Annette Wieners Kaninchenherz

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Inhaltsangabe zu „Kaninchenherz“ von Annette Wieners

Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes ist schockiert, als sie sieht, wessen Beerdigung am heutigen Tag stattfindet: Ihre eigene Schwester Mareike wird begraben. Seit zehn Jahren haben sie sich nicht mehr gesehen. Seit Gesines Sohn unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben kam. Beide gaben sich gegenseitig die Schuld an seinem Tod. Gesine hat damals alles verloren: ihre Arbeit als Kriminalkommissarin, ihre Wohnung, ihre Familie. Aber warum musste ihre Schwester sterben? War es Mord? Was wissen die Eltern? Als Gesine nachforscht, stößt sie auf eine Mauer des Hasses.

Guter Krimi mit überraschendem Ende...

— meisterlampe
meisterlampe

Gute Unterhaltung

— Willia
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  • Vor zehn Jahren

    Kaninchenherz
    walli007

    walli007

    02. January 2017 um 10:49

    Vor zehn Jahren ist der kleine Sohn von Gesine Cordes auf tragische Weise umgekommen. Gesine änderte ihr Leben daraufhin radikal, sie war damals Polizistin und nun arbeitet sie als Friedhofsgärtnerin. Überwinden wird sie den Verlust allerdings nie, sie lebt nur irgendwie weiter. Trotzdem ist sie schockiert als sie entdeckt, dass die Bestattung, die sie gerade vorbereitet, die ihrer eigenen Schwester ist. Obwohl Gesine den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen hat, ist nun die Zeit gekommen, sich den Ereignissen von vor zehn Jahren zu stellen. Auch der angebliche Selbstmord ihrer Schwester gibt Rätsel auf. Mareike war eigentlich nicht der Typ, der zu solchen Maßnahmen greift. Gut kann man sich in Gesine Cordes hineinversetzen, die eigentlich abschließen wollte mit dem, was damals geschah. Zwar glaubt sie, dass der Tod ihres kleinen Philip nicht nur ein Unfall war, aber sie will einfach darauf verzichten weiter nachzuforschen. Ihre Schwester Mareike scheint etwas anderes im Sinn gehabt zu haben. Nach Jahren in Spanien war sie nach Deutschland zurück gekehrt. Offensichtlich wollte sie mit Gesine Kontakt aufnehmen und eine Annäherung herbeiführen. Und das, obwohl Gesine ihr immer vorgeworfen hat, sie habe nicht genug auf den Kleinen achtgegeben. Je mehr Gesine sich wieder mit ihrer Schwester beschäftigen muss, desto weniger ist sie überzeugt, dass diese ihren Tod selbst herbeigeführt hat. Gesines Zerrissenheit, ihre Trauer, aber auch ihre Hartnäckigkeit, den Dingen auf den Grund gehen zu wollen sind sehr lebensnah geschildert. Ihre Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Vergangenheit trägt die Handlung dieses Romans. Doch mit welcher Verächtlichkeit ihr die ehemaligen Kollegen begegnen und wie unschön das Verhältnis zu ihren Eltern ist, die ein sehr unterkühltes Verhalten an den Tag leben, das wirkt manchmal etwas übertrieben, so dass man sich zu fragen beginnt, ob die Gedanken in eine bestimmte Richtung gelenkt werden sollen. Gelöst werden kann dieser Fall nur, in dem die Vergangenheit mit der Gegenwart versöhnt wird. Ob und wie Gesine sich ihren Problemen stellt, bildet die Grundlage für einen fesselnden Spannungsroman, den die Sprecherin Sandra Schwittau mit angenehmer Stimme einnehmend vorträgt. 3,5 Sterne

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  • Kaninchenherz

    Kaninchenherz
    urmeli

    urmeli

    04. August 2015 um 18:10

    Seit 10 Jahren arbeitet Gesine als Friedhofsgärtnerin nachdem sie ihren Polizeidienst nach dem tragischen Tod ihres Sohnes Philipp beendet hat. Ihr kleiner Junge hat, während sie bei der Arbeit war, Giftpflanzen gegessen. Ihre Schwester Mareike sollte auf Philipp aufpassen, doch wo war sie? Die Polizei hat die Ermittlungen sehr rasch eingestellt und es als Unfall angesehen, doch Gesine lässt es keine Ruhe. Seit diesem Zeitpunkt war sie mit ihrer einst so geliebten Schwester zerstritten. Und jetzt, nach 10 Jahren liegt Mareike tot in der Friedhofskapelle. Sie ist mit ihrem Mann Juan und den Zwillingsmädchen Frida und Marta erst vor kurzen aus Spanien zurück gekommen und soll sich an ihrem Hochzeitstag vor den Zug geworfen haben. Ihr Mann Juan zweifelt es an, seine Frau hat keinen Selbstmord begangen, doch auch in diesem Fall kommt die Polizei sehr schnell zu diesem Schluss. Was hat der Kommissar Lasse, der mit Gesine zusammen gearbeitet hat und mit Mareike befreundet war zu verbergen? Bei der Beerdigung begegnen Gesine auch ihren Eltern zu denen sie ebenfalls keinen Kontakt mehr hatte. Ein Gespräch mit ihnen gelingt nicht, zu verhärtet sind die Fronten nachdem Gesine ihre Karriere als Ermittlerin aufgab. Was ist nur aus ihr geworden - die Ehe wurde geschieden, sie bepflanzt Gräber und lebt in einem Wohnwagen auf einem Bauernhof. Nachdem Gesine sind auf ihre Ermittlerfähigkeiten besinnt und den Tod Mareikes aufdecken will wird sie in ihrem Wohnwagen überfallen, ein Mord geschieht und die Zwillinge verschwinden spurlos. Dieser Kriminalroman basiert auf zwei Erzählebenen. Der Tod Philipps vor 10 Jahren wird rückwirkend erzählt und parallel dazu die Ereignisse um den Tod Mareikes. Beides hängt zusammen und erst, als klar ist, warum Philipp gestorben ist versteht man die ganze Handlung. Interessant erzählt, wenn auch nicht besonders spannend so doch mit immer neuen Wendungen und immer neuen Verdächtigen. Das Mitraten macht Spaß. Einen wichtigen Teil nimmt auch die Pflanzenwelt ein, Gesine hat sich nach dem Vergiftungstod durch eine Pflanze näher mit giftigen und ungenießbaren Pflanzen beschäftigt und dieses wird ausführlich beschrieben.

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  • Nichts ist, wie es scheint...

    Kaninchenherz
    IchwillMeer

    IchwillMeer

    03. July 2015 um 16:04

    Meine Rezension bezieht sich auf die ungekürzte Hörbuch-Ausgabe von Annette Wieners Krimi-Debüt „Kaninchenherz“, gelesen von Sandra Schwittau. Im Mittelpunkt des Krimis, der wohl als neue Reihe konzipiert ist, steht die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes, die bis zu einem einschneidenden Erlebnis vor zehn Jahren selbst als Kriminalkommissarin arbeitete. Damals starb ihr zweieinhalb jähriger Sohn, nachdem er giftige Pflanzen gegessen hatte. Die Umstände, wie es dazu kam, wurden aber nie vollkommen geklärt und Gesine wollte und konnte anschließend nicht mehr ihr gewohntes Leben weiterleben, sodass sie den Kontakt zu ihrer kompletten Familie abgebrochen hat und sich auch eine neue Arbeit gesucht hat. Nun wird sie aber von ihrer Vergangenheit eingeholt, indem ihre Schwester Mareike, der sie eine Mitschuld am Tod ihres Sohnes gibt, auf dem Friedhof begraben wird, auf dem Gesine jetzt arbeitet. Offiziell soll es ein Selbstmord gewesen sein, aber Mareikes Mann äußert Gesine gegenüber Zweifel und nachdem auch die kleinen Zwillingstöchter ihrer Schwester immer wieder die Nähe von Gesine suchen, kann sie gar nicht anders, als sich mit dem Fall zu befassen. Somit wird sie aber natürlich auch wieder mit ihrer eigenen Geschichte konfrontiert und viele alte Wunden werden aufgerissen. Bei ihren Nachforschungen tun sich dann immer neue Abgründe auf, was ihre Familiengeschichte betrifft und nicht zuletzt gehört auch Gesine bald zu denen, die verdächtigt werden, die Schwester umgebracht zu haben. Mir hat der Krimi gut gefallen, da die Geschichte bis zuletzt spannend blieb, immer wieder wurde ich auf eine falsche Fährte gelockt. Die Protagonistin Gesine Cordes war mir sympathisch, auch wenn sie auf den ersten Blick etwas verschroben wirken mag, aber man erfährt ja bald, was sie alles durchgemacht hat und kann ihr Verhalten so gut nachvollziehen. Gerne würde ich weitere Krimis mit ihr im Mittelpunkt lesen. Nicht so anfreunden konnte ich mich jedoch mit der Sprecherin des Hörbuchs. Hier hätte ich eine andere Stimme als angenehmer empfunden, aber das ist sicher Geschmackssache.

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  • eher eine Familientragödie als ein Krimi

    Kaninchenherz
    MarTina3

    MarTina3

    29. June 2015 um 06:00

    Klappentext: Als Friedhofsgärtnerin Gesine die nächste Beerdigung vorbereitet, stellt sie fest: Es ist die ihrer eigenen Schwester. Nie wieder wollte Gesine etwas mit ihrer Familie zu tun haben. Als vor zehn Jahren ihr Kind gestorben ist, hat sie jeden Kontakt abgebrochen. Doch jetzt ist ihre Schwester tot. War es ein Unfall? Selbstmord? Mord? Nur wenn sich Gesine ihrer Vergangenheit als Kriminalkommissarin stellt, kann sie die Wahrheit ans Licht bringen … Cover: Das Cover des (Hör-)Buches gefällt mir gut. Es ist eigentlich eine normale Szene, wirkt aber unheimlich. Den Titel „Kaninchenherz“ finde ich aber nicht ganz passend. Meine Zusammenfassung und Meinung: Gesine war früher bei der Kriminalpolizei. Der Tod ihres kleinen Sohnes wirft sie völlig aus der Bahn und sie wird obdachlos, arbeitslos und trennt sich von ihrem Mann. Auch bricht sie mit ihrer Familie, da sie diese schuldig an dem Tod ihres Sohnes hält. Mit Hilfe des Bestatters Hannes lässt sie sich zur Friedhofsgärtnerin umschulen. 10 Jahre später ist bei einer Beerdigung plötzlich ihre Schwester Mareike die Tote. Dadurch kommt Gesine unfreiwillig wieder in den Kontakt mit ihren Eltern sowie mit dem Mann und den Kindern ihrer Schwester. Durch die Ermittlungen der Todesursache ihrer Schwester wird auch wieder der Tod ihres Kindes neu aufgerollt. Es stellt sich die Frage, was vor 10 Jahren denn wirklich passiert ist? Gesine wird mir irgendwie nicht wirklich sympathisch. Ich kann zwar ihre Wut und Verzweiflung bzw. Verbitterung verstehen, aber der letzte Funke sprang einfach nicht über. Sie hat unter anderem die Angewohnheit, alle Giftplanzen, die ihr z.B. auf dem Friedhof begegnen, in ihrem Notizbuch aufzuschreiben. Also eine Beschreibung der Pflanze und des Giftes sowie die Wirkung und Gegenmaßnahmen. Das finde ich grundsätzlich zwar interessant, aber irgendwie nervig. Es ist aber aufgrund Gesines Vorgeschichte sehr gut nachzuvollziehen. Ein bisschen machte es mich auch besorgt, weil man wirklich „gedankenlos“ Blumen kauft. Es geht dabei immer nur um ihre Schönheit, aber ob sie giftig sind, weiß - zumindest ich - nicht. Ich werde jetzt dann wohl einmal unseren Garten inspizieren, was da alles so wächst. In der Erzählung wurde immer wieder Spannung aufgebaut, dann fand ich aber die Ausführungen etwas zu langatmig und habe nur noch mit halbem Ohr zugehört. Aber ich habe das Buch natürlich fertig angehört, da ich die „Auflösung“ unbedingt wissen wollte. Die Geschichte und auch das Ende waren plausibel, einzig warum die Eltern so einen Hass auf Gesine haben, habe ich nicht verstanden. Der Schreib- bzw. Erzählstil ist flüssig und gut zu hören. Die Sprecherin Sandra Schwittau hat eine angenehme Stimme. Vor allem passt die Stimme wirklich zu Gesine. Fazit: Im Großen und Ganzen ein gut zu lesendes bzw. hörendes Buch, aber eher eine Familientragödie als ein Krimi. Für mich immer wieder etwas zu langatmig.

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