Annette Hess

 4.6 Sterne bei 77 Bewertungen
Autorin von Deutsches Haus, Deutsches Haus und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Annette Hess

Große Geschichten, nicht nur für das Fernsehen: Annette Hess ist in Deutschland vor allem für ihre Arbeit als Drehbuchautorin bekannt. Als solche machte sie sich einen Namen mit großen erfolgreichen Produktionen wie „Weissensee“ und „Ku’damm 56“. Für die zweite Staffel von „Weissensee“ wurde Hess von der Autorenstiftung Frankfurt 2011 mit dem Preis der Autoren ausgezeichnet. Diese Ehrung ist jedoch nur eine von vielen; Hess wurde unter anderem bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und mehrmals für den Grimme-Preis nominiert. Ihr Handwerk lernte sie an der Universität der Künste Berlin, wo sie in den Jahren von 1994 bis 1998 studierte. Ihre Abschlussarbeit, das Drehbuch „Was nützt die Liebe in Gedanken“ wurde von Achim von Borries in einem gleichnamigen Kinofilm umgesetzt. Im Jahr 2018 erschien zudem ihr Romandebüt „Deutsches Haus“, dessen Handlung um den ersten Ausschwitz-Prozess zwischen 1963 und 1965 kreist. Hess lebt heute in Dörpe, im Weserbergland, gemeinsam mit ihrer Familie.

Neue Bücher

Deutsches Haus
 (70)
Neu erschienen am 21.09.2018 als Hardcover bei Ullstein Buchverlage.
Deutsches Haus
 (7)
Neu erschienen am 21.09.2018 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.
Deutsches Haus
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Alle Bücher von Annette Hess

Annette HessDeutsches Haus
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Erschienen am 21.09.2018
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Erschienen am 21.09.2018
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Neue Rezensionen zu Annette Hess

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Shanna1512s avatar

Rezension zu "Deutsches Haus" von Annette Hess

Beklemmend und erschreckend
Shanna1512vor 12 Stunden

Aus dem Klappentext: Frankfurt 1963. Eva, gelernte Dolmetscherin und jüngste Tochter der Wirtsleute Bruhns, steht kurz vor ihrer Verlobung. Unvorhergesehen wird sie gebeten, bei einem Prozess die Zeugenaussagen zu übersetzen. Ihre Eltern sind, wie ihr zukünftiger Verlobter, dagegen: Es ist der erste Auschwitz-Prozess, der in der Stadt gerade vorbereitet wird. Eva, die noch nie etwas von diesem Ort gehört hat, folgt ihrem Gefühl und widersetzt sich ihrer Familie. Annette Hess ist mit diesem Buch ein Werk gelungen, dass mehr als unter die Haut geht. Sie nimmt den Leser zu einem Kapitel der dunkelsten Zeit Deutschlands mit. Nie war dieses Buch wertvoller, wie in der heutigen Zeit, wo sich der braune Sumpf wieder an die Oberfläche kämpft und zwar in einem Ausmaß, wo es einem Angst und Bange werden kann. Dieses Buch ist erschütternd und wachrüttelnd zu gleich. Nie wieder darf es geschehen, dass es zu solchen Prozessen kommen muss. Die Autorin hat so lebhaft geschrieben, dass man mitten im Geschehen war. Sie hat es hervorragend verstanden, die einzelnen Charaktere und den Zeitgeist einzufangen. Man fühlte sich in die 60.iger zurückgesetzt, wo Frauen leider immer noch schmückendes Beiwerk des Herren waren. Wo es Frauen nicht erlaubt war, ihr Leben selbst zu bestimmen. Ich habe den Mut von Eva bewundert, sich gegen ihre Eltern und ihren Verlobten aufzulehnen. Erschreckend war zu lesen, wie sehr ihre Familie in die Prozesse indirekt involviert war. Hier wirft sich die Frage auf: In wie vielen Familien wurde gesagt: Wir haben nichts gewusst, was hätten wir denn tuen sollen? Die Rolle von Evas Mutter hat in mir nur Ekel ausgelöst. Diese Frau ist für mich der Inbegriff der Falschheit und Schlechtigkeit. Achtung Spoiler! Sie wohnt neben dem Vernichtungslager, sie geht dort ein und aus, sie weiß von Qualen, sie riecht das Verbrennen und sie versucht sogar den Lagerkommandanten zu denunzieren und dann, will sie von allem nichts gewusst haben und das Regime nicht unterstützt haben? Hier wirft sich dann die nächste Frage bezüglich einem weiteren Handlungsstrang in dem Buch auf, Evas Schwester. Wurden die Wurzeln des Bösen in ihrer Kindheit gelegt? Ich kann dieses Buch jedem nur ans Herz legen. Leider kann ich aber nicht 5 Sterne vergeben, da mir der Schluss zu überraschend und abrupt kam. Ein paar mehr Seiten hätten ihm gut getan. Auch hätte ich mir persönlich ein anders Ende für Eva und Jürgen gewünscht. Vielleicht hat dies aber etwas damit zu tun, dass ich als Leser eine Information über Jürgen erhalten habe, die Eva nicht hat. Diese hat in mir einfach nur Abscheu ausgelöst. Da die Autorin TV Erfahrung hat, würde ich mir wünschen, dass dieses Buch verfilmt wird. Dadurch würden noch mehr Menschen erreicht und eventuell zum Nachdenken und Umdenken angeregt.

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Mauelas avatar

Rezension zu "Deutsches Haus" von Annette Hess

Deutsches Haus
Mauelavor 19 Stunden

Eva arbeitet als Übersetzerin. Als sie gebeten wird im ersten Frankfurter Ausschwitz-Prozess als Übersetzerin zu fungieren, nimmt sie die Herausforderung an, obwohl ihre Angehörigen dagegen sind und sie bisher noch nie von einem Ort namens Ausschwitz gehört hat. Während des andauernden Prozesses und auch der Vorortbesichtigung des Konzentrationslagers Ausschwitz durchlebt Eva einen Reifeprozess der durch extreme Gefühlsschwankungen von Ungläubigkeit über Begreifen was tatsächlich in den Konzentrationslagern passiert ist bis hin zum Willen der Wahrheit soweit möglich auf den Grund zu gehen, begleitet wird. Eva geht sogar so weit, daß sie mit der Familie bricht um der Wahrheit näher zu kommen, denn sie treibt die Frage um, was die Bevölkerung, was ihre eigene Familie wußte.


Der Roman „Deutsches Haus“ von Annette Hess zeigt die Ohnmacht dem die Menschen ob der Gräueltaten der Nationalsozialisten ausgesetzt waren, aber auch der Feigheit und inneren Zerrissenheit. Durch die Protagonistin Eva, kann sich der Leser nach und nach dem Thema nähern, begreift, daß viele Schuldigen auch nach dem Krieg noch hohe Posten inne hatten und nie für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen wurden. Und er begreift ebenso, daß Wegsehen auch eine Art von Schuld ist, die man sein Leben lang mit sich trägt.

Von mir eine Leseempfehlung für Alle, die einen gut durchdachten, emotionalen Roman lesen möchten, der trotz fiktionaler Handlung einen Einblick in die Gräueltaten suber auch die emotionale Aufarbeitung der Deutschen Geschichte wagen möchten.

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J

Rezension zu "Deutsches Haus" von Annette Hess

Wahrhaftig fesselnd
Julianchenvor 4 Tagen

Das Buch kam leider erst verspätet bei mir an, so dass ich die Rezension erst jetzt schreiben kann. „Deutsches Haus“ ist ein sehr fesselnder, gefühlvoll erzählter aber niemals gefühlsduseliger Roman. Wir begleiten Eva, eine junge Dame, die als Übersetzerin die Möglichkeit erhält, im ersten Auschwitz Prozess zu übersetzen. Zögerlich, aber von einer inneren Kraft getrieben, nimmt sie das Angebot an und setzt sich den grausamen und tragischen Schilderungen der Opfer aus, um deren Stimme im Prozess zu sein. Die Angeklagten sitzen ohne eine Spur von Schuld auf der Anklagebank. Doch Eva trifft nicht nur hier auf Schweigen und Sprachlosigkeit. Auch ihre Eltern scheinen etwas zu verbergen und nach und nach lüftet sich der Schleier, der auf Evas Vergangenheit liegt. Wer ist schuldig? Was ist mit den vielen Menschen, die schwiegen, aus Angst? Eva distanziert sich mehr und mehr von ihrer Familie, die sie eigentlich so sehr liebt. Ihre Verlobung mit dem schwierigen Charakter Jürgen Begleiter das Geschehen und gibt einen Einblick in das Rollenbilder jener Zeit. Zwei Handlungen im Buch fand ich etwas aufgesetzt, die Rolle von Evas Schwester im Krankenhaus und die Aussage ihrer Mutter vor Gericht. Aber alles in allem ein berührender, fesselnder Roman mit sehr viel Tiefgang.

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Zusätzliche Informationen

Annette Hess wurde am 18. Januar 1967 in Hannover (Deutschland) geboren.

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