Jenseits von Eden, die Straße der Ölsardinen, Früchte des Zorns und ganz viele mehr. John Steinbecks Bücher sind Klassiker und sind seit Jahrzehnten beliebt und gefeiert und es gibt auch einige Verfilmungen seiner Werke. Annette Pehnt hat hier eine schmale, aber sehr intensive Biografie geschrieben. Die Geburt und das Aufwachsen im Salinas Tal und der Wunsch nach Gerechtigkeit und dann auch das Schreiben. Es ist ganz toll geschrieben und man erfährt sehr viele Hintergründe und Geschichten und kommt so dem Menschen und dem Schriftsteller John Steinbeck sehr nahe.
Annette Pehnt

Lebenslauf
Alle Bücher von Annette Pehnt
Book Rebels
Mobbing: Roman
Haus der Schildkröten
Insel 34
Chronik der Nähe
Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen das muss gar nicht lange dauern
Die schmutzige Frau
Lexikon der Angst
Neue Rezensionen zu Annette Pehnt
Reden wir ausnahmsweise zuerst mal über Äußeres: Die Sätze in diesem Buch haben keinen Punkt. Außerdem enden die Zeilen immer wieder in unerwarteten Umbrüchen. Die Autorin hat erklärt, "Die schmutzige Frau" sei ein Versroman. Ich habe die Sprache zwar da und dort durchaus rhythmisch gefunden, aber kein durchgängiges Versmaß, keine wiederkehrende Metrik erkennen können. Es schreit nach Manierismus, mir als Leser bringen die Effekte jedenfalls keinen Gewinn.
Aber zum Eigentlichen, zum Inhalt. Nach dem Äußeren soll es uns ja nicht gehen.
"A Room of one's own" - Ein Zimmer für sich - das forderte Virginia Woolf einst als unabdingbare Voraussetzung für Frauen, die schreiben wollten. Die Icherzählerin bei Annette Pehnt hat da das große Los gezogen; sie hat nicht nur ein eigenes Zimmer, sondern gleich eine eigene Wohnung hoch über den Dächern der Stadt, in der sie sich zurückgezogen und ungestört dem Schreiben widmen will - und soll. Im Haus mit ihrem Mann (sie nennt ihn konsequent im ganzen Text nur Meinmann, die Kinder sind groß und aus dem Haus) hat das Schreiben, wie das übrige Zusammenleben auch, nicht so recht funktioniert, was genau geschehen ist, verrät sie uns nicht.
In ihrem selbstgewählten Rapunzelturm, den sie nie verlässt, sitzt sie nun, ohne Telefon, ohne Internet, nur von Ihremmann alle paar Tage mit frischen Lebensmitteln versorgt. Sie bringt einiges zu Papier, kurze Alltagsgeschichten, die in den Text eingeschoben sind, über eine "schmutzige Frau", die es auch nicht leicht hat und die zudem in deutlich prekäreren Verhältnissen lebt als das Paar, das sich zwei Wohnungen leisten kann. Soweit die Erzählungen etwas über ihre Autorin verraten sollen, deutet einiges auf eine ziemlich schlimme Kindheit mit verwahrloster und alkoholkranker Mutter hin.
In ihrer Klausur wird die Erzählstimme freilich auch nicht glücklich. Sie reflektiert über ihr Leben, ihre Beziehung, sie würde gern raus aus der Wohnung, aber Ihrmann, der gern mit der Autorin an seiner Seite renommiert, würde sagen, sie habe das doch selbst so gewollt. Sie leidet an ihm, seiner entscheidungsfreudigen Digitalität, seiner polternden Männlichkeit, die sich vordrängt und sie, die Zarte, Zurückhaltende, Schweigsame, Empfindliche nicht zur Entfaltung kommen lässt. Zugleich fürchtet sie, überfordert zu sein, wenn es Ihrenmann nicht gäbe.
Jemanden nicht loslassen zu können, der nicht gut für einen ist, das ist ein Indiz für die Toxizität einer Beziehung, habe ich gelernt. Wobei in diesem Buch mehr und mehr die Frage aufgeworfen wird, wer hier eigentlich für wen giftig ist. Ich als Leser werde vor die Entscheidung gestellt, auf wessen Seite ich mich schlagen soll: Die der hypersensiblen Pflanze oder die der garstigen Welt da draußen? Dass mir diese Frage schwer gemacht wird, zeichnet das Buch aus. Mal neige ich dazu, mich der klassisch feministischen Männerkritik anzuschließen, mal möchte ich dem Hascherl unterm Dach zurufen, dass es sich doch gefälligst zusammenreißen soll und ihr Leben selbst in die Spur bringen.
In jedem Fall will man den Hauptfiguren dringend zu professioneller Unterstützung raten: Den Rapunzelturm mit einer Fachklinik zu tauschen, wo kundige Ärzte Nervenkostüm und Seelchen wieder einrenken, soweit das geht. Und mit Ihremmann dann die überfällige Paartherapie angehen. Als Leser bin ich froh, dass nach gut hundertsechzig Seiten Schluss ist mit dem Elend. Denn bei aller Virtuosität der Konstruktion geht einem die Begleitung eines passiv-aggressiven Jammerlappens in seinem schreiend stillen Leiden doch gehörig auf den Senkel.
Der Bärbeiß ist ein grummeliger, unfreundlicher und unhöflicher Zeitgenosse mit konstant schlechter Laune. Seine neue Nachbarin Tingeli ist das völlige Gegenteil. Fröhlich, redselig und überaus gesellig lässt sie sich auch durch grobe Sprüche nicht in die Flucht schlagen, sondern drängt sich ungefragt in das Leben von Bärbeiß. Er kann sich weder gegen Kuchen noch gegen neue Freunde wehren. Dabei möchte er doch eigentlich nur seine schlechte Laune pflegen.
Dieser witzige, farbenfrohe Comic von Josephine Mark ist aus den tollen Bilderbuchgeschichten von Annette Pehnt illustriert durch Jutta Bauer entstanden. Das Buch enthält die vier kleinen Geschichten „Besuch“, „Schlechte Laune“, „Die Fingerlinge“ und „Streit“. Eingeleitet werden die Kapitel mit einem etwas größerem bunten Panel auf welchem der Titel in einem Schild notiert ist. Dadurch einsteht Der Eindruck, dass die einzelnen Geschichten nahtlos ineinander übergehen.
Bunt, witzig und fantasievoll entführt der Comic die Lesenden. Das Spiel zwischen Text und Bild ist harmonisch und ausgewogen. Die Panel sind übersichtlich angeordnet und variieren nur in ihrer Größe. Sie sind alle mit einem Rahmen versehen, so dass auch junge Lesende sich schnell zurechtfinden. Für Leseanfänger empfinde ich die Schrift als etwas zu klein aber meine Nichte (7 Jahre) fand das Buch sehr gut und hat sich daran nicht gestört.
Die Persönlichkeit der einzelnen Charaktere spiegelt sich nicht nur in Worten und Taten sondern auch in Gestik, Mimik und dem gesamten Erscheinungsbild. So ist der Bärbeiß zottelig, groß, mit ständig grimmigem Blick während Tingeli zart und bunt ständig lächelt. Handlungen sind so gut gezeichnet, dass beim Lesen im Kopf ein witziger Trickfilm entsteht.
Ein Comic animiert auch Lesemuffel zum Lesen und diesen können wir sehr empfehlen. Es ist eine süße Geschichte, die auch zarte Gemüter nicht verschreckt, sondern gute Unterhaltung verspricht.
Ich finde ja, dass es eine wirklich tolle Liebesgeschichte mit dem Trope Grumpy & Sunshine ist. Durch ihr ausgeglichenes, fröhliches Naturell schleicht sich Tingeli unter die raue Schale vom Bärbeiß. Es ist richtig niedlich, wie er versucht Tingeli wieder glücklich zu machen, nachdem er es kurz zuvor mit seiner Bärbeißigkeit arg übertrieben hat.
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75 literarische Heldinnen befinden sich im elften Türchen unseres Adventskalenders: Ob Pippi Langstrumpf, Katniss Everdeen oder Heidi – in "Book Rebels" werden starke, mutige und einzigartige Frauen- und Mädchenfiguren aus ganz unterschiedlichen Büchern vorgestellt.
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Zusätzliche Informationen
Annette Pehnt wurde am 25. Juli 1967 in Köln (Deutschland) geboren.
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