Annette Haaland

 2.2 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von Annette Haaland

Annette Haaland wurde 1965 geboren. Sie unterrichtet Religion, Philosophie und Schwedisch an der Bromma Folghögskola. Annette Haaland arbeitet außerdem selbst als Pastorin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Annette Haaland

Cover des Buches Weihnachten auf Schwedisch (ISBN:9783548290164)

Weihnachten auf Schwedisch

 (4)
Erschienen am 13.10.2017

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Rezension zu "Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen" von Annette Haaland

Viveka und der Eisenhut
Bibliomarievor 18 Stunden

Viveka ist Pastorin einer kleiner Freikirchliche Gemeinde am
Rande Stockholms. Ihre vielköpfige Familie und ihre anspruchsvolle Gemeinde fordern
alles an Energie. Besonders nervend findet sie das Kaffeekomitee, besetzt mit
lauter alten Tanten der Gemeinde, der eifrig jede Neuerung abschmettern und sei
es nur die Art des gereichten Gebäcks. Ihre kleine innere Revolution besteht
aus T-Shirts mit Sprüchen wie „Sterbehilfe legalisieren“, die sie unter ihrer
Pastorenkleidung trägt. 

Dann stirbt eine der unangenehmsten Damen aus dem
Zirkel und es war kein natürlicher Tod, sondern eine Eisenhut – Vergiftung.
Seit Viveka das weiß, sieht sie überall Eisenhut wuchern, sogar in ihrem
verwilderten kleinen Schrebergärtchen, ihrem Rückzugsort, von dem nicht mal ihre Familie etwas weiß,
weil sie manchmal Ruhe und Platz für sich allein braucht.

Der Titel, der Klappentext und nicht zuletzt das eher Humor
signalisierende Cover hat mich zu diesem Buch greifen lassen. Aber hier
passt der Ausspruch wirklich: Nicht jedes Buch hält, was der Klappentext
verspricht. 

Zwar mischt sich Viveka nicht aktiv in die Ermittlungen ein,
eigentlich finden – bis auf einige Bemerkungen zur Polizistin Pernilla Kron –
gar keine Ermittlungen statt, aber sie beginnt sich umzuhören und auf kleine
Dinge zu achten. Dass das Kirchenbuch verschwunden ist, ist ebenfalls
verdächtig. Die älteren Gemeindemitglieder scheinen alle ein Geheimnis aus der
Vergangenheit zu schützen und jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen. Oft scheint
ein Vater-Sohn/Tochter Konflikt dafür verantwortlich zu sein.

Die Geschichte kommt eher verhalten und melancholisch daher.
Viveka scheint mir kurz vor dem Burn Out zu stehen. Auch in ihrer Ehe wirkt sie
nicht mehr recht glücklich. Aber ihr Beruf ist ihr wichtig und ihr Lebensinhalt und so schafft sie
es auch nicht, eine berufliche Distanz zu wahren.

Es scheint, dass die skandinavische Düsternis auch in
eigentlich humorvoll gedachten Krimis durchschlägt. 

Schade, die Idee der Handlung hätte mehr hergegeben.

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Rezension zu "Weihnachten auf Schwedisch" von Annette Haaland

Nette Unterhaltungslektüre
zauberblumevor 2 Jahren

"Weihnachten auf Schwedisch" ist für mich das erste Buch, das ich von der schwedischen Autorin Annette Haaland lese. Es ist jedoch bereits nach "Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen" der zweite Band, in dem die Pastorin als Ermittlerin zum Einsatz kommt.

Die Geschichte: Wir befinden uns in dem kleinen schwedischen Städtchen Enskede. Hier hat Pastorin Viveka ihren Wirkungskreis. Es ist Advent - eigentlich eine besinnliche Zeit, aber es steht die Jahrhundertfeier des Ortes bevor. Und da weiß die Pastorin nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Außerdem ist ihr Mann notorisch abwesend. Dieser will sich beruflich verwirklichen und befindet sich deshalb die meiste Zeit in Kopenhagen. So ist Viveka mit ihren vier Kindern die meiste Zeit allein und dann geschieht auch noch ein Mord. Jetzt hat die Pastorin wieder einiges zu tun. Neben den Gottesdiensten übernimmt sie auch wieder die Ermittlung in dem Mordfall. Wer ist wohl der Wolf im Schafspelz?

Irgendwie hatte ich eine nette schwedische Weihnachtsgeschichte erwartet, aber dem war nicht so. Da war ich ein kleines bisschen enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist gut. Sie beschreibt alle Charaktere, die in der Geschichte vorkommen sehr genau. Man kann sie sich alle bildlich vorstellen. Allein voran die Pastorin. Die auf mich oft einen gehetzten und manchmal unglücklichen Eindruck macht. Große Unterstützung bekommt sie ja von ihrem Mann auch nicht. Und in ihrer Gemeinde ist ja allerhand los. Und nachdem ja wieder ein Mord passiert ist, befindet sie sich ja wieder mitten in den Ermittlungen. Und dann ist ja noch der Chor und ihre Schäfchen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Die Pastorin hat ja wirklich alle Hände voll zu tun. Aber irgendwie hat mir beim Lesen immer irgendetwas gefehlt.

Das Cover ist ein echter Hingucker, das hat mich auch magisch angezogen und auf die Geschichte neugierig gemacht. War eine nette Unterhaltungslektüre für zwischendurch, aber leider kann ich nur 3 Sterne vergeben.

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Rezension zu "Weihnachten auf Schwedisch" von Annette Haaland

Klappentext verspricht mehr, als er hält
jenny_wenvor 2 Jahren

Das Cover sah total toll aus, der Klappentext versprach einen tollen gemütlichen Krimi - Cosy-Krimi.  Das war es dann aber leider auch schon. Ich hatte mir wahrscheinlich zu viel davon versprochen, denn ich mag das Land Schweden sehr gern und dachte, das Buch hätte ein wenig von der Atmosphäre eingefangen, gerade zur Weihnachtszeit. Leider weit verfehlt.
Ich mag ja eigentlich kurze Kapitel, aber diese hier waren zu kurz. Sie gingen schon über ein paar Seiten, aber ich konnte in dieser kurzen Zeit leider überhaupt keine Beziehung zu Viveka, der Pastorin, aufbauen, geschweige denn zu den anderen Protagonisten.  Viveka wirkte auf mich gehetzt, so dass ich bei lesen selber manchmal das Gefühl hatte, gestresst zu sein. Irgendwie übertrug sich das auf mich. 
Ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass ich etwas verpasst hätte, als ich die Geschichte las. Später fand ich dann heraus, dass dies bereits das zweite Buch rund um Viveka und der Stadt Enskede ist. Dies konnte ich aber nirgendwo lesen, als ich das E-Book bekam.
Auch konnte ich keine weihnachtliche Stimmung erfassen. Vielleicht ganz zum Schluss, als es geschneit hatte und doch wurde diese Stimmung wieder zunichte gemacht, als Viveka wieder gehetzt durch die Straßen lief. Schade eigentlich.
Das nächste, was mich doch arg gestört hatte, waren die vielen Personen, die in dem Buch mitspielten und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie kaum etwas mit dem Buch wirklich richtig zu tun haben. So, als ob sie mal erwähnt werden mussten. Die Autorin hätte der Hauptfigur wesentlich mehr Tiefe verleihen müssen. Ich schreibe ja gerne von schwarz und weiß, wenn mir die Figuren zu eindimensional waren. Und dies war hier definitiv der Fall.
Andere Sachen wiederum, die mit der Geschichte, bzw. dem Mordfall zu tun hatten, wirkten auf mich, als würden sie nicht wirklich richtig zusammen passen. Durch das ganze Hin und Her war es wahrscheinlich zu sehr verwirrend. Es war für mich definitiv kein Lesevergnügen.
Mein Fazit:

 Leider versprach der Klappentext und auch das Cover mehr, als es gehalten hat. Ich bin schwer enttäuscht. 1 Stern für Weihnachten auf Schwedisch.

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