Annette Pehnt Chronik der Nähe

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Inhaltsangabe zu „Chronik der Nähe“ von Annette Pehnt

Annette Pehnts hell leuchtender neuer Roman ist die schonungslose, einfühlsame Geschichte von Großmutter, Mutter und Tochter. Immer und immer wieder versuchensie, einander nahezukommen. »Chronik der Nähe« ist ein facettenreicher Roman von Liebe und Distanz.
Annette Pehnt erzählt die Geschichte einer Familie. Und es ist eine Familie von Frauen. Wortgewaltige Lästermäuler, nicht auf den Mund gefallen, Plaudertaschen. Großmutter, Mutter, Tochter. Schwierig wird es nur, wenn das Schweigen ausbricht. Das war so zwischen der Großmutter und der Mutter. Und auch bei Mutter und Tochter ist es so. Sie schweigen, bis eine kleinbeigibt, bis eine die Stärkere ist und ihren Willen bekommt. Aber wie wollen sie so eine Antwort auf die Frage finden: Liebst du mich auch? Auf einer Reise lässt sich das vielleicht besser herausfinden. Bevor die Mutter stirbt. Aber ob der Ausflug nach Rügen hält, was sich die Tochter von ihm verspricht?»Chronik der Nähe« ist der Roman dreier Generationen von Frauen und eine kurze Geschichte Deutschlands zugleich.

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  • Annette Pehnt, Chronik der Nähe

    Chronik der Nähe

    Mondmarmelade

    12. May 2014 um 17:28

    Inhalt: Annette Pehnts hell leuchtender neuer Roman ist die schonungslose, einfühlsame Geschichte von Großmutter, Mutter und Tochter. Immer und immer wieder versuchen sie, einander nahezukommen. »Chronik der Nähe« ist ein facettenreicher Roman von Liebe und Distanz. Annette Pehnt erzählt die Geschichte einer Familie. Und es ist eine Familie von Frauen. Wortgewaltige Lästermäuler, nicht auf den Mund gefallen, Plaudertaschen. Großmutter, Mutter, Tochter. Schwierig wird es nur, wenn das Schweigen ausbricht. Das war so zwischen der Großmutter und der Mutter. Und auch bei Mutter und Tochter ist es so. Sie schweigen, bis eine klein beigibt, bis eine die Stärkere ist und ihren Willen bekommt. Aber wie wollen sie so eine Antwort auf die Frage finden: Liebst du mich auch? Auf einer Reise lässt sich das vielleicht besser herausfinden. Bevor die Mutter stirbt. Aber ob der Ausflug nach Rügen hält, was sich die Tochter von ihm verspricht? »Chronik der Nähe« ist der Roman dreier Generationen von Frauen und eine kurze Geschichte Deutschlands zugleich.  (Quelle: Verlagsseite) Die Autorin: Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie als Kritikerin und freie Autorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Freiburg. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«, 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und 2009 den Italo Svevo-Preis.  (Quelle: Verlagsseite) Allgemeines: Erschienen: März 2012 224 Seiten  7 Kapitel, benannt nach den Wochentagen Meine Meinung:  Dieses Buch habe ich zum letzten Weihnachtsfest von meinem Papa geschenkt bekommen, der davon ganz begeistert war. Ich muss sagen, es war doch eine große Umstellung von den Kinder- und Jugendbüchern, die ich überwiegend in der letzten Zeit gelesen habe, zu diesem. Vom Schreibstil her erinnert Pehnt mich sehr an Birgit Vanderbeke (Autorin von "Das Muschelessen"], da auch sie mit verwirrend langen Sätzen hantiert, in der Zeit springt und wörtliche Rede nicht mit Anführungszeichen kennzeichnet.  Erschwerend dazu kommt noch die Tatsache, dass die Handlung sich mit der Beziehung zwischen Großmutter und Mutter & Mutter und Tochter beschäftigt, wobei nur eine von ihnen mit Namen genannt wird, eben die mittlere - Annie. Auch andere auftretende Personen werden als "der Junge", "das Kind", "der Vater", "der Richtige" bezeichnet, lediglich ein Onkel trägt noch einen Namen. Dies bewirkt einerseits, dass ich länger als die Hälfte der Seiten brauchte, um rasch erkennen zu können, von welchen Personen gerade gesprochen wird (vorher konnte ich sie einfach nicht auseinander halten), und andererseits, dass die Geschichte sich stark auf die drei Frauen aus drei verschiedenen Generationen konzentriert und alle anderen mitspielenden zu eine Art anonymen Brei verschwimmen lässt. Das hat die Autorin wirklich gut gemacht! Mir hat das Buch gefallen, jedoch muss ich sagen, dass es mir für meine Freizeit fast etwas zu gehobene Unterhaltung war.  Andererseits war das Buch nicht sonderlich dick, wodurch es sich flüssig und schnell lesen ließ.  Da es nicht ganz mein Geschmack war, vergebe ich an dieses Buch:    

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  • Rezension zu "Chronik der Nähe" von Annette Pehnt

    Chronik der Nähe

    WinfriedStanzick

    09. October 2012 um 11:31

    In ihrem neuen Buch beschäftigt sich die 1967 geborene Schriftstellerin Annette Pehnt mit dem Verhältnis zwischen drei Frauen aus drei Generationen. Mit eindrücklicher Sprache und dichten, schonungslosen Beschreibungen versucht sie, das problematische Verhältnis zwischen Müttern und ihren Töchtern literarisch zu erfassen. Die Großmutter, die Mutter und die Tochter – jede empfindet aus ihrer Sicht die jeweils andere als fordernde und sich permanent in ihre eigenen Belange einmischende Person. Alle changieren in ihren Gefühlen zueinander zwischen Liebe und Hass, Nähe und Distanz. Die ich - erzählende Enkelin (sie bleibt ebenso wie die Großmuter namenlos) sitzt an sieben Tagen hintereinander am Bett ihrer kranken Mutter Annie. Immer wieder erinnert sie sich an ihre eigene Kindheit; die Gefühle, die damit verbunden sind, kommen wieder. Aber auch die Geschichten aus der Kindheit ihrer Mutter und deren schwieriges Verhältnis zu der Großmutter kommen - lange vergessen - am Bett der kranken Mutter wieder hoch und wollen zu ihrem Recht kommen. Annette Pehnt spielt virtuos mit den verschiedenen Zeitebenen, die sich in diesem Roman immer wieder miteinander abwechseln. Es geht um schwierige Mutterbeziehungen, wie es sie wohl in dieser Form nur zwischen Töchtern und Müttern gibt. Die Beziehung von Vätern zu Söhnen bzw. von Müttern zu Söhnen ist jeweils wieder etwas ganz anderes. Es sind Beziehungen, die den Leser ob ihrer sprachlosen Kälte betroffen machen. Dabei sehnen sich alle nach Nähe und sind gleichzeitig voller Trauer über die Unmöglichkeit dieser liebenden Nähe: „Umarmen: nicht so leicht. Einer von uns sträubt sich kaum merklich. Am besten geht es, wenn wir uns nicht anschauen.“ Annette Pehnt ist ein eindrückliches Stück Beziehungsliteratur gelungen, in dem sie wohl auch etliches verarbeitet, was sie selbst erlebt hat. Anders ist die spürbare Authentizität für mich nicht zu erklären. Auch wenn man diese Geschichte sicher nicht verallgemeinern kann, als männlicher Leser habe ich in diesem Buch viel verstanden von der Dynamik von Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern.

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  • Rezension zu "Chronik der Nähe" von Annette Pehnt

    Chronik der Nähe

    *Arienette*

    23. May 2012 um 09:01

    Inhalt: Annette Pehnts hell leuchtender neuer Roman ist die schonungslose, einfühlsame Geschichte von Großmutter, Mutter und Tochter. Immer und immer wieder versuchen sie, einander nahezukommen. »Chronik der Nähe« ist ein facettenreicher Roman von Liebe und Distanz. Annette Pehnt erzählt die Geschichte einer Familie. Und es ist eine Familie von Frauen. Wortgewaltige Lästermäuler, nicht auf den Mund gefallen, Plaudertaschen. Großmutter, Mutter, Tochter. Schwierig wird es nur, wenn das Schweigen ausbricht. Das war so zwischen der Großmutter und der Mutter. Und auch bei Mutter und Tochter ist es so. Sie schweigen, bis eine klein beigibt, bis eine die Stärkere ist und ihren Willen bekommt. Aber wie wollen sie so eine Antwort auf die Frage finden: Liebst du mich auch? Auf einer Reise lässt sich das vielleicht besser herausfinden. Bevor die Mutter stirbt. Aber ob der Ausflug nach Rügen hält, was sich die Tochter von ihm verspricht? »Chronik der Nähe« ist der Roman dreier Generationen von Frauen und eine kurze Geschichte Deutschlands zugleich. (Quelle: Verlagsseite) Die Autorin: Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie als Kritikerin und freie Autorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Freiburg. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«, 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und 2009 den Italo Svevo-Preis. (Quelle: Verlagsseite) Allgemeines: Erschienen: März 2012 224 Seiten 7 Kapitel, benannt nach den Wochentagen Meine Meinung: " Mutter bedroht Annie mit dem Tod, das kann sie gut. Ich sterbe, sagt sie zunächst leise, aber es genügt, um den Herzschlag des Kindes zu beschleunigen, um Annie an Mutters Seite zu holen, sie nimmt Mutters Hand und presst sie an ihre Schulter. "Ich sterbe, das fühle ich, diesmal sicherlich, es ist soweit." Annette Pehnt behandelt in ihrem Roman "Chronik der Nähe" zwei problematische Mutter-Tochter Beziehungen über drei Generationen hinweg. Die Enkelin sitzt an sieben Tagen am Krankenbett ihrer Mutter Anne und erinnert sich an die eigene Kindheit und an Geschichten aus der Kindheit ihrer Mutter. Ich-Erzählerin ist die Enkelin; der Leser erfährt nur den Namen der Mutter; Großmutter und Enkelin bleiben namenlos. Männer treten in diesem Roman ganz in den Hintergrund, bleiben bis auf Onkel Hermann ebenfalls namenlos, werden z.B. als "Der Richtige" bezeichnet. Anfangs fand ich dies etwas verwirrend, auch weil die Zeitebene plötzlich wechselt, die Erinnerungen nicht chronologisch angeordnet sind. Die Beziehungen zwischen Mutter und Tochter gestalten sich nicht unproblematisch, sie sind geprägt von (zuviel) Nähe, Distanz, Schweigen, Forderungen und Liebe. Aber Nähe ist nicht so einfach: "Umarmen: nicht so leicht. Einer von uns sträubt sich kaum merklich. Am besten geht es, wenn wir uns nicht anschauen." Als nahezu erpresserisch empfand ich folgende Passage: " ...und dann kam das Wichtigste: Annie tritt ganz nah an Mutter heran, nimmt ihr Gescicht in beide Hände und flüstert: "du bist die Liebste." Gleich spürt sie, dass die Worte nicht gut genug sind, die Liebste sind viele, es muss anders gesagt werden, und Mutter verharrt so lange mit geschlossenen Augen, bis sie es hört: " Ich liebe dich sehr", und da öffnet sie die Arme und drückt Annie gewaltig an sich und küsst sie auf den Mund, ein Moment, den Annie zugleich verabscheut und herbeisehnt." S. 114 "Chronik der Nähe" ist ein feinfühlig geschriebener und gut konstruierter Roman, der mir auch sprachlich gut gefallen hat. Das war mein erster Roman von Annette Pehnt, aber sicher nicht der letzte.

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  • Rezension zu "Chronik der Nähe" von Annette Pehnt

    Chronik der Nähe

    Clari

    17. March 2012 um 17:32

    Nähe und Distanz: Bilanz einer schwierigen Beziehung. Wohl jeder hat schon gelesen, gehört oder selber erlebt, wie problematisch das Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern sein kann. Annette Pehnt hat diese so schwierige Beziehung in Worte gefasst, die andeutend eine Ambivalenz aufweisen, die ihresgleichen sucht. Großmutter, Mutter und Tochter: in der Gegenseitigkeit erlebt jede die andere als bedrängend, fordernd, einmischend und beklemmend. Zwischen den Zeilen erfährt man, zu welcher Zeit die eine oder andere gelebt und mit den Erfahrungen des Lebens die eigene Tochter als Stütze, Hilfe oder störendes Wesen empfunden hat. Annie ist die im Krieg geborene Tochter. Ihre Mutter musste nach dem Zweiten Weltkrieg ums Überleben und das tägliche Brot kämpfen. Da die Worte und Assoziationen der Autorin ungebunden und frei schwebend in die Texte einfließen, gehen Erinnerungen zurück bis zu der Zeit, als Annie schon als Baby die Mutter mit ihrem Geschrei gequält und geärgert hat. Später dann gibt es die Zweifel, ob sie den richtigen Freund hat. Lebt Annie in den Augen der Mutter auch konform, wo eckt sie an, und wo geraten Mutter und Tochter aneinander? Diese Kriegsmutter will eine Nähe, die ihre Tochter Annie kaum aushalten kann. Der „Richtige“, das ist später der Mann von Annie, und so bleibt er benannt: Mutter war also einverstanden mit ihm. Zwischen Liebe, Nähe und Distanz pendeln diese Frauen im Verhältnis zu ihren Müttern bzw. Großmüttern. Mehr als einmal spürt man einen fast tödlichen Hass, mit der die Mutter von Annie ihr mögliches Sterben als Mittel zum Zweck missbraucht. Es gilt, fast erpresserisch die töchterliche Liebe zu ertrotzen. Annie ist als Kind klein und hilflos. Sie gibt alles, was sie kann, und als sie selber Mutter wird, ist sie in ihrer Ambivalenz zu der fordernden Mutter hin und her gerissen. Als sie ihren Töchtern liebevolle Nähe und Daueraufmerksamkeit bietet, löst das ungeahnten Neid und Spannungen bei der „Kriegs“- Mutter aus. Es bleibt Fremdheit, schwer lastende Suche nach Nähe und eine Trauer über die Vergeblichkeit dieser mütterlichen Liebe. Sie schwankt zwischen Unsicherheit, Geben und Versagen. Bedrückend erlebt man hier Mutterbeziehungen, die ratlos und sprachlos eine Distanz und fast Kälte verbreiten, die sich niemand wünscht. Sie sind eingebettet in eine Weltgeschichte und in Zeitläufe, die jeweils unterschiedliche Verhaltensweisen von Müttern forderten. Annette Pehnt hat eine authentisch wirkende Geschichte verfasst, die von Ambivalenzen berichtet, die durchaus möglich sind. Für die Betroffenen sind sie fast bedrohlich. Die Ausruckskraft, Sensibilität, Empathie und der analytische Verstand der Autorin sind beachtlich. Sie scheint ihre Geschichte dem realen Alltag abgerungen zu haben.

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  • Rezension zu "Chronik der Nähe" von Annette Pehnt

    Chronik der Nähe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. March 2012 um 21:58

    Ein schonungsloses, genau beobachtetes und präzise erzähltes Drei-Generationen-Leben: Großmutter, Mutter und Tochter. Verbunden und gefangen in schwierigen Beziehungen, in Hass und Liebe, Nähe und Sehnsucht. Töchter und Mütter werden sich wiedererkennen. Und traurig sein, ein bisschen.

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