Annette Hohberg Das unendliche Blau

(20)

Lovelybooks Bewertung

  • 21 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 7 Rezensionen
(12)
(4)
(2)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Das unendliche Blau“ von Annette Hohberg

Das Leben ist Jetzt Kurz vor ihrem 50. Geburtstag erfährt Martha, dass sie Krebs hat, im Endstadium. Die Journalistin entscheidet sich gegen jede Art von Therapie und geht statt dessen nach Bologna. Sie verlässt ihre Tochter, ihre Freunde, ihren Vater – Jetzt, da ihr Leben mit einem Ablaufdatum versehen ist, tut sie endlich, was sie immer gewollt und sich immer versagt hat. Ohne festen Plan, nur mit ein paar Träumen im Gepäck macht sie sich auf – und findet in Italien nicht nur Antworten auf Fragen, die sie sich bis dahin nie gestellt hat. Sie findet das Lachen, die Leidenschaft, die lange vermisste Lebensfreude – und die große Liebe. Sie trifft Michele, und gerade weil sie weiß, dass ihr nur noch ein paar Wochen bleiben, lässt sie alles zu und nichts aus. Mit ihm feiert sie den Augenblick. „Ich will uns, solange es uns noch gibt. Jeden Moment will ich mit dir leben“, sagt sie fast trotzig, wissend, dass alles andere Verschwendung von Zeit wäre, die sie nicht mehr hat. Sie zieht die Sicherheitsnetze ein, die sie jahrzehntelang sorgfältig gespannt hat, lässt den freien Flug zu und erlebt so, dass genau das ihr den Hauptgewinn beschert.

so 100%ig hats mich nicht gepackt. brauchte fast bis zur hälfte, um in die story zufinden. schreibstil war mir zu blumig, zu viel gewollt.

— LeseSprotte

leider abgebrochen

— Thrillergirl

Ein tolles Cover und eine absolute Leseempfehlung! Alles hinter sich zu lassen, loslassen und geniessen! Erst bei Krankheit? Lernt daraus*.*

— BuecherFeenkiste

nachdenklich, bereichernd, anerkennend

— Buecherspiegel

Stöbern in Romane

Ich, Eleanor Oliphant

Ich hab es nach fünf Kapiteln angebrochen. Die Hauptfigur war mir einfach zu freakig.

Linker_Mops

Der Mann, der Verlorenes wiederfindet

Ein Kritiker:Er lässt uns nicht nur Dinge sondern auch Ideen wiederfinden. Für mich war es einfach nur Geschwurbel obwohl ich den Autor mag.

Alanda_Vera

Lügnerin

In jeder Hinsicht überzeugend erzählt.

jamal_tuschick

Wer hier schlief

Gut geschrieben, regt zum Nachdenken an, berührt mich persönlich aber nicht genug.

MrsFraser

Der Sympathisant

Ein kommunistischer Spion unter Exil-Vietnamesen in den USA: Teilweise fesselnd und überraschend amüsant und satirisch-ironisch.

Gulan

Im siebten Sommer

Spannend und emotional. Ein echter Pageturner!

thebooklettes

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Das unendliche Blau

    Das unendliche Blau

    Fanti2412

    14. September 2017 um 21:42

    Zum Inhalt: Kurz vor ihrem 50. Geburtstag erfährt Martha, dass sie Krebs hat, im Endstadium. Die Journalistin entscheidet sich gegen jede Art von Therapie und geht stattdessen nach Italien. Ohne festen Plan, nur mit ein paar Träumen im Gepäck macht sie sich auf und verlässt ihre Tochter, ihre Freunde, ihren Vater. Jetzt, da ihr Leben mit einem Ablaufdatum versehen ist, tut sie endlich, was sie immer gewollt und sich immer versagt hat. In Bologna findet Martha nicht nur Antworten auf Fragen, die sie sich bis dahin nie gestellt hat. Sie findet das Lachen, die lange vermisste Lebensfreude – und die große Liebe. Sie trifft Michele, und gerade weil sie weiß, dass ihr nur noch ein paar Wochen bleiben, lässt sie alles zu und nichts aus. Sie zieht die Sicherheitsnetze ein, die sie jahrzehntelang sorgfältig gespannt hat, und lässt den freien Flug zu. Denn sie weiß: Man bereut im Leben nur das, was man nicht getan hat.   (Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)  Leseprobe Die Autorin: Annette Hohberg hat Linguistik, Literaturwissenschaften und Soziologie studiert. Heute arbeitet sie als Journalistin. Auf die Frage, woher sie die Inspirationen für ihre Romane hole, sagte sie mal: "Ich lebe!". Die Schriftstellerin lebt in München, fühlt sich aber überall auf der Welt zu Hause. Was immer dabei sein muss: gute Bücher und gute Musik. (Quelle: Knaur Verlag) Meine Meinung: Martha erfährt kurz vor ihrem 50. Geburtstag, dass der Krebs, den sie vor ein paar Jahren besiegt zu haben glaubte, zurück ist und sie nicht mehr lange zu leben hat. Am Abend der Feier, die sie zu ihrem 50. Geburtstag ausrichtet, fällt ein Satz über „Carpe diem“, der wohl der letztendliche Auslöser dafür ist, was Martha dann tut. Noch während der Feier packt sie heimlich ein paar Sachen und verschwindet. Sie entscheidet sich gegen die Chemotherapie, die ihr Leben unter Leiden und vielen Nebenwirkungen nur unwesentlich verlängern wird, und fährt spontan nach Italien. Ihr Ziel ist Bologna wo Francesca lebt, die sie vor einiger Zeit während einer beruflichen Reise als Journalistin kennengelernt hat. Francesca besorgt ihr ein kleines Appartement und in der Sprachenschule, in der Francesca arbeitet, beginnt Martha italienisch zu lernen. Und sie lernt Francescas Bruder Michele kennen, den sie auf Anhieb mag und in den sie sich verliebt. Auf den ersten Blick mag diese Geschichte sehr traurig klingen und das ist sie auch teilweise. Aber einen weitaus größeren Teil nehmen für mich Mut und Lebensfreude ein. Martha lässt ihr „normales“ Leben komplett hinter sich. Ihren Vater, der dement in einem Pflegeheim lebt, ihre Anfang 20-jährige Tochter Lina, die sie seit der Scheidung von ihrem Mann vor vielen Jahren alleine aufgezogen hat und ihren Beruf als freie Journalistin. Sie lässt den Alltagstrott, in dem sie gelebt hat und der ihr eigentlich schon länger nicht mehr gefiel, zurück und macht nur noch, woran sie Freude hat. Carpe diem eben. Mit Michele erlebt sie eine ganz große Liebe, die ihr noch einmal die Lebensfreude zurück bringt. Ich habe Martha für ihren Schritt bewundert, den für diese Entscheidung hat sie großen Respekt verdient. Auch vor ihren neuen Freunden in Italien verheimlicht sie zunächst ihren Gesundheitszustand, weil sie diese neuen Freundschaften völlig unbefangen erleben möchte. Es war wunderschön, Martha in ihrem letzten Sommer zu begleiten und zu erleben, wie sie tatsächlich jeden Tag begeht und lebt, als wäre es ihr letzter. Besonders gut gefallen haben mir ihre Gespräche mit Michele und ihren neuen Freunden, denn es waren tiefgründige Gespräche mit viel Lebensweisheit. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht aber auch sehr ausdrucksvoll. Es gelingt ihr sehr gut, die vielfältigen Emotionen zu transportieren. Das schwierige Thema der unheilbaren Krankheit behandelt sie sehr offen und sachlich ohne zu melodramatisch zu werden. Ich habe diese wunderbare Geschichte sehr genossen und letztlich auch viel nachgedacht über die Botschaft: „Man bereut im Leben nur das, was man nicht getan hat!“ Fazit: 5 von 5 Sternen © Fanti2412

    Mehr
  • Sehr tiefgründig

    Das unendliche Blau

    TigerBaaby

    31. August 2015 um 11:27

    ~ KLAPPENTEXT ~ Das Leben ist jetzt. Kurz vor ihrem 50. Geburtstag erfährt Martha, dass sie Krebs hat, im Endstadium. Die Journalistin entscheidet sich gegen Therapie und geht statt dessen nach Bologna. Sie verlässt ihre Tochter, ihre Freunde, ihren Vater - Jetzt, da ihr Leben mit einem Ablaufdatum versehen ist, tut sie endlich, was sie immer gewollt und sich immer versagt hat. Ohne festen Plan, nur mit ein paar Träumen im Gepäck macht sie sich auf - und findet in Italien nicht nur Antworten auf Fragen, die sie sich bis dahin nie gestellt hat. Sie findet das Lachen, die Leidenschaft, die lange vermisste Lebensfreude - und die große Liebe. Sie trifft Michele, und gerade weil sie weiß, dass ihr nur noch ein paar Wochen bleiben, lässt sie alles zu und nichts aus. Mit ihm feiert sie den Augenblick. "Ich will uns, solange es uns noch gibt. Jeden Moment will ich mit dir Leben", sagt sie fast trotzig, wissend, dass alles andere Verschwendung von zeit wäre, die sie nicht mehr hat. Sie zieht die Sicherheitsnetze ein, die sie Jahrzehntelang sorgfältig gespannt hat, lässt den freien Flug zu und erlebt so, dass genau das ihr den Hauptgewinn beschert. ~ AUTORIN ~ Annette Hohberg wurde 1960 geboren und verbrachte ihre Kindheit in Schleswig Holstein. Sie studierte Linguistik, Literaturwissenschaften und Soziologie in München. Sie arbeite viele Jahre als Journalistin u.a. auch als Restaurantkritikerin bei Gault Millau und bei der Welt. Mittlerweile arbeitet Hohberg als Ressortleiterin für eine Publikumszeitschrift des Condé Nast Verlags in München und lebt zusammen mit ihrem Mann am Starnberger See. ~ FAZIT/ MEINUNG ~ Mein erstes Buch von dieser Autorin und ich bin einfach überwältigt. Eine schöne Story mit einem harten Kern. Das Buch ist schön und detailliert geschrieben. Die einzelnen Charakter lernen wir dort auch ziemlich gut kennen. Jede Handlung der verschieden Charakter ist nachvollziehbar. Tiefgründig und traurig zu gleich. Es regt dazu noch an mal über seine eigenen Werte nachzudenken. Das Buch ist mehr als gelungen und bekommt deshalb volle 5 von 5 Sternen.

    Mehr
  • Mit carpe diem fing alles an

    Das unendliche Blau

    AnneMayaJannika

    25. February 2015 um 10:02

    Carpe diem (dt. „Genieße den Tag“ oder wörtlich: „Pflücke den Tag“) ist eine Sentenz aus der um 23 v. Chr. entstandenen Ode „An Leukonoë“ des römischen Dichters Horaz (* 65 v. Chr.; † 8 v. Chr.). Sie fordert in der Schlusszeile als Fazit des Gedichtes dazu auf, die knappe Lebenszeit heute zu genießen und das nicht auf den nächsten Tag zu verschieben. Zum Buch: Martha ist fünfzig und hat Krebs im Endstatium. Sie will keine Therapie mehr, die Schmerzen bringt und ein wenig Lebenszeit, aber doch nicht hilft. An ihrem Geburtstag sagt eine Freundin, dass man sich Carpe Diem doch nicht leisten kann und Martha beschließt, dass es geht und zwar sofort! Sie möchte einfach tun, was ihr gerade einfällt und sie erinnert sich an eine neue Freundin aus Italien, die sie besuchen fährt. Sie taucht in eine Welt ein, die sie sich bisher immer versagt hat und sie lässt ihre "Lieben" sprachlos und hilflos zurück, um genau das zu tun "den Tag genießen", den Augenblick leben und nichts bereuen. Meine Meinung: Die Frage, was würdest du tun, wenn dein Ende naht, gab es schon in vielen Varianten. Ich bin froh, dass es kein Märchen wurde, in dem die Prinzessin gerettet wird (durch Yoga). Es tut dem Buch gut, das Martha viele Fragen einfach offen lässt, weil sie sich nicht mehr damit befassen kann und auch nicht mehr will. Es wäre zu schwierig, ihrer Tochter zu erklären, was sie alles falsch gemacht hat. Die Tatsache, dass Martha mit sich selbst ins Reine kommt, ist schön zu lesen. Natürlich wird alles von ihrer Wut über den Krebs überschattet. Ihr Hadern, Michele die Wahrheit zu sagen, die verpassten Momente. Wer kennt sie nicht. Fazit: Was bleibt ist ein bisschen Carpe diem. Die Möglichkeit zu leben, als wäre es der letzte Tag ist bei der heutigen Lebenserwartung, der Inflation und leider den sozialen Zwängen nicht möglich. Aber die Freude sollte über die Pflicht regieren und das kleine Glück wartet vielleicht bereits um die Ecke! Bleibt neugierig und nimm es an.  

    Mehr
  • nachdenklich, bereichernd, anerkennend

    Das unendliche Blau

    Buecherspiegel

    07. February 2014 um 19:52

    Zwei Tage vor meinem eigenen 50. Geburtstag habe ich angefangen den Roman „Das unendliche Blau“ von Annette Hohberg zu lesen. Und ich habe es nicht mehr aus meinen Fingern legen können. Für die, die stark emphatisch veranlagt sind, will ich sagen, habt die Taschentücher in Reichweite. Nichts ist so ergreifend wie eine Geschichte über eine Person die genau weiß, sie hat nur noch eine kurze Zeit auf Erden. Und im Grunde wissen wir alle, dass es uns jederzeit, egal wie und wo, treffen kann, wir Abschied nehmen müssen von dem, was wir Leben nennen. Die Protagonistin, eine Journalistin (Martha), die einige Tage vor ihrem 50. Geburtstag erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist, muss nun wichtige Entscheidungen treffen. Geschockt von dieser Nachricht, reagiert sie die nächsten Tage nur, zum agieren ist ihr Gehirn noch gar nicht bereit. Erst an ihrem Geburtstag, nach einem nicht ernst gemeintem Spruch einer Freundin, dass „Carpe diem eine Einstellung ist, die sich heute niemand mehr leisten kann“, erwacht sie wie aus einem Traum und handelt. Sofort. Verlässt ihre Feier, ihre Freunde, die Tochter, packt ein paar Sachen ein und fährt drauf los, in die pechschwarze Nacht hinein. Nur ein Zettel mit einer Telefonnummer in der Tasche von einer Zufallsbekanntschaft, einer Italienerin, das ist ihr einziger Anhaltspunkt. Annette Hohberg, die Bologna aus eigenen Aufenthalten kennt, lässt ihre Heldin die letzten Wochen ihres Lebens in einer für diese wildfremden Stadt nochmal alles erleben, was sie sich die letzten Jahre versagt hat. Eine gescheiterte Ehe, die ihr durch die vielen Affären ihres Mannes die Lust an der Liebe nahmen, eine Tochter, für die sie alles getan und jede freie Minute geopfert hat, all das lässt sie Revue passieren. Jetzt ist die Zeit da, um Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Gegen ein zu viel an Medizin, für Abende in einer sehr lebendigen Stadt, eine neue Sprache lernen, einen Mann kennen zu lernen. Sie lässt sich nochmal ein, wirft alle Skrupel über Bord und liebt. Und wie sie liebt! Nachdem sie durchgerechnet hat, wie viel Stunden, wie viele Tage ihr noch bleiben, nimmt sie ihr Leben in die Hand. Vater und Tochter bekommen durch die Ereignisse das erste Mal seit Jahren die Chance, sich wieder näher zu kommen, wenn es nicht überhaupt das erste Mal ist, dass sie sich gegenseitig tatsächlich wahrnehmen. Das ist schmerzhaft aber auch erfüllend, für beide Seiten.Und als sie endlich die Mutter und ehemalige Frau in Bologna besuchen, erkennen sie sie kaum, so sehr hat sie sich verändert. Die Erkenntnis, dass es jetzt gilt, all das zu tun, was sie immer tun wollte, lässt Martha reifen und jünger werden, beides in einem. Die bildhafte Sprache, die Auseinandersetzung mit Leben und Tod, so wie es Annette Hohberg in ihrem Roman umgesetzt hat, ist anrührend, liebevoll, macht nachdenklich und bestärkt mich auch immer wieder in meiner eigenen Lebensführung. Wir alle haben mehr oder weniger im Familien- oder Freundeskreis, vielleicht auch schon selbst mit schweren Erkrankungen zu tun bekommen. Ich persönlich warte daher nicht mehr auf den Feierabend oder das Wochenende, sondern bitte diejenigen, die es nicht abwarten können, dass es endlich 4 Uhr am Nachmittag ist, mir auch die Zeit bis dahin zu gönnen und zu leben, da auch die Zeit im Büro oder wo auch immer, Zeit meines Lebens ist.

    Mehr
  • Das Leben ist eine Wundertüte - man muss sich nur bedienen

    Das unendliche Blau

    Lilli33

    15. January 2014 um 21:12

    Kurz vor ihrem 50. Geburtstag erfährt Martha, dass der vor einem Jahr operierte Krebs wieder aufgeflammt ist und gestreut hat. Sie hat nur noch wenige Monate zu leben. Für Martha ist dies der Anlass, aus ihrem festgefahrenen Leben auszubrechen. Sie reist nach Italien, nach Bologna. Hier gelingt es ihr, die zum Teil selbst auferlegten Fesseln wie Pflichtbewusstsein, Aufopferung und Selbstbeschränkung abzulegen. Die Italiener scheinen das Leben von der leichten Seite zu nehmen und Martha tut es ihnen nach. Sie blüht geradezu auf. Und sie verliebt sich in Michele, eine Liebe, wie sie intensiver kaum sein könnte. Martha ist so glücklich wie noch nie im Leben. Sie versucht, mit allen Versäumnissen, vertanen Chancen, mit ihrem Ex-Mann und mit der Krankheit und dem Tod ins Reine zu kommen. Annette Hohberg hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der mich berührt hat, der mich gefesselt hat, der mich zum Weinen und zum Lächeln gebracht hat. Es ist eine intensive Geschichte, die mit leisen Tönen daher kommt und einen nachdenklich zurücklässt. Sie greift die Frage auf, was wirklich wichtig ist im Leben. Hohbergs Schreibstil gefällt mir sehr gut. Das Buch ist leicht zu lesen, aber die Sprache ist nicht zu einfach. Es werden viele schöne, passende Vergleiche verwendet. Und obwohl gar nicht so wahnsinnig viel passiert, wirkt alles sehr lebendig. Bologna wird farbenfroh beschrieben, und wer die Stadt kennt, wird sicher das ein oder andere Detail wiederfinden. Die Charakterisierung der Protagonisten wie auch der Nebenfiguren ist absolut gelungen. Ich  konnte sie mir gut vorstellen und speziell Martha kam mir wie eine gute Bekannte vor, so nah wurde ich an diese Figur herangeführt. Fazit: Ein wunderbar warmherziger Roman, den ich gerne weiterempfehle.

    Mehr
  • Ein unendliches Gefühlsdrama

    Das unendliche Blau

    Callso

    20. September 2013 um 13:33

    Buch aufschlagen und eintauchen in die große Gefühlswelt. Wieder ein Buch von Annette Hohberg das man fühlen, schmecken, atmen und vor allen Dingen wunderbar lesen kann. Martha ist mit 50 Jahren am Scheidepunkt. Die pubertäre Tochter rebelliert, die Ehe ist gescheitert, nur beruflich ist sie als Journalistin erfolgreich. Dann die niederschmetternde Diagnose: Unheilbarer Krebs. Doch mit dem nahenden Tod beginnt für Martha erst das richtige Leben. Neues Land (Italien), neue Liebe und neue Lebenseinstellung. So hat das Buch eine wundervolle Mischung und Balance zwischen Schwere und Leichtigkeit, zwischen Liebe, Hoffnung, Trauer und Glück. Das Buch hält einen wunderbaren Reigen bereit: Von Bologna, von Carpe Diem, von Freundschaften, von wieder annähern und vom Loslassen - das alles ist sehr stark beschrieben und  umschrieben. Zuegegebn: Die Story ist nicht neu und nicht der Brüller. Die Umsetzung ist indes fabelhaft. Die Wortwahl der Autorin ist herausragend. Das Feingefühl, die fabrizierte Stimmung prächtig. Das alles wieder mit Niveau und den tollen Charakteren. Ein tolles Werk, ein prächtiger Frauenroman mit Tiefgang! Trotz des ernsten Hintergrundes ein echtes Wohlfühlbuch!

    Mehr
  • Carpe diem

    Das unendliche Blau

    robbylesegern

    02. September 2013 um 18:11

    Jedes Mal, wenn ich ein Buch von Annette Hoberg schließe, spüre ich die Zufriedenheit, die eine Katze beim Ausschlecken eines Sahneschälchens verspürt. Ich bin satt und zufrieden, weil mir etwas Besonderes geboten wurde. Annette Hoberg versteht es mit Worten zu jonglieren und damit eine einfache Geschichte, deren Thema schon häufig in Büchern vorkam, zu einem unvergesslichen Leseerlebnis werden zu lassen. So auch mit ihrem neuen Buch "Das unendliche Blau ".Auch in diesem Buch geht es , wie in ihren vorhergehenden Büchern, um Schicksale und die Menschen, die damit verbunden sind. In dieser Geschichte ist Martha die Protagonistin. Sie feiert ihren 50. Geburtstag und als eine Freundin von ihr den Satz fallen lässt :"Carpe diem, wer kann sich das heute denn noch leisten ?", springt bei Martha eine Notleuchte an. Ihr ganzes Leben lang hat sie nur funktioniert, hat durchgehalten, hat sich diszipliniert und dies auch von ihrem Mann und ihrer Tochter verlangt. Die Ehe ist wegen der vielen Affären ihres Mannes in die Brüche gegangen und so lebt sie mit Lina, ihrer Tochter allein in einem spießigen Reihenhaus mit handtuchgroßem Garten. Doch an ihrem Geburtstag wagt sie es aus ihrem Korsett zu springen, dass sie sich selbst all die Jahre angelegt hat. Auf einer Dienstreise hat sie eine Frau aus Bologna kennengelernt und ihr versprochen, sie einmal zu besuchen. Jetzt ist für sie der Zeitpunkt gekommen. Kurz vor ihrem Geburtstag hat sie die Diagnose bekommen , dass sie Krebs im Endstadium hat. Sie lehnt die konventionelle Therapie und macht sich auf den Weg nach Italien , um wenigstens einige ihrer Träume zu leben. Sie merkt, dass wenn sie loslassen kann, nicht alles kontrollieren muss und nicht immer die Sicherheitsleine zieht, das Leben sehr schön sein kann. "Jeden Moment will ich jetzt leben, wissend, dass alles andere Verschwendung von Zeit wäre." Und mit dieser Einstellung erfährt sie sehr viel über sich und begegnet einer neuen Liebe. Wie schon zu Anfang erwähnt, bin ich immer wieder fasziniert von der Verbalakrobatik dieser Autorin. Da sind Sätze, die wie hingetupft wirken und die man zwei ,drei Mal liest, weil sie einfach so schön klingen. Sie lassen Bilder im Kopf des Lesers entstehen, die mehr als plastisch sind. Nach 3 Büchern dieser Autorin, vermag ich nicht zu sagen, dass mir das eine oder andere Buch besser gefallen hat, sie sind alle für sich sehr schön und die Qualität ist auf gleichem Niveau geblieben. Die Geschichten betreffen Menschen , meist in Ausnahmesituation, aber ihre Figuren sind anfassbar und sehr liebevoll beschrieben, sodass man gleich einen Bezug herstellen kann und sich manchmal sogar mit ihnen identifiziert. Ich habe dieses Buch leider verschlungen, man hätte es eigentlich häppchenweise genießen sollen, aber wer weiß, vielleicht werde ich es ja später im Lehnstuhl noch einmal zur Hand nehmen. Ein wunderbares Leseerlebnis, das Sie sich gönnen sollten.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks