Annette Großbongardt Das Ende des Lebens

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Ende des Lebens“ von Annette Großbongardt

Wie Tod und Leben zusammengehören Die Endlichkeit unserer Existenz ist eine Tatsache, die viele lieber verdrängen. Dabei spricht alles dafür, dass die Angst vor dem Tod umso größer wird, je weniger wir die Grenzen des Lebens in unser Denken lassen. Das Ende des Lebens nähert sich diesem sensiblen Thema von verschiedenen Seiten und behandelt ein breites Spektrum von Fragen. Neuere Entwicklungen wie die Hospizbewegung und die Palliativmedizin werden ebenso geschildert und diskutiert wie die Veränderungen in der Bestattungskultur. Streitfragen wie die Sterbehilfe kommen so offen zur Sprache wie die Ratsamkeit vorausschauender Planung (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Testament). Was bewegt Menschen, die in ihrem Beruf als Arzt, Polizist oder Leichenwäscher, als professionelle oder ehrenamtliche Sterbebegleiter ständig mit dem Tod zu tun haben? Wie gehen Angehörige mit dem Verlust um? Was machen wir mit der Trauer, was macht sie mit uns? In Porträts, Interviews und persönlichen Geschichten setzen sich SPIEGEL-Autoren und Mediziner, Psychologen und Soziologen mit diesen und anderen Problemen auseinander und machen so das schwierige Thema Sterben fassbar.

Stöbern in Sachbuch

The Brain

Das Buch hat mich sehr bewegt, denn wir wissen immer noch wenig darüber, wie das Gehirn funktioniert und woher unser Ich-Gefühl kommt.

Tallianna

Warum wir es tun, wie wir es tun

Erfrischend anders!

Gucci2104

Die Genies der Lüfte

Erstaunlich und wissenswert. Man lernt eine Menge dazu und sieht die Vogelwelt mit ganz neuen Augen.

leucoryx

Schriftstellerinnen!

Ein sehr gelungenes, sehr empfehlenswertes Buch über Schriftstellerinnen. Ein Must-have für alle schreibenden Frauen und alle Buchliebhaber!

FrauTinaMueller

Jane Austen. Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Ein absolut geniales, wichtiges, empfehlenswertes, bezauberndes und verzauberndes, magisches und informatives Buch für alle Austen-Fans!

FrauTinaMueller

Die Cappuccino-Strategie

Keine leichte Kost, nicht für jeden geeignet.

Archimedes

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein wichtiges Buch

    Das Ende des Lebens
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    12. December 2016 um 17:59

    Dieses Buch ist im Prinzip eine Ansammlung von journalistischen Texten. Die Autoren wechseln dementsprechend auch pro Kapitel. Soweit ich weiß, wurden diese Kapitel/Texte bereits im „Spiegel“ veröffentlicht. Es ist demzufolge natürlich recht nüchtern und sachlich geschrieben, ohne jeden Kitsch oder gar blumig umschrieben. Es ist eben kein Roman. Trotzdem ist es keineswegs emotionslos in der Wirkung. Das Buch beschäftigt sich mit dem Thema Tod und alles was damit zusammen hängt – jede Seite wird einmal beleuchtet. Es kommen viele verschiedenste Sichte zu tragen. Von Menschen, mit tödlichen Krankheiten, Angehörigen, Hospiz- und Palliativärzten, Leichenbestatter, Erbrechtler und auch Soldaten oder Polizisten – eben jeder, der mit dem Thema (beruflich) zu tun oder etwas zu sagen haben. Dabei werden aber auch solche Themen wie Suizid oder Sterbehilfe angesprochen. Das Buch  zeigt auch, dass und wie das Medizinsystem schief läuft. Es gibt auch (grafisch dargestellt) Umfragen oder Statistiken oder es zeigt auch wie sich der Umgang mit dem Tod im Laufe der Zeit geändert hat oder was für Totenkulturen es in anderen Ländern gibt. Selbst sachliche Fragen, wie was ist der Unterschied zwischen Hirntod und „echten“ Tod und was für Diskussionen gibt es darüber, wird thematisiert. Oder wusstet Ihr z.B., dass es einen deutschen Onlinefriedhof gibt? Es gibt in dem Buch zwei Kapitel zum Thema Tod (oder weiterleben) im Internet. Das Buch wirft aber auch ein paar Fragen auf, die man sich vielleicht nicht immer gerne stellt, weil man den Tod, seinen eigenen Tod, der 100%ig eintreffen wird, gerne bis zum letzten Moment verdrängt, aber die wichtig sind. Mit denen man sich beschäftigen sollte. Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich z.B. mir noch mal meine Patientenverfügung angesehen und aktualisiert. Einen Organspendeausweis hatte ich vorher bereits und zum Vererben für ein Testament habe ich nichts. Aber das sind Dinge, mit denen man sich beschäftigen sollte und zwar solange es einen noch gut geht und man diese Dinge festlegen kann. Es zeigt auch auf, wie man so eine Zeit, wenn jemand nahestehender unweigerlich z.B. an einer Krankheit sterben wird, überstehen kann und zwar gut überstehen kann, sodass man gut weiterleben und glücklich dabei sein kann. In diesem Sinne, finde ich dieses Buch unglaublich wichtig. Vieler dieser Berichte, handeln aber auch von recht speziellen Fällen und portraitieren nicht zwangsläufig den „Normalfall“. Z.T. wird ein Kapitel auch mal recht pathetisch.   Fazit Der Tod oder das Sterben ist ein Thema, mit denen sich viele nicht gerne auseinander setzen, aber es ist ein Thema mit dem sich jeder beschäftigen sollte, weil es jeden von uns betrifft. Dafür weckt dieses Buch ein Bewusstsein und leistet vielleicht sogar Hilfestellung.

    Mehr
  • Annehmen heißt Angst verlieren

    Das Ende des Lebens
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    12. May 2013 um 14:40

      Auch wenn der Verstand es weiß, ist es der Emotion fast unvorstellbar. Dass nicht nur „das Leben“ (der anderen), sondern eben auch die eigene Existenz endlich ist, der Tod kommen wird, das Sterben nicht vermieden werden kann. Und da die Emotion eine starke, vielleicht in ihrem ständig unbewussten Wirken die stärkste Antriebskraft des Menschen (des einzigen „Tieres, dass ums ein Endlichkeit weiß“) ist, ist es verständlich, dass dieses Wissen gerne verdrängt, ausgeklammert, an den Rand geschoben wird. Seit es Menschen gibt macht der Tod Angst. In der gegenwärtigen modernen Gesellschaft wird dieses „an den Rand schieben“ mehr und mehr überwertig und ist wörtlich zu nehmen. Sterben geschieht oft und oft und mehr und mehr „am Rande“, in Pflegeheimen, Krankenhäusern.   Doch es ist zu beobachten, dass seit einigen Jahren bereits die Diskussion darüber vermehrt in den Raum tritt. Dass „Sterben und Tod“ nicht mehr „stillgeschwiegen2 werden, sondern in erkennbarer Häufung Thema wird. Gut so, denn, das betonen die Herausgeber richtigerweise, „dabei spricht alles dafür, dass die Angst vor dem Tod immer größer wird, je weniger wir die Grenzen des Lebens in unser Denken lassen“. Ebenso gut nun, dass die Herausgeber in diesem Buch sich dem Geschehen „des Endes des Lebens“ von sehr vielen, sehr unterschiedlichen Seiten her nähern.   Wie sähe das aus, ein „gutes Ende“ in einer Welt, die sich schwer tut mit dem Tod? Wie kann man das beherzigen, das „Reden, Reden, Reden“, welches der Palliativmediziner Borasio dringend empfiehlt? Wie viel Trauer ist eigentlich gesund? (Denn nicht nur das eigene Sterben steht im Buch als Thema im Raum, auch der Umgang mit dem Sterben an sich, mit der Trauer).   Neben allgemein Betrachtungen und die Mitteilung persönlicher Haltungen zu den verschiedenen Aspekten von Sterben du Tod bietet das Buch auch konkrete Erlebnisse, persönliche Wege des Umgangs, Der Witwer, der Schritt für Schritt den Tod seiner Frau überwindet. Ein Mann der Wissenschaft, der an diesem Geschehen auch emotionale Reifung (noch einmal und tiefer) erfährt, der aber auch in der äußeren Struktur nicht zu unterschätzenden Halt findet.   Daneben stehen Hinführungen und Beiträge solcherart, in denen der Tod zum Leben untrennbar gehört. Da, wo der Tod den Beruf mit ausmacht. Der letztens verstorbene Bestatter Fritz Roth kommt zu Wort, der mit seiner ganz anderen, bahnbrechenden „Trauerhilfe“ und seinem ganz besonderen Umgang mit dem Tod Zeichen für eine moderne Trauerkultur gesetzt hat. Wie auch zum Polizeidienst es gehört, Todesnachrichten zu überbringen und im Hospiz der Tod sehr aktiv begleitet wird.   Was also ist alles zu sagen zum Geschehen am Ende des Lebens? Was tun bei Trauer und für den Trost (derer, die dem Tod ins Auge schauen und derer, die ihn in ihrem Leben dann zu tragen haben)? Welche Haltung kann man zur Sterbehilfe entwickeln und „wem gehören wir eigentlich“ (eine intensive und spannende Frage gerade in der Art, wie Martin Walser ihr im Buch auf wenigen Seiten eindrucksvoll  nachgeht)?   Ein interessantes, teils anrührendes, immer emotional berührendes Buch, das dem Leser Seite für Seite mehr motiviert, sich auch mit dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen. Ein Plädoyer auch gegen „den Niedergang der Sterbekultur“ mit vielen verschiedenen Herangehensweisen, welche die Angst nicht einfach nehmen, aber vielfache Hinweise und ruhige Möglichkeiten darstellen, dieser Angst im Leben bereits in guter Weise zu begegnen.

    Mehr