Jene Tage in St. Germain

von Annette Hennig 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Jene Tage in St. Germain
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Harmonische Geschichte mit intensiver Figur Entwicklung

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781985603721
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:294 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:28.02.2018

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    ElkeKs avatar
    ElkeKvor 5 Monaten
    Rezension zu "Jene Tage in St. Germain"

    Inhaltsangabe:

    Leipzig 1955: Marie-Luise Schneider ist noch jung und voller Ideen. Ihre Ausbildung zur Goldschmiedin im elterlichen Betrieb hat sie gerade beendet und sie möchte sich weitere Inspiration holen – mit einer langgehegten Reise nach Paris.

    Kaum in der Stadt der Liebe angekommen erschlägt sie die fremde Stadt schier. Da ist sie froh, dass sie den attraktiven und freundlichen Sébastien an ihrer Seite hat. Doch er zeigt ihr nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch noch die Liebe selbst.

    Sébastien jedoch ist nicht frei, gebunden an Versprechen und das Vermächtnis seiner Familie. Marie-Luise gibt jedoch nicht so schnell auf …

    Mein Fazit:

    Vielen lieben Dank, liebe Annette, für die kleine Reise nach Paris, die ich durch dieses Buch machen durfte. Frankreich habe ich in meinem Leben noch nicht besucht, aber durch diverse Bücher und Filme konnte ich schon so manches Mal in die Atmosphäre der besonderen Stadt eintauchen.

    Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, einmal 2013 in Leipzig und einmal 1955 Leipzig und Paris. In der Gegenwart spielt die Marie-Luises Enkelin Lara eine wichtige Rolle. Auch sie hat gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und soll nun eine Busreise nach Paris betreuen. Ihre Großmutter pflegte sie sonst zu begleiten, doch mit Paris will sie offenbar nichts mehr zu tun haben. Lara spürt sehr schnell, dass es noch mehr geben muss als nur vorgeschützte Altersschwäche.

    In Gedanken macht Marie-Luise die Reise in die Vergangenheit. Längst vergessene Gefühle kommen hoch und sie kann es kaum vor der Familie verbergen. Dennoch bleibt sie dabei, sie war schon in Paris und hat ihre Erfahrung mit dem Land, den Menschen im Allgemeinen und mit der Liebe im Besonderen gemacht. Niemand in der Familie weiß jedoch davon, aber es scheint, dass es da noch mehr gibt als nur Erinnerungen an alte Zeiten und heiße Nächte.

    Die Autorin hat wieder mal eine schöne Geschichte erzählt, von der jungen Übermut, den Träumen und Idealen. Marie-Luise möchte vieles anders –besser- machen als ihr Vater und deshalb möchte sie in Paris Künstler kennenlernen, die ihr weiterhelfen können. Sie träumt davon, eine namenhafte Künstlerin zu werden. Dies konnte man in jeder Zeile des Buches durchaus spüren, die Euphorie und den jugendlichen Charme! Die Atmosphäre vom damaligen Paris hat mir da etwas gefehlt. Da blieb es oft etwas oberflächlich oder es sind Sachen, die einem Menschen mit guter Allgemeinbildung durchaus bekannt sind.

    Das Buch liest sich flüssig und leicht. Alle Personen sind authentisch und emotional greifbar, was mir bei Romanen immer wichtiger wird. Ich muss sie beim Lesen spüren, ihre Emotionen und Gedanken fühlen. Und das war bei diesem deutlich der Fall.

    Das Ende ist ein bisschen offen, daher bleibt es zu vermuten, dass es vielleicht noch eine Fortsetzung gibt. Ich bin durchaus gespannt. Diese Geschichte bekommt vier Sterne von mir und eine klare Lese-Empfehlung.

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    Nisniss avatar
    Nisnisvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Harmonische Geschichte mit intensiver Figur Entwicklung
    Sehnsucht nach St. Germain

    Die junge, begabte Goldschmiedin Marie-Luise Schneider aus Leipzig reist 1955 mit dem festen Vorsatz nach Paris, dort Kontakte zur Künstlerszene zu knüpfen.

    Doch schon an ihrem ersten Abend in der Stadt der Liebe kommt alles ganz anders.

    Die Zwanzigjährige verliebt sich Hals über Kopf in den adretten Sébastien.
    Zusammen verbringen sie wundervolle Tage und atemberaubende Nächte, bis Sébastien ihr gesteht, dass er nicht frei für sie ist.

    Verzweifelt und innerlich zerrissen fährt Marie-Luise nach Deutschland zurück, nicht ohne die Hoffnung, dass sich Sébastien eines Tages zu ihr bekennt.
    Fortan kehrt sie jedes Jahr für ein paar Tage nach Paris in die Arme ihres Geliebten zurück.

    Wird sich ihr Wunsch von einem gemeinsamen Leben an der Seite Sébastiens erfüllen?

    Liebe versteht alles
    Liebe erträgt alles
    Liebe verzeiht alles

    Die Autorin:

    Annette Hennig liebte schon als Kind Geschichten. Als junges Mädchen verschlang sie alle Bücher die ihr in die Hände fielen. Sie entdeckte das Schreiben für sich, zunächst nur in kleinen Aufsätzen und Geschichten und nannte Literatur ihr Lieblings-Schulfach. Als Ehefrau, Mutter und Berufstätige, blieb nicht viel von ihrem einsten Hobby übrig, dass sie erst 2012 wieder neu für sich entdeckte.

    Mitte 2014 erschien ihr erster Roman „Agnes Geheimnis“. Es folgten „Wir nannten ihn Walter“, „Das Geheimnis der Uhr“ und „Das Geheimnis des Briefes“ und die bezaubernde „Blütenträume-Trilogie“. Annette Hennigs Jene Tage in St. Germain ist der erste Band von zwei Teilen.

    Reflektionen:

    Nur selten lese ich Romane, die in ihrer Ursprünglichkeit das zarte Pflänzchen Liebe gedeihen lassen, doch Autorin Annette Hennig schafft es immer wieder mich literarisch zu begeistern. Sie entführt mich mit ihren Romanen in eine Welt, die mir vom Genre her zwar recht fremd ist, in der ich aber restlos versinken darf. Die Blütenträume-Trilogie kann ich nur jedem Roman-Liebhaber ans Herz legen.

    Annette Hennig zeichnet ihre Figuren sehr genau und intensiv. Im Laufe der Handlung entwickelt sie ihre lebendigen und sehr authentischen Figuren, so dass man als Leser langsam an die Charaktere hin angeführt wird. Mit langsam möchte ich ausdrücken, dass die Entwicklungen der Figuren harmonisch in die Handlung hineingeflochten und hineingearbeitet sind. Auf diese Weise zeichnet Annette Hennig eine sehr ebenmäßige, harmonische Geschichte, die Satz für Satz die Vielschichtigkeit der authentischen Charaktere zum Ausdruck bringen. Die Lebendigkeit der Figuren erreicht Annette Hennig dadurch, dass Alltagsgeschehnisse und Handlungen detailgetreu erzählt werden. Zudem bettet sie ihre Charaktere auf einer Wiese voller Emotionen, so dass das Gefühlsleben der Figuren nachvollziehbar und glaubwürdig ist. Trotz der inhaltlich reichhaltigen Emotionalität sind Annette Hennigs oftmals historische Geschichten weit entfernt von jedem schnulzigen Liebes-Roman, da ihre Geschichten mit einer anspruchsvollen Portion Dramaturgie, Historie und Spannung ausgestattet sind.

    Was für mich persönlich an den Romanen Annette Hennigs so bedeutsam ist, sind intelligente Verknüpfungen und Verschachtelungen in der Handlung, die auf zwei Zeitebenen stattfinden. Als Leser begleitet man die Figuren durch die Vergangenheit und erfährt so von Geheimnissen, während im Hier und Jetzt Figuren auf den rätselhaften Spuren der Vergangenheit wandeln.

    Annette Hennigs Schreibstil ist angenehm leicht und verständlich, so dass man sehr schnell in die Geschichte eintauchen kann. Leider war dieser Roman für mich viel zu kurz und erschien mir somit unvollständig, auch wenn ich weiß, dass im Sommer bereits der zweite Teil erscheinen wird, den ich sehnsüchtig erwarten werde. Ich hätte es jedoch angenehmer gefunden, wenn ich die Gesamtheit der Geschichte um Marie-Luise und Sébastien im Ganzen hätte genießen dürfen.

    Fazit und Bewertung:

    Nach der wunderschönen Blüten-Trilogie ist Jene Tage in St. Germain von Annette Hennig der erste Teil von zweien. Eine Geschichte über eine unglückliche Liebe voller Sehnsucht und Emotionalität, trifft auf sehr intensiv gezeichnete Figuren, die auf zwei Zeitebenen agieren. Spannend, geheimnisvoll und empfehlenswert.

    ©nisnis-buecherliebe.de

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