirb Dich bis 30. Juni 2013 mit einem Kommentar!
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