Annette Freudling

 4.3 Sterne bei 8 Bewertungen
Autorin von Meerzahl, Stille Zeit im Alltag 2 und weiteren Büchern.
Annette Freudling

Lebenslauf von Annette Freudling

Annette Freudling, Jahrgang 1970, wuchs in Wilhelmshaven auf, mit jeder Menge Nordsee um sich herum. Seit dem Studium an der Uni Bremen setzt sie sich mit Schreiben, Text und Sprache auseinander. Ihr neuer Roman "Meerzahl" lotet auf tragikomische Weise das Thema ungewollte Kinderlosigkeit aus. Bislang veröffentlichte die gelernte Journalistin den Bremen-Krimi „Blindgänger“ (2005) und gewann zwei Kurzgeschichten-Wettbewerbe. Heute lebt sie an der Wümme im Landkreis Verden. Mehr über die Autorin unter www.grundsaetzlich-lektorat.de.

Alle Bücher von Annette Freudling

Annette FreudlingMeerzahl
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Meerzahl
Meerzahl
 (8)
Erschienen am 13.04.2017
Annette FreudlingBlindgänger
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Blindgänger
Blindgänger
 (0)
Erschienen am 01.09.2005
Annette FreudlingStille Zeit im Alltag 2
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Stille Zeit im Alltag 2
Stille Zeit im Alltag 2
 (0)
Erschienen am 01.09.2009

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Annette Freudling

Neu
abetterways avatar

Rezension zu "Meerzahl" von Annette Freudling

Meerzahl
abetterwayvor einem Jahr

Inhalt:
"An meinem Geburtstag könnte ich im Bett bleiben, als hielten die Wellen der Nordsee mich dort fest. Ich könnte Rotwein trinken, heikel und bis über beide Ohren destruktiv.« Mit Tiefdruckgebieten kennt Hannah sich aus: Schon am Tag ihrer Geburt standen die Zeichen auf Sturm, und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Zwar hat Viktor, der Tischler, etwas Stabilität in ihr Leben gebracht. Aber die ersehnte Schwangerschaft lässt auf sich warten, die Kinder­wunschbehandlung verschlingt das letzte Geld. Kann aus­gerechnet ein exzentrischer Architekt die Zukunft des Paares retten? Und wohin führt Hannahs sonderbare Affinität zum Meer? »Meerzahl« ist eine tragikomische Geschichte um Familie, Beziehung und das Gegenteil von guter Hoffnung."

Meinung:
Mit gefällt das Buch sehr sehr gut, die Autorin schafft es einen auf der Gefühlsebene zu erwischen und das Buch in einem rutsch zu lesen...dies spricht vor allem für den tollen Schreibstil den die Autorin benutzt.
Wirklich ein sehr tolles Buch welches ich sehr gerne wieder in die Hand nehme.

Fazit:
Ein sehr gefühlvolles Buch welches man einfach lesen musst.

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kruemelmonster798s avatar

Rezension zu "Meerzahl" von Annette Freudling

Tiefdruckgebiet...und manchmal ist einfach kein Hochdruckgebiet ins Sicht
kruemelmonster798vor einem Jahr

Ich habe etwas verspätet mit dem Lesen begonnen, da ich Bücher mit ernstem Hintergrund eigentlich lieber während eines Tiefdruckgebiets lese, damit ich mich bei Schmuddelwetter dem Weltschmerz voll und ganz hingeben kann. Unter einem langanhaltendem Hochdruckgebiet funktioniert das irgendwie nicht.

Aber einmal angefangen habe ich das Buch tatsächlich in einem Rutsch ausgelesen.

Das Leben von Hannah und Viktor, das von einem unerfüllten Kinderwunsch dominiert wird, wird gefühlvoll geschildert. Trotz aller Tragik war es leicht zu lesen  und mit einer Brise Humor versehen, das hat mir sehr gefallen (beispielsweise das Sofa Moby Dick oder Wortneuschöpfungen wie Hummeltennis).
Meine Lieblingsszene war die rund um die TCM Behandlung, wunderbar geschildert!

Mit Rückblenden erfährt man dann auch noch etwas aus der Vergangenheit der beiden Hauptdarsteller.
Lange Schachtelsätze, die beim Lesen stören, sind mir nicht aufgefallen, ich fand es sehr flüssig und leicht zu lesen.

Mein Fazit: Leseempfehlung, auch unter Hochdruckeinfluss!

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petrahillebrands avatar

Rezension zu "Meerzahl" von Annette Freudling

Meerzahl - Ein gefühlsbetonter Roman der besonderen Art
petrahillebrandvor einem Jahr

Zum Glück gibt es sie noch; die Bücher, die anders sind und die einem schon allein deshalb in Erinnerung bleiben, weil sie sich abheben durch ihre lyrische Sprache.

Aber nicht nur deshalb hat "Meerzahl" mich in seinen Bann gezogen. Es ist die Mischung, wie die Autorin Situationen und Dinge beschreibt, die man eigentlich nicht beschreiben kann.

Mir gefällt, wie sie sich auf die Gefühlsebene der Protagonisten einlässt, wodurch sie auch der Schwere des Themas gerecht wird. Gleichzeitig bewahrt sie ihre Leser und Leserinnen davor, sich überrollt zu fühlen, indem sie zum Ausgleich eine Prise Humor in das Denken der Ich-Erzählerin streut, aber auch mit feinen Dialogen unterhält.

Ich könnte mehr über das Buch und dessen Inhalt schreiben, will aber nichts vorwegnehmen oder gar zerreden. Hier eine meiner Lieblingsstellen, die vielleicht mehr aussagen, als ich es je könnte.

"Nach dem Mittagessen setzte ich mich in den Garten und malte die Ansicht unseres Hauses. Der Holunderbusch geriet mir zu groß, die alte Klappliege sah aus, als sei sie in den Rasen eingegraben, das Dach saß schief auf den Mauern und die Schrägfenster im oberen Stock erinnerten an Schießscharten. Das machte nichts. Ich betrachtete mein Bild, und ich wusste, dass in dem Haus aus Aquarellfarbe ein Mädchen lebte, ein Mädchen mit den Haaren ihrer Mutter und den Augen ihres Vaters: ein Mädchen wie ich, nur zufriedener."

Wem diese Stelle gefällt, der wird noch viele andere finden, die ihn ansprechen. So auch ich. Und deshalb werde ich dieses Buch noch einige Male lesen - und sei es auch nur, um als Autorin davon zu lernen.

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Gespräche aus der Community

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Annette_Fs avatar

Verlosungs-Endspurt! Mein Verlag, die Edition Falkenberg, hat zehnmal ein Exemplar meines neuen Romans "Meerzahl" zur Verfügung gestellt. Euch erwartet eine tragikomische Geschichte um Familie und Beziehung, geschildert aus der Perspektive einer erfrischend unvollkommenen Ich-Erzählerin.

Gewinnfrage: Welcher Meertyp bist Du?

Ich freue mich auf Eure Posts. Wer bis Freitag, 2. Juni, mitmacht, kommt in den Verlosungstopf.

Klappentext: Mit Tiefdruckgebieten kennt Hannah sich aus: Schon am Tag ihrer Geburt standen die Zeichen auf Sturm, und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Zwar hat Viktor, der Tischler, etwas Stabilität in ihr Leben gebracht. Aber die ersehnte Schwangerschaft lässt auf sich warten, die Kinderwunschbehandlung verschlingt das letzte Geld. Kann ausgerechnet ein exzentrischer Architekt die Zukunft des Paares retten? Und wohin führt Hannahs sonderbare Affinität zum Meer?

Zur Buchverlosung
Annette_Fs avatar

In jungen Jahren war mein Vater eine auffällige Erscheinung: eine Art menschlicher Kleiderschrank mit Haaren im Farbton von Strandhafer und ungleichen Augen: eins blauer, eins brauner. Im Alter von 26 Jahren stieg Henry an einem Sonntag in Kiel in den Zug und ergatterte den letzten Platz in einem Sechser-Abteil. So kam er zwischen einer 90-Jährigen und einer jungen Brünetten zu sitzen, die in einem Schnittmuster-Heft blätterte. Die Brünette, die den Fensterplatz innehatte, rückte soweit es ging von meinem Vater ab und konzentrierte sich auf die Nähanleitung für ein Bolero-Jäckchen, wodurch sie meinen Vater derart reizte, dass er aus Boshaftigkeit ein Gespräch mit der alten Dame anfing.

Wohin sie denn wolle, fragte mein Vater.

Sie verstehe nicht, schrie diese zurück. Sie sei ein wenig schwerhörig. Ob der junge Mann vielleicht ein bisschen lauter sprechen könne?

Wohin sie denn wolle, dröhnte mein Vater der Frau ins Ohr. Laut zu sprechen machte ihm nichts aus. Weil er in Schiffsbäuchen arbeitete, war er den Umgang mit hohen Dezibel-Zahlen gewohnt. Und so trompeteten die alte Dame und er sich Informationen über die Wetterlage zu, über Abfahrtsort, Anschlusszüge und Zielbahnhof. Schließlich landeten sie bei der Familie.

Sieben Enkel und zwei Urenkel, schrie das Mütterchen, aber da werde er sicher auch hinkommen, ein so gutaussehender Junge wie er. Ob er denn schon verheiratet sei?

„Durchaus“, schrie mein Vater, „aber nicht mit einer Frau.“

Bis zu diesem Punkt hatten die Reisegenossen noch versucht, über die doch recht öde Unterhaltung hinwegzuhören. Jetzt hatte mein Vater ihre gesammelte Aufmerksamkeit.

Die Oma schien etwas verunsichert, ging dann aber von einem Hörfehler aus. Verheiratet, das sei gut. Und Kinder?

Nein, versicherte mein Vater. Keine Frau, keine Kinder.

Das verstehe sie nicht, befand das Mütterchen, nun deutlich irritiert. Was sei er denn nun? Verheiratet oder nicht?

„Verheiratet“, schrie mein Vater. „Mit einem Dieselmotor. Ich bin Schiffsmechaniker.“

Rechts von meinem Vater versuchte die distanzierte Brünette, ihre Atmung zu kontrollieren. Mein Vater schielte auf sie hinunter. Er stellte fest, dass die Zeitschrift, die sie so angestrengt las, falsch herum auf ihrem Schoß lag. Außerdem bemerkte er, dass sie dichte Wimpern hatte und dass ihre Oberlippe sich beim Lächeln an einer ungewöhnlichen Stelle nach oben zog. Er beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen. Das war 1963. 

Zum Thema
Annette_Fs avatar
Willkommen zur Premierenlesung in Bremen: Am Montag, 15. Mai, stellt Annette Freudling ihren neuen Roman "Meerzahl" dem Publikum in der Villa Ichon vor. Beginn: 19.30 Uhr. Moderation: Elke Marion Weiß. Musikalische Begleitung: Franziska Meyer. Der Eintritt ist frei.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Annette Freudling im Netz:

Community-Statistik

in 14 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

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