Anni Bürkl Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

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Inhaltsangabe zu „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ von Anni Bürkl

Die Franzosen unter Napoleon ziehen siegreich in die Stadt ein und werden von der Bevölkerung skeptisch und interessiert zugleich begrüßt. Mitten im Getümmel findet Kaffeesiederin Ida die blutüberströmte Leiche des Bäckermeisters Lechner. Der aufstrebende Kriminalbeamte Leon Pölzl bekommt von seinem Mentor beim Kriminalgericht, Paul Hostar, erstmals die Verantwortung für die Klärung eines Delikts übertragen. Er stürzt sich in die Aufklärung und nutzt dabei die faszinierenden Möglichkeiten der sich entwickelnden Kriminalistik. So liefert die gerade gegründete Gerichtsmedizin wertvolle Hinweise. Doch dadurch gerät er in Konflikt mit jenen, die lieber bei althergebrachten Methoden bleiben. Pölzl muss erst lernen, nicht allein auf Technik und Medizin zu vertrauen, sondern seine eigenen Fähigkeiten und seine Kombinationsgabe einzusetzen. Ort der Handlung: Wien

Ein netter Krimi vor dem HIntergrund der Französischen Besatzung Wiens im Jahre 1805

— Bellis-Perennis

Flott und unterhaltsam zu lesen – am besten an einem verregneten Sonntag mit einem Milchkaffee und einem leckeren Stück Apfelkuchen.

— Igelmanu66

historischer Krimi

— esposa1969

Wien im Jahre 1805 - gelungene Kombination aus historischem Roman und Krimi.

— mabuerele

Interessante Darstellung eines Krimis mit unerwartetem Ende.

— DaniB83

Krimi: Naja Recherche: Oh La La! Hier werden kleine Brötchen gebacken und der Krimi rückt in den Hintergrund.

— Floh

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

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  • Wer hat den betrügerischen Bäckermeister auf dem Gewissen?

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Bellis-Perennis

    22. January 2016 um 07:42

    Inhalt: Wien 1805, Napoleon und seine Truppen sind in der Hauptstadt einmarschiert. Der Österr. Kaiser und seine Entourage sind nach Pressburg geflohen. Die Lebensmittel sind knapp und kaum leistbar. So mancher bereichert sich an der Not der Bevölkerung. Bäckermeister Lechner ist einer dieser Kriegsgewinnler. Er mischt allerlei Zutaten in das am Schwarzmarkt erstandene Mehl, um so den größten Gewinn zu erzielen. Doch dann überspannt er den Bogen, in dem er die ohnehin kaum genießbaren Brotlaibe nochmals verkleinert. Leon Pölzl, seines Zeichens Beamter am Criminalgericht, untersucht den Mord am betrügerischen Bäckermeister. Pölzl ist Anhänger der neuen Ermittlungsmethoden. Beweise und Fakten sollen die Täter überführen und nicht, wie bislang üblich, durch Repressalien und Folter abgepresste Geständnisse. Bei seinen Ermittlungen im Umfeld des Toten trifft er niemanden, der ein gutes Wort über Lechner verliert, die Witwe inklusive. Hat der Mord vielleicht gar nichts mit den Betrügereien rund ums Brot zu tun? Erzählstil/Spannung: Die Autorin Anni Bürkl hat einen netten Krimi geschrieben. Die Idee, die neuen Ermittlungsmethoden in den Mittelpunkt zu rücken, finde ich sehr interessant. Das macht Lust auf mehr Information. Die historischen Details sind, bis auf das unsägliche "Kuchen-Zitat" (S. 23) gut recherchiert. Inzwischen sollte es sich endlich doch herumgesprochen haben, dass Marie Antoinette diesen Ausspruch niemals getätigt hat. Er wurde von ihren zahlreichen Gegner lanciert. Allerdings muss ich einige andere Dinge, die mir aufgefallen sind, anmerken: die Sprache ist zeitweise viel zu modern. Das Wort "lecker" kommt anno 1805 im Wiener Sprachschatz nicht vor. Passender: "köstlich", "delizös" oder "mundend". Manche Personen, die aus einfachen Verhältnissen stammen, wie der Zwerg und Theresia, drücken sich viel zu gewählt aus. Da wäre eine einfachere Sprache stimmiger. Die Obrigkeit, also auch die Polizei, "Siezen" ihr Gegenüber nicht. Vor allem dann nicht, wenn es sich um jugendliche Verdächtige handelt. Entweder wird "geduzt" oder in der dritten Person gesprochen, z.B.: "Wo war Er letzte Nacht?" Die Spannung ist leider nür mäßig vorhanden. der Mörder ist recht schnell ausfindig gemacht. da wäre noch merh möglich gewesen. Charaktere: Die Charaktere der Hauptpersonen (Leon, Ida) sind ganz gut gelungen, haben aber noch Entwicklungspotential. Die Nebenfiguren sind ein wenig zu flach geraten. Ob wes wohl eine Fortsetzung gibt? Leon Pölzl und die Betreiberin des "Café Freiheit" hätten es sich verdient. Fazit: EIn netter (Genuss)Krimi, der durch Rezepte aus Idas Cafè ein bisschen aufgefettet wird, mit nur 128 Seiten jedoch recht spartanisch ist.

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  • Tod eines Bäckermeisters

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Herbstrose

    Wien im November 1805. Napoleon ist mit seinen Truppen einmarschiert und hat die Stadt besetzt. Das Volk hungert, die Lebensmittel sind knapp. Mitten in den Wirren geschieht ein Mord, Bäckermeister Lechner wird erschlagen in seiner Backstube aufgefunden. Mit den Ermittlungen wird der junge Criminalbeamte Leon Pölzl beauftragt, der bereits mit den Methoden moderner Kriminalistik und der neu eingeführten Gerichtsmedizin vertraut ist, während sein Kollege Schmitzer noch Folter und Schläge bevorzugt. Doch die Suche nach dem Mörder gestaltet sich schwierig, viele hätten ein Motiv. Der Tote war allseits unbeliebt, seine Brote wurden immer kleiner und seine Preise stiegen immer höher. Oder ist der Mörder gar unter den Franzosen zu suchen, die die Stadt unsicher machen? … „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ ist kein gewöhnlicher Kriminalroman, sondern eher eine Gesellschaftsstudie zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Während der größte Teil der Wiener Bevölkerung der Besatzung ablehnend gegenüber steht, verstehen es einige, für sich daraus Kapital zu schlagen. Im Focus stehen zwei Frauen. Die Kaffeesiederin Ida, deren Café jetzt stets gut gefüllt ist, und die junge Theresia, die ihren Körper zu einem guten Preis an die Franzosen zu verkaufen weiß. Dazwischen agiert Pölzl mit seinen neuen wissenschaftlichen Ermittlungsmethoden, die er sich nach Einführung der Gerichtsmedizin in Wien rasch angeeignet hatte. Der Schreibstil der Autorin Anni Bürkl ist angenehm flüssig und nur mit wenigen speziellen Wiener Ausdrücken gespickt. Gleich zu Anfang stellt sie zum besseren Verständnis einen Gesetzestext aus dem Jahre 1803 über die Strafen bei „Morde und Todtschlage“ ein. Rezepte aus Idas Café findet man ebenfalls im Buch. Sehr gut und differenziert heraus gearbeitet sind sämtliche Personen mit ihren Eigenarten, das Milieu rings um den Tatort und die Arbeit der damaligen Criminaler, die doch stark von den heutigen Methoden abweicht. Fazit: Ein kleiner feiner Roman, der den Leser unterhält und nebenbei noch eine gute Portion Lokalkolorit vermittelt.

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    • 2

    Arun

    20. September 2014 um 22:58
  • Ein wahrlicher Genuss - dieser Krimi

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    eskimo81

    Ein Historischer Krimi, spielt in Österreich während der französischen Revolution.  Ida, eine aufgeschlossene Kaffeesiederin, fordert ihre Gäste immer wieder zu kulinarischen Reisen heraus. Selber lange gereist ist sie der Überzeugung, dass die Französischen Leckereien einiges besser schmecken, als die Österreichischen. Ihr Nachbar, der Bäckermeister Lerchner ist ein Patriot und steht voll und ganz hinter Österreich. Als Ida ihn anfragt, ob er das französische Gebäck für sie backen würde, lehnt er vehement ab. Er, ein Patriot von ganzem Herzen, Stolz ein Österreicher zu sein, kommt doch überhaupt nicht in Frage. Als Lerchner ermordet aufgefunden wird, muss der junge Criminalbeamte Leon Pölzl ermitteln. Aufgeschlossen der neuen Methoden gegenüber hat er jedoch einen schweren Stand. Sein Kollegen sind nicht alle begeistert über die neuen Ermittlungsmethoden.  Es ist mein erster, jedoch sicherlich nicht mein letzter Genuss-Krimi Einfach herrlich. Bei diesem Buch stimmt alles, die Aufmachung, die Schrift, die Gestaltung, einfach alles. Und zur Krönung erhält man auch gleich noch die Rezepte für die Leckereien.  Ich bin fasziniert. Einerseits ist der Krimi so genial geschrieben, dass man diesen nicht mehr aus der Hand legt. Obwohl das Buch "nur" 126 Seiten hat beinhaltet er alles, was ein guter Krimi ausmacht. Es ist aber ein historischer Krimi, er zeigt wieder einmal, wie man früher ohne PC und allem drum und dran ermittelte.  Dazu noch die Rezepte, einfach ein gutes Buch, dass man kurz zwischendurch lesen kann und danach gleich in die Küche stürzt um die Apfeltarte auszuprobieren.  Herrlich, ich kann gar nicht mehr aufhören, davon zu schwelgen. 

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    • 2
  • Mord und Café au Lait

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Igelmanu66

    „Ihr mit euren neumodischen Methoden … und eurem Hin und Her. Könnte, müsste … haha. Da gehört eine Verhaftung her und ordentliche Daumenschrauben, dann haben wir eine Lösung, und zwar schnell.“ Wien, im Jahre 1805. Kürzlich sind die Franzosen in die Stadt eingezogen, wo sie von der Bevölkerung eher neugierig als ablehnend begrüßt wurden. Die Versorgungslage ist jedoch für viele Menschen schlecht, der Hunger in den ärmeren Wohnvierteln groß. Ein Bäcker, der in einer solchen Situation ständig den Preis für sein Brot anhebt und gleichzeitig die Brote immer kleiner werden lässt, schafft sich nicht viele Freunde. So hält sich auch die Trauer in der Nachbarschaft in Grenzen, als der Bäckermeister Lechner eines Morgens erschlagen in seiner Backstube aufgefunden wird. Verdächtige sind auch schnell ausgemacht und einige Angehörige der Polizei und Ordnungsmacht meinen das Verbrechen schnell aufklären zu können (siehe Eingangszitat). Nicht so Leon Pölzl, „Criminalbeamter von Gottes und des Kaisers Gnaden“ und ein Anhänger der modernen Kriminalistik. Seine Ermittlungen führen ihn auch ins Café Freiheit, in dem die Kaffeesiederin Ida heiße Getränke und Gebäck nach französischer Art anbietet… Dieser Genusskrimi bietet kurzweilige Unterhaltung vor interessanter historischer Kulisse. Dabei wird auch auf die Lage der einfachen Bevölkerung eingegangen, sowohl was ihre wirtschaftlichen Nöte angeht, als auch ihre Ansichten. Denn Frau Ida beispielsweise leidet sehr darunter, dass niemand der alleinstehenden (weil verwitweten) Frau die Führung eines Cafés zutraut. Und der junge Leon Pölzl hat es mit seinen „neumodischen Methoden“ bei vielen Kollegen nicht einfach. Der Fall selbst ist nicht spektakulär, aber stimmig. Das einzige Manko ist im Grunde die Kürze der Geschichte – sie hätte gerne etwas umfangreicher sein dürfen. So haben wir auf 125 Seiten 26 kurze und flott zu lesende Kapitel plus Prolog, Epilog und zwei Rezepten für „Café au Lait“ und „Apfeltarte“ (beide aus „Idas geheimer Rezeptsammlung“) Fazit: Flott und unterhaltsam zu lesen – am besten an einem verregneten Sonntagnachmittag und begleitet von einem Milchkaffee und einem leckeren Stückchen Apfelkuchen.

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    • 7

    parden

    28. May 2014 um 23:10
  • Leserunde zu "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" von Anni Bürkl

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    KSB_MediaGmbH

    Liebe Leser, heute laden wir euch ein, mit uns einen historischen Genusskrimi zu lesen. Das Nahrungsmittel, das im Mittelpunkt steht, ist dieses Mal das Brot. Inhalt: Ida ist von Frankreich und der Revolution inspiriert. Sie bäckt französische Mehlspeisen und ist dafür bekannt, zu Arm und Reich gleichermaßen gastfreundlich zu sein. Mitten im Getümmel findet Kaffeesiederin Ida die blutüberströmte Leiche des Bäckermeisters Lechner. Der aufstrebende Criminalbeamte Leon Pölzl bekommt von seinem Mentor beim Criminalgericht, Paul Hostar, erstmals die Verantwortung für die Klärung eines Delikts übertragen. Er stürzt sich in die Aufklärung und nutzt dabei die faszinierenden Möglichkeiten der sich entwickelnden Kriminalistik... http://www.genusskrimi.de/der-mensch-lebt-nicht-vom-brot-allein.html Wir verlosen 10 Exemplare unter allen, die uns folgende Frage per PN beantworten können: In welchem Jahr war die französische Revolution? Die Bewerbungsfrist geht bis zum 17. Dezember 2013. Wir freuen uns auf diese Leserunde! Euer KSB-Media-Team

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    • 108
  • Atmosphärische Unterhaltung...

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Lisabeth

    31. January 2014 um 18:46

    "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" von Anni Bürkl ist nicht nur ein historischer Roman der durch seinen gelungenen Titel in Erinnerung verbIeibt. Berichtet wird über den Mord am Bäckermeister Lechner, den der aufstrebende Criminalbeamte Leon Pölzl klären soll. Er stürzt sich in die Aufklärung und nutzt dabei die faszinierenden Möglichkeiten der sich entwickelnden Kriminalistik. Mehr oder weniger findet er hierbei die Unterstützung der Cafebesitzerin Ida. Der Fall ist in sich schlüssig und auch die Aufklärung dessen nachvollziehbar. Mir gefielen insbesondere zwei Aspekte. Einerseits der sehr anschauliche und atmosphärische Schreibstil der Autorin, der einen schnell gefangen nimmt, der einen in die winterliche Stadt eintauchen lässt, fast friert man mit den Protagonisten, vermeint die geschilderten Gebäcke schmecken zu können, riecht den Kaffee. Andererseits werden geschickt historische Hintergründe in den Text eingewebt, die Anfänge der Gerichtsmedizin bzw. der Ermittlungsarbeit dargestellt, der ein oder andere für mich völlig neue Fakt wurde präsentiert. Dies aber geschah keineswegs belehrend oder gar langatmig, sondern fließend, so dass die Atmosphäre des Aufbruches dieser Epoche hervorragend eingefangen wurde. Toll! Gewiss überzeugt zudem das handliche Format des dünnen Büchleins, jedoch dies ist eine meiner Kritikpunkte eine etwas größere Schrift wäre dem Lesevergnügen dann doch sehr förderlich gewesen. Nichts desto trotz gelungene Unterhaltung, die Appetit auf ein leckeres Stück Kuchen weckt.

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  • Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    jackdeck

    27. January 2014 um 10:49

    Wir schreiben das Jahr 1805 in Wien. Napoleon zieht siegreich mit seinen Truppen in die Stadt ein und besetzt sie. Es kommt zu  Entbehrungen und Versorgungsengpässen. Die Lebensmittel werden knapp. Die junge Kaffeesiederin Ida, ist aufgeschlossen für die kulinarischen Genüsse die, die Franzosen bieten. Sie möchte gern neue Rezepte probieren und ist ganz hingerissen von der kulinarischen Raffinesse die sich bietet.  Eines Tages findet sie ihren Nachbarn Bäckermeister Lechner wird tot in seinem Haus. Erstmals bekommt der junge Criminalbeamte Leon Pölzl  die Verantwortung für die Klärung dieses Mordes. übertragen. Wer hat ein Motiv den nicht gerade beliebten Bäckermeister zu töten. Voller Elan und frisch motiviert will Pölzl den Fall lösen und wendet für die damaligen Zeit neue Ermittlungsmethoden an. Die Kriminalistik steckte zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen, es war sehr interessant und aufschlussreich zu lesen wie der junge Criminalbeamte sich in die Ermittlungen stürzte. Eine kurzweilige, sehr interessante Kriminalgeschichte gewürzt mit einer Prise  kulinarischen Genuss der sich auch in den Rezepten widerspiegelte die in die Geschichte eingestreut waren.  Auch das Milieu dieser Zeit und die Stadt Wien waren sehr anschaulich dargestellt. Mir hat dieser Kurzkrimi  sehr gut gefallen, der Spannungsbogen ist von Anfang bis zu Ende sehr gut gehalten. Meinem Lesegenuß tat einzig und allein die etwas zu kleine Schrift  einen Abbruch.

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  • Buchverlosung zu "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" von Anni Bürkl

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    DaniB83

    Gemeinsam mit der KSB-Media GmbH, Sparte Genusskrimi, verlose ich den historischen Kriminalroman "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" von Anni Bürkl. 


    Um teilnehmen zu können, folgt einfach diesem Link, der euch auf den Gewinnspielbeitrag auf meiner Webseite führt!

    Euch allen wünsche ich viel Glück!

    Liebe Grüße aus Wien

    Dani

    • 2
  • Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Blaustern

    14. January 2014 um 19:17

    Wien im Jahre 1805: Es ist November, wir befinden uns zurzeit der französischen Revolution, und Napoleon ist mit seinen Truppen in die Stadt einmarschiert. Dem österreichischen Volk geht es schlecht, Engpässe gibt es überall, und Bäckermeister Lechners Brote werden auch immer kleiner und seine Preise steigen. Dann wird der Lechner tot in seiner Backstube gefunden, und der junge Kriminalbeamte Leon Pölzl wird mit den Ermittlungen betraut. Er nutzt die neuesten Methoden der Gerichtsmedizin, untersucht den Tatort und befragt Zeugen. Währenddessen wird der Neid seines älteren Kollegen Schmitzer immer größer, der auch noch immer die altbewährten Ermittlungsmethoden schätzt, wie Schläge und Folter. Doch wer könnte den Bäckermeister erschlagen haben? Fast alle haben ein Motiv, und es wird schwierig für Pölzl. Da gibt es Ida, die Kaffeesiederin mit ihrem Café auf französischer Art, deren Schal sich in der Backstube befindet und Theresia, die vom Tatort mit einer Skizze dessen flieht. Oder die Lehrlinge, die immer schlecht behandelt wurden oder waren es doch gar die eingeschrittenen Franzosen? Der historische Kriminalroman bringt uns das Leben und die Verhältnisse im damaligen Wien durch detailgenaue Beschreibungen sehr nahe. Man lernt einiges aus der Geschichte und fühlt sich gut unterhalten. Die Kapitel sind kurz, und durch den Schwung an Verdächtigen wird man immer wieder auf Abwege geführt. Kriminalkommissar Pölzl ist noch ein sehr junger Ermittler, dem die Verantwortung übertragen wird, aber er bekommt sie, da man davon überzeugt ist, dass er seine Sache gut und gründlich macht und sich für die neuen Methoden der Gerichtsmedizin offen zeigt und sie nutzt. Er ist sympathisch und macht seine Sache gut. Für den Gaumen gibt es zwischen den Zeilen auch noch leckere Rezepte aus Idas Café.

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  • Historischer Krimi

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    esposa1969

    04. January 2014 um 18:06

    Hallo liebe Leser, gerade habe ich diesen historischen Krimi ausgelesen: == Der Mensch lebt nicht vom Brot allein == . == Buchbeschreibung: == Ida ist von Frankreich und der Revolution inspiriert. Sie bäckt französische Mehlspeisen und ist dafür bekannt, zu Arm und Reich gleichermaßen gastfreundlich zu sein. Mitten im Getümmel findet Kaffeesiederin Ida die blutüberströmte Leiche des Bäckermeisters Lechner. Der aufstrebende Criminalbeamte Leon Pölzl bekommt von seinem Mentor beim Criminalgericht, Paul Hostar, erstmals die Verantwortung für die Klärung eines Delikts übertragen. Er stürzt sich in die Aufklärung und nutzt dabei die faszinierenden Möglichkeiten der sich entwickelnden Kriminalistik... . == Buchrückentext: == Die Franzosen unter Napoleon ziehen siegreich in die Stadt ein und werden von der Bevölkerung skeptisch und interessiert zugleich begrüßt. Mitten im Getümmel findet Kaffeesiederin Ida die blutüberströmte Leiche des Bäckermeisters Lechner. Der aufstrebende Criminalbeamte Leon Pölzl bekommt von seinem Mentor beim Criminalgericht, Paul Hostar, erstmals die Verantwortung für die Klärung eines Delikts übertragen. Er stürzt sich in die Aufklärung und nutzt dabei die faszinierenden Möglichkeiten der sich entwickelnden Kriminalistik. So liefert die gerade gegründete Gerichtsmedizin wertvolle Hinweise. Doch dadurch gerät er in Konflikt mit jenen, die lieber bei althergebrachten Methoden bleiben. Pölzl muss erst lernen, nicht allein auf Technik und Medizin zu vertrauen, sondern seine eigenen Fähigkeiten und seine Kombinationsgabe einzusetzen. Ort der Handlung: Wien . == Leseeindrücke: == Wie der Titel "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" unschwer vermuten lässt, handelt dieser Krimi von Bäckern und Brot .... den Abdruck aus der Österreichischen Nationalbibliothek kann ich schwer lesen, weil mir das als stark Weitsichtige trotz Brille zu klein geschrieben ist und diese alte Sütterlin Schrift auch nicht unbedingt mein Steckenpferd ist. Aber ich denke mal der Inhalt wird nicht so wichtig sein, es ist wohl eine Art Strafregister, wobei ich an Rothenburg ob der Tauber denken muss, welche sich bis gestern besucht hatte und das dortige Kriminalmuseum, in dem von Ehrenstrafen die rede war, wenn der Bäcker zu kleine Brote gebacken hatte aber natürlich auch von Mord!!! Im Prolog lesen wir vom Bäckermeister Lechner, der zu Zeiten Napoleons im Jahre 1805 sich dafür mehr per weniger vor sich selbst rechtfertigt, dass Brot eben unerschwinglich teuer wird, weil eben auch die Kornpreise ansteigen und, dass er in besseren Zeiten auch günstigeres Brot verkaufen können, aber was ginge ihn all die anderen an... Ja und dann plötzlich im Kapitel 1 liest man, dass der Bäckermeister tot ist, hatte er sich ja im Prolog schon vor den Verfolgern in seiner Backstube verschanzt, so war das zu erwarten, dass er das Opfer in diesem Krimi sein wird. Im Mittelalter bekam der Bäcker für frevelhaftes Verhalten eben die Bäckertaufe durch die Bäckerwippe (siehe mein Foto) hier kurz nach der französischen Revolution, wird er eben ermordet, worüber die meisten seiner Mitmenschen nicht gerade bestürzt reagieren. Ob es ein Unfall war oder ob er durch "fremde Hand" verstorben ist, dass wissen die Mitbürger (und wir) nach diesem ersten Kapitel auch noch nicht. Wir vielleicht eher noch als die restlichen Mitbürger. Dann geht es weiter mit den Ermittlungen: Leon Pötzl stagniert ein bisschen mit seinen Ermittlungen. Irgendwie könnte jeder der Täter sein... Gemocht haben sie den Bäcker alle nicht. Verdächtige gibt es einige: Hotelbesitzer Ott, "Freiheit" Cafébesitzerin Ida, das leichte Mädchen Theresia, der Lehrbub des Ermordeten Theo oder evtl. sogar seine Ehefrau Emily .. Das Ende ist sehr überraschend, lag letztendlich dann aber doch auf der Hand. Der Krimi und auch die darin vorkommenden Protagonisten haben mich begeistert. Die Kapitel sind kurz gehalten und man kommt gut mit dem Lesen voran. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne auf Kurzkrimi mit historischem Hintergrund steht. Vielen Dank für´s Lesen! by esposa1969

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  • Wer erschlug den Bäckermeister?

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    mabuerele

    29. December 2013 um 20:29

    Wir befinden uns im Wien im November 1805. Napoleon mit seinen Truppen ist in die Stadt einmarschiert. Criminalbeamter Leon Pölzl hat allerdings andere Probleme. Man hat den Bäckermeister Lechner erschlagen in seiner Backstube gefunden. Es ist Leons erster Kriminalfall, für dessen Aufklärung er verantwortlich ist. Pölzl ist mir schnell sympathisch. Er nimmt seine Aufgabe ernst, ist Neuem gegenüber aufgeschlossen und arbeitet gründlich. Es handelt sich um einen historischen Kriminalroman. Und er macht seinen Namen alle Ehre. Detailgenau werden die Verhältnisse in Wien beschrieben. Es geht ums nackte Überleben. Zwei Frauen stehen dabei im Mittelpunkt. Das ist zum einen Theresia, die ihren Körper verkauft, um Mutter und Geschwister versorgen zu können. Zum anderen ist es Ida, die in Wien eine Cafe eröffnet hat. Ihr Gebäck und ihre Kaffeespezialitäten sind begehrt. Gleichzeitig wird deutlich, dass das Verhalten der Wiener Bevölkerung zu den Franzosen sehr unterschiedlich ist. Einige lehnen die Fremdherrschaft ab, andere hoffen, dass manche Errungenschaften der französischen Revolution auch in Österreich Einzug halten. Eine dritte Gruppe nutzt die Not der Bevölkerung aus und verkauft Lebensmittel zu Wucherpreisen. Für den eigentlichen Kriminalfall lassen sich die Ermittlungen problemlos verfolgen. Sehr gut wird herausgearbeitet, dass auch die Kriminalistik sich in einer Zeit des Umbruchs befindet. Den neuen Ermittlungsmethoden steht Pölzl im Gegensatz zu seinem Kollegen Schmitzer offen gegenüber. So wird ein Arzt zum Tatort geholt, denn in Wien wurde die wissenschaftliche Gerichtsmedizin eingeführt. Beobachtungen am Tatort und deren Auswertung sowie die Befragung von Zeugen und Verdächtigen setzen sich zunehmend durch. Die Zeiten von erpressten Geständnissen durch Schläge oder Folter gehören der Vergangenheit an. Der Roman beginnt spannend und kann diesen Spannungsbogen bis zum Schluss halten. Wie bei jedem guten Krimi gibt es eine Reihe von Verdächtigen. Die Autorin führt mich als Leser mehrmals gekonnt in die Irre. Besonders gefallen hat mir, dass den Protagonisten im Roman verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Es sind Menschen mit Stärken und Schwächen, aber auch mit unerwarteten Begabungen. Als Besonderheit sind dem Roman zwei Rezepte aus Idas Cafe beigefügt. Allerdings stehen sie nicht am Schluss, sondern wurden passend zur Handlung zwischen zwei Kapiteln eingefügt. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das Cover wirkt wie eine abgerissene Postkarte von Wien aus dieser Zeit. Es würde im Laden mein Interesse wecken. Positiv ist weiter anzumerken, dass sich zu Beginn des Buches die Kopie eines Ausschnitts aus Gesetz und Verfassung zur Zeit des Romans befindet. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er hat mich nicht nur ausgezeichnet unterhalten, sondern mir eine Menge an Wissen über die Verhältnisse in Wien anno 1805 vermittelt.

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  • Mord in Wien im 19. Jh.

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    buecherwurm1310

    29. December 2013 um 14:17

    Anfang des 19. Jahrhunderts in Österreich. Die Franzosen sind in Wien. Die Menschen leiden Hunger, weil es von Tag zu Tag weniger zu essen gibt. Bäcker Lechner denkt nur an sich und angeblich an die Seinen, deshalb wird das Brot immer kleiner und der Preis dafür immer höher. Dann wird der Bäcker ermordet und Verdächtige gibt es zuhauf. Leon Pölzl bekommt von seinem Mentor beim Kriminalgericht den Fall übertragen. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Schmitzer, der Geständnisse herausprügelt, hält Pölzl mehr von moderner Kriminalistik. Das Buch hat nur 125 Seiten und ist sehr klein gedruckt. Doch liest sich die Geschichte leicht und flüssig.  Einzig einige Wiener Ausdrücke sind gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte wird interessant durch die einzelnen Personen, die liebevoll beschrieben werden sowie die detailgetreue Beschreibung der Umgebung. Obwohl fast alle hier verdächtig sind, behandelt Pölzl sie nicht von oben herab. Daher erfährt er auch manches, was die misstrauischen Bürger in diesem Viertel sonst nicht preisgegeben hätten. Eine Geschichte, bei der der Krimi etwas in den Hintergrund gerät, die aber durch die Milieubeschreibung unterhaltend ist.

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  • Café der Freiheit

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    DaniB83

    28. December 2013 um 21:03

    Dank LovelyBooks durfte ich an einer Leserunde eines Genusskrimis teilnehmen, welcher den Namen “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein” trägt. Passend für das Genre, finden sich im Buch zwei Rezepte, die man nachbacken kann, so wie ich das auch gemacht habe. Die Bilder findet ihr in meinem Blogartikel dazu: http://www.buchwelt.co.at/2013/12/28/rezension-buerkl-anni-der-mensch-lebt-nicht-vom-brot-allein/#more-989 Der KSB-Verlag hat nicht nur aktuelle Genusskrimis, sondern auch historische im Programm. Im Herbst 2013 erschien eben dieses Exemplar von Anni Bürkl und behandelt die Zeit um Napoleon, kurz nach der französischen Revolution. Handlungsort ist das hungernde Wien. Die Bevölkerung hat nicht viel zu essen, französische Soldaten sind in der Stadt und wie sollte es für einen Krimi anders sein, als dass ein Mensch ermordet wird? Dieser heißt Lechner und ist ein ziemlich arroganter und preisehochtreibender Bäckermeister, der mehr Feinde als Freunde besitzt. Deswegen ist auch klar, dass eine große Anzahl an Verdächtigen in Frage kommt. Der Inspektor, der diesen Fall lösen soll – Leon Pölzl – wird mit fünf Personen konfrontiert, die als MörderInnen in Frage kommen. Ist es der Hotelbesitzer Ott, Cafébesitzerin Ida, Prostituierte Theresia, Lehrbub des Ermordeten Theo oder gar die eigene Ehefrau Emily Lechner? Sprachlich ist der Krimi top. Manchmal erinnert er mich beim Lesen sogar an “Die Morde in der Rue Morgue” von Edgar Allen Poe und auch das Ende ist in gewisser Weise ähnlich, denn die Autorin beschert dem Leser eine interessante Wendung, die für mich leider nicht ganz so befriedigend war. Dennoch spreche ich hier eine Empfehlung aus, denn die Syntax und Wortwahl – endlich ein paar Wiener bzw. österreichische Ausdrücke in einem Roman – sind nicht 08/15, sondern einzigartig in der Kriminalliteratur dieser Jahre. Die Rezepte, die im Buch angegeben sind: Café au Lait und Apfeltarte. Beide ‘Gerichte’ werden in Idas Café der Freiheit angeboten. Ich selbst habe schon sehr oft Café au Lait getrunken und heute die Apfeltarte probiert, welche mir sehr gut gelungen ist und sicher öfter auf den (Nach)Tisch kommt. Vielen Dank an den KSB-Media Verlag für dieses tolle Leseexemplar!

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  • Lecker-leichte Genießerüberraschung!

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Floh

    28. December 2013 um 03:50

    Österreich während der französischen Revolution. Ein historischer Krimi in mitten der Zeit um die Französische Revolution im schönen Wien! Ein Mord in der Backstube erschüttert die Stadt, dennoch ist der Roman von Autorin Anni Bürkl keineswegs der klassische Krimi. Dieser Krimi, der besonderen Art besticht mit einer Ermittlung am Rande und zeigt dem Leser vordergründig die Entstehung der modernen Kriminaltechnik und die Argwohn der Bürger.  Zum Inhalt: "Die Franzosen unter Napoleon ziehen siegreich in die Stadt ein und werden von der Bevölkerung skeptisch und interessiert zugleich begrüßt. Mitten im Getümmel findet Kaffeesiederin Ida die blutüberströmte Leiche des Bäckermeisters Lechner. Der aufstrebende Criminalbeamte Leon Pölzl bekommt von seinem Mentor beim Criminalgericht, Paul Hostar, erstmals die Verantwortung für die Klärung eines Delikts übertragen. Er stürzt sich in die Aufklärung und nutzt dabei die faszinierenden Möglichkeiten der sich entwickelnden Kriminalistik. So liefert die gerade gegründete Gerichtsmedizin wertvolle Hinweise. Doch dadurch gerät er in Konflikt mit jenen, die lieber bei althergebrachten Methoden bleiben. Pölzl muss erst lernen, nicht allein auf Technik und Medizin zu vertrauen, sondern seine eigenen Fähigkeiten und seine Kombinationsgabe einzusetzen. Ort der Handlung: Wien" Schreibstil: Der klassische Krimi ist es nicht, denn Autorin Bürkl ist es gelungen, die Dunkelheit der Morde und der Ermittlungen mit einer Exkursion zu den Anfängen der moderneren Kriminaltechnik und der Skepsis und Inakzeptanz der Bürger zu bereichern. Der Roman liest sich flüssig und leicht und ist die ideale Lektüre zum Schwelgen und sich entführen zu lassen.  Charaktere: Die Auswahl der Charaktere ist das Herzstück des Romans, denn hier treffen wir viele Persönlichkeiten und werden nicht auf einen Verdächtigen gelenkt. Wir treffen die gutmütige Ida, die durch ihre Loyalität den Leser gefallen wird. Wird sie auch zu einer Verdächtigen? Sie hat den Tatort zuerst betreten...Bürkl bringt die Protagonisten ihren Lesern durch detailgetreue Umschreibungen sehr nahe.  Meinung: Ein historischer Schauplatz, angenehme Charaktere, unvorhersehbare Handlung, spannende Hintergründe, seichte Ermittlung. Ein netter Krimi, der mich jedoch als Krimi nicht so sehr begeistert hat. Ich mochte die kleine Schrift nicht gerne lesen und fühlte mich auch nicht mitten im Geschehen. Die vielen Informationen zur Historie und Kriminaltechnik haben mich abgelenkt, aber auch sehr interessiert. Fazit: Dieser Krimi ist einfach zu unscheinbar und erhält daher nur drei Sterne von mir. 

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