Annie Proulx

 4 Sterne bei 409 Bewertungen
Autor von Schiffsmeldungen, Brokeback Mountain und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Annie Proulx

Annie Proulx, 1935 in Connecticut geboren, lebt heute in der Nähe von Seattle. Für ihre Romane und Erzählungen wurde sie mit allen wichtigen Literaturpreisen Amerikas ausgezeichnet, dem PEN/Faulkner Award, dem Pulitzerpreis, dem National Book Award, sowie dem Irish Times International Fiction Prize. Außerdem wurde sie in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. Die Verfilmung ihrer Kurzgeschichte »Brokeback Mountain« wurde 2005 mit drei Oscars ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Annie Proulx

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Cover des Buches Schiffsmeldungen (ISBN: 9783442744435)

Schiffsmeldungen

 (167)
Erschienen am 08.06.2012
Cover des Buches Brokeback Mountain (ISBN: 9783641215033)

Brokeback Mountain

 (60)
Erschienen am 31.01.2017
Cover des Buches Das grüne Akkordeon (ISBN: 9783442734238)

Das grüne Akkordeon

 (39)
Erschienen am 06.02.2006
Cover des Buches Postkarten (ISBN: 9783442736171)

Postkarten

 (30)
Erschienen am 02.07.2007
Cover des Buches Aus hartem Holz (ISBN: 9783442717514)

Aus hartem Holz

 (24)
Erschienen am 10.12.2018
Cover des Buches Mitten in Amerika (ISBN: 9783442732692)

Mitten in Amerika

 (19)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Hier hat's mir schon immer gefallen (ISBN: 9783442739837)

Hier hat's mir schon immer gefallen

 (7)
Erschienen am 08.02.2011
Cover des Buches Hinterland (ISBN: 9783442736409)

Hinterland

 (7)
Erschienen am 05.01.2009

Neue Rezensionen zu Annie Proulx

Neu

Rezension zu "Aus hartem Holz" von Annie Proulx

Aus hartem Holz - ein Mammutwerk
3lesendemaedelsvor einem Monat

Charles Duquet und René Sel, zwei Einwanderer aus Frankreich verdingen sich im Jahr 1693 als Holzfäller in Kanada. Während sich René als geschickter Arbeiter erweist, macht sich Charles dagegen bald aus dem Staub. Als der Grundbesitzer eine vorteilhafte Heirat mit einer Französin eingeht, entledigt er sich schnell seiner indianischen Gefährtin und der gemeinsamen Kinder, indem er René zwingt, sie zur Frau zu nehmen. Dem Zweckbündnis mit der Indianerin, das sich über die Jahre als sehr harmonisch erweist, entspringen weitere Kinder. René Sel ist der Begründer einer Dynastie von Holzfällern, die über Generationen hinweg ihren Unterhalt in der Holzwirtschaft verdienen, aber trotzdem ihr indianisches Erbe nicht verleugnen können. Im Gegensatz zu den Siedlern, die die Gier nach Land immer größere Schneisen in den scheinbar grenzenlosen Wald, der den nordamerikanischen Kontinent dieser Zeit bedeckte, schlagen lässt, vergessen sie nicht, dass Pflanzen und Tiere gleichwertige Lebewesen bedeuten. Charles Duquet dagegen treibt seine Geltungssucht zurück nach Europa auf die Suche nach Geldgebern. Zurück in Boston betreibt er Sägewerke und Holzfäller-Camps, die profitgierig den Kahlschlag vorantreiben.
Die Geschichte der beiden unterschiedlichen Familien wird über Generationen erzählt, wobei ich teilweise den Überblick bei so vielen indianischen Namen und unzähligen Nebenfiguren verlor. Nichtsdestotrotz ein gutes Lehrstück über die frühe Besiedlung Kanadas und die Kultur der Indianer. Der Roman reicht aber nicht an ihren Welterfolg "Schiffsmeldungen", "Brokeback Mountain" heran. Die Skurrilität der Darsteller dieser Werke, die das Lesevergnügen ansonsten bereichern, fehlen diesem Mammutwerk.

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Rezension zu "Aus hartem Holz" von Annie Proulx

300 Jahre Raubbau
Giselle74vor 2 Jahren

"Schiffsmeldungen" von Annie Proulx zählt zu meinen liebsten Büchern, daher habe ich diesen Roman mit gemischten Gefühlen begonnen. Einerseits habe ich mich natürlich sehr auf die Lektüre gefreut, andererseits bin ich immer etwas ängstlich bei den Nachfolgern eines Lieblingsbuches. Wird es den hochgesteckten Erwartungen entsprechen? In diesem Falle kann ich das frohen Herzens bejahen. Ein paar Längen gibt es, aber die sind bei einer Zeitspanne von dreihundert Jahren und knapp 900 Seiten Buchumfang kaum zu vermeiden.
Worum geht es? Grob umrissen, geht es um den Werdegang zweier Familien und parallel dazu um die Entwicklung der Holzindustrie. René Sel und Charles Duquet kommen um 1693 nach Neufrankreich, das heutige Kanada. Sie verdingen sich als Holzfäller in den schier endlosen Wäldern dort. Während Sel sesshaft wird, eine Ureinwohnerin heiratet und eine Familie gründet, zieht es Duquet in die Welt hinaus, um Geld zu machen. Sels Nachkommen werden überwiegend Holzarbeiter. Sie ziehen von Lager zu Lager in einem lebensgefährlichen Beruf. Mit den Sels beschreibt Annie Proulx aber auch den Kampf der Ureinwohner um Land, Kultur und Selbstachtung.
Charles Duquet wird tatsächlich ein reicher Holzhändler, Begründer einer Dynastie, der Familie Duke. Auch sie ziehen quasi durch das Land, aber nur um Baum für Baum zu fällen, ohne Rücksicht auf Boden und Natur, ausschließlich auf Profit ausgerichtet. Der Gedanke der Wiederaufforstung entsteht in Amerika erst sehr spät, zu spät, und wird auch lange Zeit belächelt als verträumte Spinnerei.
Während der Lektüre beginnt man die Denkweise eines Donald Trump zu verstehen. Der Gedanke, Natur im "Rohzustand" wäre unnütz und nicht gottesgefällig, scheint sich über Generationen und Jahrhunderte in vielen amerikanischen Köpfen fest verankert zu haben. Trump ist ein Duke in Reinform.
Und genau das macht diesen Roman so packend. Man liest vom Verschwinden der großen Wälder, von Profitgier und Raubbau und stellt fest, dass zwar mit der Zeit die Methoden moderner geworden, die Argumente dafür aber immer noch dieselben sind.
Die Ureinwohner z.B. galten u.a. deshalb Wilde, weil sie das Land auf dem sie gelebt haben, nicht genutzt haben, sich nicht untertan gemacht haben durch Ackerbau und Viehzucht. Sie haben dort "nur" gelebt, für damaliges Denken eine geradezu unfassbare Geisteshaltung. Auch heute wäre es für viele Mebschen undenkbar, eine Ölquelle nur deshalb nicht anzuzapfen, weil das Land darüber erhaltenswert ist.
Es ist die Kunst Annie Proulxs alle diese Mißstände quasi nebenbei anzuprangern, sie in den Text einzuflechten. Sie erzählt die Geschichte zweier Familien über Generationen, mit den Problemen, denen jede Generation gegenüber steht, gibt Einblick in typische Denkweisen der jeweiligen Zeit und behält trotz aller Blicke nach rechts und links den roten Faden fest im Auge. Man kann den Roman also auch nur als spannende Familienchronik lesen. Aber wenn man das Gelesene auf sich wirken lässt, sich der Tragweite des Raubbaus an der Natur bewußt wird, dann bekommt man das irre Bedürfnis, Bäume zu pflanzen, so viele wie nur eben möglich, um sich gegen das Rad der Zeit zu stemmen und die Dukes dieser Welt zu stoppen.

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Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

herausragende Erzählerin
NadjaEvor 2 Jahren

Ein wunderbares Buch. Ich habe schon den Film geliebt, das Buch übertrifft ihn. Habe sofort unbesehen weitere Bücher von Annie Proulx gekauft. Ihre Schreibe ist frisch und einprägsam, die Charaktere echt und eigenwillig, die Welt Neufundlands neu und aufregend. Eines der Bücher bei denen man beim lesen immer wieder ängstlich prüft, wie viel man denn noch zu lesen hat. Ich habe es ausgelesen und schon fehlt es mir! Sehr gute Übersetzung!

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Brokeback Mountain

Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Brokeback Mountain" von Annie Proulx zu lesen. 

Wir beginnen am 01.09.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 

Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    

Viel Spaß an Alle, die teilnehmen wollen! :)
1 BeiträgeVerlosung beendet

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