Annette Eickert Sträflingskarneval

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Inhaltsangabe zu „Sträflingskarneval“ von Annette Eickert

Mythos und Legenden eines uralten irischen Druidenordens treffen auf die harte Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Gefangen zwischen Intrigen und Machtkämpfen versuchen vier junge Menschen ihren Platz im Leben zu finden. Der neue Großmeister der Druida Lovo ist besessen von absoluter Macht und sein Weg dorthin ist gepflastert mit Leichen. Ein altes druidisches Gesetz hilft ihm dabei. Aber noch ist er nicht am Ziel. Das Rätsel eines uralten Wegweisers verhindert momentan seinen Aufstieg, dessen Geheimnis er nicht alleine lösen kann. Daher bedient er sich grausamer Mittel und schreckt selbst vor Gewalt und Erpressung nicht zurück. Ryan Tavish und seine Freunde stellen sich ihm mutig entgegen, wobei sie in die Schusslinie des Großmeisters geraten und um ihr Leben fürchten müssen.

Wunderschönes Buch! Empfehle es weiter.

— noebell
noebell

Auf Grund einer Empfehlung habe ich mir das Buch gekauft und bereue es nicht. Tolles Buch!

— bed_of_roses
bed_of_roses

Ein Buch, welches man gelesen haben sollte. Einfach ungewöhnlich gut und spannend.

— widder
widder

Vielen lieben Dank Bellexr für deine Rezension!

— Annette Eickert
Annette Eickert

Fazit: Ein sehr gelungener, spannender Mystery-Thriller, der mit einer vielschichtigen, fantasievollen Story und einer originellen Auflösung ausgestattet ist und bei dem auch die Charaktere wunderbar beschrieben werden.

— Bellexr
Bellexr

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  • Buchempfehlungen: Jeden Monat, eine Buchempfehlung der anderen lesen - Abstimmung für November 2013

    Kanjuga

    Kanjuga

    Hallo Ihr Lieben, ihr wolltet es nicht anders, deswegen bin ich weiterhin eure Themeneröffnerin *freu* Worum geht es hier eigentlich? Nun, bestimmt kennt das jeder von euch: man steht vor seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher, wahlweise auch Regal oder Berg ^^ ) und weiß einfach nicht, welches Buch man als nächstes lesen soll. Wir wollen uns bei diesem Problem gegenseitig helfen ;o) Die Idee: Jeder Teilnehmer nennt hier  maximal 10 Bücher, die er sich eventuell vorstellen könnte, im nächsten Monat zu lesen. Alle anderen Teilnehmer stimmen ab und wählen jeweils den Favoriten aus den bis zu 10 vorgeschlagenen Büchern aus. Das am häufigsten vorgeschlagene Buch wird dann versucht zu lesen. Gern aber natürlich auch mehr! Bitte schreibt einen Hauptbeitrag, in dem ihr die Bücher anhängt, die ihr zur Wahl stellen möchtet und schreibt hierin auch für jeden der anderen Teilnehmer eure Buchempfehlung rein. Als Vorlage könnt ihr euch einen der bereits vorhandenen Beiträge nehmen. Wer bisher noch nicht mitgemacht hat, kann natürlich jederzeit einsteigen (gerne auch "kurz vor knapp") - wir freuen uns immer über neue Gesichter. Und wer nur abstimmen möchte, darf das auch sehr gern tun :-) Die Teilnehmer trage ich immer hier im Startbeitrag in einer Liste ein und verlinke den jeweiligen Hauptbeitrag. Damit es übersichtlich bleibt, wird für jeden Monat ein neues Thema gestartet. Man kann sich also jeden Monat aufs neue überlegen, ob man mitmachen möchte oder nicht. Und es ist ja auch nicht schlimm, wenn es mit dem Buch dann doch nicht klappt. Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt einfach hier einen Kommentar. Ihr könnt dort direkt schon eure 10 Bücher anhängen. Bei diesem Thema geht es um ein Buch, das dann im November 2013 gelesen werden sollte. Das Buch, das am 31. Oktober 23:59 Uhr die meisten Stimmen hat, sollte also DAS Buch für den November sein. Schön fände ich, wenn jeder am Ende des Monats berichtet, ob es mit dem Buch geklappt hat und wie es gefallen hat! Bei Fragen, einfach hier melden! Teilnehmer: SteffiFeffi Kanjuga Lizz LadySamira091062 Bluebell2004 Sommerleser Sunny Rose Lese-Krissi mamenu Lesewutz Mikki 78sunny Lilasan Nymphe Ajana LibriHolly Carina2302 somaya niob Daniliesing Si-Ne LaDragonia synic Bücher booklover_42 (nur abgestimmt) chatty68 Hier lang gehts zur Dezemberrunde!

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    Vander

    Vander

    05. March 2013 um 17:17

    Bin kein großer Rezensionsschreiber. Aber so viel kann ich sagen. Das Buch und die Geschichte, sowie die Charaktere und die Handlung haben sich gelohnt. Ein Lob an die Autorin.

  • Wanderbuch - "Sträflingskarneval" von Annette Eickert (Thriller)

    Sträflingskarneval
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    Wir haben uns entschlossen zum ersten Mal ein Wanderbuch auf die große Reise zu schicken. Wanderbuch: „Sträflingskarneval“ von Annette Eickert (Mystery-Thriller) … erschienen im Februar 2012 Inhaltsangabe: Mythos und Legenden eines uralten irischen Druidenordens treffen auf die harte Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Gefangen zwischen Intrigen und Machtkämpfen versuchen vier junge Menschen ihren Platz im Leben zu finden. Der neue Großmeister der Druida Lovo ist besessen von absoluter Macht und sein Weg dorthin ist gepflastert mit Leichen. Ein altes druidisches Gesetz hilft ihm dabei. Aber noch ist er nicht am Ziel. Das Rätsel eines uralten Wegweisers verhindert momentan seinen Aufstieg, dessen Geheimnis er nicht alleine lösen kann. Daher bedient er sich grausamer Mittel und schreckt selbst vor Gewalt und Erpressung nicht zurück. Ryan Tavish und seine Freunde stellen sich ihm mutig entgegen, wobei sie in die Schusslinie des Großmeisters geraten und um ihr Leben fürchten müssen. Leseprobe zum Buch findet ihr auf der Autorenwebsite: www.annette.eickert.info Die Regeln: (bitte genau durchlesen) - WICHTIG! Jeder behandelt das Buch, als wäre es sein Eigenes! Bitte keine unnötigen Eselsohren oder Fettflecken oder ähnliches verursachen - Reihenfolge der Teilnehmer legen wir fest - der Vorgänger und der Nachfolger tauschen ihre Adressen aus - der Vorgänger gibt uns bitte per Email (info@wir-lesen.com) Bescheid, dass das Buch abgeschickt wurde und zu wem - der Nachfolger gibt uns bitte per Email (info@wir-lesen.com) Bescheid, dass das Buch angekommen ist und zu wem - jeder Teilnehmer hat 3 Wochen Zeit das Buch zu lesen - eine Rezension auf Lovelybooks und auf unserem Bücherportal „Wir Lesen“ wäre wünschenswert … falls vorhanden, kann die Rezension natürlich auch auf der eigenen Seite oder Blog online gestellt werden ;-) - falls das Buch verloren geht, teilen sich der Vorgänger und „Wir Lesen“ die Kosten für ein neues Exemplar - der letzte Leser schickt das Buch an „Wir Lesen“ zurück Teilnehmerzahl: max. 10 Teilnehmer Anmeldeliste: (bitte auf diesen Beitrag antworten oder schreibt uns eine Email an info@wir-lesen.com) mit dem Betreff „Wanderbuch: Sträflingskarneval“ Wir freuen uns auf euer Interesse :-) Das Wir-Lesen Team

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    Annette Eickert

    Annette Eickert

    18. February 2013 um 19:09
  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    gaensebluemchen

    gaensebluemchen

    09. November 2012 um 20:38

    Sträflingskarneval ist eine interessante, faszinierende und spannende Geschichte über vier junge Menschen, die nicht nur ihren Platz in der Gesellschaft suchen, sondern sich plötzlich in einem Netz aus Geheimnissen und Intrigen wieder finden. Annette Eickert beschreibt sehr detailreich und bildlich, kombiniert mit einem angenehmen Schreibstil. Sie verwebt mystische Elemente mit der Gegenwart. Romantik und Freundschaft bilden ein großes Thema in diesem Thriller, genauso wie Intrigen, Mord und eine abenteuerliche Jagd durch Irland und Spanien. Und einem Ende, dass mich positiv überrascht hat. Sträflingskarneval ist eine kleine Perle, die leider noch nicht so bekannt ist, wie sie sein sollte. Es wird nicht das letzte Buch sein, welches ich von Annette Eickert lesen werde. Sträflingskarneval ist ein Buch für spannende Abendstunden.

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    noebell

    noebell

    09. November 2012 um 20:22

    Heute versuche ich mich an meiner ersten Rezension. Das Buch Sträflingskarneval war für mich ein Glücksgriff, hätte ich es nicht zufällig bei Facebook in einer Timeline entdeckt. Deutsche Autoren interessieren mich und ich wurde nicht enttäuscht. Gleich im Prolog ist man mitten in dem Geschehen und Zeuge einer Gerichtsverhandlung. Es wird nach altem Recht abgeurteilt und diese Methoden scheinen auf den ersten Blick grausam und mittelalterlich, aber im Laufe der Geschichte wird immer deutlicher, warum der keltische Orden Druida Lovo so handelt und warum es überhaupt soweit gekommen ist. Hauptprotagonist ist der sympathische Ryan Tavish und seine beste Freundin Kimberly. Beide sind bei der Gerichtsverhandlung zu gegen und erleben, wie der Großmeister des Ordens nicht nur nach altem Recht urteilt, sondern auch viel zu hohe Strafen verhängt. Ihr ehemaliger Mitschüler Aidan McGrath wird zu 5 Jahren Sträflingsarbeit verurteilt, weil er angeblich den Feinden des Ordens geholfen haben soll, diesen zu vernichten. Doch im Laufe des Buches wird sehr bildlich und emotional erzählt, warum alles so ist wie es ist. Zu viele Details möchte ich nicht widergeben, denn ich möchte nicht spoilern. Was ich sagen kann, die Autorin Annette Eickert weiß geschickt mit Worten umzugehen. Immer wieder konnte ich mir die Szenen bildlich vorstellen. Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen, einfach und immer wieder überraschend. Die Autorin kann gut mit Worten umgehen, was mir sehr wichtig ist. Auch die Freundschaften, die sich im Buch entwickeln haben mich fasziniert. Ganz bewunderswert fand ich die zärtliche Bande, die sich zwischen Ryan und Aidan entwickelt. Die Beiden überraschten mich mehr als einmal, was das Lesevergnügen für mich steigerte. Gegen Ende ist die Spannung sehr nervenaufreibend und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen leben, bis ich die letzte Seite gelesen hatte. Wenn man denkt, jetzt weiß man alles, schafft es die Autorin noch etwas hinzuzufügen, ohne das es zu viel oder an den Haaren herbeigezogen herüberkommt. Mein Fazit! Ihr wollt eine spannenden und einen etwas anderen Thriller lesen. Dann seid ihr bei Sträflingskarneval genau richtig. Ihr werdet nicht enttäuscht.

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    Wayfarer

    Wayfarer

    09. November 2012 um 14:04

    Danke für's anklicken. Vorab: Spoilergefahr. Lest meine Rezension nicht, wenn ihr dieses spannende Buch vollends genießen wollt. Es folgt meine Rezension zu Sträflingskarneval, in der ich leider offenbaren muss, dass ich den Hype um dieses Buch absolut nicht verstehen kann. Meiner Ansicht nach verdient es nicht einen einzigen Stern. Ich muss ein wenig an der Community zweifeln, dass sie ein solch schlecht geschriebenes Buch derart hoch bewerten. Aber kommen wir zum Wesentlichen. Bei Annette Eickerts "Sträflingskarneval" landet man ab der ersten Seite bereits mitten in der Handlung. Man erfährt einiges vom Orden der Druida Lovo und lernt den ersten Protagonisten kennen: Ryan Tavish. Einen nahezu wunderschönen, muskulösen, reichen, jungen Mann (so wurde er zumindest im Buch beschrieben). Dieser macht sich auf, zusammen mit seiner wunderschönen Freundin Kimberly, um bei einer Gerichtsverhandlung um das Schicksal von Aidan McGrath beizuwohnen. Aidan wird als Sträfling verurteilt und muss Schwerstarbeiten verrichten, wobei er von dem Muskelberg Peter Smith gepeinigt wird. Im Verlauf des Buches deckt Ryan zusammen mit seinen Freunden Geheimnisse des Ordens auf, entdeckt sagenumwobene Geheimnisse und stellt sich seinen größten Feinden. Puh. Es ist wirklich anstrengend, eine sarkastische Handlungsbeschreibung nicht gemein klingen zu lassen. Vielleicht hat man beim Durchlesen meine zahlreichen Adjektive gemerkt, die man getrost hätte weglassen können. So ging es mir beim Lesen des Buches: Das erste, was einem auffällt, sind dermaßen viele Adjektive und Synonyme, dass man den Eindruck erhält, dass die Autorin versucht hat, möglichst professionell zu klingen. Leider wirkt das auf einen Leser, wie ich es einer bin, sehr laienhaft und überspitzt. Die Formulierungen an vielen Stellen sind unnötig gewesen und verdienen eine gründliche Überarbeitung. Um ein Beispiel von vielen zu nennen, zitiere ich Seite 7: "Aufgeregt hielt er in seinem Vorhaben inne und beobachtete sich selbst noch einmal im Spiegel. Sein Konterfei zeigte einen attraktiven siebzehnjährigen jungen Mann mit hellblauen Augen, welche den Himmel vor seinem Fenster widerspiegelten." Drei Adjektive hintereinander, dabei sollte man gerade mit Adjektiven sparsam umgehen. Das Problem an Frau Eickerts Buch ist: Es trieft quasi davon. Man kann keinen Abschnitt lesen, ohne dass man von jenen erschlagen wird. Doch habe ich in obigem Zitat nicht nur die Adjektive hervorgehoben, sondern auch einige weitere Wörter, womit ich zu meinem nächsten Kritikpunkt komme: Den Synonymen und überspitzten Formulierungen. Man sollte nicht absichtlich nach toll klingenden Synonymen suchen und diese in sein Buch hineinpacken. Für die wörtliche Rede reicht "sagte", "fragte", "rief" und manchmal "flüsterte" vollkommen aus. Zwar möchte man meinen, dass man abwechslungsreich schreiben soll, aber Fakt ist, dass sich die Wörter nach einiger Zeit totlesen. Ergo wird man nicht aus dem Schreibfluss geworfen, wie es hier häufig der Fall war. Mehrere Beispiele aus dem Buch: "Versuchen Sie es doch", gellte Peter Smiths zornige Stimme zu ihnen herüber (...)" - S. 69 "Hey, du Volltrottel, kannst du nicht aufpassen, wo du hinläufst!", tobte eine männliche Stimme (...)" - S. 143 ""Dein Wunsch ist mir Befehl", salutierte Aidan frech schmunzelnd und dann küsste er ihn." - S. 122 Letzteres Beispiel hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe mir zehn Minuten lang mit meiner Liebsten den Kopf zerbrochen, wie man einen Satz salutieren kann. Letztendlich sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass salutieren kein "Sprach"-Wort ist, sondern eine Geste. Und ich kann einen Satz weder salutieren, noch ihn schnauben, knurren, lachen oder bedeuten, was ich auch oft im Buch vorgefunden habe. Ich glaube, das Wort bedeutete war eines der am häufigsten vorkommenden falsch gesetzten Wörter. Ein weiterer Kritikpunkt, den ich ansprechen möchte, ist die Anzahl der Synonyme, die nicht ohne ist. Um eines klarzustellen: SYNONYME SIND SCHLECHT! Auch sie werfen einen aus dem Lesefluss und lassen den Text anfängerhaft wirken. Sie 'mal' zu verwenden, ist okay... es in dem Ausmaß zu tun, wie es hier passiert ist, fatal. Es gab keinen Abschnitt, in dem einer der Antagonisten, Peter Smith, nicht als "Muskelberg" bezeichnet wurde. Auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass es viel besser ist, den Namen des Charakters hinzuschreiben, als ein Synonym. Typisch für die Verwendung von Synonymen sind in diesem Fall: "Der Muskelberg" (ungeschlagen auf Platz 1) "Der Angesprochene" "Konterfei" Und viele mehr Selbstverständlich sind Synonyme, wenn gut gewählt, vollkommen in Ordnung. Beispielsweise, wenn man eine Wortwiederholung vermeiden möchte. Aber bei oben genannten Worten bekomme ich Plaque. Formulierungen wie "rauchgrau traf auf himmelblau" im Übermaß zu verwenden, sind ebenfalls ein No-Go. Was mir besonders aufgefallen ist, waren die teils merkwürdigen Formulierungen. Andauernd kneteten sich Charaktere diverse Körperteile, rutschten gespannt auf Sitzgelegenheiten herum oder ihnen lief es mindestens drei Mal pro Kapitel heiß und kalt den Rücken herunter. Und das war keine Seltenheit. Ich verstehe nicht ganz, wie man sich die Hände überhaupt kneten kann... das tut doch weh. Reiben könnte ich noch verstehen... aber kneten? Worauf ich hinaus will: Die Formulierungen sind an einigen Stellen nicht gelungen. Mehr muss man dazu nicht sagen. Die Charaktergestaltung war mehr als flach. Keiner der Charaktere handelt nachvollziehbar, sie sind alle oberflächlich gestaltet und man konnte für keinen eine besondere Symphatie empfinden. Ich kann nicht begreifen, wieso die Menschen hier alle Ryans Entwicklung als tiefgehend empfinden. Er ist einer der Charaktere, bei denen ich absolut Null Entwicklung entdeckt habe. Er beginnt als cholerischer Wichtigtuer und endet auch so. Nur, dass er zwischendurch eine homosexuelle Beziehung anfängt, wäre noch zu erwähnen. Das Problem ist, dass man sich im Verlauf der Geschichte zu zwei Dritteln auf die Beziehung zwischen Aidan und Ryan fixiert hat. Oft gab es mehrere Kapitel hintereinander, die nur die Beziehung der beiden beschrieb, wobei es im Plot schleppend (oder gar nicht) voranging. Die Charaktere handeln irrational. Ein Beispiel: Ryan und Co. befreien Aidan aus den Händen von Peter Smith. Aidan verbringt eine lange Zeit auf der Krankenstation, seine Klamotten sind zerfetzt und unansehnlich. Ryan wird von Ophelia Buckley dazu überredet, Aidan einige von seinen Klamotten zu überlassen. Wo liegt der Fehler in der Logik? Im Prolog des Buches wurde Ryan als stinkreich beschrieben. Sein Konto weist einen achtstelligen Wert auf und er könnte Aidan locker eine ganze Boutique kaufen. Er soll ihm jedoch ein paar seiner abgetragenen Sachen hinterlassen... klingt plausibel, nicht wahr? Doch nicht nur Ryan leidet unter chronischem Charaktermangel, auch Kimberly, Gillean und Aidan sind nicht einfallsreich gestaltet. Kimberly ist die Vernünftige, Gillean der coole Freund von Kimberly, Aidan der schreckhafte, kleine, schwuchtlige Typ. Keiner dieser Charaktere sticht sonderlich hervor und ich persönlich konnte keinen wirklichen Draht zu ihnen finden. Sie waren alle ziemlich langweilig. Demgegenüber stehen die 'Bösewichte': Bartholomeus Hinthrone und Peter Smith. Smith scheint das pure Böse zu sein. Er handelt aufgrund seiner grausamen Art und wird durchweg als der Vergewaltiger schlechthin dargestellt. Aber ich frage mich: Warum? Was treibt ihn dazu? Bisher konnte ich in vielen Büchern bei den Bösewichten einen Grund erkennen, warum sie böse waren. Voldemort zum Beispiel hatte eine miese Kindheit, wusste von seiner Begabung und seine Machtbessenheit hat ihn auf die dunkle Seite getrieben. Selbst bei Darth Vader konnte man eine interessante Entwicklung verfolgen... aber warum ist Peter Smith böse? Meine Hypothese: Er ist böse, weil er böse ist. Dann gibt es noch Hinthrone, der Charakter, den ich irgendwie mochte. Er war nicht so hirnlos wie sein Sohn, handelt aber dennoch grundlos. Schade eigentlich – denn er war mir auf eine merkwürdige Art und Weise symphatisch. Ich hätte mich gefreut, wenn es zu ihm einen Hintergrund gegeben hätte – über die Geschichte mit seinem unehelichen Kind hinaus. Weiterhin muss ich, bezüglich der Charaktere, sagen, dass ich es schrecklich finde, wenn man dem Leser punktgenaue Beschreibungen von diesen erbringt. Jeder einzelne Charakter wurde vom Aussehen bis hin zur Kleidung genauestens beschrieben. Und auch noch so langweilig... Ryan, Kimberly und Gillean waren wunderschön und Aidan hat sich auch in ein wunderschönes Wesen entwickelt. Toll. Die Bösewichte waren alt oder hässlich. Welch ein Klischee. Darüberhinaus fand ich vor einigen Tagen diesen Link, der verschiedene Charakterportraits zeigt: http://moonangels-world.blogspot.de/2012/06/2-tag-der-blogtour-von-annette-eickert.html Das raubt einem Leser jegliche Fantasie. Kann man nur kritisieren und nicht gutheißen. Doch nicht nur Charaktere wurden genauestens beschrieben, sondern auch Umgebung, Kleidung, Autos, Häuser, Landschaften oder geschichtliche Fakten. Es interessiert mich nicht, dass Ophelia Buckley einen grünen Mercedes Vito oder Smith eine Browning 9mm besitzt. Ein einfaches Auto und eine Pistole hätten absolut ausgereicht, der Rest sollte der Fantasie überlassen werden. Doch als ob das nicht reichen würde, wurde man stellenweise mit Info-Dumps bombardiert. Im letzten Viertel des Kapitels wird man über die gesamte Geschichte von Andalusien aufgeklärt. Da hat sich jemand fein mit Wikipedia auseinander gesetzt und schön abgeschrieben... das Problem ist, mich hat die Geschichte nicht angesprochen und wenn ich etwas über die Stadt erfahren will, lese ich es selbst nach. Ebenso der "Geschichtsunterricht" bezüglich der Djed – wobei es mich gewundert hat, dass jede verstorbene Persönlichkeit der Welt ein Djed war. Aber diese Frage wird wohl, wie viele andere, unbeanwortet bleiben. Somit habe ich mich auch oft gefragt, was es eigentlich mit dem Druida Lovo auf sich hat. Es kommt mir nämlich vor, dass die Autorin sich schwer einen abgebrochen hat, eine halbwegs vernünftige Hintergrundgeschichte zu erstellen, damit man seine Fanfiction in ein richtiges Buch umwandeln konnte. Was meiner Ansicht nach fehlgeschlagen ist. Kommen wir zur Handlung... Die Handlung zieht sich sehr schleppend voran. Passieren tut erst nach guten zwei Dritteln des Buches etwas, davor dreht sich alles nur um Ryans homosexuelle Neuerkenntnisse, beziehungsweise seine Gefühle zu Aidan McGrath. Zwischendurch muss Aidan von Smith vergewaltigt werden, damit man einen Grund findet, ihn ein bisschen weinen zu lassen und Ryan den Tröster spielen kann. Was mich am meisten an der Handlung gestört hat, war die Sinnlosigkeit dieser. Die Geschichte war einfallslos und langweilig. Es ist nichts passiert. Ich verstehe auch nicht, warum hier alle von "perfekt gesetzten Spannungsbögen" sprechen... ich habe nicht einen gefunden. Der Inhalt lässt viele Fragen offen – Wieso kann das Wissen der Welt einen dritten Weltkrieg hervorbeschwören? Das habe ich nicht nachvollziehen können. Ebensowenig, dass Ryan den "Muskelberg" Peter Smith mehrere Male mit Leichtigkeit niederstrecken konnte. Und was war nun der eigentliche Zweck der Druida Lovo? Wäre man unter einem anderen Gesichtspunkt an die Handlung rangegangen, hätte man etwas aus dieser Geschichte herausholen können. Doch in der Form... nein. Man merkt deutlich, dass das Buch eines schludrigen Lektorats unterzogen wurde, wobei man an dieser Stelle gar nicht von Lektorat sprechen darf. Seine beste Freundin korrigieren zu lassen, war wohl nicht die beste Entscheidung. An vielen Stellen findet man grammatikalische Unkorrektheiten, dazu viele, viele Rechtschreibfehler und an einer Stelle sogar ein durchgestrichenes "t", welches bei der Überarbeitung übersehen wurde. Kein Aushängeschild für den Verlag, wie ich finde. Das ganze Buch bedarf einer gründlichen Überarbeitung, wobei man sich nicht nur auf die merkwürdigen Formulierungen, überflüssigen Adjektive und Synonyme, sondern auch auf die Handlung konzentrieren sollte. All diese Faktoren lassen noch zu wünschen übrig. Zu guter letzt möchte ich auf das Cover zu sprechen kommen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich finde es hässlich. Es spricht mich nicht an. Die einzelnen Elemente darauf wirken wahllos zusammengeschustert, als hätte man ein bisschen mit Photoshop herumgespielt. Die Farben der Elemente passen nicht zueinander. Hätte man die Hände in Ketten (die den Titel repräsentieren sollen) und Ryan im Vordergrund weggelassen, wäre es weitaus akzeptabler gewesen. Würde ich das Buch im Laden sehen, würde ich es nicht in die Hand nehmen – allein wegen des ersten Eindrucks. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Autorin es selbst gestaltet hat. Beim nächsten mal sollte man einen Profi für solche Arbeiten anheuern – und einen professionellen Lektor noch dazu. Zusammenfassend kann man sagen, und hiermit komme ich zum tragischen Ende meiner Rezension, ist das Buch verbesserungsdürftig und sollte in der jetzigen Form nicht auf dem Markt sein. Keine Kaufempfehlung, dafür fehlt es sowohl an Qualität im Schreibhandwerk, als auch in der Plot-Gestaltung. Kurz: Das schlechteste Buch, was ich bisher gelesen habe. 1 / 5 Sterne. P.S.: Habe gerade mal den Artikel "Granada" auf Wikipedia aufgeschlagen, überflogen und mit Seite 266 verglichen... die Beschreibung wurde paraphrasiert... so kann man sein Buch natürlich auch füllen!

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    Marakkaram

    Marakkaram

    Ein gelungener Abstecher in den Bereich des mystischen Jugendkrimis *************** Bereits nach den ersten Seiten steckt man schon mitten in der Geschichte. Nach einem Anschlag auf den Druiden Orden, findet soeben die Gerichtsverhandlung statt. Geurteilt wird überraschend nach dem alten, eigentlich bereits überholten, Recht des Ordens aus dem 12. Jahrhundert. Und so wird der 17-Jährige, am Anschlag beteiligte, Aiden zu Sträflingsarbeit verurteilt. Für seinen ehemaligen Mitschüler Ryan, dessen Vater auch ums Leben kam, ein viel zu geringes Strafmaß. Doch als Aiden dazu abgestellt wird, das teilweise zerstörte Internat wieder mit aufzubauen und dabei unter den abfälligen Blicken der anderen Mitschüler öffentlich gedemütigt, misshandelt und missbraucht wird, kann Ryan nicht mehr zuschauen und greift ein.... ~ Sträflingskarneval war mein erstes Buch von Annette Eickert und hat einfach Spass gemacht. Sie hat einen einfachen, angenehmen Schreibstil, der mir persönlich sehr gut gefällt. Das Buch hat alles was es braucht; vor allem einen Sack voll toller Ideen. ~ Mein einziger Kritikpunkt liegt im Mittelteil, der zwar auch durchweg spannend bleibt, in dem aber leider alle auftauchenden Probleme in Null-Komma-Nichts gelöst werden und sei es, durch einen glücklichen Zufall. Da ist mir das Buch altersmässig leicht abgerutscht und hat mich so manches Mal eher zum Schmunzeln gebracht. Doch dann kommt der Schlussteil und hier vollzieht sich nochmal ein Wechsel und die Spannung baut sich in großen Schritten auf. Wichtig ist in mystischen Romanen in meinen Augen auch immer der Schluss, bzw. die Auflösung und da muss ich sagen, alle Achtung: gut durchdacht. ~ Alles in Allem, ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin. ~ Zum Verlag: Die vielen Schreib- und Textfehler (z.B. sind teilweise ersetzte Wörter nicht rausgenommen) finde ich sehr schade und sind bestimmt kein Aushängeschild für den Verlag. Da ich Korrekturlesen gewohnt bin, fällt mir das beim Lesen natürlich ungemein auf und es nervt mich einfach.

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  • Meet & Greet mit der Autorin Annette Eickert auf der Frankfurter Buchmesse 2012

    Sträflingskarneval
    Annette Eickert

    Annette Eickert

    Ein Meet & Greet mit der Autorin Annette Eickert auf der Frankfurter Buchmesse 2012 Die Autorin des Mystery-Thrillers "Sträflingskarneval". Schon ihr nächstes Buch "Ynsanter - Pfade des Feuers" wird diesen Monat erscheinen! Jeder Teilnehmer erhält ein persönlich signiertes Lesezeichen von Sträflingskarneval. Genauer Ort: Vor dem Lesezelt auf der Frankfurter Buchmesse, Zeit: 12:00 Uhr Lageplan mit Treffpunkt https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/560684_3592536346242_115259228_n.jpg Weitere Infos zu Autorin findet ihr auf www.autorin-annetteeickert.de

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. September 2012 um 21:03

    Handlung: Zur Handlung werde ich an dieser Stelle nichts sagen, da meiner Meinung nach der Klappentext ausreichend hinweisend ist :) Cover: Das Cover gefällt mir sehr sehr gut. Vor allem die Hände welche mit Ketten zusammen gebunden sind, diese symbolisieren ( für mich!) die Fesselung welche Ryan an .. > ketten. ;) Buchtitel: Als ich diesen Titel das erste mal gelesen habe, habe ich nur „was und wieso“ denken können, wenn man allerdings die Geschichte durchliest weiß man warum die Autorin diesen Titel gewählt hat. Fazit: Mit „Sträflingskarneval“ hat Frau Eickert wieder einmal eine wunderbare Geschichte erdacht, umgesetzt und ausgearbeitet. Der Leser wird in die Story rund um Ryan und Aiden gezogen und so lange nicht losgelassen bis das letzte Blatt gelesen ist Die Autorin versteht es außerordentlich gut ihren Charakteren Leben einzuhauchen und so die Leser in ihren Bann zu ziehen. Was für mich persönlich auch sehr wichtig ist, ist, dass man die Handlung des Buches nachvollziehen können muss und das ist bei „Sträflingskarneval“ .. obwohl es Fantasy ist .. der Fall. Man merkt, dass sich die Autorin Gedanken um ihre Geschichte gemacht hat und es ihr wichtig ist diese bis ins kleinste Detail zu planen bzw. auszuarbeiten.

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    widder

    widder

    Für diese Rezension habe ich mich jetzt extra angemeldet. Das Buch verdient die nötige Anerkennung. Noch nie war ich von einem Buch einer doch eher unbekannten Autorin so begeistert wie von Sträflingskarneval. Alles ist durchdacht und aufeinander abgestimmt. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl und mit einer ganzen Palette von Gefühlen hat mich die Autorin Annette Eickert in ihr Buch gezogen und erst am Ende wieder freigegeben. Der Inhalt ist ein wenig außergewöhnlich, aber grandios. Immer wenn man denkt, jetzt kommt das oder das, überrascht die Autorin mit einer ganz neuen Wendung und hält die Spannung auf einem hohen Level. Für tolle Lesestunden erhält das Buch von mir die volle Bewertung.

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    Annette Eickert

    Annette Eickert

    27. August 2012 um 14:44
  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    rihaij

    rihaij

    26. August 2012 um 20:49

    Meine Meinung: Das Cover finde ich sehr ansprechend, besonders die Farbgestaltung, die Dynamik und die gefesselten Hände, die zum Titel passen. Worüber man zwangsläufig bei diesem Fantasyroman natürlich stolpert, ist eben der Titel, dessen Bedeutung eine andere ist, als es das Wort Karneval in der heutigen Zeit impliziert. Nicht fröhlich ausgelassenes Treiben, sondern Folterung eines Sträflings. Genau um diese geht es auch im ersten Teil des Buches, dennoch wirkt der Titel ein wenig irreführend, denn dieser Roman hat sehr viel mehr zu bieten. Die alten Gesetze des Druida Lovo, eines geheimen Ordens, dem der Protagonist Ryan angehört, werden wiederbelebt, um die Beteiligten eines Verrats zu bestrafen. Zu diesen gehört auch Ryans ehemaliger, verhasster Mitschüler Aiden, dessen Beteilung an dem Überfall bereits in der Gerichtsverhandlung Fragen nach dessen tatsächlicher Schuld aufwirft. In dieser Verhandlung wird sowohl Ryan als auch seiner Freundin Kimberley rasch klar, dass das Oberhaupt des Ordens andere Ziele verfolgt und mit der Wiederherstellung des alten Gesetzes, Willkür Tür und Tor geöffnet werden. Die grausamen Auswirkungen erleben sie, als Aiden und andere Sträflinge zur Strafarbeit auf der Internatsinsel eingesetzt werden und sie erfahren, dass der Aufseher Smith sich an Aiden vergeht. Spätestens ab diesem Moment verändern sich Ryans Gefühle dem anderen Jungen gegenüber und er versucht ihm zu helfen. Dabei kommen sie sich näher und es entwickelt sich eine Beziehung zwischen ihnen. Stück für Stück offenbart sich den Freunden Kimberley, Ryan, Aiden und Gillean, Kimberleys Freund, ein Geheimnis, hinter das auch das Oberhaupt des Ordens Hinthorne kommen möchte. Dabei geht es um einen immens wichtigen Schatz, für den sowohl Hinthorne als auch sein Helfer Smith bereit sind, über Leichen zu gehen. Der Einstieg in die etwas komplizierten Zusammenhänge erfolgt über die Gerichtsverhandlung, bei der die Ereignisse, des Überfalls und Verrats aufgedeckt werden. Was der Orden selbst ist und was ihn zu einem derartige Geheimbund macht bleibt dabei schwammig und wird auch erst ganz am Ende des Buches klar. Daher fällt es teilweise schwer zu verstehen, warum die Jugendlichen, in unserer Zeit und mit unseren Moralvorstellungen lebend, sich gegen die Ausführung des mittelalterlichen Strafmaßes nicht zur Wehr setzen und selbst als es offensichtlich zu unnötigen Grausamkeiten kommt, keine Hilfe von außerhalb der Insel des Ordens holen. Zwar wird später öfter angedacht, die Polizei zu holen, es kommt jedoch nie dazu. Mir fehlte hierfür ein wenig das Verständnis und Civilcourage, die der Charakter Ryan jedoch durchaus hat, als er sich persönlich für Aiden einsetzt. Die beginnende Beziehung der beiden ist sehr einfühlsam und glaubwürdig. Aidens Trauma durch den Missbrauch wird nur angedeutet. Sehr schön ist die Freundschaft der vier Jugendlichen beschrieben, die sich bemühen, Aiden zu helfen und hinter die Beweggründe Hinthornes zu kommen. Dieser ist der Drahtzieher hinter den Grausamkeiten und Intrigen, die er durch Peter Smith ausführen lässt. Dieser Charakter des Smith kommt mir hingegen zu schablonenhaft herüber: Er ist nicht nur im Aussehen unsympathisch, sondern jede seiner Handlungen von sinnloser Gewalt geprägt. Er könnte gut und gerne ein Schild: „Ich bin der Böse“ tragen, das erscheint mir persönlich zu eindimensional, macht es aber natürlich leicht, ihn zu hassen. Die Vielzahl an Figuren erschwert es zunächst, dem eigentlichen roten Faden zu folgen, der zu einer sehr spannenden, höchst komplexen Handlung gehört. Sehr positiv sind mir die Ortsbeschreibungen aufgefallen und die Verbindungen, die zwischen dem Druida Lovo und anderen historischen, wie mystischen Ereignissen und Organisationen gezogen wird. Viele Erklärungen erfolgen in langen Dialogen, was mich persönlich teilweise gestört hat. Ich hätte sie mir mit mehr Handlung verflochten gewünscht. Schwierig ist zudem dabei der häufige Perspektivenwechsel. Folgt man am Anfang noch Ryan, so springt die Perspektive zwischendurch zu Aiden und auch zu Kimberley. Später dann noch zu vielen weiteren Charakteren, sogar zu Hinthorne, der damit seine Geheimnisse dem Leser höchst persönlich offenbart. Das empfinde ich als etwas ungeschickt. Hier hätte der Wechsel zwischen Ryan und Aiden vollauf genügt. Besonders schwierig ist dieser Wechsel in der überaus spannenden und aktiongeladenen Schlusssequenz, wo die Perspektive innerhalb weniger Sätze von Hinthorne zu Gilliean und dann wieder Raoul, zu Aiden, zurück zu Gilliean, zu Aiden und zu Smith springt. Und ja: Ryan fehlt da völlig. Dessen Perspektive verschwindet gegen Ende immer mehr und sogar im Prolog kommen nicht er und Aiden, sondern Gillean und Kimberley vor. Das hinterlässt bei mir ein unbefriedigendes Gefühl, denn für mich waren Ryan und Aiden die Hauptfiguren, gerne hätte ich noch etwas von ihnen erfahren. Ich konnte beim Lesen meinen eigenen Überarbeitungsmodus nicht ganz ausschalten und so fielen mir viele Wortwiederholungen, gelegentliche Chatsprache und unnötige Füllwörter neben einigen Rechtschreibfehlern auf. Dies tat der an sich spannenden und erzählenswerten Story keinen Abbruch, hemmte nur den Lesefluss. Ein sehr großer Pluspunkt ist die Liebesgeschichte zwischen Ryan und Aiden, die völlig selbstverständlich integriert ist und die ich gerade dadurch als besonders gelungen empfinde. Es gibt zwar ein kurzes Problem mit dem Coming Out, bei dem Aidens Vater überraschend schnell einsichtig ist und auch Ryans Gefühle sind erstaunlich frei von Zweifeln, die man durchaus erwarten würde, wenn ein Jugendlicher erkennt, dass er sich in einen anderen Jungen verliebt. Alles in allem jedoch dominiert diese Liebe die Story nicht, sondern gehört einfach selbstverständlich dazu und genau das finde ich bemerkenswert gelungen. Fazit: Eine lesenswerte Fantasystory, die zwar erst gegen Ende mystischer wird, deren Charaktere jedoch interessant, der Handlungsverlauf gut angelegt und deren Grundidee sehr faszinierend ist. Die Ausführung und Szenenauswahl hätte ich mir ein wenig gelungener gewünscht, dennoch eine spannende Lektüre mit einer wunderbar selbstverständlichen Liebe zwischen zwei Jungs.

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    blackcatty

    blackcatty

    25. August 2012 um 22:06

    Reinzufällig kam ich zu diesem Buch und ich bereue es nicht es gelesen zu haben. Begeisterung von Anfang bis zum Ende. Um was geht es: Sträflingskarneval ist eine zeitgenössische Geschichte über vier junge Menschen, die ihren Platz im Leben finden müssen und dabei über geheimes Wissen aus der Gegenwart und der Vergangenheit stolpern. Gemeinsam kommen sie dem Großmeister des Druidenordens Druida Lovo auf die Schliche, der mehr im Sinn hat, als nur die alten Riten des Ordens vor der Modernen Welt zu wahren. Meine Meinung: Zu viel möchte ich nicht über diese Geschichte verraten, die sollte jeder Leser für sich selbst erkunden. Von Anfang an ist man mitten im Geschehen, was mir sehr gut gefallen hat. Nach und nach offenbart die Autorin Annette Eickert dem Leser, was geschehen ist und webt die Welt der vier Hauptcharaktere darin geschickt weiter. Rätsel und Geheimnisse werden gelüftet und man erhält einen tollen Einblick in das Leben von Ryan Tavish und seinen drei Freunden Aidan, Kimberly und Gillean. Ebenso die zärtliche Liebesbeziehung zwischen Ryan und Aidan, ohne das es kitschig, provozierend oder störend wirkt. Eine tolle, romantische Liebe verpackt zwischen Intrigen und Mord. Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und detailreich, die Szenen hat man dabei bildlich vor Augen. Zwei Dinge möchte ich ganz besonders hervorheben. Annette Eickert ist es gelungen manche gewalttätigen Szenen so zu schreiben, dass man genau weiß was geschehen ist, aber es wurde nie beschrieben. Sie bringt den Kern der Sache direkt zum Punkt und lässt den Leser zittern und erhöht die Spannung. So etwas habe ich bisher selten erlebt. Als Zweites möchte ich die Autorin für ihre mystischen Elemente loben. Die Fantasy des Lesers kann selbst auf Reisen gehen und wird nicht stur in die Fantasy der Autorin beschränkt. Fazit: Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann. Fantasy, Mystik und Thriller verpackt in ein abenteuerliches, spannendes Erlebnis mit viel Gefühl und der richtigen Portion Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    Buchbahnhof

    Buchbahnhof

    13. August 2012 um 06:57

    Annette Eickert schafft es, mit Sträflingskarneval einen Mystery-Thriller zu schaffen, die mich in ihren Bann ziehen konnte. In meinen Augen ist es mehr Thriller als Mystery, aber das tat der ganzen Sache keinen Abbruch. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund... ähm... die Schreibfeder und Kampf, Gewalt und Niedertracht kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Die Geschichte liest sich flüssig und schnell. Die entstehende Freundschaft zwischen den jungen Leuten wird schön dargestellt. Mit Ryan hatte ich zu Beginn meine Probleme. Einerseits konnte ich nachvollziehen, dass er wegen des Mordes an seinem Großvater wütend ist, andererseits war er für meinen Geschmack zu unnachgiebig, zu hasserfüllt. Er war mir einfach unsympathisch. Schön dargestellt ist dann aber die Geschichte, wie Ryan langsam aber sicher erkennt, dass es wichtig ist, sich für andere einzusetzen und dass er dies auch tut, ohne Angst vor den Konsequenzen zu haben. Schnell wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte um Ryan und Adain weitergeht. Adain gefiel mir von Beginn an total. Auch wenn man erfährt, dass er vor seiner Verhaftung ein Snob war, der auf jeden herab geblickt hat, so hat man zunächst großes Mitleid mit ihm und gewinnt ihn schnell lieb. Sträflingskarneval ist eine Geschichte, die zu fesseln weiß. An der einen oder anderen Stelle hätte man tiefer in die Gefühlswelt der Hauptpersonen, sowie in die Geheimnisse es Ordens einsteigen können, um den Leser noch mehr in den Bann der Geschichte zu ziehen. Was mich an dem Buch stört ist, dass ich auch nach dem Lesen des Buches immer noch nicht wirklich weiß, was dieser Druidenorden nun eigentlich ist, tut und will. Da hätte ich mir doch etwas eher Erklärungen gewünscht, worum es eigentlich geht. Warum ist man da Mitglied, was bringt es einem da Mitglied zu sein, welche Ziele hat der Orden? Genauso geht es mir mit ihren Gegenspielern, den Formori. Wer sind sie und was wollen sie? Ein paar mehr Erklärungen hätten hier gut getan, da es so doch für den Leser sehr oberflächlich bleibt, warum diese ganze Geschichte/ der Kampf stattfindet. Das Buch bekommt von mir gute 3 Federn. Wer Thriller mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen, man sollte allerdings nicht zu zartbesaitet sein.

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    Kanya

    Kanya

    16. July 2012 um 19:18

    Die Geschichte: Dieses Buch erzählt die Geschichte von Ryan und seines Ordens der Druida Lovo. Seit Jahrhunderten versuchen die Wiedersacher des Ordens, die Formori, an die Geheimnisse des Ordens zu gelangen. So starten sie einen Angriff auf den Orden und töten dabei Ryans Urgroßvater, der auch gleichzeitig das derzeitige Oberhaupt des Ordens ist. Aidan, Ryans Mitschüler, wird als Mittäter unter der Führung seines Vaters zu harter Strafarbeit verurteilt und muss fortan als Sklave leben. Der neue Großmeister hat für seine Zwecke extra die alten Gesetze des Ordens aus dem 12. Jahrhundert wieder in Kraft gesetzt. Ryan, der zuerst Aidan die Schuld an allem gibt, merkt schnell, dass dieser nicht der wahre Übeltäter ist und setzt sich trotz früherer Feindschaft für ihn ein. Zusammen mit seinen Freunden Kimberly und Gillean versucht er hinter die Geheimnisse zu kommen und so geraten die Vier ins Visier des neuen Großmeisters, der weder vor Mord, Folter, noch Lügen und Intrigen zurückschreckt. Das ganze Buch spielt überwiegend in Irland und zeigt sehr detailliert die Umgebung und auch der Orden wird sehr gut beschrieben, so dass ich schnell in die Geschichte reingekommen bin. Ich liebe Irland und von daher ist das Buch genau nach meinem Geschmack. Es ist insgesamt spannend geschrieben und sehr rätselhaft. Von Beginn an hatte ich viele Vermutungen und war permanent am miträtseln, aber dennoch gab es immer wieder überraschende Wendungen und Aspekte, so dass die ganze Handlung sehr fesselnd ist. Der ganze Plot wirkt gut durchdacht und nachdem alles aufgeklärt ist auch sehr logisch. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass zwischen Aiden und Ryan eine zarte Liebesbeziehung entsteht. Eine homosexuelle Beziehung ist in Büchern doch eher selten und bestimmt auch nicht einfach darzustellen. Doch Annette Eickert ist das wunderbar gelungen und gerade der Umschwung vom Erzfeind, zu der Beschützerrolle und dann schließlich zum Partner hat mir sehr gut gefallen. So ist die Geschichte insgesamt auch sehr originell und bietet eine gute Unterhaltung. Die Protagonisten: Mit Ryan bin ich am Anfang nicht so ganz warm geworden. Zwar konnte ich seine Wut wegen des Mordes an seinem Urgroßvater nachvollziehen, dennoch hat mir irgendwie der Bezug zu ihm gefehlt. Er wirkt zu Beginn einfach unnahbar und erst nachdem er sich für Aiden eingesetzt hat, bin ich so richtig warm mit ihm geworden. Ab da konnte ich mit ihm mitfiebern und er ist mir richtig ans Herz gewachsen. Aus Aiden bin ich am Anfang nicht so wirklich schlau geworden, aber nach und nach wurde er mir sympathisch und insgesamt hat er das Buch zu etwas besonderem gemacht. Insgesamt sind alle Protagonisten sehr gut und detailliert ausgearbeitet und die Enwticklung der Einzelnen, gerade von Ryan, hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen. Die Geschehnisse werden aus verschiedenen Perspektiven geschildert (personaler Erzähler). Das war zeitweise etwas verwirrend, hat aber auch die Gefühle der Einzelnen gut verdeutlicht. Der Spannungsbogen verlief erst recht flach, aber zum Schluss baut er sich deutlich auf und führt zu einem spannenden und auch interessantem Finale. Allerdings ist mir der eine oder andere Rechtschreibfehler aufgefallen, der aber meinen Lesefluss nicht gestört hat. Das Cover/der Buchtitel: Das Cover wirkt mystisch und zeigt unter anderem gefesselte Hände, was sehr gut zu Aidens Situation passt. An sich ist es ein echter Blickfänger. Den Titel finde ich etwas unglücklich gewählt, da viele Leser bei dem Begriff Karneval erst mal an etwas ganz anderes denken würden, als es tatsächlich in dem Zusammenhang bedeutet, da der Begriff rein gar nichts mit Fasching zu tun hat. Fazit: Insgesamt handelt es sich bei Sträflingskarneval um ein spannendes Buch der etwas anderen Art. Es hat mir schöne Lesestunden bereitet.

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  • Rezension zu "Sträflingskarneval" von Annette Eickert

    Sträflingskarneval
    Luminchen

    Luminchen

    12. July 2012 um 09:45

    Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr!!!) Ryan besucht mit seinen Freunden ein abgeschiedenes Internat auf einer Insel. Die Besonderheit dieses Internates ist es, dass es den Mitgliedern eines alten Druidenordens, den Druida Lovo vorbehalten ist. Ryans Urgroßvater war der Großmeister dieses Ordens bis er bei einem verehrenden Angriff durch die Datla Temelos ums Leben gekommen ist. Im Zuge dieses Angriffs wurden auch weitere Ordensmitglieder und Schüler des Internates verletzt und sogar getötet und auch das Schulgebäude trug schweren Schaden davon. Die Hauptverantwortlichen dieses Angriffs konnten festgenommen werden und werden nun ihrer Strafe zugeführt. Hierzu setzt der neue Großmeister der Druida Lovo neue Gesetzte außer Kraft und führt die alten Druidengesetzte wieder ein. Sein vorrangiges Ziel ist es noch mehr Macht zu erlangen und dazu benötigt er einen verborgenen Wegweiser der sich in einem alten Gesetzestext verbergen soll. Ryan muss als Zeuge bei einer Gerichtsverhandlung gegen einen ehemaligen Mitschüler zusehen und erkennt mit Hilfe seiner Freundin Kimberly schließlich, dass der neue Großmeister die alten Gesetze nutzt um furchtbare Strafen an den Schuldigen zu verhängen. Ryans ehemaliger Klassenkamerad Aiden wird zur Strafarbeit verurteilt und muss unter schlimmsten Bedingungen beim Wideraufbau des beschädigten Schulgebäudes helfen. So werden Ryan und Kimberly mehrmals Zeugen wie Aidan vom Oberaufseher Smith gequält, geschlagen und misshandelt wird…bis es schließlich zu einer heftigen Auseinandersetzung deswegen zwischen Ryan und Smith kommt. Fortan „darf“ Aidan seine Strafarbeit in der Küche des Internats abarbeiten. Er und Ryan werden Freunde und schließlich sogar ein Paar. Gemeinsam mit ihren Freunden versuchen sie die dunklen Pläne des neuen Großmeisters zu verhindern und als es so aussieht als würde sich endlich alles zum Guten wenden schlägt der Großmeister wieder zu und das Leben von Ryan und seinen Freunden steht auf dem Spiel. Denn sie wollen um jeden Preis verhindern, dass der Großmeister an das Geheimnis um den versteckten Wegweisers herankommt. Meine Meinung Cover Das Cover des Buches ist in mystischen, dunklen Farben gehalten. Im unteren Teil des Covers ist eine Person, in nachdenklicher Haltung zu sehen. Im oberen Teil sind gefesselte Hände angedeutet die von Blitzen umgeben sind. Das Cover passt auf jeden Fall sehr gut zum Buch und seiner Geschichte ist mir aber zu "detailreich"...ich mag schlichtere Cover lieber. Protagonisten Mit den Protagonisten, allen voran Ryan, wurde ich anfänglich nicht besonders warm. Sie blieben mir gefühlsmäßig fern und konnten mich nicht berühren…ich konnte einfach keinen richtigen Bezug zu Ihnen und ihrem Leben herstellen. Woran das aber letztendlich gelegen hat kann ich gar nicht sagen… Sowohl Ryan als auch Kimberly waren mir nicht direkt unsympathisch aber sie konnten mich emotional einfach nicht sofort berühren. Dazu brauchte es wirklich einige Stunden des Lesens bevor ich mich gefühlsmäßig mit ihnen verbunden fühlen konnte. Der Funke sprang bei mir über als Ryan sich das erst Mal ganz offen und bewusst für die Rechte von Aiden eingesetzt hat….hier wurde er mir „menschlich“. Ab da mochte ich ihn und seine Überzeugung wirklich sehr gerne. Allerdings hätte ich mir an vielen Stellen noch viel tiefere Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten gewünscht….sowohl in die von Ryan, als auch in die von Aidan, Kimberly und Gideon. Die erste Liebe, das Eingehen von Beziehungen stellt in dieser Geschichte für mich einen wesentlichen Inhaltspunkt dar. Zum einen verliebt sich Kimberly, also auch Ryan. Er und Aidan gehen eine homosexuelle Beziehung miteinander ein. Was mich etwas erstaunt hat war wie dies hier in der Geschichte behandelt wurde. Ich meine Ryan ist gerade 17 Jahre alt…also noch voll in einem Alter in dem Jugendliche ihre Rolle in der Gesellschaft, ihre Persönlichkeit suchen und oftmals noch von Unsicherheiten,etc. geplagt werden. Dennoch gab es keine Sekunde der Verwirrung, der Unsicherheit oder des Zweifels als er festgestellt hat, dass seine sexuelle Neigung demselben Geschlecht zugewandt ist. Dieser Umstand hat mich etwas verwirrt….denn ich finde das etwas unrealistisch….eben gerade in diesem Alter in der der Protagonist seine Neigung zum ersten mal entdeckt. Geschichte Bei Sträflingskarneval handelt es sich laut Cover um einen Mystery-Thriller! Mir war aber etwas zu wenig an mystischen Inhalten in der Geschichte vorhanden. Man erfährt meines Erachtens zu wenig über den geheimnisvollen Druidenorden der Druida Lovo sondern liest viel an Alltäglichkeiten des 21. Jahrhunderts. So erfährt man wohl das Ryan einem geheimen Orden angehört und deshalb dort das Internat besucht…allerdings spürt man von der Mystik im Alltagsleben des Ordens kaum etwas. Auch erfährt man als Leser allgemein ziemlich wenig über die Druida Lovo…was es mit dem Orden genau auf sich hat, wie er entstanden ist, worin er seine Aufgabe sieht etc. es bleibt relativ ungenau. In Bezug auf den geheimen Wegweiser bleiben auch hier die Informationen meines Erachtens zu Wage und Ungenau. Ich habe mir daher allgemein etwas schwer getan in die Geschichte hineinzufinden. Besondere Probleme hatte ich damit mir eine Geheimgesellschaft in der heutigen Zeit vorzustellen. Ich meine hier werden drakonische und babarische Strafen durchgesetzt; es gibt ein Höllen-Gefängnis das den Tod der meisten Gefangenen bedeutet etc.….und das alles unbemerkt und ungesehen von der „normalen“ Weltbevölkerung, der Regierung etc.?! Vielleicht war es dieser Umstand der es mir so schwer gemacht hat mich von Beginn an in der Geschichte wohl zufühlen. Der Spannungsbogen der Geschichte ist leider ziemlich weit hinten im Buch angesiedelt. Die ersten Beiden Drittel des Buches legen ihr Hauptaugenmerk darauf vor allem die Zwischenmenschlichen Angelegenheiten der Protagonisten zu beleuchten. Dies ist zwar schön zu lesen da man mehr über die Protagonisten erfährt, teilweise dadurch aber auch etwas langatmig und zäh. Richtig Fahrt nimmt die Geschichte dann im hinteren Drittel auf. Die Spannung steigt unaufhörlich und gipfelt schließlich in einem spannenden Finale und bringt die Geschichte zu einem „runden“ Abschluss bei dem man wohlwollend auf die Geschichte zurückblicken kann. Schreibstil Der Schreibstil von Anette Eickert ist gut zu lesen…er ist einfach gehalten aber trotzdem bildhaft. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Hiermit tat ich mir teilweise etwas schwer. Denn die Wechsel oftmals mitten in den einzelnen Kapiteln. In einem Moment denkt oder fühlt einer der Protagonisten etwas und in der nächsten Zeile liest man aber schon wieder über die Gefühle / Gedanken des nächsten Protagonisten. An solchen Stellen kam ich dann auch mal ins Stolpern und musste diese Passagen noch einmal lesen um alles den richtigen Protagonisten zuordnen zu können. Fazit Was ich mir im Nachhinein nicht im Klaren bin ist zu was für einem Genre ich das Buch den nun zuordnen würde? Krimi? Thriller? Jugendbuch? Es hat ein bisschen was von allem ist aber meiner Meinung nach nicht eindeutig in eine Nische zu packen! Ich tat mir anfänglich schwer Zugang zu den Protagonisten und der Geschichte zu bekommen…als ich diese Hürde jedoch überwunden hatte gefiel mir die Geschichte gut. Vorallem fand ich den letzten Drittel mit seinem spannenden Finale sehr gut umgesetzt…hier hätte die Geschichte gerne noch länger sein dürfen. Generell entsprach das Buch aber nicht ganz meinem Lesegeschmack…auch wenn die Geschichte sicherlich viel Potential hat und anderen Lesern bestimmt absolut zusagen wird. Was ich noch anmerken möchte ist, dass das Buch leider auf sehr dünnes Papier gedruckt wurde was etwas störend auf mich wirkte da das Buch beim Lesen und umblättern wirklich leidet und schnell mitgenommen aussieht.

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