Rückkehr nach St. Germain

von Annette Hennig 
5,0 Sterne bei10 Bewertungen
Rückkehr nach St. Germain
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mabuereles avatar

Berührende Liebesgeschichte, diedurch manche Tiefen muss!

Ariettas avatar

Eine sehr schöne und bewegende Geschichte über eine große Liebe

Alle 10 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Rückkehr nach St. Germain"

Teil 2 von 2:

Lara, die junge Reiseleiterin aus Leipzig, begleitet eine Reisegruppe nach Paris.

Dort trifft sie auf den attraktiven Armand, der seinem Großvater beim Umzug hilft.

Lara und Armand kommen einander näher und finden heraus, dass ihre Großeltern ein gut gehütetes Geheimnis verbindet.

Stück für Stück offenbart sich den beiden jungen Menschen, was diese fast sechzig Jahre lang vor ihnen verborgen haben.

Je mehr sie in die Geschichte ihrer Großeltern eintauchen, umso erschütternder greifen die Ereignisse aus jener längst vergangenen Zeit nicht nur in ihr eigenes Leben ein.

Wird aus einer alten Liebe eine neue erwachsen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B07D9RD7BL
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:400 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:19.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Berührende Liebesgeschichte, diedurch manche Tiefen muss!
    Geheimnisse der Vergangenheit

    „...Der Schmerz um ihre verlorene Liebe war mit den Jahren nicht kleiner geworden. Nur hin und wieder dachte sie noch an Sébastien, den Mann mit den braunen Augen, deren Feuer sie nicht vergessen konnte...“


    Lara darf erstmals eine Reisegruppe allein nach Paris begleiten. Doch die Arbeit als Reiseleiterin ist anstrengend. In ihrer knapp bemessenen Freizeit kommt sie an einer Seniorenresistenz vorbei und stößt dort mit einem jungen Mann namens Armand zusammen. Der lässt eine Umzugskiste seines Großvaters fallen. Dabei rollt Lara ein Leipziger Messemännchen vor die Füße. Später entdeckt Armand bei seinem Opa ein Bild, das Lara auffallend gleicht.

    Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Roman geschrieben, der zeitnah an den ersten Band anschließt. Die Geschichte beinhaltet zwei Handlungsstränge. Einer spielt in der Gegenwart, der zweite widmet sich den Erinnerungen zweier Menschen, die sich einst geliebt haben und doch nicht zusammenkommen konnten. Es sind Laras Oma und Armands Großvater.

    Im ersten Band versucht Lara, ihre Oma Marie-Luise zur Mitreise nach Paris zu überreden. Die aber lehnt ab. Sie hat die Stadt 1955 das letzte Mal besucht. Was damals passiert ist, bleibt ihr gut gehütetes Geheimnis. Die Geschichte ist ebenfalls im ersten Band nachzulesen.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm und zügig lesen. Er ist ausgereift. Das zeigt schon das Eingangszitat, welches das Gefühl von Laras Oma wiedergibt.

    Lara und Armand sind sich sympathisch. Sie ahnen, dass das Messemännchen und das Bild eine besondere Bedeutung haben und wollen das Geheimnis ihrer Großeltern entschlüsseln. Dabei gehen sie sehr vorsichtig vor, denn sie möchten niemand verletzen oder alte Wunden aufreißen.

    Es dauert Jahre, bis Sébastien seine persönlichen Verhältnisse in den Griff bekommen hat. 1964 besucht er als Vertreter seiner Seidenmanufaktur die Leipziger Messe. Dort stehen sich Sébastien und Marie-Luise erneut gegenüber.

    In der Gegenwart werden die Aufgaben einer Reiseleiterin gut beschrieben. Es gilt auf die Befindlichkeiten der Reisenden nicht aus den Augen zu verlieren. Bei Lara klingt das so:


    „...Ich hoffe, sie beruhigen sich, wenn sie nun alle endlich das Zimmer haben, von dem sie glauben, dass es das richtige für sie ist...“


    Die kurzen Begegnungen mit Armand ermöglichen Lara eine Atempause. Zwischen beiden knistert es von Anfang an.

    Im Handlungsablauf der Vergangenheit erfahre ich, warum Sébastien die erzwungene Ehe länger ertragen musste als gehofft. Leipzig bietet den Liebenden eine Chance, ein gemeinsames Leben zu planen. Marie-Luises Erzählung berührt. Es ist eine Geschichte von Hoffnung und Erwartung. Doch das Leben geht manchmal keinen geraden Weg. Und zwischen Paris und Leipzig steht eine Mauer. Es sollte weitere 30 Jahre dauern, bis sich für Marie-Luise die letzten Fragen beantwortet haben.

    Die Autorin versteht es, die Emotionen ihrer Protagonisten in bildhaften Worten wiederzugeben. Das folgende Zitat steht dafür als Beispiel.


    „..Als seine salzigen Tränen ihre Nasenspitze benetzten, da war es um ihre Gelassenheit geschehen. Eng umschlungen standen sie am Straßenrand und weinten um die vergangenen Jahre...“


    Laras Reise nach Paris setzt ein Geschehen in Gang, dass gut gehütete Geheimnisse zum Vorschein bringt und die Vergangenheit unter einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, dass eine Liebe durch Jahrzehnte tragen kann, dass aber auch das Machtstreben eines einzigen Lebenswegen völlig unerwartete Richtungen geben kann.

    Kommentare: 4
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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 2 Monaten
    Es ist Zeit für einen Neuanfang

    Dies ist die Fortsetzung und auch gleichzeitig der Abschluß der Dilogie von der Autorin Annette Hennig. Man sollte den ersten Band gelesen haben von dieser wunderschön geschriebenen Liebes-/Lebensgeschichte. Die Handlung setzt nahtlos an den ersten Band "Jene Tage in Paris" an. Marie-Louises Enkeltochter Larra begleitet eine Reisegruppe nach Paris - ohne ihre Großmutter. Dort, in der Stadt der Liebe, geht Lara allein auf Entdeckungstour und gerät dabei in eine Straße, wo eine wunderschöne alte Villa steht. "Die Residenz Sonnenschein", so steht es auf einem Schild. Gerade werden dort von einem jungen Mann Kartons ausgeladen. Doch Lara achtet nicht so sehr auf ihr Umfeld und stößt mit diesem zusammen. Dabei fällt ein Karton zu Boden und ein kleiner Anhänger, ein kleines Männchen, fällt heraus. "Das Leipziger Messemännchen!", diese Worte aus Laras Mund lassen den alten Mann erschrecken, der dicht dabei steht. Sie machen sich miteinander bekannt und Lara und Armand kommen ins Gespräch. Sie verabreden sich.
    Dass der Großvater ein Geheimnis schon sehr lange mit sich herumträgt, ebenso wie Laras Großmutter, wird beiden klar. Sie wollen es lüften, zumal Armands Großvater genau das gleiche Bild bei sich stehen hat wie Laras Großmutter.
    Die Geschichte wird aus den verschiedensten Perspektiven erzählt. So erfährt der Leser die Geschichte der Vergangenheit, welchen Einfluss die Teilung Deutschlands auf eine Liebe hatte, wie der Staat im Leben der Leute spionierte und so die Wege lenkte, allerdings nicht immer war es der richtige Weg.
    Die Handlung fand ich sehr gut aufgebaut, von allem etwas. Man bekommt einen Blick zum Geschehen. Es gibt Emotionen, und ein Ende, was man nicht so schnell ahnen als auch vergessen kann. Die Charaktere sind sehr liebevoll und sympathisch gezeichnet. Auch "Engelchen", der zwar nur als Nebencharaktere auftritt, ist so toll und authentisch.
    Das Cover finde ich ansprechend gestaltet.
    Ein Roman, der am Ende die einzelnen Fäden miteinander verflechet und einen gelungenen Abschluss zu den Fragen gibt.

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    Nik75s avatar
    Nik75vor 3 Monaten
    Rückkehr nach St. Germain

    „Rückkehr nach Saint Germain“ von Annette Hennig ist der Folgeband von „Jene Tage in Saint Germain“. Es ist die Fortsetzung einer wunderbaren Liebesgeschichte. Marie-Louise ist mittlerweile eine alte Frau, als ihre Enkelin Lara in Paris durch Zufall auf Marie-Louises erste Liebe trifft.
    Mit Armand dem Enkel von Sebastian, versucht Lena herauszufinden was vor 55 Jahren passiert ist.
    Die Protagonisten in diesem Roman durfte ich ja zum Teil schon im ersten Band kennenlernen. Ich habe sie schon damals ins Herz geschlossen und sie richtig gerne gemocht. In diesem Buch geht es mir nicht anders. Es ist schön alte Bekannte wiederzutreffen. Außerdem knüpft der zweite Teil direkt an den ersten an. Man sollte also die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen.
    Der Schreibstil ist, wie ich es nicht anders von Frau Hennig gewöhnt bin, sehr flüssig und fesselnd. Von der ersten Seite an bin ich wieder in diese wunderbare Liebesgeschichte eingetaucht. Es ist eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, denen das Schicksal übel mitgespielt hat. Die Protagonisten lieben sich seit Jahren, aber das Schicksal hat sie getrennt.
    Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam und herzergreifend, wie es den beiden in den letzten Jahren ergangen ist und lüftet auch einige Geheimnisse, die keiner in der Familie gewusst hat.
    Es ist eine wundervolle Geschichte über das Leben, die Liebe, schicksalhaften Begegnungen und vielen Geheimnissen.
    Mir hat der Roman sehr gut gefallen, denn es war sehr schön die Lebensgeschichten von Marie-Louise und Sebastien zu lesen und ich konnte richtig gut mit ihnen mitfiebern. Ich habe richtiggehend mit ihnen gelitten, weil ich es so traurig fand, dass sie vor so vielen Jahren nicht zusammenkommen konnten.

    Von mir gibt es für diese schöne und bewegende Liebesgeschichte 5 Sterne.

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    Ariettas avatar
    Ariettavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne und bewegende Geschichte über eine große Liebe
    Ein krönender Abschluß über eine große Liebe

    Inhaltsangabe: Quelle Amazon


    Teil 2 von 2: Lara, die junge Reiseleiterin aus Leipzig, begleitet eine Reisegruppe nach Paris. Dort trifft sie auf den attraktiven Armand, der seinem Großvater beim Umzug hilft. Lara und Armand kommen einander näher und finden heraus, dass ihre Großeltern ein gut gehütetes Geheimnis verbindet. Stück für Stück offenbart sich den beiden jungen Menschen, was diese fast sechzig Jahre lang vor ihnen verborgen haben. Je mehr sie in die Geschichte ihrer Großeltern eintauchen, umso erschütternder greifen die Ereignisse aus jener längst vergangenen Zeit nicht nur in ihr eigenes Leben ein. Wird aus einer alten Liebe eine neue erwachsen?


    Meine Meinung zur Schriftstellerin:

    Annette Henning hat es geschafft mit dem 2. Teil ihres Romans rund um Lara und ihrer Großmutter Malu mit einen krönenden Abschluss ein Ende zu setzen. Besonders das Ende hat mich sehr gerührt und da blieb kein Auge trocken. Sie entführt uns wieder nach Paris, lässt uns mit Armand und Lara durch Paris bummeln, alles ist so Bildhaft und Einfühlsam erzählt. Sie schreibt einfach mitreißend, real und ehrlich, man kann sich beim Lesen der Geschichte einfach nicht entziehen. Es war so toll in das Leben der Jungen Leute und ihrer Großeltern abzutauchen, deren Liebe keine Chance hatte, und so manch dunkles Geheimnis mit ihnen ans Licht zu befördern. Einfach spannend, aufregend, traurig und schön. Ihre Figuren sprühen vor Lebendigkeit und auch die einzelnen Charaktere und deren Emotionen sind sehr gut heraus gearbeitet.


    Zum Inhalt:

    Pepe wie Armand liebevoll seinen Großvater Sebastien nennt, er war so liebevoll beschrieben, seine Sturheit und Geheimniskrämerei oft musste ich über ihn schmunzeln. In seine Erinnerungen einzutauchen, die teilweise sehr schmerzlich waren, wenn ich an diese rangierte und Ehe mit der herzlosen Claire denke. Man hat ihn mit dieser Ehe über den Tisch gezogen. Tief in seinem Herzen hat Marie-Luise , Malu wie er sie liebevoll nennt,seine große Liebe immer noch Platz. Eine Liebe die damals keine Chance hatte, fast so wie bei Romeo und Julia.

    All diese Erinnerungen holt sein Enkel Armand beim Umzug von Pepe in die Altersresidenz ans Licht. Auslöser ist auch Lara, die als Reiseleiterin in Paris weilt und mit den beiden zusammenstößt. Pepe der Star vor Schreck ist, als er Lara sieht, das Ebenbild seiner Malu. Bei Armand und Lara funkt es, Liebe auf den ersten Blick, genau wie bei ihren Großeltern. Viele Ungereimtheiten entdecken Armand und Lara, erst das Leipziger Messemännchen und dann noch das versteckte Foto von Malu das Armand entdeckt. Es war so toll die beiden durch Paris zu begleiten, mit ihnen zu hoffen das Geheimnis ihrer Großelten zu lüften. Denn langsam geht es nun Lara auf, warum ihre reiselustige Großmutter nicht mit nach Paris wollte. Wollen wir hoffen das Pepe und Malus Geheimnis ans Licht kommt, werden sie es endlich lüften und wird Pepe über seinen Schatten springen die Bombe platzen zu lassen. Ich habe bis zum Ende mit den vieren gebangt und gehofft, das ihre Liebe eine Chance hat und endlich in Erfüllung geht, und Malu endlich mit nach Paris reist.

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    MissNorgevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervoller Abschlussband ...
    Das Leipziger Messemännchen

    ✿ Kurz zur Geschichte ✿
    Lara, die junge Reiseleiterin aus Leipzig, begleitet eine Reisegruppe nach Paris. Dort trifft sie auf den attraktiven Armand, der seinem Großvater beim Umzug hilft. Lara und Armand kommen einander näher und finden heraus, dass ihre Großeltern ein gut gehütetes Geheimnis verbindet. Stück für Stück offenbart sich den beiden jungen Menschen, was diese fast sechzig Jahre lang vor ihnen verborgen haben. Je mehr sie in die Geschichte ihrer Großeltern eintauchen, umso erschütternder greifen die Ereignisse aus jener längst vergangenen Zeit nicht nur in ihr eigenes Leben ein. Wird aus einer alten Liebe eine neue erwachsen?
    (Quelle: Seite der Autorin) 


    ✿ Meine Meinung ✿
    Im März habe ich Band 1 "Jene Tage in St. Germain" gelesen und das Ende hat mich sehnsuchtsvoll auf Band 2 warten lassen. Nun war es endlich soweit und ich konnte wieder vollends in die wunderbare Liebesgeschichte von Marie-Luise (auch oftmals Malu genannt) und Sébastien abtauchen. Der Roman spielt diesmal zum größten Teil im Jahre 2013, aber mit Rückblicken in die Jahre 1955 und 1964, denn in diesen Zeiten haben Malu und Sébastien ihr Leben getrennt voneinander gelebt, aber sich gedanklich immer an den jeweils Anderen erinnert. Es muss für die Beiden wirklich schwer gewesen sein, denn zur damaligen Zeit lebte Malu in der DDR und Sébastien in Frankreich, doch er bekam keine Einreisegenehmigung. Davon ahnte Malu nichts und sie fühlte sich von ihrer großen Liebe im Stich gelassen. In diesen sehnsuchtsvollen Abschnitten kommt wieder einmal der zärtliche und emotionale Schreibstil der Autorin zum Vorschein. Ich liebe ihre Gefühlsbeschreibungen, denn sie gehen mir beim Lesen unter die Haut. Annette Hennig hat den Bogen raus, dies alles so zu beschreiben, das es einfach nicht kitschig oder arg übertrieben wirkt. Klar das es bei einer Liebesgeschichte etwas romantisch und verträumt wird, aber hier passt es einfach. Die Charaktere sind mir gleich wieder sehr nah und vertraut gewesen, wie ich sie am Ende von Band 1 verlassen habe. Aber nach dem Lesen der letzten Zeile heißt es nun Abschied nehmen von Malu und Sébastien, die hoffentlich niemals den Glauben an ihre große und tiefe Liebe verlieren. 

    ✿ Fazit ✿
    Ein wundervoll zu lesender zweiter Band und somit auch ein würdiger Abschluss der mich glücklich und zufrieden zurück lässt.

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    Buchdaisys avatar
    Buchdaisyvor 3 Monaten
    Gelungene Fortsetzung und krönender Abschluss

    Auf die Fortsetzung von Annette Hennigs Roman "Jene Tage in St. Germain" habe ich mich sehr gefreut, wollte ich doch unbedingt wissen, wie die Geschichte von Marie-Luise und Sébastien ausgeht. Denn dass sie nicht zu Ende war, konnte ich mir nach dem Cliffhanger am Ende des ersten Teils denken.
    Wieder ist es eine Reise nach Paris, die die Geschichte ins Rollen bringt. Doch nicht Malu fährt an den Ort des vergangenen Geschehens, sondern ihre Enkeltochter Lara. Und wie es der Teufel will, trifft sie dort auf den Enkel von Sébastien. Armand hilft seinem Großvater beim Einzug in eine Seniorenresidenz und findet ein Foto, das er, der Ähnlichkeit wegen, sofort mit Lara in Verbindung bringt. Nun versuchen die beiden jungen Leute, Licht ins Dunkel der Vergangenheit zu bringen. In Rückblicken aus verschiedenen Zeiten setzt sich für den Leser nach und nach das Puzzle der beiden Familien zusammen. An manchen Stellen ahnte ich dann schon, wie der Faden von Annette Hennig weiter gesponnen wurde. Das tat allerdings dem Lesegenuss keinen Abbruch. Ihr sehr angenehmer, lockerer und bildreicher Schreibstil lässt einfach jedes Buch zum Erlebnis werden. Man taucht unwillkürlich ein in Emotionen, eine Welt und eine Zeit, die vor dem inneren Auge ganz klar sichtbar und fühlbar werden. Ich habe mit den Protagonisten beider Generationen, Großeltern und Enkel, mitgefühlt und mitgehofft. Am Ende schließt sich der Kreis. Alle Geheimnisse wurden gelüftet.
    Dieser zweite Teil ist eine sehr gelungene Fortsetzung und ein wahrhaft krönender Abschluss der kleinen Romanreihe. Und als gebürtiger DDR-Bürger weiß ich, dass es solche Geschichten wirklich gegeben hat, dass sich manch eine Liebe erst nach Jahrzehnten erfüllen konnte, so wie hier in St. Germain. Ich vergebe eine absolute Leseempfehlung (aber bitte in der richtigen Reihenfolge lesen!) und verdiente 5 Sterne.

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    Klusivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungener Abschluss eines sehr schönen Zweiteilers!
    Rückkehr nach St. Germain

    Dies ist die Fortsetzung zum ersten Teil „Jene Tage in St. Germain“.
    Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich froh bin, dass ich diesen zweiten Teil nun so nahtlos anschließen lassen konnte, denn Band 1 hörte mit einem dicken Cliffhanger an einer Stelle auf, wo noch alles offen war. Umso gieriger habe ich mich auf die Fortsetzung gestürzt, und ich wurde nicht enttäuscht.
    Derartige Cliffhanger bin ich von der Autorin schon gewohnt, denn auch ihre Blütenträume-Trilogie war ähnlich aufgebaut, wenn auch die Handlung keinerlei Ähnlichkeit mit dem aktuellen Roman hatte. Aber da ich dieses Konzept schon kannte, war ich mir fast sicher, dass mir dieses Buch hier gefallen würde, und so war es dann auch.
    Die Handlung schließt fast nahtlos an den ersten Teil an, und man begleitet Laura auf ihrer ersten größeren Tour als junge Reiseleiterin, die sie nach Paris führt. Hier hat sie eine fast unglaubliche Begegnung. Da ich aber aus eigener Erfahrung weiß, dass es derartige Zufälle im Leben durchaus geben kann, empfinde ich die Entwicklung, die sich anbahnt, gar nicht so abwegig.
    Die Atmosphäre der Paris-Reise ist auch hier wieder sehr schön wiedergegeben, und man wäre am liebsten dabei. Man trifft „alte Bekannte“ aus dem ersten Band, aber es kommen auch ein paar neue hinzu, allen voran der sympathische Armand. Meine Einschätzung zu einigen Charakteren aus dem ersten Teil musste ich noch einmal gründlich revidieren, und in einem Fall hat sie sich auch völlig geändert, worüber ich aber gar nicht böse bin, im Gegenteil! Hätte sich meine erste Meinung nämlich bestätigt, dann wäre die Geschichte letztendlich völlig anders gelaufen und ausgegangen. Mehr möchte ich dazu jedoch gar nicht verraten. Auf jeden Fall empfehle ich dringend, zuerst „Jene Tage in St. Germain“ zu lesen, denn die beiden Romane gehören unweigerlich zusammen, und die Reihenfolge muss hier auch unbedingt stimmen. Einen Teil allein zu lesen, macht wenig Sinn. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, denn hier, in der Fortsetzung, werden alle Fragen geklärt und alle Zweifel ausgeräumt, und daneben gibt es auch noch einige unvorhergesehene Überraschungen zu „verdauen“. Annette Hennig schreibt in gewohnt kurzweiliger und liebenswerter Form. Ich habe den Roman in einem Rutsch durchgelesen und war erst zufrieden, als ich die letzte Seite erreicht hatte. Beide Teile fügen sich am Schluss zu einem stimmigen Ganzen.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 4 Monaten
    Einfach großartig


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    Fanti2412s avatar
    Fanti2412vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die großartige Fortsetzung von "Jene Tage in St. Germain" löst das Geheimnis und hat mich begeistert!
    Rückkehr nach St. Germain

    Zum Inhalt:
    Lara, die junge Reiseleiterin aus Leipzig, begleitet eine Reisegruppe nach Paris.
    Dort trifft sie auf den attraktiven Armand, der seinem Großvater beim Umzug hilft.
    Lara und Armand kommen einander näher und finden heraus, dass ihre Großeltern ein gut gehütetes Geheimnis verbindet.
    Stück für Stück offenbart sich den beiden jungen Menschen, was diese fast sechzig Jahre lang vor ihnen verborgen haben.
    Je mehr sie in die Geschichte ihrer Großeltern eintauchen, umso erschütternder greifen die Ereignisse aus jener längst vergangenen Zeit nicht nur in ihr eigenes Leben ein.
    Wird aus einer alten Liebe eine neue erwachsen? 
    (Kurzbeschreibung gem. amazon.de)

    Leseprobe


    Die Autorin:
    Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
    Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
    Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
    In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.
    (Quelle: amazon.de)

    Webseite der Autorin 


    Meine Meinung:
    Die Fortsetzung von „Jene Tage in St. Germain“ setzt zeitlich genau dort ein, wo der erste Teil endete.
    Reiseleiterin Lara, die Enkelin von Marie-Luise, begleitet ihre erste Reisegruppe nach Paris. Ihre Großmutter, die sonst viel mit ihr gereist ist, hat sich geweigert, sie zu begleiten.
    Lara hat keine Ahnung, warum ihre Großmutter sich so hartnäckig geweigert hat, aber sie spürt, dass es da ein Geheimnis geben muss.
    In Paris trifft Lara bei einem abendlichen Spaziergang zufällig auf Armand, der seinem Großvater Sébastien gerade beim Umzug in eine Altenresidenz hilft. Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch und verbringen mehr Zeit miteinander. Armand zeigt Lara ein altes Foto, das er bei seinem Großvater gefunden hat. Lara erkennt in der Frau auf dem Bild sofort ihre Großmutter und beiden wird klar, dass es da eine geheimnisvolle Verbindung geben muss.
    Beide beschließen, ihre Großeltern unabhängig voneinander vorsichtig dazu auszufragen und sich die Antworten gegenseitig mitzuteilen.

    Wir erleben diese Fortsetzung an zwei Handlungsorten, in Paris und in Leipzig. Und so wie die beiden jungen Leute ihre Großeltern befragen und dazu bringen, aus der Vergangenheit zu erzählen, so gibt es Rückblicke in die Jahre 1955 bis 1966. Hier setzt sich dann Stück für Stück das Bild zu Marie-Luises und Sébastiens Geschichte zusammen.
    Der Handlungsstrang in der Vergangenheit hat mich sehr gefesselt. Das Schicksal der beiden hat mich berührt und mich mit den beiden leiden und bangen lassen. Ich war regelrecht gefangen in einem Drama, wie es eigentlich nur die damalige Zeit schreiben kann.
    Aber auch der Handlungsstrang in der Gegenwart konnte mich begeistern. Es war schön zu erleben, wie Lara und Armand ganz langsam und allmählich dem Geheimnis ihrer Großeltern auf die Spur kommen und sich selbst dabei auch emotional nähern, trotz der räumlichen Entfernung zwischen Leipzig und Paris.

    Diese großartige Fortsetzung schließt den Kreis und beendet die Geschichte, die einst in St. Germain begann auch dort.
    Alle Fragen und Rätsel, die nach dem ersten Teil offen geblieben sind, klären sich und dabei gibt es noch so einige Überraschungen, die mich staunen ließen.
    Das Ende hat mein Herz berührt und mir ein paar Tränchen in die Augen getrieben.
    Auch in diesem Teil hat mich Annette Hennigs lebendiger und mitreißender Schreibstil begeistert und ich empfehle diesen tollen Zweiteiler gerne weiter!


    Fazit: 5 von 5 Sternen


    © Fanti2412

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    steffib2412s avatar
    steffib2412vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Großartige Fortsetzung, welche man gelesen haben sollte.
    Großartige Fortsetung...

    Zur Story:
    Lara, die junge Reiseleiterin aus Leipzig, begleitet eine Reisegruppe nach Paris.

    Dort trifft sie auf den attraktiven Armand, der seinem Großvater beim Umzug hilft.

    Lara und Armand kommen einander näher und finden heraus, dass ihre Großeltern ein gut gehütetes Geheimnis verbindet.

    Stück für Stück offenbart sich den beiden jungen Menschen, was diese fast sechzig Jahre lang vor ihnen verborgen haben.

    Je mehr sie in die Geschichte ihrer Großeltern eintauchen, umso erschütternder greifen die Ereignisse aus jener längst vergangenen Zeit nicht nur in ihr eigenes Leben ein.

    Wird aus einer alten Liebe eine neue erwachsen? (By Annette Hennig)

    Mein Fazit:
    Mit "Rückkehr nach St. Germain" schafft Annette Hennig eine großartige Fortsetzung, welche mich sehr begeistern konnte.
    Der Schreibstil ist durchgehend sehr flüssig und fesselnd beschrieben, sodass ich schnell in die Geschichte um Lara und Armand hinein gefunden habe.
    Die beiden konnten mich wie auch schon im ersten Teil überzeugen.
    Diese Fortsetzung besticht mit vielen emotionalen Momenten. Aber auch eine Spannung, die bis zum Ende des Buches von der Autorin aufrecht gehalten wird.
    Außerdem wird vieles aufgeklärt. Eine Fortsetzung, die super gelungen ist.

    Ich gebe dem Buch sehr gerne 5 Sterne und wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen.

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