Annette Hohberg Alles, was bleibt

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Inhaltsangabe zu „Alles, was bleibt“ von Annette Hohberg

Siebzehn Jahre lang waren Gesine und Leo ein Paar – doch von einem Tag auf den anderen ist alles aus, und Gesine steht vor den Scherben ihrer Ehe. Anhand von siebzehn Fotos aus der gemeinsamen Zeit zieht sie Bilanz und kommt dadurch den Brüchen in ihrer Beziehung auf die Spur, die sie nicht gesehen hat – oder nicht sehen wollte. Die Chronologie einer großen Liebe und die Geschichte eines Neuanfangs.

Was bleibt nach 17 Jahren? Ein nachdenklicher Roman, für eine neue Chance.

— AnneMayaJannika
AnneMayaJannika

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    Alles, was bleibt
    AnneMayaJannika

    AnneMayaJannika

    06. December 2016 um 11:25

    Cover/Bilder: Gartenschaukel auf der lichtdurchfluteten Terrasse / Wintergarten. Sehr ansprechend.Zum Buch:Gesine ist nach 17 Jahren von ihrem Mann verlassen worden - für eine Jüngere. Nun löst sie ihre Wohnung auf und reist nach Frankreich in die Normandie, mit der Absicht auch das Ferienhaus zu verkaufen. Aber sie hat schweres Gepäck dabei, die Erinnerungen an 17 Jahre in Form von Fotos aus jedem Jahr und die guten und schlechten Zeiten des Lebens.Meine Meinung:Annette Hohberg fesselt mich jedes Mal auf's Neue. Ihr Schreibstil ist klar, gerade aus. Ihre Beschreibungen und Beobachtungen vom normalen Leben berühren mich, bringen Leben in das Buch und zeigen mir wie viel Beachtung man dem Leben schenken kann, wie wunderbar es ist.Gesine hatte ein gutes Leben, einen Mann, der sie fast wortlos verstand, mit dem sie sehr viele Dinge teilte und schrecklich gerne kochte. Leo, ihr Mann ist Restaurant-Kritiker und Gesine ist sehr gern mit ihm gereist und hat mit ihm gespeist. »Warum hast du nie mit mir geredet? Kein Wort hast du zu mir gesagt. Seit drei Monaten betrügst du mich jetzt schon und hast die ganze Zeit so getan, als sei nichts. Wir waren sogar noch zusammen in Frankreich. In unserem Haus …«»Ich habe immer gehofft, es hört wieder auf. Wie eine schwere Grippe, die man irgendwann überstanden hat. Deshalb habe ich dir nichts gesagt. Ich … ich wollte dir nicht weh tun.«»Aber das tust du.«Der Schock, verlassen worden zu sein, sitzt tief und man merkt auch, wie sie leiden, auch oder gerade bei den guten Erinnerungen, denn es stellt sich immer die Frage "Wie konnte es so weit kommen? Hat man die Auslöser nicht vorher bemerken können?" Gesines Selbstzweifel über die eigenen Fehler, die verpassten Chancen. Und auch der Hass auf die Jüngere, was hat sie das sie Gesines Platz einnehmen darf? Dies ist ein Solo-Stück für Gesine ihre Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Befürchtungen werden in dem verarbeitet. Sie spürte, dass sie den Dialog mit ihm – und mit sich – wieder aufnahm. Nur wenn man die Dinge benennt, über sie redet, ihnen Gestalt gibt, kann man sie klären. Das hatte sie doch selbst immer zu ihren Patienten gesagt. Genau das würde sie nun hier tun: entwirren, um die Sprachlosigkeit, in die sie hineingetaumelt war, zu beenden.Alle Freunde, auf die sie trifft, sind nur Beiwerk, um sie zu stützen. Ich muss gestehen, nach ca. der Hälfte des Buches wurde mir Flau im Magen, nicht weil mir die Beschreibungen des Essens das Wasser im Munde zusammenlaufen ließen und ich Hunger hatte, sondern weil ich befürchtete das Ende des Buches zu kennen. Aber die Autorin hat mich überrascht, hat eine Odé an das Leben geschrieben und darauf, das man sein Leben eben doch immer selbst in die Hand nehmen muss. Denn jeder Tag ist eine Herausforderung. Mir hat das Ende gefallen, denn nicht jedes Leben braucht unbedingt ein Drama.Fazit: Schöne Lektüre, sehr zu empfehlen!

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  • Leserkommentare zu Alles, was bleibt von Annette Hohberg

    Alles, was bleibt
    Cordula_Mayer

    Cordula_Mayer

    via eBook 'Alles, was bleibt'

    Die Geschichte an sich ist nicht wirklich neu: Nach 17 Jahren glücklicher Ehe verlässt er sie wegen einer Jüngeren. In ihrem Debütroman zeigt Annette Hohberg alles, was dann noch bleibt. Doch Trotz ihrem Trennungsschmerz will Gesine unbedingt einen Neuanfang starten und wie die Autorin immer wieder ungeahnte Wendungen einbaut ist wirklich toll.

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  • Leserunde zu "Das Herz einer Löwin" von Katherine Scholes

    Das Herz einer Löwin
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Mit dem Juli starten wir auch eine neue Runde in der LovelyBooks Lesechallenge und in diesem Monat geht es um "Das Herz einer Löwin" von Katherine Scholes aus dem Knaur Verlag: Ein Kind, das seine Mutter verloren hat.  Eine Frau auf der Suche nach einem neuen Anfang.  Ein Massai-Arzt, der sich für seine Patienten aufopfert.  Das Versprechen einer großen Liebe.  Die Autorin Katherine Scholes wurde auf einer Missionsstation in Tansania geboren und hat dort den größten Teil ihrer Kindheit verbracht - der schwarze Kontinent liegt ihr bis heute am Herzen und spielt eine Hauptrolle in ihren bisherigen Bestsellern wie "Die Regenkönigin", "Die Traumtänzerin" oder aber auch "Die Sturmfängerin" - allesamt abenteuerliche und spannende Geschichten über das Land und die Liebe.  Inzwischen wohnt Scholes mit ihrer Familie in Tasmanien (Australien) und arbeitet als Schriftstellerin und Filmproduzentin. Hast Du Lust mit vielen weiteren Lesern den Wettbewerb zu starten, tolle Aufgaben zu lösen, das Buch in der Leserunde zu entdecken und am Ende tolle Gewinne wie einen Kindle und große Buchpakete zu erhalten? Jeden Monat starten wir mit einem neuen Buch und somit auch mit neuen Chancen - einfach jederzeit anmelden, einsteigen und für spannende Leseerfahrungen auch noch Punkte kassieren! Wir vergeben wie immer unter allen, die sich in diesem Unterthema zur Lesechallenge anmelden, 50 Leseexemplare des Buches. Ihr habt Zeit für die Bewerbung bis einschliesslich 08. Juli 2012 - die Teilnahme an der Challenge ist bis zum 01. August möglich! Übrigens: die Schnellsten werden belohnt! Die ersten 100 Anmeldungen für die LovelyBooks Lesechallenge im Juni erhalten zusätzlich 100 Extrapunkte als Startkapital. Eure Beiträge zählen nur, wenn sie im jeweils passenden Unterthema geschrieben wurden! Wenn ihr seht, dass einer Eurer Beiträge im falschen Unterthema steht, verschiebt ihn bitte nicht, sondern löscht ihn und schreibt ihn neu!

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    • 1548
  • Rezension zu "Alles, was bleibt" von Annette Hohberg

    Alles, was bleibt
    Monsignore

    Monsignore

    04. June 2012 um 21:59

    Um es vorweg zu sagen: Ihr zweites Buch ist um Längen gelungener als dieser Debütroman. Es ist die durchaus gelungene Geschichte einer schweren Trennung, eines Entliebens, einer regelrechten Häutung. Schwungvoll geschrieben,glasklare Sprache, keinerlei Kitsch.Es braucht eine ordentliche Portion Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen, Lebenserfahrung und literarisches Gespür, um mit einer solchen Story nicht abzurutschen. Annette Hohberg rutscht nicht ab, Kompliment - ABER: Die Geschichte ist brav,fast schon bieder, nichts über den Tag hinaus. Befremdet haben mich die Lebensrealitäten der Figuren: Die Hauptfigur nimmt von einem Tag auf den anderen unbegrenzte Auszeit vom Arbeitsleben. Überhaupt geht keiner der Figuren einer regelmäßigen Arbeit nach,aber alle reisen ständig durch die Welt und natürlich hat man noch ein Haus in Frankreich. Stets wartete ich auf eine Überraschung, auf eine Wendung ins Lebendige. Seltsamerweise legte die Autorin zweifach eine solche Möglichkeit an - und ließ sie dann verpuffen. Gerade fällt mit das richtige Wort ein: Dröge.

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  • Rezension zu "Alles, was bleibt" von Annette Hohberg

    Alles, was bleibt
    robbylesegern

    robbylesegern

    09. February 2012 um 10:40

    Entpuppung Gerade habe ich das Buch von Annette Hohberg geschlossen und bin noch übervoll von den Eindrücken des Buches. Wenn ich dieses Buch eine Liebesgeschichte nennen würde, würde ich dem Roman nicht gerecht werden, denn ich denke er ist viel mehr.Eine Entwicklungsgeschichte, die sich aus einer zu Ende gehenden Liebesgeschichte herausschält, wie ein Schmetterling aus seiner Verpuppung. Er wirft Haut um Haut ab, um das zu werden was er am Ende ist.Frei!Und ein Buch, dessen Sprachgewalt mich manche Passagen zwei,-dreimal lesen ließ."Sie saßen noch eine Weile schweigend da,genügten sich in diesem Raum, den sie geschaffen hatten, kosteten die Nähe aus, die sie sich gewähren konnten, weil sie auf Distanz gebaut war"Mit diesen und noch vielen anderen schönen Sätzen wird der Leser belohnt, wenn er sich auf diesen Roman einläßt. Aber jetzt zur Geschichte: Gesine und Leo sind ein Paar, das von manchem ihren Bekannten um ihre Liebe beneidet wird.Leo ist Retaurantkritiker und Gesine Psychologin. Allerdings teilt sie die Leidenschaft des Kochens mit ihrem Mann. Seit 17 Jahren sind sie ein Paar, das seine Liebe konservieren konnte, doch dann eines Tages,gesteht Leo ihr, dass er sich von ihr trennen will. Er hat eine junge Kollegin lieben gerlernt und läßt Gesine mit wundem Herzen zurück.Zuerst ist Gesine verzweifelt, doch dann entscheidet sie sich in ihr Haus in die Normandie zu fahren, um dort Kraft zu schöpfen. Für einen Neuanfang? Obwohl ich die Liebesgeschichte von Gesine und Leo, die der Leser an Hand von 17 Bildern erzählt bekommt, doch schon als traurig empfand, ist die Aussage dieses Buches doch eher positiv.Man soll seine Vergangenheit abstreifen, zu sich selbst finden, und sich frei machen für einen Neuanfang. Diese Aussage beschreibt die Autorin in wunderschöner Sprache, von der man nicht genug bekommen kann.Sätze, wie oben beschrieben findet man einige in diesem Buch, das für mich viel zu schnell ausgelesen war.Ich hätte Gesine gerne noch ein bißchen weiterbegleitet, da sie mir im Laufe des Buches immer sympatischer wurde. Auch ihre Gerichte ,die sie zwischendurch immer wieder kochte, haben mit gefallen. Einige davon findet der Leser auch hinten im Buch. Gott sei Dank weiß ich, dass die Autorin bald ihr zweites Buch auf den Markt bringt, das ich mir ganz gewiss nicht entgehen lassen werde. Weiter so Frau Hoberg. In mir haben sie einen Fan.

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  • Rezension zu "Alles, was bleibt" von Annette Hohberg

    Alles, was bleibt
    Schassi

    Schassi

    04. October 2011 um 16:45

    Leo verlässt Gesine nach 17 gemeinsamen Jahren für eine jüngere Frau. Gesine ist am Boden zerstört und versucht die gemeinsamen Jahre mit Hilfe von 17 Fotos Revue passieren zu lassen. Was ist schief gelaufen? Warum setzt Leo ihr gemeinsames Glück auf's Spiel und gibt es noch Hoffnung, die Beziehung zu retten? Ein Treffen soll Klarheit bringen. Eine schöne Geschichte, die von zerbrochenem Glück und tollen Kochrezepten erzählt. Ich fand es nur manchmal etwas zu brav geschrieben.

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  • Rezension zu "Alles, was bleibt" von Annette Hohberg

    Alles, was bleibt
    saba

    saba

    05. August 2011 um 08:12

    Mit "Alles was bleibt" habe ich das bisher beste Buch dieses Jahres beendet. Am Schluss musste ich vor lauter Ergriffenheit weinen, was bei mir beim Lesen selten vorkommt. Die Geschichte dreht sich um Gesine und Leo. Nach 17 gemeinsamen Jahren eröffnet Leo seiner Frau Gesine, dass er sie wegen einer jüngeren Frau verlassen will. Gesine ist am Boden zerstört und flieht in ihr Haus in der Normandie, wo sie noch einmal die Jahre mit Leo Revue passieren lässt und sich mit ihrem eigenen Leben auseinandersetzt. Der Plot klingt relativ banal, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Annette Hohberg hat einen so angenehmen Schreibstil, wie man ihn selten erlebt. Die Sprache ist unbeschreiblich schön und ich konnte während der ganzen Handlung richtig mitfiebern. Für mich war dieses Buch ein echter Pageturner und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Alles, was bleibt" von Annette Hohberg

    Alles, was bleibt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. May 2011 um 09:44

    Klappentext: Siebzehn Jahre lang waren Gesine und Leo ein Paar – doch von einem Tag auf den anderen ist alles aus, und Gesine steht vor den Scherben ihrer Ehe. Anhand von siebzehn Fotos aus der gemeinsamen Zeit zieht sie Bilanz und kommt dadurch den Brüchen in ihrer Beziehung auf die Spur, die sie nicht gesehen hat – oder nicht sehen wollte. Die Chronologie einer großen Liebe und die Geschichte eines Neuanfangs. Meine Meinung: Alles, was bleibt, ist eine Erinnerung an einen wunderbaren Roman, der auf eindrucksvolle und fesselnde Weise beschreibt, wie eine Ehe nach 17 Jahren zerbricht. Natürlich steckt eine andere Person dahinter aber nicht nur das. Die Protagonistin Gesine, die wahnsinnig unter dieser Trennung leidet, setzt sich mit ihrem Leben und ihrer Erinnerung an ihre Ehe auseinander und weiß sie muss ihr Leben gehörig umkrempeln. Wer nun glaubt es mit einem klaren Liebesroman zu tun zu haben, der irrt gewaltig. Auch wird Gesine nicht einfach nur in die Opferrolle der armen, verlassenen Ehefrau geschoben, die am Kummer zerbricht. Der Leser erlebt den Trennungsschmerz von Gesine aber auch ihre Lust auf ein neues Leben. Etwas anstrengend war es für mich, Gesines Erinnerungen zu folgen, die in der Gegenwartsform erzählt werden. So wird der Leser immer wieder mit ihren Gedankensprüngen konfrontiert. Außerdem macht dieser Roman ständig Lust auf Wein und gutes Essen. Denn Gesine und Leo, kochen für ihr leben gerne, was in diesem Roman aus ausführlich beschrieben wird. Die Handlungsorte, in denen diese Geschichte spielt, sind München und Frankreich. Besonders positiv aufgefallen ist mir der Schreibstil von Annette Hohlberg. Sie beschreibt diese Geschichte so einfühlsam, dass man als Leser mit Gesine mitfühlen aber auch öfter mal wütend über sie werden kann. Ich hatte dank der vielen Details das Gefühl, Gesine und auch die anderen Personen schon fast zu kennen. Obwohl diese Geschichte gar nicht mal so spannend ist, hat die Autorin mich nach wenigen Seiten mit ihrem Schreibstil überzeugen und fesseln können. Ich wollte unbedingt wissen, ob sie Leo zurück bekommt oder ob alles anders ausgeht. Selbst wenn man plötzlich beim Lesen glaubt, der Verlauf dieser Geschichte sei vorhersehbar, der irrt sich auch hier gewaltig. Die Autorin überrascht immer wieder mit neuen Ideen. Die Kapitel sind stets mit 2 kleinen Schmetterlingen verziert, die ebenfalls in diesem Buch eine große Rolle spielen. Auch das Cover wurde passend zu dieser Geschichte gewählt. Es ist eine Holzveranda mit einer Schaukel abgebildet, die für meinen Eindruck friedlich wirkt. Daher finde ich dieses Cover passend zu diesem Roman gewählt. Mit 339 Seiten hat dieser Roman eine wunderbare Länge und das Beste kommt natürlich zum Schluss. Es befinden sich einige Kochrezepte von Gesine gegen das Traurigsein, die ich auf jeden Fall nachkochen möchte. Fazit: Ein wirklich beeindruckender Roman mit Tiefgang, der tragisch und berührend ist. Die Geschichte eines Neuanfangs, der nicht unbedingt dem Klischee entspricht.

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  • Rezension zu "Alles, was bleibt" von Annette Hohberg

    Alles, was bleibt
    gurke

    gurke

    11. April 2011 um 07:11

    Gesine und Leo sind das perfekte Paar. Aber leider hat diese Liebe kein Happyend. Denn nach 17 langen Ehejahren scheitert Beziehung der beiden. Leo hat sich in eine jüngere Frau verliebt. Gesine steht vor den Trümmern ihrer Ehe und weint ihrer einst so großen Liebe nach. Um wieder zu sich selbst zu finden und nicht komplett den Boden unter den Füßen zu verlieren, reist sie in die Normandie, in das gemeinsame Ferienhaus - allein. Dort kocht sie, was ihr schon immer gut getan hat und erinnert sich mit Hilfe von 17 Fotos an ihre Ehejahre. Jedes Bild steht für ein Jahr und eine besondere Begebenheit in diesem. Und dann trifft sie eine schwerwiegende Entscheidung. Annette Hohberg hat hier einen wundervollen und zugleich tragischen Roman geschrieben. Der Leser erlebt in "Alles, was bleibt" sämtliche Gefühle und Emotionen von Gesine mit. Nicht nur, dass die Protagonistin eine wundervolle Frau ist, die einem sofort sehr ans Herz wächst, nein. Man schmeckt die Gerichte, die sie kocht, hat die Normandie und das Meer ganz klar vor Augen, fühlt die gleichen Gefühle, die Gesine fühlt und empfindet die gleichen Höhen und Tiefen, die auch die Frau in ihren Leben erlebt hat, ganz genau so wie sie mit. Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil. Ich habe selten ein Buch gelesen das mit einer Geschichte, wie sie immer mal wieder vorkommt, so sehr ans Herz geht. Mit dem Anhang im Buch, hat die Autorin nochmal Liebe zum Detail bewiesen. Dort finden sich nämlich Gesines Rezepte gegen das Traurigsein zum nachkochen. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch verschlungen und hab während des Lesens immer wieder vor mich hingeträumt. Ich hatte einfach alles ganz klar vor Augen und wollte die Protagonistin einfach in den Arm nehmen und ihr alles Leid und Trauer nehmen. Die Geschichte von Gesine hat mich zutiefst berührt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Das Buch über das man auf jeden Fall länger nachdenken kann. "Alles, was bleibt" ist ein Roman den ich ohne Kritik wärmstens weiterempfehlen kann. Für jede Frau, die sich Abends entspannen möchte und träumen mag, ein absolutes Muss im Buchregal.

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