Annette Großbongardt Jesus von Nazareth

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Inhaltsangabe zu „Jesus von Nazareth“ von Annette Großbongardt

Wer war Jesus wirklich?

Ein Wanderprediger aus Galiläa, der Sohn eines Zimmermanns, stirbt um das Jahr 30 in Jerusalem am Kreuz – und eine neue Religion, das Christentum, wird geboren, eine neue Zeitrechnung beginnt. Um das Leben Jesu ranken sich viele Geschichten, doch was wissen wir wirklich über ihn und seine Welt?
SPIEGEL-Autoren, Kirchenhistoriker und Theologen machen sich in diesem Buch auf die Suche nach dem historischen Jesus und zeichnen das Leben des Gottessohnes nach. Seine Gefährten, Anhänger und Zeitgenossen – wie Maria Magdalena, Johannes der Täufer, Pontius Pilatus oder der Apostel Paulus – werden dabei ebenso betrachtet wie die Welt, in der sie sich bewegten. Auf den Spuren der neuen Religion, die sich rasant verbreitet, eröffnen die Autoren ein weit gespanntes Zeitpanorama, das vom Alltag der Menschen am See Genezareth, in Jerusalem und Bethlehem bis weit über die damaligen Grenzen des Römischen Imperiums reicht.

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  • Journalistisch aufbereiteter Überblick über Leben und Zeit Jesu

    Jesus von Nazareth

    mcallonnec

    19. October 2014 um 11:36

    Es handelt sich hier um eine Ansammlung von Artikeln über das Leben und Umfeld von Jesus. Zusammen mit zeitgeschichtlichen Informationen (z. B. auch über die Varusschlacht im Jahre 9, die keinen direkten Bezug zu den Geschehnissen in Palästina hat) ergibt sich so in der Gesamtheit ein Bild, das einen guten, der neueren Forschung entsprechenden Überblick über die Zeit, in der Jesus gelebt hat, vermittelt. Die Artikel stammen großenteils von Redakteuren des Spiegel-Nachrichtenmagazins und sind in entsprechendem, journalistischen Stil geschrieben.

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  • Rezension zu "Jesus von Nazareth" von Annette Großbongardt

    Jesus von Nazareth

    HeikeG

    20. December 2012 um 17:55

    Die Trümmer von Galiläa: Ein Riesenpuzzle aus der Wüste . Mit mehr als 2,1 Milliarden Gläubigen ist das Christentum die größte Religionsgemeinschaft. Für Christen ist Jesus Christus, der "Sohn Gottes", der Heilsbringer, der Messias, der im Alten Testament von den Propheten angekündigt worden ist. Viel wird über ihn erzählt, vielleicht genauso viel ist hinzugedichtet. Aber unbestritten bleibt eine faszinierende Wahrheit, die für Christen genauso gilt wie für Andersgläubige oder Atheisten: "Es gab ihn wirklich, den historischen Jesus aus dem Dorf Nazareth, einen Handwerkersohn, der die Welt veränderte", der in Galiläa und Judäa lebte, als Wanderprediger einen Kreis von Anhängern um sich scharte und mit Anfang 30 in Jerusalem am Kreuz starb. Aus einer anfänglich kleinen Glaubensgemeinschaft entwickelte sich letztendlich die heutige mächtige Weltreligion mit ihrer, wie es die Theologen Christoph Markschies und Hubert Wolf einmal formulierten, " großen Topografie von Erinnerungsorten". Und genau dort ist das Buch, das von Annette Großbongardt und Dietmar Pieper herausgegeben wurde, auch angesiedelt. Gegliedert in vier große Teile ("Das Leben Jesu", "Die antike Welt", "Alltag in Palästina", "Ein neuer Glaube") wird der Leser auf eine Reise in die Zeit vor über 2000 Jahren mitgenommen. . Von Jesus von Nazareth ist so gut wie nichts schriftlich überliefert. Die Evangelien wurden erst Jahre nach seinem Tod geschrieben. Wie viel davon ist wahr? Was wurde hinzugedichtet? Was wissen wir wirklich über den Heiland und seine Welt? Erschreckend wenig. Handfeste Zeugnisse, die sich eindeutig Jesus oder seinen frühen Gefolgsleuten zuordnen lassen, gibt es nicht. "Wer dem Mann aus Galiläa begegnete, hat nichts über ihn aufgeschrieben. Wer über ihn schrieb, ist ihm nicht begegnet.", stellt die Redakteurin des "Tagesspiegels" Claudia Keller folgerichtig fest. Auf unterschiedliche Art und Weise ergründen somit auch die 21 Spiegel-Autoren in den im Buch enthaltenen 25 Analysen, Essays und Reportagen zumeist nur aus Vermutungen oder aber wissenschaftlich-kritischen Forschungen, warum aus dem gerade einmal zweijährigen Wirken des äußerst charismatischen Predigers diese mächtige Weltreligion entstehen, warum sich seine Anhänger schon früh vom Judentum abspalteten und wie sich der neue Glaube im Römischen Reich über große Entfernungen weiterverbreiten konnte. . Vielleicht war es gerade das Vielfältige und Vieldeutige, das den Erfolg der jungen Religion ausmachte. Wer waren die Männer und Frauen, die mit ihrer Begeisterung und ihrem Bekennermut zu den ersten Botschaftern dieser Religion wurden? So wird u. a. in einem Beitrag die lange Zeit unterschätzte bedeutsame Rolle der Frauen um Jesus nachgezeichnet. Ein anderer wiederum beleuchtet das besondere Verhältnis Jesu zu Johannes dem Täufer. Wie sah sich Jesus selbst und was bedeutete er für seine Zeitgenossen? Was unterschied diesen einen von all den anderen Charismatikern seiner Zeit im mediterran geprägten Kulturraum Palästinas? Welche Spuren lassen sich dort noch finden? Welche Berufe hatten die Menschen zu Jesu Lebzeiten? Wie sah ihr Alltag aus? Wie entwickelte sich die Medizin in der Antike? Was hat es mit den Qumran-Rollen, die am Toten Meer zwei Jahrtausende überdauert haben und zu den wertvollsten Dokumenten der biblischen Zeit zählen, auf sich? Und welche Rolle spielte der römische Verwaltungsbeamte Pontius Pilatus im wohl folgenreichsten Prozess der Weltgeschichte? Hielt er Jesus vielleicht sogar für unschuldig? War das Todesurteil vielleicht ein schwerer Justizirrtum? . "Es ist sicherlich äußerst müßig zu versuchen, die Grenzen zu ziehen zwischen der Sachinformation in biblischen Erzählungen und einer Darstellung, die religiöser Verklärung dient und dem Willen zur Mission geschuldet ist. Denn es gibt diese Trennung nicht.", stellt Spiegel-Autor Stefan Berg folgerichtig fest. Für die beiden Herausgeber und nach "allem, was über ihn bekannt ist, war Jesus ein Revolutionär wider Willen, vielleicht der wirkungsmächtigste der Weltgeschichte." Einen guten Einblick in die Anfänge des Christentums gibt dieses Buch auf jeden Fall, auch wenn vieles nur angerissen wird. Höchst interessant ist diese Reise zu den Erinnerungsorten auf jeden Fall.

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