Schiffsmeldungen

von Annie Proulx 
4,1 Sterne bei148 Bewertungen
Schiffsmeldungen
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Positiv (120):
A

Trockenes Humor und sehr plastische Sprache. Absolut lesenswert.

Kritisch (10):
brauneye29s avatar

Leider nicht meins

Alle 148 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Schiffsmeldungen"

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.
Quoyle hat bisher nicht viel Glück im Leben gehabt, weder in seinem Beruf als Reporter noch mit den Frauen. Da lässt er sich gern von seiner Tante überreden, mit ihr und seinen zwei kleinen Töchtern in die Heimat seiner Vorfahren zurückzukehren, zu der Felseninsel Neufundland. Beißende Winde, sintflutartige Regenfälle und vorbeitreibende Eisberge sind hier normal, und die kauzigen Nachbarn reden zwar nicht viel, schauen aber genau hin. Dennoch findet der ewige Pechvogel hier so etwas wie ein Zuhause, schreibt die »Schiffsmeldungen« fürs Lokalblatt, lernt, wie man Boot fährt, ohne gleich zu kentern, und wie echte Neufundländer Küsse schmecken: ein bisschen nach Robbenflossenpastete und Meersalz, ein bisschen nach Glück. Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442744435
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:08.06.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.09.2011 bei Random House Audio Editionen erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Leider nicht meins
    Leider nicht meins

    Zum Inhalt:

    Quoyle hat bisher nicht viel Glück im Leben gehabt, weder in seinem Beruf als Reporter noch mit den Frauen. Da lässt er sich gern von seiner Tante überreden, mit ihr und seinen zwei kleinen Töchtern in die Heimat seiner Vorfahren zurückzukehren, zu der Felseninsel Neufundland. 
    Meine Meinung:
    Leider konnte ich mich mit dem Buch so überhaupt nicht anfreunden. Es mag ein Pulitzerpreis bekomme  haben, aber mich hat es nicht erreicht. Es plätscherte vor sich hin. Der Schreibstil war ganz nett, aber auch nichts dolles.
    Fazit:
    Leider nicht meins 

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    Finesty22s avatar
    Finesty22vor einem Jahr
    Schiffsmeldungen

    Die Geschichte eines Mannes in den Dreißigern, der den umgekehrten Weg des Bildunsromans geht: von der Großstadt in die Provinz, vom unsicheren, glücklosen Dasein im Staate New York zu den harten und einschränkenden Lebensbedingungen auf der Felseninsel Neufundland. Eine Geschichte nicht über den Verlust, sondern über den Gewinn der Unschuld, erzählt von der mehrfachpreisgekrönten amerikanischen Autorin E. Annie Proulx, in deren herb-poetischer Sprache und sinnlich wahrnehmbarer Darstellung jene fremde Gegend zum Sehnsuchtsland wird.

    "Die Prosa sprüht vor Ironie - lebendig, lustig, ein wenig bedrohlisch, voller brillanter und orgineller Bilder ... und hie und da ein Satz, bei dem ein schier der Atem stockt..."
                                 -USA Today-


    Dieses Zitat aus der "USA Today" beschreibt wie ich finde das Buch sehr gut.

    Beim lesen begleiden wir Quoyle, der sein ganzes bisheriges Leben ein Verlierer war, keine sonderlichen Talente, eher derbes Aussehen, die falsche Frau, dafür 2 wunderbare Töchter.
    Nach ein paar Verwicklungen verschlägt es die 3 (Quoyl und seine Töchter) zusammen mit der Tante in deren Heimat Neufundland. Ein Neuanfang in ganzer Linie, Quoyl lernt mit dem harten Leben umzugehen, findet sich selbst und eine zarte Liebe.


    Fazit: Eigendlich kein Buch nachdem ich so gegriffen hätte, hat mich allerdings positiv Überrascht. Man muss sich am Anfang auf den doch sehr pragmatischen Schreibstil einlassen. Hat man sich erstmal daran gewöhnt kann man das Buch kaum noch zur Seite legen, so ging es zumindest mir.

    Es hatte Passagen zum schmunzeln, aber auch viele erschreckende Dinge. An sich passiert in der Handlung nicht sehr viel, allerdings steckte noch soviel mehr zwischen den Zeilen.

    Der "Pulitzer-Preis" ist wie ich finde doch recht verdient.
    Von mir 4 Sterne.

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    JuliBs avatar
    JuliBvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gutes Buch
    Schön

    Quoyle, von seiner Umwelt zu einem Verlierer gemacht, wie er im Buche steht, zieht nach einer Verkettung unglücklicher Umstände mit der Tante und den zwei kleinen Töchtern ins raue Neufundland. Er findet eine Stelle in der örtlichen Zeitung, Gammy Bird, schreibt dort über Schiffsmeldungen und Autounfälle, lernt, sich mit dem harten Leben zwischen Fels, Meer und Einöde zu arrangieren. Findet Freunde und so etwas wie eine zarte, neue Liebe, Trost in den kleinen Dingen des Lebens und in dem, was seine Kinder in ihrem trubeligen Alltag beim Großwerden erleben.

    <><><>

    Annie Proulx schreibt in kurz prägnantem Stil mit einem Satzbau, an den man sich erst gewöhnen muss. Kein Wort zu viel und doch ist alles gesagt, worauf es in dieser Geschichte ankommen soll.

    Eine Schilderung des rauen, harten Lebens Neufundlands mit skurril kauzigen Einwohnern und einem Protagonisten, vom Leben gebeutelt und doch so positiv in die Welt blickend, dass er einem die gesamte Lektüre über sympathisch bleibt.

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    Ulenfluchts avatar
    Ulenfluchtvor 5 Jahren
    Mutig dargestellte Reise zu sich selbst

    Schiffsmeldungen, das sind neben den Autounfällen die Topnews der kleinen Zeitung auf  Neufundland, für die Quoyle arbeitet. Wir haben es hier also mit einem Schauplatz zu tun, der nicht weiter entfernt sein könnte von der Welt, die die meisten von uns kennen und die auch Quoyle kannte, in der er aber gescheitert ist. Im Land seiner Vorfahren sucht er nun nach einem Neuanfang. Das klingt wie eine Geschichte, die man schon tausendmal gehört und gelesen hat, aber hier macht sie die Autorin zu etwas Einzigartigem. Durch Sprache und tolle Figuren.

    Es ist eine Herausforderung, einen Protagonisten zu schaffen, der einem unaktraktiv und fremd vorkommt, mit dem man nur Mitleid haben kann, sich aber sicher nicht identifizieren kann, weil er so hilflos, naiv und verschroben wirkt. Diese gekonnte Darstellung dann noch so zu wandeln, dass aus Mitleid Respekt wird, das ist große Kunst und Annie Proulx schafft das, ohne dass man es merkt. Das Buch ist nämlich alles andere als spannend. Angepasst an das Leben in Neufundland, wie man es sich vorstellt, ist dieser Roman pure Entschleunigung, die alles in Melancholie taucht und selbst die ungewöhnlichsten Szenen irgendwie normal erscheinen lässt wie die des Paars, von dem Quoyle später den Kopf des Mannes findet.

    Proulx hat einen ausgeprägten Blick für Details, die das Buch zu einem Erlebnis machen für Leute, die eben solche Details lieben. Das Spielen der Töchter ("Bunny türmte sich Hobelspäne auf den Kopf, 'He Dad, schau dir meine Locken an, Daddy (...)'"), Quoyles Unsicherheit, die ihn quält ("Seine weiche Hand war ihm peinlich"), und vor allem die ungewöhnlich unkitschige Darstellung der Natur, die das raue Land nicht verniedlicht ("Die Bucht wimmelte von Schaumkronen; wie Maden in einer großen Wunde"). Mir hat auch der feine Humor gut gefallen, der hinter so mancher Szene und manchem Satz steckt, bei dem man gleichzeitig weinen und lachen möchte wie bei einer guten Tragikomödie. Etwa bei den zahlreichen fiktiven Zeitungsartikelüberschriften, mit denen Quoyle sein Leben in Worte fasst.

    Insgesamt ist es ein Buch, das mutig langatmig ist, den Charakteren dadurch aber viel Raum gibt. Die gedeckten Töne, die hier beim Lesen entstehen, sind gewöhnungsbedürftig und sorgen hin und wieder dafür, dass man am liebsten ein bisschen schneller lesen möchte, aber die tolle Sprache bremst einen dann doch und man möchte nicht, dass einem eine Formulierung entgeht. Hätte Proulx ein kleines bisschen mehr das richtige Maß gefunden, wäre es noch viel mehr ein Klassiker als es jetzt schon ist. Dennoch mehr als nur ein guter Roman, sondern ein sehr guter.

    Kommentare: 1
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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 7 Jahren
    Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Ich habe das Buch gerade fertig gelesen und bin ganz angetan davon. Dabei kann ich gar nicht genau sagen, woran das liegt. Es passt eigentlich nicht so recht in mein übliches Beuteschema, und so hatte ich die ersten 60-80 Seiten ein bisschen Mühe reinzukommen.Ich fand es zuerst relativ langweilig. Doch nach und nach hat sich ein Sog aufgebaut, der mich nicht mehr los ließ.

    Der Hauptcharakter Quoyle ist mir nicht wirklich sympathisch, einige Nebencharaktere wie Wayne, Beety, Agnis und Bunny dagegen umso mehr.

    E. Annie Proulx versteht es wirklich meisterhaftl, dem Leser die rauhe Landschaft Neufundlands, die Wildheit des Meeres und die unkomplizierte Gemeinschaft der Dorfbewohner nahe zu bringen.

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    moni_angekommens avatar
    moni_angekommenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    ...kein Buch das man mal eben am Strand oder nebenher liest. Für mich ein sehr schwieriges Buch- poetisch und langsam- auf das man sich einlassen muss.

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    andreadresslers avatar
    andreadresslervor 10 Jahren
    Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Ein ruhiger,leiser und besinnlicher Roman !

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    firlefanzs avatar
    firlefanzvor 10 Jahren
    Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Ich hab das Buch im Original gelesen und kam daher in den vollen Genuss der grandiosen Art Proulx' sich auszudrücken.
    DIe Geschichte an sich ist aber mMn nichts großartig Neues.

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    wilcats avatar
    wilcatvor 10 Jahren
    Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Es gibt keine Versager, Schwächlinge oder Nichtsnutze - es gibt Menschen, die einfach am falschen Ort sind. Quoyle hat viel durchmachen müssen, bis er aus reiner Ausweglosigkeit einen Neuanfang in Neufundland wagt und genau das begreift. Für mcih ein unheimlich schöner Gedanke: Um glücklich zu werden, muss man sein eigenes Neufundland finden. Den Platz auf der Welt, wo man hingehört.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 11 Jahren
    Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Ebenso unspektakulär wie fesselnd. Die Geschichte von Quoyle, der nach dem Tod seiner Frau mit seiner Tante und seinen Töchtern zu den Wurzeln seiner Familie nach neufundland reist und sich dort eine neue Existenz aufbaut.
    Annie Proulx erzählt das mit einer ganz eigenen Sprache und wunderschönen Bildern. Neben den stimmigen, manchmal etwas kauzigen Charakteren fasziniert vor allem die raue Landschaft Neufundlands.

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