Annette Hohberg

 4.2 Sterne bei 146 Bewertungen
Autorin von Alles, was bleibt, Ein Sommer wie dieser und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Annette Hohberg

Annette Hohberg wurde 1960 geboren und verbrachte ihre Kindheit in Schleswig Holstein. Sie studierte Linguistik, Literaturwissenschaften und Soziologie in München. Sie arbeite viele Jahre als Journalisten u.a. auch als Restaurantkritikerin bei Gault Millau und bei der Welt. Mittlerweile arbeitet Hohberg als Ressortleiterin für eine große Publikumszeitschrift des Condé Nast Verlags in München und lebt zusammen mit ihrem Mann am Starnberger See.

Alle Bücher von Annette Hohberg

Alles, was bleibt

Alles, was bleibt

 (59)
Erschienen am 02.05.2012
Ein Sommer wie dieser

Ein Sommer wie dieser

 (52)
Erschienen am 03.06.2013
Das unendliche Blau

Das unendliche Blau

 (22)
Erschienen am 02.09.2013
Stellas Traum

Stellas Traum

 (7)
Erschienen am 02.05.2016
Ein Sommer wie dieser: Roman

Ein Sommer wie dieser: Roman

 (4)
Erschienen am 01.03.2012
Stellas Traum: Roman

Stellas Traum: Roman

 (1)
Erschienen am 25.04.2016
Alles, was bleibt: Roman

Alles, was bleibt: Roman

 (1)
Erschienen am 25.05.2011

Neue Rezensionen zu Annette Hohberg

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Fanti2412s avatar

Rezension zu "Stellas Traum: Roman" von Annette Hohberg

Stellas Traum
Fanti2412vor 8 Monaten

Zum Inhalt:
Zärtlich und in wunderschönen Bildern erzählt Annette Hohberg die Geschichte einer innigen Jugendfreundschaft. Stella, Tim und Paul sind unzertrennlich, sie ergänzen sich perfekt. Bis etwas Entsetzliches geschieht und aus dem fröhlichen Mädchen Stella eine kühle, distanzierte Frau macht, die jedes Gefühl mit Arbeit betäubt. Nach 20 Jahren führt ein weiteres tragisches Ereignis die einstigen Freunde noch einmal zusammen. Kann jetzt aus Liebe Vergebung werden? Das poetische Porträt einer Freundschaft, die ihre Unschuld verliert.
(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag

Leseprobe


Die Autorin:
Annette Hohberg hat Linguistik, Literaturwissenschaften und Soziologie studiert. Heute arbeitet sie als Journalistin.
Auf die Frage, woher sie die Inspirationen für ihre Romane hole, sagte sie mal: "Ich lebe!". Die Schriftstellerin lebt in München, fühlt sich aber überall auf der Welt zu Hause. Was immer dabei sein muss: gute Bücher und gute Musik.
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Stella ist Onkologin und lebt in München. Sie geht in ihrem Beruf auf, ist ein Workaholic und hat eigentlich kaum ein Privatleben.
Als sie die Nachricht erhält, dass ihre Tante Elisabetta bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, nimmt sie das Angebot ihres Chefs an und nimmt eine längere Auszeit. Sie reist nach Schleswig-Holstein in das kleine Haus am See, in dem ihre Tante lebte und wo Stella nach dem Tod ihrer Eltern ihre Kindheit verbrachte.

Schnell wird klar, dass Stella vor vielen Jahren nach einem traumatischen Erlebnis mehr oder weniger nach München „geflohen“ ist.
Dort hat sie sich ein neues Leben aufgebaut und das Erlebte förmlich verdrängt. Sie spricht auch nie über die Vergangenheit, pflegt kaum soziale Kontakte und besuchte nur ab und zu ihre Tante.
Aber nun kehrt sie zurück in das Haus, das viele Erinnerungen in ihr weckt und dort findet sie auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht von ihrem Jugendfreund Paul vor.
Stella muss sich nun mit der Vergangenheit auseinandersetzen und versuchen, das Geschehene endlich zu verarbeiten.

In Rückblicken erfährt der Leser nun die Geschichte von Stella, Paul und Tim. Die drei sind seit früher Kindheit miteinander befreundet und ein unzertrennliches Trio. Sie sind beste Freunde, teilen alles miteinander und sind für einander da. Als sie etwa 16 sind erleidet Stellas Tante einen Zusammenbruch und muss einige Zeit in einer Klinik verbringen. Tim kümmert sich um Stella und erstmals ist eine gewisse Anziehung zwischen den beiden zu spüren.
Später geht Stella mit Paul nach Kiel, um ein Studium aufzunehmen, während Tim in die Welt hinaus zieht. Als er nach einiger Zeit zurückkehrt, zieht er bei den beiden ein und die drei Jugendfreunde sind erneut in einer Wohngemeinschaft vereint.
Doch was ist geschehen, dass die drei Freunde so entzweit hat, dass sie sich nie mehr wiedergesehen habe und 20 Jahre auch nichts voneinander gehört haben?
Stella stellt sich ihren Erinnerungen, doch um alles aufzuarbeiten braucht sie ihre beiden Jugendfreunde.

In ihrem sehr ausdrucksvollen und empathischen Schreibstil erzählt Annette Hohberg die Geschichte von Stella, Paul und Tim.
Auch Stellas Tante Elisabetta spielte in der Jugendzeit der drei eine Rolle.
Die Geschichte hat schnell einen Sog auf mich ausgeübt und mich kaum losgelassen. Das liegt einerseits daran, dass die Autorin es schafft, wunderbare Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen und andererseits schafft sie zu allem entsprechende Stimmungen.
Die Geschichte der drei Freunde hat mich sehr gefesselt und auch berührt. Natürlich wollte ich wissen, welches Ereignis sie damals entzweit hat und ob sie sich wieder finden und es ihnen gelingt, die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Im Wechsel erlebt man Stella in der Gegenwart und die Erinnerungen an damals. Das Ereignis, das die Freundschaft zerbrechen ließ, wird erst ziemlich zum Ende geschildert und er erklärt dann auch vieles.
Die drei Freunde sind als Protagonisten sehr facettenreich, lebendig und glaubhaft dargestellt und haben mir sehr gut gefallen. 
Auch Tante Elisabetta, die man in den Rückblicken immer wieder erlebt, hat mich begeistert, da sie oft sehr lebenskluge Ansichten vertritt.
Das Setting mit dem kleinen Häuschen am See und dem schönen Garten ist gelungen und entsteht bildhaft vor dem inneren Auge.

Diese wunderbare Geschichte ist ein bisschen Drama, ein bisschen Liebesgeschichte aber vor allem die Geschichte einer Freundschaft. Sie zeigt deutlich, dass eine Freundschaft, so gut und eng sie auch sein mag, Risse bekommen kann und man Konflikte aufarbeiten muss.
Eine Geschichte, wie sie das Leben schreiben kann, die mich sehr berührt hat, ein wunderschönes Leseerlebnis ist und deren Ende mich glücklich gemacht und mit einem Lächeln zurück gelassen hat!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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L

Rezension zu "Das unendliche Blau" von Annette Hohberg

...sehr traurig...
Lesebegeistertevor 10 Monaten

Marha verschwindet auf ihrer eigenen Geburtstagsfeier. Die Tochter und ihr Ex-Mann stehen vor einem Rätsel. Doch Martha weiß ganz genau, was sie tut. Sie fährt nach Italien, denn sie hat nur noch ein paar Monate zu leben. Ihre Diagnose: Krebs. In Bologna lernt sie Michele kennen…. Ein Buch ,das zum Nachdenken anregt. Gefühlvoll und traurig. Auch zu empfehlen die Bücher der Autorin: „Alles was bleibt“ und „Ein Sommer wie Dieser“.

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Fanti2412s avatar

Rezension zu "Das unendliche Blau" von Annette Hohberg

Das unendliche Blau
Fanti2412vor einem Jahr

Zum Inhalt:
Kurz vor ihrem 50. Geburtstag erfährt Martha, dass sie Krebs hat, im Endstadium. Die Journalistin entscheidet sich gegen jede Art von Therapie und geht stattdessen nach Italien. Ohne festen Plan, nur mit ein paar Träumen im Gepäck macht sie sich auf und verlässt ihre Tochter, ihre Freunde, ihren Vater. Jetzt, da ihr Leben mit einem Ablaufdatum versehen ist, tut sie endlich, was sie immer gewollt und sich immer versagt hat. In Bologna findet Martha nicht nur Antworten auf Fragen, die sie sich bis dahin nie gestellt hat. Sie findet das Lachen, die lange vermisste Lebensfreude – und die große Liebe. Sie trifft Michele, und gerade weil sie weiß, dass ihr nur noch ein paar Wochen bleiben, lässt sie alles zu und nichts aus. Sie zieht die Sicherheitsnetze ein, die sie jahrzehntelang sorgfältig gespannt hat, und lässt den freien Flug zu. Denn sie weiß: Man bereut im Leben nur das, was man nicht getan hat.  
(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag

Leseprobe


Die Autorin:
Annette Hohberg hat Linguistik, Literaturwissenschaften und Soziologie studiert. Heute arbeitet sie als Journalistin.
Auf die Frage, woher sie die Inspirationen für ihre Romane hole, sagte sie mal: "Ich lebe!". Die Schriftstellerin lebt in München, fühlt sich aber überall auf der Welt zu Hause. Was immer dabei sein muss: gute Bücher und gute Musik.
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Martha erfährt kurz vor ihrem 50. Geburtstag, dass der Krebs, den sie vor ein paar Jahren besiegt zu haben glaubte, zurück ist und sie nicht mehr lange zu leben hat.
Am Abend der Feier, die sie zu ihrem 50. Geburtstag ausrichtet, fällt ein Satz über „Carpe diem“, der wohl der letztendliche Auslöser dafür ist, was Martha dann tut. Noch während der Feier packt sie heimlich ein paar Sachen und verschwindet. Sie entscheidet sich gegen die Chemotherapie, die ihr Leben unter Leiden und vielen Nebenwirkungen nur unwesentlich verlängern wird, und fährt spontan nach Italien.
Ihr Ziel ist Bologna wo Francesca lebt, die sie vor einiger Zeit während einer beruflichen Reise als Journalistin kennengelernt hat. Francesca besorgt ihr ein kleines Appartement und in der Sprachenschule, in der Francesca arbeitet, beginnt Martha italienisch zu lernen. Und sie lernt Francescas Bruder Michele kennen, den sie auf Anhieb mag und in den sie sich verliebt.

Auf den ersten Blick mag diese Geschichte sehr traurig klingen und das ist sie auch teilweise. Aber einen weitaus größeren Teil nehmen für mich Mut und Lebensfreude ein. Martha lässt ihr „normales“ Leben komplett hinter sich. Ihren Vater, der dement in einem Pflegeheim lebt, ihre Anfang 20-jährige Tochter Lina, die sie seit der Scheidung von ihrem Mann vor vielen Jahren alleine aufgezogen hat und ihren Beruf als freie Journalistin. Sie lässt den Alltagstrott, in dem sie gelebt hat und der ihr eigentlich schon länger nicht mehr gefiel, zurück und macht nur noch, woran sie Freude hat. Carpe diem eben.
Mit Michele erlebt sie eine ganz große Liebe, die ihr noch einmal die Lebensfreude zurück bringt.
Ich habe Martha für ihren Schritt bewundert, den für diese Entscheidung hat sie großen Respekt verdient. Auch vor ihren neuen Freunden in Italien verheimlicht sie zunächst ihren Gesundheitszustand, weil sie diese neuen Freundschaften völlig unbefangen erleben möchte.
Es war wunderschön, Martha in ihrem letzten Sommer zu begleiten und zu erleben, wie sie tatsächlich jeden Tag begeht und lebt, als wäre es ihr letzter.
Besonders gut gefallen haben mir ihre Gespräche mit Michele und ihren neuen Freunden, denn es waren tiefgründige Gespräche mit viel Lebensweisheit.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht aber auch sehr ausdrucksvoll. Es gelingt ihr sehr gut, die vielfältigen Emotionen zu transportieren. Das schwierige Thema der unheilbaren Krankheit behandelt sie sehr offen und sachlich ohne zu melodramatisch zu werden.
Ich habe diese wunderbare Geschichte sehr genossen und letztlich auch viel nachgedacht über die Botschaft: „Man bereut im Leben nur das, was man nicht getan hat!“


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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