Häusermord

von Anni Bürkl 
4,1 Sterne bei10 Bewertungen
Häusermord
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mareikealbrachts avatar

Schöner Wiener Regiokrimi!

sandra97s avatar

Spannender, kurzweiliger Krimi mit viel "Schmäh"

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Inhaltsangabe zu "Häusermord"

Revierinspektor Nowak bekommt statt seines Frühstücks einen menschlichen Arm auf den Kaffeehaustisch. In der flirrenden Sommerhitze nimmt er die Ermittlungen in einem Mord ohne Leiche auf.

Die Spur führt in ein altes Miethaus, das kürzlich den Besitzer gewechselt hat. Waschmuth will vor allem eines: Viel Geld mit den Wohnungen machen. Er scheut vor nichts zurück, um die Altmieter los zu werden. Einen Teil des Hauses haben Punks besetzt, unter ihnen findet Nowak überraschend seine Jugendliebe Antonia wieder.

Noch ahnt Nowak nicht, dass er Antonia mit seinen Ermittlungen in tödliche Gefahr bringt. Kann er das Rätsel lösen, bevor ein weiterer Mord geschieht?

Ein authentischer Kriminalroman vor der Kulisse des sich verändernden Wiens im 21. Jahrhundert.

Von der Autorin der erfolgreichen Salzkammergut-Krimis rund um Teelady Berenike Roither (Gmeiner Verlag).

Anni Bürkl entführt uns mit HÄUSERMORD in ein modernes Wien Noir, in reich bebilderter Sprache und mit hintergründigem Humor, fesselnd bis zur letzten Seite. Nowak ist für mich der Ermittler des Jahres. (Nicole Neubauer, Autorin von "Kellerkind" und "Moorfeuer")

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783743165151
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:10.03.2017

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 2 Jahren
    Beginnt zu zaghaft, steigert sich aber im weiteren Verlauf

    Revierinspektor Nowak führt sein aktueller Fall nicht nur in die Gegend seiner Jugend, die er in weiten Teilen lieber vergessen würde, sondern auch zu seiner ehemals großen Liebe Antonia. Bevor er sich jedoch mit ihr und seiner Vergangenheit auseinandersetzen kann, muss er das Rätsel um die abgetrennten Körperteile, die nach und nach auftauchen, lösen. Allem voran: Zu wem gehören die Gliedmaßen? Ein Fall, der mehr Fragen aufwirft, als dass er sie beantwortet und eine immer bedrückendere Wendung nimmt...

    Die Autorin schickt mit Revierinspektor Nowak einen Ermittler ins Rennen, der mit einigen seiner Dämonen der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hat. Aber vielleicht erhält er nun, zumindest teilweise, die Möglichkeit dazu. Die Gegend, in der seine Nachforschungen hauptsächlich angesiedelt sind, ist Nowak wohlbekannt, und doch entdeckt er Aspekte, die auch an ihm nicht spurlos vorbei gehen.

    Ein abgetrenntes Körperteil, ohne den geringsten Hinweis, von wem es stammt, und eine mehr als grobe Richtung, mehr steht Nowak für seine Ermittlungen nicht zur Verfügung. Kein Wunder, dass er sich an jeden Strohhalm klammert, Befragungen durchführt und doch kaum Hinweise zutage fördern kann. So authentisch das Szenario auch ist, wirkt der Beginn somit dennoch etwas zäh, auch wenn natürlich durchaus etwas geschieht. Der Fortgang der Kriminalhandlung erscheint allerdings zu holprig, zeitweise sogar unmotiviert, was auf Grund der Spurenlage wiederum absolut nachvollziehbar ist.

    Nach dem ersten Drittel kippt die Stimmung, die Atmosphäre verdüstert sich und die Spannung nimmt zu. Nowak hat eine Fährte aufgenommen, von der er nicht bereit ist abzuweichen, wenn ihm hin und wieder auch Steine in den Weg gelegt werden. Er lässt sich selten beirren und macht sich dabei nicht nur Freunde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist auch der Leser glücklicherweise in der Geschichte angekommen, die unterschwellig viel mehr birgt als es zunächst den Anschein macht. Dann kann nämlich auch der Leser nicht mehr an sich halten, um eigene Nachforschungen anzustellen, nicht nur was den aktuellen Fall angeht, sondern auch zu Nowaks Vergangenheit. Durch Antonias Einschübe, die man zusätzlich zu Nowaks Beobachtungen erhält, ergibt sich ein recht gutes Bild des Revierinspektors und seiner Umgebung.

    „Häusermord“ beginnt zu zaghaft, mausert sich aber nach und nach zu einem waschechten Kriminalroman, der neugierig auf mehr von Revierinspektor Nowak macht.

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    mareikealbrachts avatar
    mareikealbrachtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schöner Wiener Regiokrimi!
    Schöner Wiener Regiokrimi!

    Der erste Fall von Wolf Nowak fängt gleich sehr kurios an. Er sitzt im Cafe und bekommt ein Päckchen mit einem abgetrennten Arm auf den Frühstückstisch geworfen. Viel unappetitlicher wird es aber nicht, man kann den Fall auch gut lesen, wenn man kein hartgesottener Krimifan ist.
    So gut haben mir die vielen Dialekte und Erzählweise gefallen. Man hatte das Gefühl mitten drin in Wien zu sein und hat auch jede Menge über die Entwicklung der Stadtviertel und die Mietsituation erfahren. Über die Konflikte zwischen den alten Mietern mit festen Verträgen und den immer höher werdenden Mietpreisen in den Vierteln. Es geht um Hausbesetzer, lästige Mieter, unorthodoxe Methoden der Vermieter und ein Körperteil zu dem sich bald noch andere gesellen und von denen niemand weiß, zu wem sie gehören.
    Nebenbei hat Wolf noch mit seiner Vergangenheit als Heimkind zu kämpfen und begegnet zu allem Überfluss auch noch einer alten Liebe.
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich vergebe vier Sterne, weil die Geschichte für mich noch ein klein wenig mehrdimensionaler und spannender hätte sein können. Trotzdem eine klare Leseempfehlung!

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    sandra97s avatar
    sandra97vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender, kurzweiliger Krimi mit viel "Schmäh"
    viel wiener Schmäh

    Gerade als Wolfi, Kommissar Nowak, sein Frühstück im Cafe bei Sabrina machen möchte, kommt Frau Molnar mit einem "Paket". Der darin befindliche Arm gibt dem Buch seinen roten Faden.  Wem gehörte der Arm und wie kam sein Besitzer um Leben. Und natürlich: warum kam sein Besitzer ums Leben. Nowak möchte den Fall lösen, vor allem auch, weil seine erste große Liebe, Antonia, irgendwie mit in dem Fall verstrickt ist. 

    Ich hatte das Vergnügen ganz unbedarft diesen Krimi von Anni Bürkl zu lesen und nun zu rezensieren. Die Schreibweise hat mich anfangs etwas verwirrt, aber dann in den Bann gezogen. Die Erzählung erfolgt in der 3. Person. Nur Antonia erzählt in der Ich-Form, was der Geschichte einen gewissen Pep gibt.

    Ich finde, das Buch ist von Anfang an spannend und fesselt den Leser mit seiner zweiten Handlung über die Lebensgeschichte von Kommissar Nowak. Somit wird Vergangenheit und Gegenwart gekonnt miteinander verknüft.

    Vielen Dank, dass ich das Buch lesen durfte.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Habgier und Korruption in Wien - spannend erzählt!
    Spannender Wienkrimi

    Das Buch geht rasant los. Ein Mann wird erschossen – mit seiner eigenen Waffe.

    Revierinspektor Wolf Nowak arbeitet bei der Polizei in Wien. Nach Jahren ist er damit in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Er will gerade im Cafè frühstücken, als ihn Else Molnar, die ihn seit der Kindheit kennt, ein stinkendes Paket überreicht. Sie hat es auf dem Dachboden ihres Hauses gefunden. Es enthält einen Arm. An der Hand befindet sich noch der Siegelring.

    Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Sie führt mich als Leser ins heutige Wien abseits der Touristenrouten.

    Nowak nimmt die Ermittlungen auf. Im Haus wohnen noch drei Personen, Else Nowak, eine Baronin und der Zuckerbäcker Marcus Hammer. Alle anderen wurden schon zum Auszug überredet oder gedrängt. Das Haus wurde aufgekauft von Waschmuth, der hochwertige Wohnungen bauen will. Um die letzten Mieter zu vertreiben, hat er jungen Leuten erlaubt, im Haus zu wohnen und Musik zu machen. Auch Antonia hat sich eine der freien Wohnungen genommen.

    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Die Autorin hat neben der eigentlichen Krimihandlung auch die Schicksale ihrer Protagonisten erzählt. Dabei darf Antonia in ihrem Part als Ich-Erzählerin fungieren, während die anderen Teile in normaler Form erzählt werden. Antonia kennt Wolf. Sie war seine Jugendliebe. Beide waren im gleichen Waisenhaus. Nach und nach erschließt sich somit die Vergangenheit von Wolf und Antonia. Interessant für Nichtwiener sind die Informationen über besondere Mietverhältnisse. Die Suche nach dem Mörder erweist sich als genauso schwierig wie die Ermittlung des Täters. Die Immobilienfirma verweigert jegliche Zusammenarbeit. Dafür erheben zwei Frauen Anspruch darauf, von Waschmuth geheiratet zu werden. Die Emotionen der Protagonisten werden vor allem durch ihr Tun deutlich. Wolf Nowak geht jedes Risiko ein, um nicht noch einmal Antonia zu verlieren. Schmidt in seiner Überheblichkeit arbeitet mit Bestechung. Die jungen Leute unterstützen die Bewohner, anstatt an ihre Vertreibung mitzuarbeiten. Zu den Höhepunkten gehören die Dialoge zwischen Nowak und Antonia. Aus anfänglicher Anklage seitens Antonias wird Verständnis und Nachdenklichkeit. Ausgezeichnet beschrieben werden die Handlungsorte.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ursache war nicht nur der hohe Spannungsbogen, sondern auch die Entwicklung von Wolf und die geschickte Verquickung von Gegenwart und Vergangenheit.


    Kommentare: 3
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    DaniB83s avatar
    DaniB83vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderbarer Serienauftakt für Kommissar Wolf Nowak. Spielt im modernen Wien, das ich gut kenne :)
    Solider Serienauftakt

    Ich hatte bereits einmal das Vergnügen, einen Krimi von Anni Bürkl zu lesen und zu rezensieren  („Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“). Jetzt kann ich endlich über einen weiteren berichten, dessen Protagonist Kommissar Nowak ist. Er ermittelt im 2. Wiener Gemeindebezirk rund ums Karmeliterviertel. Kenne mich dort recht gut aus, weil ich selbst ums Eck beim Augarten gewohnt habe.

    Die Sprache des Krimis ist, abgesehen von ein paar textlichen Ungereimtheiten, die vermutlich am Lektorat liegen, sehr angenehm. Die Sätze lesen sich leicht und flüssig, die Dialoge sind schlüssig und die Wiener Ausdrucksweise schimmert immer wieder mal durch, vor allem auch bei den Verben, die Anni Bürkl öfter abkürzt, besonders in der Ich-Form (statt ‚ich schaue‘ nur ‚ich schau‘). Das mag ich sehr gerne, denn für mich gehört die sprachliche Varietät zu einem guten Regionalkrimi dazu. Die ganze Geschichte rund um den abgetrennten Arm, der von einer älteren Dame gefunden und Wolf Nowak präsentiert wird, spielt sich innerhalb von drei Wochen und auf 250 Seiten ab. Nowak ist sensibel, gewissenhaft und leidet unter seiner alkoholkranken Mutter. Neben ’seinen‘ Kapiteln bekommt auch Antonia ihren Platz (werden sie und Nowak zusammenfinden? ;-)) und die Italienerin Sabrina mit ihrem unverkennbaren ‚e‘ tritt des öfteren auf.

    Geschrieben ist der Roman in der Ich-Perspektive und im Präsens. Die Dialoge vermitteln Nähe und lassen die LeserInnen direkt in das Geschehen eintauchen. Stellenweise verlor das Buch etwas an Tempo und somit auch an Spannung, da zum Beispiel wiederholt wurde, dass ein abgetrennter Arm gefunden wurde, was meines Erachtens auch getrost weggelassen werden könnte. Nowak ist aber ein Guter, wie Anni Bürkl auch selbst twittert.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein vielschichtiger Krimi, der manche unschöne Seite des "goldenen" Wienerherzens ans Tageslicht bringt.
    Immobilienhaie haben kein goldenes Wienerherz ...

    Anni Bürkl, vielen Lesern durch ihre „Tee-Krimis“ rund um Berenike Roither bekannt, stellt uns einen neuen Ermittler in einer anderen Umgebung vor: Wolfgang „Wolf“ Nowak.
    Sein Aufgabengebiet liegt in der Leopoldstadt, dem zweiter Wiener Bezirk. Zwischen Donaukanal und Donau gelegen fristete der Bezirk früher eher ein bescheidenes Dasein. Wegen der jüdischen Bevölkerung Jahrzehnte lang als „Mazzesinsel“ verunglimpft, während der Nazi-Herrschaft weitgehend entvölkert, wohnten hier bis vor wenigen Jahren eher Menschen mit geringen Einkommen. Viele Häuser stammen aus der sogenannten „Gründerzeit“ (Anfang des 20. Jahrhunderts) und sind in einem nicht unbedingt guten Zustand.
    Jetzt, wo sich seit einiger Zeit durch die Ansiedlung von Künstlern und Literaten die Leopoldstadt wie ein Phönix aus der Asche erhebt, werden diese Mietshäuser von Projektentwicklern gerne gekauft, saniert und teuer weitergegeben. Die Crux bei der Sache ist nur, dass es nach wie vor Altmieter in den Häusern gibt, die seit 50, 60 Jahren darinnen wohnen und ihre oft liebevoll renovierten (Substandard)Wohnungen nicht aufgeben wollen. Viele dieser Wohnungen (mit Klo am Gang) haben alte Mietverträge zu einem extra günstigem Mietzins, dem sogenannten „Friedenszins“. Der wurde 1917 als Mietzinsobergrenze eingeführt, um die Wohnungsnot und die damit einher gehende Spekulation ein zu dämmen.
    Um diese Altmieter loszuwerden, setzen Hausherren und Immobilienverwerter immer wieder alle möglichen Mittel ein. Sei es, dass die im Winter die Fenster herausreißen und/oder Strom- und Gasleitungen kappen – alles natürlich, weil sie renovieren wollen, oder dass Obdachlosen oder Punks gratis wohnen angeboten wird, um die eigentlichen Mieter zu vertreiben.

    In genau so ein Miethaus führt uns nun der Kriminalfall mit dem sich Wolf Nowak beschäftigen muss.

    Wolf sitzt gemütlich in einem der zahlreichen Cafés rund um den Karmelitermarkt, als sein Frühstück rüde unterbrochen wird. Else Molnar, eine der betroffenen Mieterinnen, übergibt ihm eine Schachtel mit einem abgetrennten Arm.
    Bei den Ermittlungen wird der Polizist unversehens mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Er trifft seine Jugendliebe Antonia wieder. Gemeinsam haben sie schreckliche Jahre im Kinderheim am Wilhelminenberg verbracht. Durch ein schwer wiegendes Missverständnis haben sie sich aus den Augen verloren. Während es Wolf geschafft hat, einen Beruf zu ergreifen, hat sich Antonia nun den Punks angeschlossen, die in Elses Haus für Unruhe sorgen sollen.

    Nach und nach tauchen weitere Körperteile auf. Bei seinen Ermittlungen trifft Wolf immer wieder auf dasselbe Konglomerat von Immobilienvermittler, Projektentwickler, Baufirma und nicht zuletzt auf einen Stadtrat, der seine Finger in diesem schmutzigen Geschäft stecken hat. Der Stadtrat verlangt die Einstellung der Ermittlungen und droht, Wolfs Geheimnis aus dem Kinderheim öffentlich zu machen.
    Während Wolf noch mitten in den Untersuchungen zum Mordfall steckt, verschwindet ein zweiter Mitbewohner spurlos. Gleich darauf gerät Antonia in große Gefahr.

    Wird Wolf rechtzeitig die richtigen Schlüsse ziehen und Antonia retten?

    Anni Bürkl zeichnet einen sympathischen Polizisten, der ein ziemlich großes Binkerl (=Paket) aus seiner Kindheit mit sich herumschleppt. Weil seine alkoholkranke Mutter sich nicht um ihn hinreichend gekümmert hat, wird er in das Kinderheim am Wilhelminenberg gebracht, in dem schon Antonia lebt. Doch die Zustände dort waren ebenso grausam wie katastrophal. Die Aufarbeitung dieser Zeit beschäftigt noch immer die Gerichte.

    Auch die anderen Figuren des Krimis wirken authentisch. Da ist zum einen Elsa Molnar oder die Baronin oder der schwule Zuckerbäcker. Die Punks sind schillernd wie deren Haarfarbe und die Bösen sind ein Verschnitt aller möglichen Immobilienhaie, von denen es nach wie vor welche gibt.

    Fazit:

    Als langjährige, frühere Bewohnerin dieser Gegend rund um den Karmelitermarkt, kenne ich die Situation recht gut und habe mich durch die Beschreibung gleich wieder heimisch gefühlt.
    Dieser Krimi ist vielschichtig und schildert Teile der Stadt abseits des viel besungenen „goldenen Wienerherzens“.
    Bitte mehr davon.

    Kommentare: 3
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    AmberStClairs avatar
    AmberStClairvor 2 Jahren
    „Häusermord: Ein Fall für Wolf Nowak“

    Klappentext:

    Wie weit gehst du für deine Liebe? 
    Wien, Karmelitermarkt. Ein heißer Sommermorgen. 
    Revierinspektor Wolf Nowak will vor Dienstbeginn im Cafe frühstücken, da taucht die Installateurswitwe Else Molnar bei ihm auf. Sie hat einen abgetrennten Männerarm in ihrem Wohnhaus gefunden. Wo ist der Rest der Leiche? Ist der Tote ein Drogenopfer? Oder ein Schwarzarbeiter von der Baustelle in dem alten Gründerzeithaus? 
    Der neue Hausbesitzer scheut vor nichts zurück, um die alten Mieter zu vertreiben. Welche Interessen haben die Punks im Erdgeschoß des Hauses? Was verbergen die beiden Frauen, mit denen Hausbesitzer Waschmuth liiert sein soll? Und wer ist der zwielichtige Besucher des Zuckerbäckers Marcus Hammer, der im obersten Stock wohnt? 
    Nowak hat alle Hände voll zu tun, zwischen Antonia, seiner wieder gefundenen großen Liebe aus der gemeinsamen Zeit im Kinderheim und ihren Vorwürfen den Fall zu lösen. Doch die Zeit wird knapp, denn dann wird Antonia entführt und gerät in tödliche Gefahr … 

    Ein Kriminalroman aus dem Wien von heute. 
    Premiere für einen neuen Ermittler, den Wiener Revierinspektor Wolf Nowak. 

    Nicole Neubauer, Autorin von "Kellerkind" und "Moorfeuer": 
    „Anni Bürkl entführt uns mit „Häusermord" ein modernes Wien Noir, in reich bebilderter Sprache und mit hintergründigem Humor, fesselnd bis zur letzten Seite. Nowak ist für mich der Ermittler des Jahres.“ 

    Meine Meinung:

    Als Wolf Novak in einem Cafe am Frühstücken ist, taucht Else Molnar auf. Die Installateurswitwe bringt den Revierinspektor in einer Schachtel einen abgetrennten Arm.…

    Die Wiener Sprache finde ich einfach zu gut. Man merkt so richtig die Gemütlichkeit und den Wiener Charme. Man kann sich das Wien von heute so richtig vors Auge führen und ist mitten drin in dieser Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte selbst ist spannend.

    So einige Geheimnisse hat Wolf Novak, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, weil seine Alkoholkranke Mutter das Leben nicht meistern kann. Novak ist verschlossen und innerlich zerrissen so das seine Gefühle zwiespältig sind. Als er Antonia wieder trifft kommen einige Sachen ans Tageslicht. Kann er sich mit ihr aus sprechen? Nebenbei Löst Novak den Mordfall. Und alles kommt ganz anders als man denkt.

    In allem war das ein sehr guter spannender Krimi wo man mit fühlen und denken konnte. Novak ist sympathisch, weil er auch mal Gefühle zeigt. Auch seine Kollegen kommen sehr gut rüber und das menschliche fließt ein wenig mit ein, ihre Sorgen und Ängste im Privaten. Auch Antonia mit die flippigen Mitbewohner kann man sich sehr gut vorstellen. Sowie auch die anderen Bewohner dieses Hauses.

    Mir persönlich hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich bedanke mich bei der Autorin das ich das Buch lesen durfte!

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Krimi der eher leiseren Töne, atmosphärisch und bildhaft. Konnte mich dennoch nicht ganz überzeugen.
    Häusermord

    Zum Inhalt:
    Revierinspektor Wolf Nowak ist zurück am Karmelitermarkt an dem er einst aufgewachsen ist. Gerade als er in seinem Lieblingscafé beim Frühstück sitzt, steht auf einmal die Installateurswitwe Else Molnar vor ihm und knallt dem „Wolferl“ einen Karton vor die Nase. Der Inhalt ist leider wenig erfreulich. Es handelt sich um einen abgetrennten Männerarm, den sie auf dem Dachboden in ihrem Wohnhaus gefunden hat. Doch wo ist der Rest der Leiche? Bei seinen Ermittlungen erfährt Nowak nicht nur von den krummen Machenschaften des neuen Hausbesitzers, der um die alten Mieter aus dem Haus zu vertreiben vor nichts zurückschreckt, er trifft auch seine alte Jugendliebe Antonia wieder die zusammen mit ein paar Punks das alte Wohnhaus besetzt und di er nach einem schrecklichen Missverständnis vor vielen Jahren für immer aus den Augen verloren hat. Nowak ist sich sicher, dass die Lösung im Zusammenhang mit dem alten Gründerhaus steht. Noch während seiner Recherchen verschwindet Antonia spurlos und gerät in tödliche Gefahr. Nowak läuft die Zeit davon… 

    „Häusermord“ von Anni Bürkl ist mein erstes Buch der Autorin. Ich muss gestehen, ich hatte anfangs Mühe mich an den Schreibstil und die Wiener Sprache zu gewöhnen. Erst nach und nach nahm mich die Geschichte rund um den Karmelitermarkt und die Ermittlungen von Wolf Nowak gefangen. Die Story besticht nicht durch Hochspannung, so viel muss man wissen. Es sind eher die leisen Töne, die Anni Bürkl in ihrem Buch anschlägt. Es wirkt für mich eher wie eine wundervoll atmosphärische Stadtführung durch das neue Wien und die Sorgen der dort lebenden Menschen, in die ein Kriminalfall gebettet wurde. Bildhaft und anschaulich erzählt die Autorin von der österreichischen Hauptstadt, man kann die flirrende Hitze am Karmelitermarkt förmlich spüren und auch die Sorgen der Mieter im alten Gründerhaus sind lebensnah und authentisch dargestellt. Nowaks Charakter hat in mir zwiespältige Gedanken ausgelöst. Einerseits wirkt er sehr verschlossen, versteckt seine prägende Vergangenheit mit einer alkoholkranken Mutter und den dadurch resultierenden Aufenthalt in einem Kinderheim tief in seinem Inneren. Andererseits ist er fähig tiefe Gefühle zu empfinden, was ihn empfindlich und sensibel wirken lässt. Die Auflösung des Falles ist schlüssig, der Mörder irgendwie selbst ein Opfer und eine tragische Figur. 

    „Häusermord“ von Anni Bürkl hat leider nicht zu 100% meinen Geschmack getroffen. Mir fehlte es an der für einen Kriminalroman typische Spannung, stellenweise war es sehr langatmig. Dennoch haben mich die bildhafte Atmosphäre und die Einblicke in die österreichische Hauptstadt beeindruckt. Eine Leseempfehlung für alle Wien-Liebhaber.

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    yvonne_asmussens avatar
    yvonne_asmussenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein ungewöhnlicher Ermittler, ein ungewöhnlicher Fall. Spannend, berührend, still. Einfach anders. Einfach Anni Bürkl.
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    C
    ClaudiDivor 2 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    anni_bs avatar
    Liebe Freundinnen und Freunde des Lesens,

    Mein neues Buch ist da! Revierinspektor Nowak ermittelt in Wien rund um den Karmelitermarkt.

    Feiert ihr mit mir eine Buchparty, liebe Leserinnen und Leser?

    Um gebührend zu feiern, habe ich mir ein besonderes Gewinnspiel ausgedacht.

    Ich verlose 5 Ebooks (epub/mobi).

    Es ist mein Dank an alle treuen Fans meiner Bücher!

    Was ihr tun müsst: Schreibt mir, was euch an einem bestimmten Buch von mir am besten gefallen hat.

    Verlinkt auf eine eurer früheren Rezensionen zu einem meiner Bücher.

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    Danke,
    Anni Bürkl





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