Annette Hess

 4.5 Sterne bei 155 Bewertungen
Autorin von Deutsches Haus, Deutsches Haus und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Annette Hess

Große Geschichten, nicht nur für das Fernsehen: Annette Hess ist in Deutschland vor allem für ihre Arbeit als Drehbuchautorin bekannt. Als solche machte sie sich einen Namen mit großen erfolgreichen Produktionen wie „Weissensee“ und „Ku’damm 56“. Für die zweite Staffel von „Weissensee“ wurde Hess von der Autorenstiftung Frankfurt 2011 mit dem Preis der Autoren ausgezeichnet. Diese Ehrung ist jedoch nur eine von vielen; Hess wurde unter anderem bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und mehrmals für den Grimme-Preis nominiert. Ihr Handwerk lernte sie an der Universität der Künste Berlin, wo sie in den Jahren von 1994 bis 1998 studierte. Ihre Abschlussarbeit, das Drehbuch „Was nützt die Liebe in Gedanken“ wurde von Achim von Borries in einem gleichnamigen Kinofilm umgesetzt. Im Jahr 2018 erschien zudem ihr Romandebüt „Deutsches Haus“, dessen Handlung um den ersten Ausschwitz-Prozess zwischen 1963 und 1965 kreist. Hess lebt heute in Dörpe, im Weserbergland, gemeinsam mit ihrer Familie.

Neue Bücher

Deutsches Haus

Erscheint am 30.08.2019 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Deutsches Haus

Erscheint am 30.08.2019 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Alle Bücher von Annette Hess

Deutsches Haus

Deutsches Haus

 (134)
Erschienen am 21.09.2018
Deutsches Haus: Roman

Deutsches Haus: Roman

 (1)
Erschienen am 21.09.2018
Deutsches Haus

Deutsches Haus

 (0)
Erscheint am 30.08.2019
Deutsches Haus

Deutsches Haus

 (20)
Erschienen am 21.09.2018
Deutsches Haus

Deutsches Haus

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Erscheint am 30.08.2019
Deutsches Haus

Deutsches Haus

 (0)
Erschienen am 21.09.2018

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Neue Rezensionen zu Annette Hess

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Rezension zu "Deutsches Haus" von Annette Hess

"Süffig"
Fantasia08vor 7 Tagen

Inhalt:


Frankfurt 1963. Eva, gelernte Dolmetscherin und jüngste Tochter der Wirtsleute Bruhns, steht kurz vor ihrer Verlobung. Unvorhergesehen wird sie gebeten, bei einem Prozess die Zeugenaussagen zu übersetzen. Ihre Eltern sind, wie ihr zukünftiger Verlobter, dagegen: Es ist der erste Auschwitz-Prozess, der in der Stadt gerade vorbereitet wird. Eva, die noch nie etwas von diesem Ort gehört hat, folgt ihrem Gefühl und widersetzt sich ihrer Familie. Sie nimmt die Herausforderung an, ohne zu ahnen, dass dieser Jahrhundertprozess nicht nur das Land, sondern auch ihr eigenes Leben unwiderruflich verändern wird.

Meine Meinung:

Ich finde das ganze Buch ist sehr flüssig erzählt. Das Buch hat immer Spannung und baut diese auch kontinuierlich bis zum Schluss hin auf. Welche das Lesetempo, vor allem zum Ende hin, merklich erhöht. 
Ich persönlich mag es sehr gerne wenn die Erzähl-Perspektive im Verlauf des Buches ändert, andere nicht. Da hat jeder seine eigenen Vorlieben.
Auch die verschiedenen Figuren sind sehr gut zusammengestellt. Perfekte Figurenkombination.

Ich habe, bevor ich anfing diese Rezension zu schreiben, diverse andere Rezensionen gelesen. Mit vielen kritischen Bewertungen bin ich sogar einer Meinung. Aber doch hat mich dieses Buch sehr berührt und gefesselt. Dies möchte ich, vor meinen negativen Punkten, gesagt haben.

Wenig begeistert, war ich von der Tatsache, dass nie ein Angeklagter des Ausschwitz-Prozesses, als Erzähler gewirkt hat. Ich hätte diese Seite noch sehr abwechslungsreich gefunden und hätte (mein) das schwarz weiss / gut schlecht denken, ein wenig gemindert.
Zudem fand ich die Rolle von Jürgen einfach zu klischeehaft. Der konservative Verlobte, der die Frau am Herd will und sich nicht weiter entwickeln soll.
Der Schluss hat mir auch nicht gefallen, aber das ist einfach wieder ein Stilmittel welches man liebt oder hasst. 

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in das Buch geben, ohne das ich zu viel verraten habe. Auf jeden Fall; Viel Spass beim lesen!

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Rezension zu "Deutsches Haus" von Annette Hess

Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit
uli123vor 7 Tagen

Die als Drehbuchautorin bekannt gewordene Autorin stellt in ihrem ersten Roman den ersten Auschwitz-Prozess in Frankfurt im Jahre 1963/64 in den Mittelpunkt. Die Protagonistin Eva, geboren 1939, ist als Dolmetscherin für die polnischen Zeugen, zumeist KZ-Überlebende, tätig. Sie wird erstmalig mit der furchtbaren deutschen Vergangenheit konfrontiert und – worunter sie zunehmend leidet – mit dem damals noch weit verbreiteten Verdrängen, Vergessen und angeblichem Nicht-gewusst-haben. Sie selbst fühlt sich schuldig. Aber für sie kommt es noch ärger, erkennt sie doch im Laufe des Prozesses, dass ihre eigene, doch so bürgerliche Familie in die Gräueltaten involviert war. Fast schon als zu viel erschient es mir, dass noch andere Romanfiguren große Schuld – in anderen Bereichen – auf sich geladen haben.

Das Buch mahnt gelungen an, dass wir unsere Geschichte während des Nationalsozialismus niemals vergessen dürfen. Es ist gut recherchiert und liest sich recht flüssig. Über kleine juristische Unkorrektheiten möge hinweggesehen werden (z.B. wird nicht der Eröffnungsbeschluss zu Beginn eines Strafprozesses verlesen, sondern die Anklageschrift, und werden Dolmetscher nicht von der Staatsanwaltschaft geladen, sondern von dem Gericht). Daneben erhalten wir einen schönen Einblick in den Zeitgeist der 1960er Jahre, insbesondere was die Rolle der Frau anbelangt.

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Rezension zu "Deutsches Haus" von Annette Hess

Verdrängung vs. Aufarbeitung: Die Dolmetscherin und die Auschwitz-Gräueltaten.
Emma1815vor einem Monat

Anette Hess: Deutsches Haus
Verdrängung vs. Aufarbeitung: Die Dolmetscherin und die Auschwitz-Gräueltaten.
Deutschland in den Sechzigerjahren: Eva Bruhns, eine junge Dolmetscherin für Polnisch, stammt aus einer gutbürgerlichen Familie. Sie hat zwei Geschwister: einen kleinen Bruder namens Stefan und ihre große Schwester Annegret, die als Krankenschwester auf einer Säuglingsstation arbeitet. Ihre Eltern betreiben eine kleine Wirtschaft. Evas Leben scheint perfekt - sie ist berufstätig und durch die frische Verlobung mit dem vermögenden Jürgen Schoormann, den sie bei einem vorweihnachtlichen Familienessen ihren Eltern vorstellen möchte, ist ihr der gesellschaftliche Aufstieg gewiss. Doch während dieses Essens erhält sie einen Anruf von ihrem Chef, der sie bittet, die Aussage eines KZ-Überlebenden ins Deutsche zu übersetzen. Ihre Familie und besonders Jürgen möchten dies aus bis dato fadenscheinigen Gründen verhindern, doch Eva setzt sich durch, nimmt den Job an und wird daraufhin auch als Dolmetscherin für den gesamten Frankfurter Ausschwitzprozess engagiert. Nichts ahnend, dass die Gräueltaten der NS-Zeit auch mit ihrer eigenen Familiengeschichte eng verwoben sind und dieser Prozess ihr Leben für immer verändern wird.

Geschichte in Geschichte
Die Drehbuchautorin Anette Hess, die TV-Serien wie „Weissensee“ oder „Ku´ Damm 56/59“ produzierte, begibt sich nun mit Deutsches Haus unter die Romanautoren. Dabei hat sie mit Eva Bruhns eine großartige Protagonistin erschaffen, die sich mit den Verbrechen im dritten Reich auseinandersetzt, den ehemaligen Häftlingen eine Stimme gibt und dabei gegen das große Schweigen und die Verdrängung ankämpft. Hess nimmt sich eindringlich und gleichzeitig verständlich dem großen Thema der Schuld an, die ein ganzes Land auf sich geladen hat und dem Umgang und die Aufarbeitung der Nachgeborenen damit. Um Geschichte zu erklären, personifiziert sie diese in den Romanfiguren. Durch die Verstrickungen der Familie Bruhns mit den Verbrechen wird die Geschichte dramatisch und spannend. Die Figuren erhalten eine große charakterliche Tiefe, da sie sich mit der Frage „Habe ich es gewusst?“ auseinandersetzen müssen. Es ist ein großartiger Roman mit authentischen Charakteren und bildhafter Sprache, der nicht nur die Sechzigerjahre wieder zum Leben erweckt, sondern auch den Holocaust, das Schweigen und Verdrängen sowie eine Emanzipationsgeschichte in den Mittelpunkt rückt. 

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Zusätzliche Informationen

Annette Hess wurde am 18. Januar 1967 in Hannover (Deutschland) geboren.

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