Anni Bürkl Schwarztee

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Inhaltsangabe zu „Schwarztee“ von Anni Bürkl

Das beschauliche Altaussee im Salzkammergut. In Berenike Roithers neu eröffnetem Teesalon trifft man sich zur Lesung des skandalumwitterten Autors Sieghard Lahn. Die Gäste nippen am Tee, schmökern in den Büchern, lassen sich von Stimme und Auftreten des Dichters faszinieren. Doch ein Besucher steht zur Pause nicht mehr auf und schnell ist klar: Der Journalist Robert Rabenstein wurde ermordet. Kein guter Auftakt für Berenikes beruflichen Neuanfang. Weil die polizeiliche Aufklärung schleppend läuft, ermittelt die Tee-Lady auf ihre Weise und hat dabei manch eigenartige Begegnung. Wem ist Rabenstein, der sich anscheinend sehr für die Machenschaften des boomenden Esoterik-Business interessierte, mit seinen Recherchen zu nahegetreten? Was verbirgt seine Frau, die Schottin Shanna MacDonald? Und wer ist der geheimnisvolle, gut aussehende Mann, der neuerdings zu der Autorenrunde gehört, die sich in ihrem Salon trifft? Berenike wird es herausfinden - auch wenn sie sich dazu im fernen Wien der eigenen Vergangenheit stellen muss.

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Kreuzschnitt

Sympathischer Ermittler, tolles Setting, gut geschrieben,aber die Rückblenden sind etwas zu ausführlich geraten.

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  • Buchverlosung zu "Puppentanz" von Anni Bürkl

    Puppentanz
    anni_b

    anni_b

    Gemeinsam mit dem Gmeiner Verlag darf ich 10 Exemplare meines neuen Salzkammergut-Krimis "Puppentanz" verlosen. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch bereit, nach der Lektüre eine Rezension zu schreiben. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet bitte folgende Frage: Was würdest du tun, wenn du wie Berenike ein unheimliches, mit Nadeln gespicktes Püppchen finden würdest?Die Verlosung endet am 25. September, der Versand erfolgt danach durch meinen Verlag.

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    • 109
  • Leserunde zu "Göttinnensturz" von Anni Bürkl

    Göttinnensturz
    anni_b

    anni_b

    Gemeinsam mit dem Gmeiner Verlag biete ich eine Leserunde zu "Göttinnensturz" an. Geplant ist sie ab 28. Oktober 2013. ***** Darum geht es: Frühling im Ausseerland: In Berenikes Teesalon herrscht Hochbetrieb. Dann gibt es eine ermordete Dirndl-Schönheit im Wolfgangsee. Was geht im idyllischen Ausseerland vor, dass ausgerechnet die traditionellen Trachten als Mordwerkzeuge gebraucht werden? Mittendrin Berenikes Liebhaber, der Kriminalpolizist Jonas Lichtenegger, bei dem ein Burnout droht. Als weitere Todesopfer auftauchen und Jonas sich immer mehr von Berenike entfremdet, ermittelt sie auf eigene Faust ***** Um sich für diese Leserunde zu bewerben, beantworte folgende Frage: Was ist dein liebstes Tee-Ritual?

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    • 288
  • Erster Fall für Berenike Roither

    Schwarztee
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    20. August 2013 um 10:37

    "Schwarztee" ist der erste Teil einer Krimireihe mit der Teesalon-Besitzerin Berenike Roither., die auf eigene Faust ermittelt, als in ihrem neueröffneten Teesalon im Salzkammergut, ein Journalist während einer Lesung ermordet wird. Die Handlung ist spannend und nimmt eine für mich völlig überraschende Wende, was die Hintergründe angeht - damit hatte ich nicht gerechnet. Dies im Zusammenhang mit Berenikes Vergangenheit macht die Angelegenheit besonders delikat. Gut gefallen hat mir auch die Aktualität des Motivs hinter der Tat. Das Ende des Buches läßt keine Fragen offen und macht Appetit auf die weiteren Bände mit Berenike. Anfangs empfand ich Berenike teilweise als etwas überdreht und arg esoterisch, aber nachdem ich immer mehr Informationen über ihre Vergangenheit erfahren habe, relativierte sich dieser Eindruck und ihr Verhalten wurde für mich dann doch ziemlich nachvollziehbar. Aber auch die anderen Charaktere finde ich sehr schön und vielseitig dargestellt. Sehr gut gefallen haben mir die zur Situation und Kapitel passenden Teesorten, auf die in dem Teebrevier am Ende des Buches noch noch näher eingegangen wird. Die vielen Anglizismen haben mich auch etwas im Lesefluss gestört.

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  • Rezension zu "Schwarztee" von Anni Bürkl

    Schwarztee
    rumble-bee

    rumble-bee

    24. May 2012 um 09:19

    Obwohl dieses Buch das erste in der Reihe um Berenike Roither ist, habe ich es erst als zweites gelesen - durch einen Zufall kam ich vor einiger Zeit zunächst an den zweiten Band, "Ausgetanzt". Ausnahmsweise scheint das aber ein Vorteil gewesen zu sein - ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn ich "Schwarztee" zuerst gelesen hätte. Vermutlich wäre ich auch so konsterniert gewesen wie manch anderer Leser, der einen "klassischen Krimi" erwartet hat. Band Zwei war schon wesentlich "mehr" Krimi, irgendwie "richtiger". Nur Berenike mit ihren Ängsten und Nöten, und auch mit ihren eigenwilligen Interessen, war mir ein leichtes Rätsel geblieben. Insofern war Band Eins nun für mich eine echte Offenbarung. Denn hier geht es eben, wie mancher Rezensent ganz richtig bemerkte, wesentlich weniger um eine logische, "echte" Handlung, sondern vielmehr um Berenike, die Heldin. Es geht um ihren Teesalon, und wie sie ihn führt. Und vor allem, warum (!). Es geht um ihre Vergangenheit als Karrierefrau, und um ihren Ausstieg aus dieser Szene, der durch ein traumatisches Erlebnis und einen Burn-Out bedingt wurde. Ich habe "Schwarztee" also vor allem als Charakterporträt, und als Milieustudie des Salzkammerguts, gelesen, und genau das scheint mir auch die richtige Vorgehensweise bei diesem Buch zu sein. Berenike ist eine recht eigenwillige Figur, und als solche passt sie wunderbar in diese Gegend, in der es vor Eigenbrötlern eher zu wimmeln scheint. Sie ist sehr esoterisch angehaucht, wendet allerlei Praktiken an, sucht nach Gurus und Meistern. Das hätte mich beinahe genervt - denn ein "Om" ist eigentlich (!) alles andere als eine "Konzentrationshilfe", wenn man gerade unter Stress steht. (Nur ein Beispiel unter vielen möglichen.) Aber dieses Buch hat mir eben auch Berenikes Geschichte vermittelt, und da wurde mein Urteil gleich ein wenig milder. Berenikes "Vorleben" spielte sich in Wien ab, und da sie in der Mitte des Buches auch einen Abstecher in ihre Vergangenheit macht, bekommt man einen lebendigen Eindruck vom Lebensstil der dort arbeitenden "Yuppies". Geld, Sex, Erfolg, Klatsch und Tratsch. Und über allem "Bussi Bussi". Kein Wunder, dass Berenike nach einem alternativen Lebensmodell gesucht hat! Und jetzt wird mir auch wesentlich klarer, warum sie (wie im zweiten Band) einen solchen Horror vor "Gewalt an Frauen" hat... (ich werde hier nicht mehr verraten). Die Art und Weise schließlich, wie sie ihren Tee- und Literatursalon führt, hat mich fasziniert. Sicher ist die Schilderung etwas eigenwillig, aber sie ist immer atmosphärisch stimmig. Berenike tut nichts ohne Vorbedacht, jedes Detail, jedes Stück Geschirr, jedes Kleidungsstück, ja sogar die Musik in ihrem Laden sind nach harmonischen Gesichtspunkten abgestimmt. Noch dazu steht jedes Kapitel unter dem Motto einer bestimmten Teesorte, die dann auch in der Handlung vorkommt. Das fand ich wundervoll gemacht. Zur Handlung werde ich nichts weiter sagen, denn wie bereits angedeutet, hat dies für mich nicht im Vordergrund gestanden. Die Kriminalhandlung war für mich sozusagen eine "nette Dreingabe". Berenike ist auch keine richtige Ermittlerin, sie stolpert vielmehr durch etliche Geschehnisse. Einen Stern Abzug gibt es bei mir eigentlich nur deshalb, weil mir der Schreibstil (!) noch einige Rätsel aufgab. Es machte manchmal ein wenig Mühe, sich in diese kurzen, hektischen Sätze einzulesen. Und auch die ständig eingestreuten Anglizismen hatten leichtes "Nervpotenzial". Sie wollten oft partout nicht passen. Ansonsten aber bin ich in der Atmosphäre des leicht verschrobenen Salzkammerguts versunken, habe manche Tasse Tee bei der Lektüre genossen - und habe mir fest vorgenommen, Band Zwei erneut zu lesen.

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  • Wir lieben österreichische Krimis! Ihr auch?

    Tote nur nach Voranmeldung
    VeroG

    VeroG

    20. May 2011 um 18:08

    Krimis & Thriller, geschrieben von österreichischen Autoren/innen, erobern zunehmend auch den deutschen Markt. Einige schrieben die derzeit so beliebten und erfolgreichen Regionalkrimis, aber es gibt auch grenzüberschreitende und internationale Thriller. Das Angebot ist groß. Was sagt ihr dazu? Gefallen euch die Geschichten aus Österreich? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Sind sie anders als die deutschen Kriminalgeschichten? Stört es, wenn Ausdrücke im Dialekt vorkommen oder wird das als liebenswerte Eigenheit der Region angenommen? Über regen Gedankenaustausch zu diesem Thema freue ich mich sicher nicht alleine. Liebe Grüße aus Niederösterreich Vero

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  • Frage zu "Knochen zu Asche" von Kathy Reichs

    Knochen zu Asche
    Fainne

    Fainne

    Hallo allerseits,

    ich habe mir heute spontan "Knochen zu Asche" von Kathy Reichs gekauft - 2,99€ Mängelexemplar, wer kann da schon widerstehen ;-) - und erst zu Hause festgestellt, dass es Band 10 (!) aus einer bestehenden Reihe ist. Wäre es gescheiter erst mal nach und nach die übrigen 9 (seufz) Bücher zu lesen oder meint ihr, dass ich auch so gut ins Buch reinkomme?

    Liebe Grüße,
    Fainne

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  • Frage zu Anni Bürkl

    anni_b

    anni_b

    Liebe Leserinnen und Leser, wer von Euch kennt das Ausseerland in dem meine Krimis spielen?

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  • Rezension zu "Schwarztee" von Anni Bürkl

    Schwarztee
    avarez

    avarez

    31. July 2010 um 11:14

    Nachdem die Autorin einem hier und da im Internet begegnet und ich interessiert daran bin, neue österreichischen Autoren kennenzulernen, habe ich mir diesen Krimi besorgt, der allerdings eine herbe Enttäuschung war. Das Schwächste daran war der Plot, und das ist bei einem Krimi einfach tödlich. Man merkt, dass die Autorin sich sehr bemüht hat, in der Wahl der Locations, ihrer Protagonistin und dem mit Teerezepten ausgeschmückten Rahmen originell zu sein. Stellenweise ist das auch durchaus das, was positiv auffällt. Zumindest nicht der dreihunderttausendste "Normalkrimi", sagt man sich. Allerdings wird diese Sache ausgereizt, der allgegenwärtige Tee geht einem früher oder später ähnlich auf die Nerven wie Berenike Roithner, diese seltsam esoterische Tee- und Literatursalonbesitzerin, die sich (man weiß nicht recht warum!) zur Ermittlerin berufen fühlt, als auf einer von ihr veranstalteten Lesung ein Gast ausgerechnet vergiftet wird. Die folgende Krimihandlung ist zwar - das muss man ihr zugute halten - nicht unbedingt vorhersehbar, dafür seltsam inkonsequent, relativ spannungsfrei und von Meister Zufall beherrscht. Möglichst viele hochtrabend problematische Themen wie Gewalt an Frauen oder Nationalsozialismus werden zu einem kaum existenten Plot verbunden, den nur Berenike zusammen hält. Und Berenike ist zwar, wie gesagt, nicht unoriginell, aber grauenhaft nervig. Die knappen Sätze, die permanente Selbsthinterfragung, die schmerzenden Anglizismen, all das macht ein Lese"vergnügen" unmöglich. Selbst die Hintergründe, die man über Berenikes eigene Vergangenheit erfährt, tragen nur dazu bei, dass man sich am Ende die Frage stellt: Und wofür war das jetzt gut? Ich weiß es wirklich nicht, beim besten Willen. Nur zwei Spannungspfeile, für das Bemühen um Originalität.

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  • Rezension zu "Schwarztee" von Anni Bürkl

    Schwarztee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2010 um 09:25

    Als Tee und Krimiliebhaberin war sofort klar das ich diesen Krimi unbedingt lesen musste. Die Autorin hat mit viel Liebe zum Detail diesen etwas eigenwilligen Kriminalroman geschrieben. Doch aufgepasst, dieser Krimi ist nicht einfach nur ein Krimi. Hier wird Spannung mit Esoterik und das Wissen rund um den Tee vermischt. Die Protagonistin Berinike führt im Salzkammergut einen Teesalon, in dem eine Lesung statt gefunden hat. Soweit so gut, doch plötzlich ist ein Journalist nach der Lesung im Saal tot. Ermordet. Berenike geht dem auf den Grund. Ein Krimi und zudem noch Anni Bürkls Erstlingswerk, der nicht nur unterhaltsam, sondern auch abwechslungsreich ist. Anfangs hatte ich etwas Probleme mich hinein zu lesen, da mir für meinen Teil, einfach zu viel Esoterik vorkam. Zudem machte mir auch ab und an der vorhandene Dialekt und dann wiederum die zwischendurch eingeworfenen englischen Einwürfe Probleme. Jedoch macht es gleichzeitig diesen Roman bunter und lockert die Atmosphäre noch mehr auf. Gleichzeitig sorgen dann die kleinen Abschnitte über verschieden Teezeremonien wieder für Abwechslung. Die Charaktere sind so gut beschrieben das man sich leicht in Ihre Rollen hinein versetzen kann. Auch die Umgebung ist so schön geschrieben das ich glatt Lust auf Urlaub bekam :O) Sehr gut gefiel mir das alle Kapitel nach Teesorten benannt sind. Der Schreibstil war recht einfach, dennoch musste ich immer wieder mal inne halten um Berenikes Gedankensprüngen zu folgen. Das Cover ist passend gewählt und sehr ansprechend. Eine Tasse Tee ist abgebildet und verleitet gleich dazu, sich selbst einen Tee zu kochen und sich dann sofort mit diesem Krimi auf die Couch zu setzen. Am Ende des Romans befindet sich noch ein sehr interessantes Nachwort und ein informativer Anhang. Fazit: Ein Kriminalroman der für mich nicht einfach ein gewöhnlicher Krimi ist. Wer mal einen etwas anderen Kriminalroman lesen möchte und Lust auf eine Tasse Tee und ein gutes Buch hat, sollte „Schwarztee“ nicht nur trinken sondern auch lesen. Ich bin schon gespannt wie es mit Berinike weiter geht im zweiten Roman „Ausgetanzt“

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  • Rezension zu "Schwarztee" von Anni Bürkl

    Schwarztee
    Dani1046

    Dani1046

    08. July 2010 um 07:29

    Ein unterhaltsam-anregender Teekrimi mit historischem Hintergrund. Rezepte für stilvolle Teezeremonien inklusive.Das beschauliche Altaussee im Salzkammergut. In Berenike Roithers neu eröffnetem Teesalon trifft man sich zur Lesung des skandalumwitterten Autors Sieghard Lahn. Doch ein Besucher steht zur Pause nicht mehr auf und schnell ist klar: Der Journalist Robert Rabenstein wurde ermordet. Kein guter Auftakt für Berenikes beruflichen Neuanfang. Aber als Frau der Tat beschließt sie, selbst Licht ins Dunkel zu bringen - auch wenn sie sich dazu im fernen Wien der eigenen Vergangenheit stellen muss ... Ich fand die Geschichte total gut erzält. Es wird auch nicht langweilig, mal etwas anderes die Kapitel mit verschiedenen Teesorten zu begleiten. ich hoffe es kommen noch mehr bücher von der Autorin nach. Freut mich dass die Geschichte aus Österreich erzhält wird.

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  • Rezension zu "Schwarztee" von Anni Bürkl

    Schwarztee
    ::Nina::

    ::Nina::

    23. March 2010 um 19:28

    Um ihr altes, von ihrer Karriere beherrschtes Leben in Wien zu vergessen, wagt Berenike Roither einen Neuanfang in Altaussee im Salzkammergut, wo sie einen kleinen, stilvollen Teesalon eröffnet, in dem es neben gutem Tee auch anspruchsvolle Literatur gibt. Als bei einer dort veranstalteten Lesung des umstrittenen Autors Sieghard Lahn ein Journalist ermordet wird, ist es mit Berenikes – durch Tee und einen ausgeprägten Hang zur Esoterik – neu gewonnener Ruhe aber erstmal vorbei. Schließlich wurde Robert Rabenstein heimtückisch vergiftet. In ihrem Salon! So gerät Berenike nicht nur ins Visier der Polizei, sondern setzt bei ihren eigenmächtigen Ermittlungen auch ihr Leben aufs Spiel… Anni Bürkls Erstlingswerk, dessen Kapitel allesamt nach verschiedenen Teesorten benannt sind, ist ungewöhnlich. Schon aufgrund des ganz eigenen Stils der Autorin, die häufig kurze Sätze, knackige Sätze gebraucht und an allen möglichen wie unmöglichen Stellen Anglizismen einstreut. Auf den ersten Blick wirkt das eigenartig, aber nach wenigen Seiten hat man sich bereits damit angefreundet und denkt sich So what?! Englisch und Tee, das passt doch. Und irgendwie spiegelt der etwas sperrige, aber trotzdem angenehme Stil ja auch Berenikes Charakter wider, der zu Beginn sehr schwer zu fassen ist. Ja, Berenike glaubt an Qi und murmelt gerne mal das eine oder andere Mantra vor sich her, aber so richtig nimmt man ihr ihren Esoterikfimmel nicht ab. Viel zu sehr hat man das Gefühl, dass sie sich bloß in eine andere Existenz flüchtet, um ihre Vergangenheit komplett hinter sich zu lassen. Denn dass dort irgendetwas liegen muss, das sie belastet, wird fast schon zu offensichtlich angedeutet. Die Auflösung allerdings entschuldigt Berenikes sprödes Auftreten, erklärt, warum es ihr beim Anblick gut aussehender Männer sehr schnell im Schoß zieht und macht sie zu einer interessanten, ganz besonderen Figur. Vertieft wird dies noch durch ihre schwierige Kindheit mit jüdischen Vorfahren und das angespannte Verhältnis zu ihren Eltern, das ebenfalls angerissen wird. Auf gerade mal etwas über 300 Seiten hat die österreichische Autorin also einiges untergebracht, etwa auch ein Teebrevier, politische und historische Aspekte sowie ein paar weitere Leichen. Dabei geht der Kriminalfall aber fast schon etwas unter, denn auch wenn die Motive für die Morde nachvollziehbar und gut durchdacht sind, kommen die Opfer etwas unglaubwürdig ums Leben und auch die Polizei macht bei ihren Ermittlungsarbeiten keinen guten Eindruck. Das alles ändert aber nichts daran, dass ich mich jetzt schon auf Berenikes 2. Fall freue, der im Herbst dieses Jahres unter dem Titel »Ausgetanzt« erscheinen wird. FAZIT: Ein etwas anderer, atmosphärischer und intelligenter Krimi – nicht nur für Teeliebhaber.

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  • Rezension zu "Schwarztee" von Anni Bürkl

    Schwarztee
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    28. February 2010 um 08:50

    Berenike Roither fängt im beschaulichen Örtchen Altaussee in der Steiermark gerade ein neues Leben an: die frühere Werbefachfrau hat ihre Vergangenheit hinter sich gelassen und vor ein paar Wochen einen eigenen Teesalon eröffnet. Dort soll es zusätzlich zum Tee auch um Kultur gehen und neben Schreibworkshops stehen regelmässige Lesungen an. Heute liest der umstrittene Autor Sieghard Lahn und Berenike ist mehr als aufgeregt. Doch der Abend endet gar nicht wie erwartet, mitten unter den Zuschauern wird in der Pause ein Journalist ermordet aufgefunden. Das passt so gar nicht zu einem guten Neustart, zumal dies nicht der letzte Tote in Berenikes Umfeld bleiben soll. Sie ist gezwungen sich zu verteidigen und gar selbst zu ermitteln und muss dabei auch ihre eigene Vergangenheit wieder aufrollen... Anni Bürkls Kriminalroman wusste mich von Anfang an zu begeistern: das Cover macht sofort Lust auf eine Tasse Tee, bei der man sich samt Buch in einen warmen Sessel kuschelt und für Stunden von der Aussenwelt abtauchen kann. Ihre Hauptdarstellerin beginnt ein neues Leben und schreckt dabei auch vor Esoterik nicht zurück - über das die Autorin jedoch oft auch selbstironisch zu schreiben weiß. Die Charaktere sind samt Umgebung so gut beschrieben, dass ich ich mich innerlich mitten in der Geschichte wieder fand und Berenike oft selbst unter die Arme greifen wollte. Allein die Kriminalgeschichte konnte mich nicht recht begeistern, die Handlung war für mich manchmal nicht nachvollziehbar (der beißende Totenschädel)und die Morde sowie die Ermittlungsarbeit der Polizei unrealistisch. Dennoch habe ich den Roman so gern gelesen und mich von der Teeleidenschaft anstecken lassen (siehe auch das "Teebrevier" im Anhang), dass ich gerne mehr von Berenikes Teesalon lesen würde und auf eine Fortsetzung hoffe!

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