Annette Mingels Was alles war

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Inhaltsangabe zu „Was alles war“ von Annette Mingels

Wahlverwandtschaften – der große Familienroman für unsere Zeit Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Die Frage, was Familie eigentlich ausmacht, erhält für Susa eine neue Bedeutung, auch, weil sie sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt. In ihrem neuen Roman begibt sich Annette Mingels literarisch auf die Spur unseres prägendsten und faszinierendsten Beziehungsgeflechts: der Familie. Sie erzählt von den vielen Spielarten moderner Beziehungen und davon, was Familie heute ausmacht, von Nähe und Geborgenheit, von Distanz und Konkurrenz, von der Unmöglichkeit, einander ganz und gar zu verstehen, von der Brüchigkeit des Ganzen, aber auch von seiner Belastbarkeit.

Ein leiser Roman mit einer wahnsinnigen Wucht!

— Anne-Sophie_Fuchs

Eigentlich ganz gute Familienroman

— leserin

War gut. Ein paar sehr schöne Stellen, manchmal aber auch unnötige Längen.

— agent13357

Ich habe mehr erwartet

— Disturbiasarah

„Was alles war“ lässt den Leser ganz nah an Susa und ihre Probleme heran und schafft es doch Distanz zu dieser Protagonistin zu halten.

— schlumeline

Berührende Geschichte, welche sanft aber tief unter die Haut geht.

— schlaura

Ich fand die Geschichte sehr anstrengend, da sie hin und her springt, keinen Zusammenhang hat und man sich vieles erdenken muss ...

— 19angelika63

Ein wirklich tolles Buch: mitreißend, einfühlsam und poetisch! Und es regt außerdem zum Nachdenken über die Lektüre hinaus an.

— LeserCarl

Familiengeschichte, distanziert und emotionsarm geschildert, teilweise anstrengend zu lesen, da Ort und Zeit des Geschehens oft unklar.

— Buecherheldt

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  • Ein Roman mit leisen Beobachtungen - und laut genug, um jedes Herz zu wecken.

    Was alles war

    Anne-Sophie_Fuchs

    01. October 2017 um 21:03

    Susa geht es gut. Sie weiß, dass sie adoptiert wurde und es stört sie kein bisschen. Sie liebt ihre Familie - die Eltern und die Schwester. Und Susa liebt irgendwie auch Henryk, der seit kurzem in ihrem Leben ist. Ihn und dessen zwei kleine Töchter. Dann taucht Susas leibliche Mutter auf und wirbelt was auf. Ergänzt Susas Leben um einen weiteren Faktor, eine Unbekannte, eine neue Mutter mit einer anderen Vergangenheit. Und mit neuen Brüdern für Susa und einem Liebesbrief von Susas leiblichem Vater - der nie was von seiner Tochter erfahren durfte. Einen richtigen Handlungsstrang gibt es nicht, aber den braucht es auch nicht. Wir begleiten Susa in ihrem Jetzt, in ihren Gedanken an ihr Gestern und ein Morgen. Wir sind dabei, wie sich ihre Familie verändert und wie sie die Rolle in der Neuen einnimmt. Wir sehen zu wie eine Familie wächst, an Mitgliedern und neuen Hürden. Wir sind auch dabei, als ein wichtiger Teil beginnt, Abschied zu nehmen und wir erfahren, wie verschieden Abschied schmecken kann. "Was alles war" ist eine Reise, die den Leser unmittelbar in den eigenen Mittelpunkt führt: ins Herz. Mit voller Wucht schmettert uns Annette Mingels lauter leise Sätze entgegen, die - jeder für sich - ein kleines Beben erzeugen. Fazit: Es gab Momente, da musste ich das Buch beiseite legen - und kurz nach Luft schnappen, wenn mir ein einziger Satz mit voller Absicht Tränen in die Augen trieb. Annette Mingels beweist die faszinierende Fähigkeit, feinste Gefühlsregungen einzufangen und sie in Worte zu fassen. Subtil, ohne Drama. Ehrlich und klar. Mit starken Bildern, die den Leser zustimmend nicken lassen. Weil es um etwas geht, das man kennt. Um die eigenen Ängste, Zweifel, Hoffnungen und Ernüchterungen. Die Kraft dieser Geschichte liegt nicht in der Handlung, sondern in allem, was unser Handeln begleitet und bedeutend macht. Ein Buch, das mir ans Herz gewachsen ist - von der ersten Seite bis zur Danksagung.

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  • Kalt, Distanziert und Farbloss

    Was alles war

    BloggingRenate

    Alles was war von Annette MIngels ist eine der Arten von Büchern, die von Medien und Lesern gehypt werden und auf zahlreichen angesagten Listen wiederzufinden sind, mir hat es allerdings überhaupt nicht zugesagt. Als ich den Klappentext las, fand ich es sehr interessant und spannend und wollte so schnell wie möglich anfangen zu lesen und mich dieser Geschichte völlig zuwenden. Leide, war das Buch doch nicht so gut wie erwartet. Das versprochene Geschehen rund um die Geschichte der Adoption und der Mutter die sich unverhofft meldet wird eher links liegen gelassen und dafür eine Familiengeschichte rund um unsere Protagonistin serviert. Obwohl die Geschichte in sich stimmig war, fand ich dennoch das Buch streckenweise langweilig und legte es weg um zu einem anderen Buch zu greifen. Dieses Buch konnte für mich viel zu wenig leisten und mich kaum packen. Ich ertappte mich oftmals dabei, dass ich mir Entschuldigungen aussuchte um nicht wieder zu dem Buch greifen zu müssen. Auch der Schreibstil von Annette MIngels bereitete mir große Schwierigkeiten.  Die Autorin hat eine sehr gewöhnungsbedürftige Schreibart, die mir nicht nur den Einstieg schwer machte sondern auch das ganze Buch. Lange habe ich gedacht, dass ich das Buch abbreche, habe mich doch noch ein paar weitere Seiten durchgebissen, um es dann doch endgültig aufzugeben.  Das Fehlen direkter Dialoge und die distanzierte Schreibweise sorgten dafür, dass ich keine richtige Verbindung zu den Protagonisten aufbauen konnte, aber auch, dass ein Teil der Lebendigkeit der Geschichte verloren geht. Für mich wirkte dies nicht als wäre der Schreibstil von Annette Mangels etwas besonders, sondern eher erzwungen und unnatürlich.Auch zu den Charakteren konnte ich keinen Draht finden. Sie sind mir über das ganze Buch hinweg fremd geblieben und konnten keine Emotionen in mir wecken. Dieses schien mir so farblos und nichts sagend, das lag zum einen am Schreibstil aber auch daran, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Besonders die Protagonistin, Susa, war mir zu anstrengen in ihrer Art. Mal liebevoll und herzlich, mal aufgeschlossen und distanziert.Abschließend finde ich es schade, dass es so gekommen ist. Ich hatte mir mehr und vor allem etwas anderes von diesem Buch versprochen. Aber ich ermuntere euch, euch ein eigenes Bild davon zu machen, denn obwohl das Buch nichts für mich gewesen ist, kann es genau das passende für euch sein.

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    • 3
  • Wichtiges Buch

    Was alles war

    Eva-Maria_Obermann

    18. August 2017 um 14:55

    Susa lernt als Erwachsene ihre leibliche Mutter Viola kennen. Sie wusste, dass sie adoptiert ist und findet wenig Bezug zu dieser theatralischen Person. Sofort verbunden fühlt sie sich dagegen zu ihrem Bruder Cosmo. Doch als ihr Adoptivvater erkrankt droht die Leerstelle um den fehlenden leiblichen Elternteil Susa zu erdrücken. Sie, die selbst Stiefmutter ist und gerade ein leibliches Kind bekommen hat. Wer ist sie eigentlich und zu was ist sie fähig? Susa ist auf den ersten Blick ein einfacher Charakter. Stimmig, mit beiden Füßen auf dem Boden, nicht stürmisch, sondern Wissenschaftlerin. Ganz anders als ihre quirlige Mutter, die jede Verantwortung, jede feste Bindung immer wieder im Keim erstickt hat. Doch sie wankt leicht, diese feste Protagonistin. Bei ihrem Bruder, zu dem sie eine tiefe Verbindung spürt, bei ihrem Sohn, den sie mehr liebt, als sie es ertragen kann, bei ihrem Mann, hinter dem sie nicht zurückbleiben will. Im Grunde ist sie gefangen in der Zwickmühle jeder berufstätigen Mutter. Bin ich genug? Das wäre alles auch ohne fehlenden Vater Grund für einen Zusammenbruch. Susa droht am Alltag zu zerschellen, an den Vorstellungen, die sie von sich und ihrem Leben hat. Vor allem aber am Leben selbst, das immer wieder erstaunt und erschreckt. Verlust und Angst vor Verlust liegen direkt neben dem euphorischen Gefühl des Glücks. Im Grunde ist es diese Lebenspanik, die Susas Krise auslöst. Objekt der Selbstsuche wird der Vater. Was alles war beleuchtet eindringlich die Frage, wie Herkunft, Elternschaft und Identität zu bewerten sind. Wie sie in komplexen Verbindungen miteinander russisches Roulette spielen. Und obwohl Susa ihren Vater sucht, ist es ihre Mutter, vor der sie wegläuft. Alles, was Viola für Susa symbolisiert schleicht sich immer wieder an sie heran. Ist sie dieser Frau wirklich so unähnlich? Regelrecht komponiert ist diese Identitätskrise, die als Metapher für das sein kann, was jeder Frau entgegengestellt wird. Zwei Extreme, die es zu erfüllen gilt und die mit der ruhigen Adoptivmutter ihren zweiten Pol bekommen. Vielleicht wird unter diesem Gesichtspunkt auch der Titel programmatisch. Was alles war beeinflusst immer, was ist und darf doch kein Grund sein, den eigenen Weg zu finden. Über Jahre folgt der Roman Susa dabei, eine Familie aufzubauen und sich selbst immer wieder von dieser Figur zu entfremden, die sie am Anfang war. Identität ist nichts Festes, sie verändert sich. Diese Veränderung löst die Krise aus, denn Susas neues Ich wird ihr so fremd, dass der Roman zwischenzeitlich von der Ich-Erzählerin auf eine personale Form wechselt. In Was alles war geht es nicht um die Frage, was Familie ist und wie wir sie leben, sondern auch um die Rolle der Mutter darin, der Frau in einem Leben mit Mann, Kindern, Eltern und Beruf. Und das geht der Roman schonungslos und ehrlich an, voller Selbstlügen und Ängsten, dass Koppschütteln und trauriges Nicken ineinander übergehen. Ein so wichtiges Buch, in dem mehr schlummert, als der erste Blick verrät.

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  • Familienbande

    Was alles war

    Marie1971

    16. June 2017 um 21:27

    Susa lernt erst kurz, nachdem sie den verwitweten Henryk mit seinen beiden Kindern zum ersten Mal trifft, ihre eigene leibliche Mutter Viola kennen. Langsam nähert sie sich dieser an und muss feststellen, dass sie so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Susa heiratet Henryk und neben den seinen beiden Töchtern vergrössert sich die Familie mit einem gemeinsamen Sohn. Die ersten Annäherungsversuche zu ihrer eigenen Mutter laufen somit parallel mit dem "Konstrukt" ihrer Familie einher. Und vertiefen somit die das Empfinden bei Susa, welche überaus starke Bindung Mutter und Kind haben können. Oder eben auch nicht wie im Fall von Viola. Annette Mingels hat Susa´s Geschichte aus der Erzählperspektive heraus aufgeschrieben. Das Fehlen direkter Dialoge wirkt am Anfang befremdend, da somit ein Teil der Lebendigkeit der Geschichte verlorengeht. Der Schreibstil ist demzufolge weniger fliessend. Man fühlt sich als Beobachter in Susa´s Leben und wird Schritt für Schritt an die Komplexität ihrer Familienbande herangeführt. Hiermit setzt die Autorin den Fokus auf das Emotionale und nicht auf den direkten Austausch zwischen den einzelnen Protagonisten. Diese wirken sehr authentisch durch die ehrliche Darstellung ihrer Lebenseinstellung und Charaktere. Das Zusammenleben wirft viele Konflikte auf und manchmal kommt es einem vor, als stünde Susa kurz vor dem Scheitern. Aber immer wieder lernt sie, das Leben so zu nehmen wie es ist und sich schlussendlich auf das Wesentliche zu konzentrieren : die Liebe von den Menschen die ihr nahe sind, ob blutsverwandt oder nicht. Ein lesenswertes Buch wenn auch der Schreibstil etwas eigensinnig ist und der Geschichte somit eher einen, für mich, nicht unbedingt lebensbejahenden Unterton gibt.

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  • Was alles war oder auch nicht oder so ...

    Was alles war

    19angelika63

    05. June 2017 um 14:19

    KlappentextDass sie adoptiert wurde, weiß Susa seit ihrer Kindheit. Es hat sie nie gestört - sie liebt ihre Eltern und wird von ihnen geliebt. Daran ändert sich auch nichts, als sie ihre leibliche Mutter kennenlernt, mit der sie nichts zu verbinden scheint. Und doch ... Susa erfährt von Brüdern und verspürt eine irritierende Sehnsucht nach ihnen. Und ist der Wunsch, den biologischen Vater kennenzulernen, ein Verrat an ihrem im Sterben liegenden Adoptivvater? Als Susa sich in Hendryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Ehe bringt, wird die Sache noch komplizierter. Was ist das überhaupt, eine Familie? Was begründet sie? Die Gene? Die Liebe?"Sie sind großartig, sie sind loyal, sie machen mich manchmal verrückt, sagte ich, aber das gehört dazu, sie lieben mich, das ist vielleicht das Wichtigste, ich hatte nie den Eindruck, dass ich nicht ihr leibliches Kind bin." (Seite 43)Anfangen, Lieben, Verlieren, Weitermachen, Finden heißen die fünf Kapitel in diesem Buch.In "Anfangen" erfahre ich etwas über Susa und ihr Leben. Sie ist eine junge Frau, Selbstbewusst und steht mit beiden Beinen in Leben. Das sie als Kind adoptiert wurde störte sie nicht und war/ ist für sie vollkommen in Ordnung. Doch eines Tages gerät diese Sichtweise ein wenig ins Wanken. Nämlich an dem Tag, an dem ein Brief ihrer Mutter Viola ins Haus flattert, in dem sie Susa um ein Treffen bittet. . Susa ist hin und hergerissen und trifft ihre Mutter.Im zweiten Teil "Lieben" trifft Susa Hendryk, Vater zweier Kinder und Witwer. Die beiden verlieben sich ineinander. Die Kinder von Hendryk mögen Susa, dennoch gibt es hier und da Probleme. Henry und Susa heiraten.  "Verlieren" erzählt über den Verlust von Susas  Adoptivvater, der an Krebs stirbt. Dieser Abschnitte zeichnet die Zeit kurz vor dem Tod und eine kurze Zeit danach auf.Nach dem Tod des Vaters heißt es "Weitermachen". Susa ist an einem Punkt im Leben angelangt, an dem sie ihr bisheriges Leben hinterfragt. Auch die Ehe mit Hendryk scheint an einem Wendepunkt.Und dann kommt schließlich noch "Finden". Hier sucht Susa unter anderem ihren leiblichen Vater und den weiteren Weg in ihrem Leben."Dass das alles von außen so nichtssagend und bedeutungsleer aussieht, muss ja nicht bedeute, dass es sich von innen auch so dumpf und besinnungslos anfühlt." (Seite 110)Puh ... dies ist wieder eines dieser Bücher, das in den Medien und unter Lesern gehypt wird. Es steht unter anderem auf der SWR Bestenliste für den Monat Juni. Irgendwie traue ich mich gar nicht etwas negatives zu schreiben. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich mich hier verbiegen würde und nicht das schreibe, was ich denke.Zuerst einmal hat mich das Cover und der Klappentext sehr angesprochen. Familie ... was sie ist, sein kann und all das Drumherum finde ich ein spannendes Thema.  Zuerst einmal zu den Charakteren in diesem Buch .... sie alle sind mir fremd geblieben. Mit keinem einzigen Charakter konnte ich warm werden. Alle sind so farblos und nichtssagend, konnten keine Emotionen in mir wecken. Einzig Viola, die leibliche Mutter von Susa, hat mich mit ihrer Art das Leben zu betrachten, ein wenig auf die Palme gebracht.Stil und Sprache haben mir dann den Rest gegeben. Eigentlich mag ich Bandwurmsätze. Annette Mingels verwendet davon viele ... seeeeehr viele. Soweit so gut oder auch nicht, denn diese Sätze können sowohl plötzlich "wörtliche Rede" haben (die nicht als solches gekennzeichnet ist) und in der Zeit springen. Das hat mich echt kirre gemacht. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, um zu verstehen was Mingels von mir will bzw. mir sagen will. Das hat das Buch/ die Geschichte mega anstrengend gemacht.Schade! Sehr schade!!!  Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen. Aber bitte macht Euch euer eigenes Bild davon, denn das ist nur meine Meinung.

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    • 3
  • Ich habe mehr erwartet

    Was alles war

    Disturbiasarah

    15. May 2017 um 23:47

    Informationen:  Verlag: Albrecht Knaus Erscheinungsjahr: 3/2017 Seiten: 288 Preis: 19,99€ Inhalt: Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Die Frage, was Familie eigentlich ausmacht, erhält für Susa eine neue Bedeutung, auch, weil sie sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt.  Meine Meinung:   Der Klappentext fand ich sehr interessant und spannend. Ich wollte so schnell wie möglich mit diesem Buch anfangen und zu ende lesen. Leider war das Buch am Ende noch nicht so gut wie erwartet.  Am Anfang gibt es einen wunderschönen Brief, der mich aber auf die falsche Fährte geführt hat. Ich dachte ich bekomme eine emotionale Geschichte, aber dies war nicht der Fall.  Der Schreibstil ist sehr distanziert , dadurch habe ich bis zum Schluss keine richtige Verbindung zu Susa und Co bekommen. Außerdem gibt es in diesem Buch keine Wörtlich rede was ich sehr schade fand. Leider wusste ich nie was Susa sagt oder empfindet.  Insgesamt konnte mir die Autorin die Geschichte bis zum Ende nicht näher bringen. Das Thema war gut gewählt, aber schlecht umgesetzt.  

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  • Was alles war

    Was alles war

    twentytwo

    30. April 2017 um 17:38

    Susa und Maike, die durch ihre Adoption zu Schwestern geworden sind, verleben eine unbeschwerte und umsorgte Kindheit. Sie lieben ihre Eltern über alles, und auch als beide längst erwachsen sind bleiben sie miteinander in engem Kontakt und kümmern sich um die mittlerweile betagten Eltern. Als Susas leibliche Mutter, die sie nie kennengelernt hat, sich unverhofft bei ihr meldet, weiß sie zunächst nicht wie sie darauf reagieren soll. Nach einigem Zögern ist sie, wenn auch mit gemischten Gefühlen, zu einem Treffen bereit. Trotz der relativ emotionslos gebliebenen Begegnung, beginnt für Susa danach eine Zeit der inneren Auseinandersetzung mit Reflexionen zu Familienmodellen und Elternliebe, Seelen- und Wahlverwandtschaften. Als Susa schwanger wird, beginnt ihr langsam alles über den Kopf zu wachsen und sie beginnt zu begreifen, dass sie sich endlich entscheiden muss.FazitEine ungewöhnliche Familien- und Selbstfindungsgeschichte, die viele Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt.

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  • Was alles war

    Was alles war

    schlumeline

    25. April 2017 um 17:06

    Susa ist eine erwachsene junge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Meeresbiologin um genau zu sein. Ihre Forschungen betreibt sie sehr engagiert. Susa ist in geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Sie liebt ihre Eltern, doch sie weiß, dass sie als Baby adoptiert wurde. Dann tritt eine weitere Person in Susas Leben, ihre leibliche Mutter Viola. Bereits beim ersten Kennenlernen stellt Susa fest, dass ihre leibliche Mutter eine sehr auf sich selbst bezogene und freiheitsliebende Person ist. Sie hat insgesamt vier Kinder zur Welt gebracht und das einfach nur, weil sie es so schön fand schwanger zu sein. Die Kinder großgezogen hat sie allesamt nicht. Man merkt Susa an, dass sie zu dieser Frau emotional keine wirklich gute Verbindung aufbauen kann und doch löst die Begegnung mit der leiblichen Mutter in ihr etwas aus. Susa macht natürlich auch noch die Bekanntschaft ihrer Halbgeschwister und beginnt später nach ihrem leiblichen Vater zu suchen. Zwischendurch ist sie mit ihrem eigenen Leben ausreichend beschäftigt, denn sie verliebt sich in einen verwitweten Mann mit zwei kleinen Töchtern. Für diese ist Susa Mutterersatz und dann stellt sich auch noch eigener Nachwuchs ein. „Was alles war“ ist ein Blick auf das Leben und die Familie. Hier wird gezeigt wie alles sein kann, was alles geschehen kann und welche Möglichkeiten es gibt mit bestimmten Ereignissen umzugehen. Leben, Liebe, Krankheit, Tod, die Suche nach Geborgenheit und den eigenen Wurzeln, der Wunsch nach Glück und Erfolg und vieles mehr werden hier in erster Linie aus Susas Perspektive und mit Blick auf deren Leben verdeutlicht. Für Susa steht immer wieder die Frage im Raum was ihr wichtig ist und was Familie eigentlich für sie bedeutet. Ihre Vergangenheit zeigt hier wie vielfältig und unterschiedlich Familie und das individuelle Bild von Familie sein kann. Die Autorin Annette Mingels verpackt eine Problematik der heutigen Zeit geschickt in ihren Roman. Patchworkfamilien sind heute an der Tagesordnung. Die klassische Familie stirbt aus. Wie gehen die Menschen damit um? Gibt es den perfekten Weg? Das ist wohl eher nicht der Fall, sondern jeder muss sich hier seinen Weg suchen, den für ihn besten Weg. „Was alles war“ lässt den Leser ganz nah an Susa und ihre Probleme heran und schafft es doch Distanz zu dieser Protagonistin zu halten. Das ist der ganz besonderen Erzählart der Autorin geschuldet, an die sich mancher Leser sicher erst gewöhnen muss um dann Susa durch die Höhen und Tiefen des Lebens zu begleiten. Copyright © 2017 by Iris Gasper

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  • Spurensuche

    Was alles war

    Clari

    10. April 2017 um 16:15

    Annette Mingels lässt ihre Heldin Susanna auf Spurensuche gehen. Mehr oder weniger wurde diese an sie herangetragen, als ihre leibliche Mutter Kontakt zu ihr aufnimmt. Denn Susa, wie sie auch genannt wird, ist ein adoptiertes Kind. Ihre leibliche Mutter, Viola, ist eine exzentrische Person, die überall in der Welt herumreist und Kontakt zu ebenso exotischen Menschen wie sie einer ist, sucht. Es gibt kaum einen Ort, an dem sie noch nicht gewesen ist. Susa ist von liebevollen Ersatzeltern adoptiert worden. Sie ist eine gestandene Wissenschaftlerin, die sich der Meeresbiologie verschrieben hat.Im Aufbau gekonnt und anregend geschrieben, blättert die Autorin nach und nach die Lebenssituation ihrer Heldin auf. Zu ihren Adoptiveltern hält Susa mit ihrer ebenfalls adoptierten Schwester engen Kontakt. An ihrer leiblichen Mutter oder ihrem Erzeuger zeigt sie wenig Interesse. Sie leben ja alle in so verschiedenen Welten! Doch hat es sich so ergeben, dass sie nun doch Nachforschungen über ihre biologische Herkunft betreibt.Susa bildet mit ihrem Mann Hendryk eine Patch- Workfamilie, da er zwei Töchter mit in die Ehe brachte. Was das für eine angeheiratete Mutter bedeutet, kann man in schönster Ausführung bei Felicitas von Lovenberg nachlesen, die bei der Hochzeit mit einem geliebten Mann gleich zwei Kinder dazu geheiratet hat. Der Titel ihres Buches lautet „Und plötzlich war ich zu sechst“. Sie entwirft überzeugend das Gebilde an Feingefühl und richtiger Umgangsform mit den beiden Kindern, bis diese sie schließlich als Frau ihres Vaters und „Stiefmutter“ voll akzeptieren.In der Familienforschung findet man neue Lebensformen und verändertes familiäres Verhalten. Diese sind Ergebnis einer Entwicklung, in denen Lebensmuster- und Beziehungen in sehr unterschiedlicher Weise zum Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts gelebt werden. Die so genannte Patch- Workfamilie ist die Lebensform, die mit dieser neuen Gestaltung von Familie einhergeht. Was also hält Familien überhaupt zusammen?Hier werden Wege aufgezeigt, die sicher verbindlich für viele dieser zusammen gewürfelten Familien sind. Zugehörigkeit, ein Ort der Sicherheit und gemeinsames Erleben und Wachsen hält Familien zusammen. Die Sehnsucht danach bleibt bei aller angestrebter Freiheit erhalten. Doch eigenständige Entwicklungen und ambitionierte Berufswege erfordern ein Gleichgewicht und diplomatisches Austarieren in den Beziehungen, das nicht immer gegeben ist.Im Roman von Annette Mingels geht es um Erwachsene, die in der Rückschau und Gegenwart ihre Überlegungen zu ihrer Vorstellung von Familie preisgeben. Verwicklungen und menschliche Irrtümer sind dem Leben immanent. Anfechtungen und Zweifel werden in schönster Manier in Mingels Roman abgehandelt. Dass die Liebe über allem steht, bleibt ihr unangefochtenes Bekenntnis am Ende ihrer Geschichte.Annette Mingels ist selber ein adoptiertes Kind, so dass sie für ihren Roman aus der eigenen Biographie schöpfen konnte. Man lebt und fühlt mit den Protagonisten und kann sich in deren Gedankenwelt hineinversetzen. Der Roman ist leicht zu lesen und man wird zum Nachdenken angeregt.Diese gute und nicht zu anspruchsvolle Lektüre eignet sich sehr für verregnete Sommertage oder für den Urlaub.

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  • Neue Autorin - tolles Buch!

    Was alles war

    LeserCarl

    27. March 2017 um 21:04

    Ich habe, um ehrlich zu sein, den Namen Annette Mingels noch nie gehört. Umso überraschter war ich, als ich das Buch las. Denn der Autorin gelingt mit diesem Buch etwas Tolles: es ist mitreißend, einfühlsam und unterhaltsam geschrieben, und dabei doch auch literarisch anspruchsvoll. Und es gelingt ihr, eine neue für mich ungewohnte Perspektive auf das Thema Adoption zu werfen. Ich hatte wirklich das Gefühl, dabei etwas Neues zu lernen und auch über die Lektüre hinaus etwas mitzunehmen. Ein wenig erschwerend erscheint zunächst allerdings, dass sie - also Anette Mingels - keine Anführungszeichen benutzt. Aber wenn man einmal auf den Stil achtet, macht auch das Sinn. Die Sprache ist dadurch irgendwie noch geschmeidiger und manchmal weiß man auf reizvolle Art nicht, ob etwas nun gedacht oder gesagt wird - es geht manchmal ineinander über. Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die literarisch interessiert sind. Fünf Sterne!!

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  • Wurzeln

    Was alles war

    SABO

    22. March 2017 um 20:21

    Annette Mingels - Was alles war - Knaus"In ihrem neuen Roman begibt sich Annette Mingels literarisch auf die Spur unseres prägendsten und faszinierendsten Beziehungsgeflechts: der Familie. Sie erzählt von den vielen Spielarten moderner Beziehungen und davon, was Familie heute ausmacht, von Nähe und Geborgenheit, von Distanz und Konkurrenz, von der Unmöglichkeit, einander ganz und gar zu verstehen, von der Brüchigkeit des Ganzen, aber auch von seiner Belastbarkeit."Susanna ist Meeresbiologin und arbeitet im Maritimen Museum. Eines Tages bekommt einen Brief:"Ihre Mutter würde sie gerne kennenlernen, sie ist Schauspielerin und lebt in Indien. Melden sie sich bei ihr, falls sie Interesse haben."Susanna ist adoptiert und schwankt zwischen Neugierde, längst entwickelter Gleichgültigkeit und Loyalität zu der Mutter, die sie behütet hat, all die Jahre.Sie hat jetzt nicht nur zwei Mütter, sondern auch 3 Halbgeschwister, die untereinander auch Halbgeschwister sind. Viola nimmt alles leicht und locker, Geld bedeutet nichts, die Liebe ist gratis und das Leben ist ein einziges Abenteuer, es gibt kaum einen interessanten Ort, an dem Viola noch nicht war.Susanna sei im Horoskop Wassermann mit Aszendent Waage, ein chinesischer Drache und ihr Baum ist die Zeder. Viola gibt ihrer Tochter einen Liebesbrief von Susannas Erzeuger, schöne Worte, doch Viola schrieb nie zurück. Susanna hat kurz die Überlegung ihn aufzusuchen, die Suchmaschine spuckt 2 Profile zu dem Namen "Benjamin Thomas Rochlitz" aus. Der eine ist ein Tauchlehrer, der andere ein Versicherungsmakler, keinerlei Ähnlichkeit zu entdecken. Was solls!Susanna will mehr über ihre Wurzeln wissen. Auch Susanna hat zwei Kinder, die nicht "Mutter" zu ihr sagen, es sind Hendryks Töchter, der Mann den sie liebt..Und so geht es weiter, das Familiengeflecht, der Patchwork-Familie, die sich alles ist außer Blut. Das Leben kann mehr als genug sein. Das Treffen brachte keine Nähe, es war unabsichtlich distanziert.Susanna bringt Viola zum Flughafen:"Es war schön, sagt sie.Ja, war es. Guten Flug.Wir haben unsere E-Mail-Adressen!Ja. Lass uns einander schreiben!"Der Roman liest sich wie ein Tagebuch, poetisch und zwanglos, ruhig aber nicht still.Wie eine Zugfahrt am Tage, bei der man immer wieder den Blick nach draußen schweifen lässt. Während man darüber nachdenkt, hört man ein gleichmäßiges Geräusch.Anfangen.Verlieren.Weitermachen.Finden.

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  • Was alles war von Annette Mingels

    Was alles war

    Bücherwahnsinn

    10. March 2017 um 20:24

    Und dies ist die Geschichte In dieser Geschichte geht es vor allem um Susanna, Susa genannt. Ihr Leben ist in Ordnung, sie liebt ihre Adoptiveltern, ihren Job als Meeresbiologin, ihre Schwester und seit neustem auch ihren neuen Freund und deren Kinder. Alles scheint ganz Nomal zu sein, bis zu dem Sag als sie einen Brief vom Jugendamt bekommt und ihr mitteilt das ihre Mutter gerne mit ihr in Kontakt treten würde.  Susa überlegt etwas, bis sie sich dann entscheidet der Mutter eine Mail zu senden. Zwar sagt sie sich das sie sich da keine grossen Hoffnungen macht noch spezielle Erwartungen an diese Person stellt, doch so einfach scheint es dann doch nicht zu sein. Auch sonst verändert sich das Leben von Susanna drastisch, und all das hat Einfluss auf sie selber und ihre Umgebung. Wird sie es schaffen alles unter einen Hut zu bringen?    Die Geschichte Ehrlich, ich habe etwas anderes erwartet, mehr Geschichte um die Adoption und die Mutter die sich unverhofft meldet und das drum herum. Aber nicht umbedingt eine allgemeine Familiengeschichte. Wobei diese gar nicht schlecht war. Wichtig ist mir das die Geschichte in sich stimmig und das war sie auch und so hab ich an sich nichts gegen die Umsetzung zu mäkeln, auch wenn der Klappentext was andere impliziert.  Fehler konnte ich keine feststellen dennoch fand ich das Buch streckenweise langweilig. Was aber wahrscheinlich auch damit zusammen hing das ich es schade fand das sie nicht ausreichend auf das Thema Adoption einging. Eben nur kurz am Anfang und dann gegen Schluss wieder, das war mir dann doch zu wenig.  Auch der Schreibstil von Annette Mingels ist sehr gewöhnungsbedürftig und machte mir nicht nur den Einstieg schwer. Lange hab ich gedacht das ich wohl das Buch abbreche, hab mich aber wirklich durchgebissen, auch wenn ich mich nie ganz mit dem Schreibstil anfreunden konnte. Spannung kam nicht auf, das lag nicht nur an der Geschichte an sich sondern auch an dem mühsamen Schreibstil, der bremste mich nämlich wirklich aus. Ob der Schreibstil zur Geschichte gepasst hat? Hm… kann ich so nicht sagen den er war so anders als sonst das es echt schwierig ist das zu beantworten.  Was den Schluss angeht, ja, auch so ne Sache, der war mir dann doch etwas zu abgekürzt. Alles zog sich so in die Länge, Susa brauchte echt lange um diesen Schritt zu wagen und dann wars auch schon fast wieder zu ende. Irgendwie unbefriedigend.   Prota- und Antagonisten & Co Als Protagonistin haben wir hier sicher Susa, um sie geht es eigentlich auch wenn andere Charaktere wie ihre Schwester, ihre Adoptiveltern und ihr Mann eine wichtige Rolle spielen. Doch eigentlich geht es Susa und ihr Leben und Erleben. Es ist schwierig zu sagen wie ich sie gefunden habe, denn ich bekam nicht wirklich einen Zugang zu ihr, das lag aber unteranderem am Schreibstil der Autorin. Aber auch daran das ich eben was anderes erwartet habe. So hab ich ständig gewartet bis die Geschichte mal die Richtung einschlägt die ich erwartet habe. Doch das passierte nicht wirklich. Sie war streckenweise echt anstrengend in ihrer Art, dann wieder sehr herzlich und Liebevoll, aber eine Zugang zu ihren Emotionen fand ich nicht wirklich.  Ich hab schon gemerkt das sie Veränderungen durchmachten, schliesslich wäre es andersrum unglaubwürdig gewesen denn in Krisen wandelt sich jeder auf irgend eine Weise, und genau diese konnte man bei ihr sehen aber die hatten nicht perse was mit der Adoption zu tun noch mit dem auftauchen der leiblichen Mutter. Sondern mit anderen Ereignissen in ihrem Leben und die betreffen wohl alle die in die selbe Situation kommen.  Leider konnten ich auch die Emotionen der Geschichte nicht wirklich berühren, was aber auch wieder am Schreibstil lag. Ja, auf diesen komm ich nachher gleich noch zu sprechen denn der ist wirklich sehr stark dafür verantwortlich das ich mit dem Buch nicht so viel anfangen konnte.   Ich liebe dich, sage ich, sage es gerade,als Henryk Peters Haufen mit einer der braunen Tüten aufhebt, die sich überall in unseren Taschen finden, und Henryk sagt mit melodischem Timbre: Die Hand voll Scheisse, das Herz voll Glück. S. 66 – Susa   Die Sache mit dem Text Ja, so kommen wir dann nun zu dem Teil mit dem Txt an sich. Ich will nicht sagen das der Schwierigkeitsgrad nicht dem Genre entspricht oder der Alter der Zielgruppe, aber es ist so anders und wirklich anstrengend. Angefangen in den Kapiteln die sehr lange sind, es gibt an sich 4. Der Text dazwischen ist einfach nur durch Absätze unterteilt. So muss man wirklich genau gucken wo man dann aufhört zu lesen damit man den faden auch gleich wieder findet wenn es dann weiter gehen sollte.  Was es aber wirklich schwierig macht, sind die manchmal ellenlangen Sätze und Schachtelsätze. Dazu wird das gesprochene nicht wirklich gekennzeichnet. Es wird einfach mittels Kommas, zum Beispiel, eingebaut. Das ist sowas von anstrengend. Manchmal fühlt sich ein Satz dann einfach komisch an, dann liest man ihn noch mal und merk das dazwischen ja gesprochenes zu finden ist, also betont man es dann anders.  Diese 3 Elemente hemmen nicht nur den Lesefluss sondern auch manchmal das Verständnis. Man muss manchmal 2 mal den Satz lesen. Der Wortschatz ist an sich leicht zu verstehen aber das hilft hier aber gar nichts.  Ich weiss nicht was die Autorin damit bezwecken wollte. Ob es ihre normale Art zu schreiben ist. Darum kann ich euch dazu nichts sagen. Sollte es einfach mal ein Experiment sein, oder ist das für sie normal und ihre ganz besondere Eigenart. Ehrlich, sollte es wirklich ihre Art des Schreibens sein, könnte ein weiteres Buch noch so interessant sein was das Thema anginge, ich würde es mir nicht noch einmal an tun.   Und sonst noch Das Cover ist einfach wunderschön, da hat der Knaus Verlag einfach ein Händchen für, find ich. Der Titel, ja, der passt doch auch ganz gut, auch wenn ich mir den nie merken konnte. Ich vertauschte die Reihenfolge der Worte immer. Macht aber nichts, es passt schon.  Aber wie gesagt, ich hab was anderes erwartet, auch wenn die Geschichte um Susa sicher interessant war, das Thema ist aktuell, nicht nur das mit der Adoption sondern die Frage was bedeutet Familie, Frau, Karriere und Mutterschaft in einem, seine Wurzeln finden und so auch sich selber. Ich fand die Geschichte ganz gut. Wenn alles andere eben nicht wäre, dann hätte es sicher anders ausgesehen, für mich auf alle Fälle. Wer aber gerne mit speziellen Schreibstilen experimentier, dem könnte das Buch sicher gefallen. Solange das Thema Interesse weckt.  Leider blieben mit die meisten Charaktere auch ziemlich fremd, und so fühlte sich das ganze auch eher so als würde man was vom hören sagen mit bekommen. Wenigstens konnte die Handlung soweit überzeugen das ich das Buch dann doch fertig gelesen habe. Aber ich denke kaum das ich noch mal etwas von der Autorin lesen werde. 

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  • Eine besondere Geschichte

    Was alles war

    zauberblume

    26. February 2017 um 16:24

    n ihrem neuen Roman "Was alles war" lässt uns die Autorin Annette Mingels an einem Familienalltag mit all seinen Höhen und Tiefen teilhaben. Die Hauptprotagonisten sind Susa und Henryk. Das Susa adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Sie liebt ihre Adoptiveltern über alles. Doch eines Tages erhält sie eine Nachricht von ihrer leiblichen Mutter. Doch diese Begegnung löst in ihr keine tiefen Gefühle aus. Zur selben Zeit lernt Susa den verwitweten Henryk kennen und verliebt sich in ihn. Da Henryk jedoch zwei Töchter mit in die Ehe bringt, ist Susa plötzlich mit einem kompletten Familie konfrontiert. Und dann stellt sich die Frage, was ist überhaupt eine Familie? Spielen die Gene eine Rolle oder die Liebe? Dieses Buch weicht etwas von meinen bisher gelesenen Büchern ab. Auch ist der Schreibstil der Autorin etwas Neues. Aber bereits nach dem ersten Kapitel bin ich in die Geschichte eingetaucht. Ich kann Susa verstehen, man will vielleicht wissen, wo seine Wurzeln sind. Und das lässt einem dann keine Ruhe. Und dann die ungewöhnlich Situation, die Susa anfangs ja mit Bravour meistert. Doch das es nicht einfach ist alles unter einen Hut zu bringen, sehen wir an Susa. Da merkt man schnell, dass man an seine Grenzen stößt. Und irgendwann muss man sich entscheiden, was wichtig ist im Leben. Und dann Henryk, ich finde ein guter Vater, dem jedoch seine Karriere auch wichtig ist. Aber ist sie wirklich das Wichtigste im Leben. Die Autorin hat uns einen wunderbaren Einblick in das Leben dieser Familie gegeben. Und man sieht, das man für sein Glück auch etwas tun muss. Es ist nicht alles selbstverständlich. Eine außergewöhnliche, interessante Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt. Die Aufmachung des Buches finde ich klasse. In dem Cover spiegelt sich Susas Welt wieder. Gerne vergebe ich für diesen unterhaltsamen Roman 4 Sterne

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