Annette Großbongardt

 4.2 Sterne bei 32 Bewertungen
Autorin von Jesus von Nazareth, Leben im Mittelalter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Annette Großbongardt

Annette Großbongardt, geboren 1961 in Gießen, studierte Romanistik und Germanistik. Sie begann ihre journalistische Laufbahn bei der «Frankfurter Neuen Presse» und der Nachrichtenagentur AFP. Seit 1994 arbeitet sie für den «Spiegel», zunächst als Redakteurin im Deutschlandressort, dann von 1998 bis 2005 als Korrespondentin in Jerusalem und bis Ende 2007 in Istanbul. Zur Zeit lebt sie mit ihrer Familie in Stuttgart.

Alle Bücher von Annette Großbongardt

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Jesus von Nazareth

Jesus von Nazareth

 (6)
Erschienen am 12.11.2012
Leben im Mittelalter

Leben im Mittelalter

 (5)
Erschienen am 16.11.2015
Die Bibel

Die Bibel

 (4)
Erschienen am 13.11.2017
Das Ende des Lebens

Das Ende des Lebens

 (3)
Erschienen am 09.04.2013
Jerusalem

Jerusalem

 (3)
Erschienen am 10.08.2011
Die Staufer und ihre Zeit

Die Staufer und ihre Zeit

 (3)
Erschienen am 04.11.2010
Leben im Mittelalter

Leben im Mittelalter

 (2)
Erschienen am 13.10.2014

Neue Rezensionen zu Annette Großbongardt

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CocuriRubys avatar

Rezension zu "Das Ende des Lebens" von Annette Großbongardt

Ein wichtiges Buch
CocuriRubyvor 2 Jahren

Dieses Buch ist im Prinzip eine Ansammlung von journalistischen Texten. Die Autoren wechseln dementsprechend auch pro Kapitel. Soweit ich weiß, wurden diese Kapitel/Texte bereits im „Spiegel“ veröffentlicht. Es ist demzufolge natürlich recht nüchtern und sachlich geschrieben, ohne jeden Kitsch oder gar blumig umschrieben. Es ist eben kein Roman. Trotzdem ist es keineswegs emotionslos in der Wirkung.

Das Buch beschäftigt sich mit dem Thema Tod und alles was damit zusammen hängt – jede Seite wird einmal beleuchtet. Es kommen viele verschiedenste Sichte zu tragen. Von Menschen, mit tödlichen Krankheiten, Angehörigen, Hospiz- und Palliativärzten, Leichenbestatter, Erbrechtler und auch Soldaten oder Polizisten – eben jeder, der mit dem Thema (beruflich) zu tun oder etwas zu sagen haben.

Dabei werden aber auch solche Themen wie Suizid oder Sterbehilfe angesprochen. Das Buch  zeigt auch, dass und wie das Medizinsystem schief läuft.

Es gibt auch (grafisch dargestellt) Umfragen oder Statistiken oder es zeigt auch wie sich der Umgang mit dem Tod im Laufe der Zeit geändert hat oder was für Totenkulturen es in anderen Ländern gibt.
Selbst sachliche Fragen, wie was ist der Unterschied zwischen Hirntod und „echten“ Tod und was für Diskussionen gibt es darüber, wird thematisiert.

Oder wusstet Ihr z.B., dass es einen deutschen Onlinefriedhof gibt? Es gibt in dem Buch zwei Kapitel zum Thema Tod (oder weiterleben) im Internet.

Das Buch wirft aber auch ein paar Fragen auf, die man sich vielleicht nicht immer gerne stellt, weil man den Tod, seinen eigenen Tod, der 100%ig eintreffen wird, gerne bis zum letzten Moment verdrängt, aber die wichtig sind. Mit denen man sich beschäftigen sollte.

Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich z.B. mir noch mal meine Patientenverfügung angesehen und aktualisiert. Einen Organspendeausweis hatte ich vorher bereits und zum Vererben für ein Testament habe ich nichts. Aber das sind Dinge, mit denen man sich beschäftigen sollte und zwar solange es einen noch gut geht und man diese Dinge festlegen kann.

Es zeigt auch auf, wie man so eine Zeit, wenn jemand nahestehender unweigerlich z.B. an einer Krankheit sterben wird, überstehen kann und zwar gut überstehen kann, sodass man gut weiterleben und glücklich dabei sein kann.

In diesem Sinne, finde ich dieses Buch unglaublich wichtig.

Vieler dieser Berichte, handeln aber auch von recht speziellen Fällen und portraitieren nicht zwangsläufig den „Normalfall“. Z.T. wird ein Kapitel auch mal recht pathetisch.

 

Fazit

Der Tod oder das Sterben ist ein Thema, mit denen sich viele nicht gerne auseinander setzen, aber es ist ein Thema mit dem sich jeder beschäftigen sollte, weil es jeden von uns betrifft.

Dafür weckt dieses Buch ein Bewusstsein und leistet vielleicht sogar Hilfestellung.

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Filzblumes avatar

Rezension zu "Leben im Mittelalter" von Annette Großbongardt

Über das wahre Leben im Mittelalter
Filzblumevor 2 Jahren

Klapptext
Durch Burgfeste und Mittelaltermärkte, Romane, Filme und Rollenspiele meinen wir die Welt des Mittelalters gut zu kennen. Doch ist dieses Bild realistisch? Wie lebten die Menschen vor 1000 Jahren wirklich?Aus kargen Resten ist es Historikern gelungen, den Alltag von Adeligen, Mönchen und einfachen Leuten zu erschließen. im vorliegenden Buch stellen SPIEGEL-Autoren zusammen mit renommierten Fachleuten die vielfältigen Aspekte des damaligen Lebens dar: von den Essgewohnheiten und der Kleiderordnung über Architektur und Kunst bis zur Justiz und den ruppigen Methoden mittelalterlicher Medizin. Dabei zeigt sich: So festgefügt der Alltag aussah – im Lauf der Jahrhunderte haben sich die Welt und das Weltbild des Mittelalters doch beträchtlich gewandelt. Denn die ferne Zeit vor 1000 Jahren war zugleich eine Epoche des Aufbruchs.

Ein sehr gut recherchiertes Buch, basierend auf Fakten. Der Alltag der Bauern wird geschildert, anders als in den historischen Romanen. Hier wird nichts verklärt. Die Zeit zwischen 500 und 1500 wird in diesem Buch beleuchtet. Sehr fundiertes Hintergrundwissen, Wie verbreitete sich das Mönchstum und was hat es mit dem Klerus auf sich ? Ritter und Adel, Erfindung des Buchdrucks, Troubadoure,das alles gehörte zum Mittelalter- es gibt so viele Informationen. Figuren wie Till Eulenspiegel- gab es ihn wirklich? - der Mythos hat bis in die heutige Zeit überdauert. Die Geschichte der Hanse fand ich sehr interessant. Dieses Buch liest sich nicht so nebenher. Oft hatte ich das Gefühl ich " schaue" Spiegel Geschicht oder Spiegel Wissen im TV - so fasziniert war ich von den Beiträgen.

Kommentare: 1
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M

Rezension zu "Die Bibel" von Annette Großbongardt

Fachlich versiert und in anregender Breite der Themen
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Fachlich versiert und in anregender Breite der Themen

Rachel Evans hatte es getan. Ein Jahr hatte die Bloggerin (und gläubige Christin) Buchstaben gerecht nach der Bibel gelegt, nur koschere Lebensmittel gegessen, ihren Ehemann mit „mein Meister“ angeredet, auf die vorgeschriebene Kleidung geachtet.

Nicht aus religiösem Fanatismus, sondern als ein Experiment.

Gläubig ist Evans immer noch, aber nicht mehr (falls sie es je war), was den Gedanken an geht, jeder Buchstabe der Bibel wäre von Gott selbst geschrieben und damit ewige Wahrheit, nach der Mensch sich konsequent zu richten hat, will er nicht im ewigen Verderben landen.

Auch solche „Experimente“ und Haltungen moderner Menschen dem „Buch der Bücher“ und vor allem seinem Inhalt gegenüber finden ihren Niederschlag im Buch. Und das nicht zu knapp.

Ebenso wird Ridley Scotts „Exodus“ einer näheren Betrachtung unterzogen oder die Stellung der Psychoanalyse zur Bibel mit ihren vielfachen mythischen Bildern erläutert.

Was nicht zuletzt im Themenbereich „Glauben und Wirklichkeit“ auch im modernen religiösen Dialog (falls dieser stattfindet) genau jenes verbindende Element der drei großen Weltreligionen noch einmal hervorhebt, das nun einmal eine wirklich gute Grundlage für die Suche nach Gemeinsamkeiten wäre: Der „Stammvater“ Abraham.

Dass die Geschichte der Archäologie und der Handschriftenkunde ebenso im Buch ausführlich ihren Platz findet, wie der aktuelle Stand der Wissenschaft zu historischen Entstehung der Bibel und zu manchen ihrer Inhalten versteht sich dabei fast von selbst (hier mehr alttestamentliche „Ur-Ereignisse“).

Als „Glaubensbuch für die Christen“ stehen ebenso die Kernfragen im Mittelpunkt der Darlegung.

Wer die Evangelien geschrieben hat, was es mit er“Jungfrau“ auf sich hat und warum diese zur „weiblichen Hauptfigur“ des Christentums sich entwickelt hat (stilisiert wurde?).

Natürlich erhebt eine solch breit einführendes Werk nicht den Anspruch auf tiefste wissenschaftliche Forschung in sich selbst, spürbar allerdings ist durchaus, dass sich die Herausgeber mit theologisch-exegetischen Erkenntnissen gründlich befasst haben und die einzelnen Interpretationen, wie auch die archäologischen Abfolgen differenziert in die einzelnen Kapitel mit einfließen lassen.

Eine einerseits nüchtern-sachliche und wohltuend distanzierte Darlegung wesentlicher Elemente der Bibel, ihrer Rezeption und vielfache Einblicke in die Folgen der Existenz des Buches, mit einer ebensolchen wohltuenden emotionalen Wärme und Nähe zu den einzelnen Themen, die flüssig und gut lesbar im Buch aufbereitet vorliegen.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre

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