Annie Proulx Schiffsmeldungen

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Inhaltsangabe zu „Schiffsmeldungen“ von Annie Proulx

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen. Quoyle hat bisher nicht viel Glück im Leben gehabt, weder in seinem Beruf als Reporter noch mit den Frauen. Da lässt er sich gern von seiner Tante überreden, mit ihr und seinen zwei kleinen Töchtern in die Heimat seiner Vorfahren zurückzukehren, zu der Felseninsel Neufundland. Beißende Winde, sintflutartige Regenfälle und vorbeitreibende Eisberge sind hier normal, und die kauzigen Nachbarn reden zwar nicht viel, schauen aber genau hin. Dennoch findet der ewige Pechvogel hier so etwas wie ein Zuhause, schreibt die »Schiffsmeldungen« fürs Lokalblatt, lernt, wie man Boot fährt, ohne gleich zu kentern, und wie echte Neufundländer Küsse schmecken: ein bisschen nach Robbenflossenpastete und Meersalz, ein bisschen nach Glück. Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis.

Ein gutes Buch

— JuliB
JuliB

Ganz fantastisches Buch!

— innsb
innsb

...grandios...

— silberfischchen68
silberfischchen68

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  • Schiffsmeldungen

    Schiffsmeldungen
    Finesty22

    Finesty22

    29. July 2017 um 09:29

    Die Geschichte eines Mannes in den Dreißigern, der den umgekehrten Weg des Bildunsromans geht: von der Großstadt in die Provinz, vom unsicheren, glücklosen Dasein im Staate New York zu den harten und einschränkenden Lebensbedingungen auf der Felseninsel Neufundland. Eine Geschichte nicht über den Verlust, sondern über den Gewinn der Unschuld, erzählt von der mehrfachpreisgekrönten amerikanischen Autorin E. Annie Proulx, in deren herb-poetischer Sprache und sinnlich wahrnehmbarer Darstellung jene fremde Gegend zum Sehnsuchtsland wird."Die Prosa sprüht vor Ironie - lebendig, lustig, ein wenig bedrohlisch, voller brillanter und orgineller Bilder ... und hie und da ein Satz, bei dem ein schier der Atem stockt..."                             -USA Today-Dieses Zitat aus der "USA Today" beschreibt wie ich finde das Buch sehr gut.Beim lesen begleiden wir Quoyle, der sein ganzes bisheriges Leben ein Verlierer war, keine sonderlichen Talente, eher derbes Aussehen, die falsche Frau, dafür 2 wunderbare Töchter.Nach ein paar Verwicklungen verschlägt es die 3 (Quoyl und seine Töchter) zusammen mit der Tante in deren Heimat Neufundland. Ein Neuanfang in ganzer Linie, Quoyl lernt mit dem harten Leben umzugehen, findet sich selbst und eine zarte Liebe.Fazit: Eigendlich kein Buch nachdem ich so gegriffen hätte, hat mich allerdings positiv Überrascht. Man muss sich am Anfang auf den doch sehr pragmatischen Schreibstil einlassen. Hat man sich erstmal daran gewöhnt kann man das Buch kaum noch zur Seite legen, so ging es zumindest mir.Es hatte Passagen zum schmunzeln, aber auch viele erschreckende Dinge. An sich passiert in der Handlung nicht sehr viel, allerdings steckte noch soviel mehr zwischen den Zeilen.Der "Pulitzer-Preis" ist wie ich finde doch recht verdient. Von mir 4 Sterne.

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  • Schön

    Schiffsmeldungen
    JuliB

    JuliB

    09. December 2015 um 18:30

    Quoyle, von seiner Umwelt zu einem Verlierer gemacht, wie er im Buche steht, zieht nach einer Verkettung unglücklicher Umstände mit der Tante und den zwei kleinen Töchtern ins raue Neufundland. Er findet eine Stelle in der örtlichen Zeitung, Gammy Bird, schreibt dort über Schiffsmeldungen und Autounfälle, lernt, sich mit dem harten Leben zwischen Fels, Meer und Einöde zu arrangieren. Findet Freunde und so etwas wie eine zarte, neue Liebe, Trost in den kleinen Dingen des Lebens und in dem, was seine Kinder in ihrem trubeligen Alltag beim Großwerden erleben. <><><> Annie Proulx schreibt in kurz prägnantem Stil mit einem Satzbau, an den man sich erst gewöhnen muss. Kein Wort zu viel und doch ist alles gesagt, worauf es in dieser Geschichte ankommen soll. Eine Schilderung des rauen, harten Lebens Neufundlands mit skurril kauzigen Einwohnern und einem Protagonisten, vom Leben gebeutelt und doch so positiv in die Welt blickend, dass er einem die gesamte Lektüre über sympathisch bleibt.

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  • Mutig dargestellte Reise zu sich selbst

    Schiffsmeldungen
    Ulenflucht

    Ulenflucht

    Schiffsmeldungen, das sind neben den Autounfällen die Topnews der kleinen Zeitung auf  Neufundland, für die Quoyle arbeitet. Wir haben es hier also mit einem Schauplatz zu tun, der nicht weiter entfernt sein könnte von der Welt, die die meisten von uns kennen und die auch Quoyle kannte, in der er aber gescheitert ist. Im Land seiner Vorfahren sucht er nun nach einem Neuanfang. Das klingt wie eine Geschichte, die man schon tausendmal gehört und gelesen hat, aber hier macht sie die Autorin zu etwas Einzigartigem. Durch Sprache und tolle Figuren. Es ist eine Herausforderung, einen Protagonisten zu schaffen, der einem unaktraktiv und fremd vorkommt, mit dem man nur Mitleid haben kann, sich aber sicher nicht identifizieren kann, weil er so hilflos, naiv und verschroben wirkt. Diese gekonnte Darstellung dann noch so zu wandeln, dass aus Mitleid Respekt wird, das ist große Kunst und Annie Proulx schafft das, ohne dass man es merkt. Das Buch ist nämlich alles andere als spannend. Angepasst an das Leben in Neufundland, wie man es sich vorstellt, ist dieser Roman pure Entschleunigung, die alles in Melancholie taucht und selbst die ungewöhnlichsten Szenen irgendwie normal erscheinen lässt wie die des Paars, von dem Quoyle später den Kopf des Mannes findet. Proulx hat einen ausgeprägten Blick für Details, die das Buch zu einem Erlebnis machen für Leute, die eben solche Details lieben. Das Spielen der Töchter ("Bunny türmte sich Hobelspäne auf den Kopf, 'He Dad, schau dir meine Locken an, Daddy (...)'"), Quoyles Unsicherheit, die ihn quält ("Seine weiche Hand war ihm peinlich"), und vor allem die ungewöhnlich unkitschige Darstellung der Natur, die das raue Land nicht verniedlicht ("Die Bucht wimmelte von Schaumkronen; wie Maden in einer großen Wunde"). Mir hat auch der feine Humor gut gefallen, der hinter so mancher Szene und manchem Satz steckt, bei dem man gleichzeitig weinen und lachen möchte wie bei einer guten Tragikomödie. Etwa bei den zahlreichen fiktiven Zeitungsartikelüberschriften, mit denen Quoyle sein Leben in Worte fasst. Insgesamt ist es ein Buch, das mutig langatmig ist, den Charakteren dadurch aber viel Raum gibt. Die gedeckten Töne, die hier beim Lesen entstehen, sind gewöhnungsbedürftig und sorgen hin und wieder dafür, dass man am liebsten ein bisschen schneller lesen möchte, aber die tolle Sprache bremst einen dann doch und man möchte nicht, dass einem eine Formulierung entgeht. Hätte Proulx ein kleines bisschen mehr das richtige Maß gefunden, wäre es noch viel mehr ein Klassiker als es jetzt schon ist. Dennoch mehr als nur ein guter Roman, sondern ein sehr guter.

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    • 2
    Arun

    Arun

    30. April 2014 um 09:56
  • Große Buchverlosung zum Welttag der Meere

    Wortwelten

    Wortwelten

    Hallo ihr fleißigen Leseratten, heute, am 08. Juni, ist der Welttag der Meere. Welttag der Meere? So etwas gibt es? Ja, so etwas gibt es. Bestimmt habt ihr alle das Meer auf irgendeine Art und Weise schon einmal erlebt, sei es beim Surfen, beim Segeln, beim Schwimmen, beim Lesen ... Für die meisten von uns hat es eine bestimmte Bedeutung. Sein Anblick vermittelt uns Ruhe, inneren Frieden, manchmal wirkt es bedrohlich und düster. Doch auch in der Literatur wird es immer wieder auf die eine oder andere Art und Weise thematisiert. Darin dient es als ein Element, das die Seele von ihren Wunden heilt, als Schauplatz für gemütliche Strandabende mit Gitarrenmusik oder gar als Hort für unheimliche Meeresbewohner. Es bietet einen vielschichtigen Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere, ein Lebensraum, der nicht zuletzt auch durch uns Menschen stark bedroht ist. Wenn ihr das Meer ebenfalls liebt und besonders Bücher, in denen es eine Rolle spielt, dann ist diese Aktion bestimmt etwas für euch. Zu diesem Anlass werden mehrere Autoren ein Buchpaket verlosen, das jeweils zwei Bücher enthält. Buch Nummer eins ist ein Titel des jeweiligen Autoren, also das Buch, das nachfolgend aufgelistet wird. Das zweite Buch ist ... ein Geheimnis. Jeder Autor hat eines seiner Lieblingswerke, in dem das Meer ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, ausgewählt, um den jeweiligen Gewinner des Paketes damit zu überraschen. Bei diesem Zusatzgeschenk kann es sich jedoch auch um ein gebrauchtes Taschenbuch oder auch Mängelexemplar handeln, es muss also nicht neuwertig sein. Natürlich kann es auch ein anderes Genre haben als der entsprechende „Hauptgewinn“. Klingt das spannend? Dann wollt ihr sicher wissen, welche Bücher verlost werden. Bilderbuch: Andrea Reitmeyer – Emily und das Meer Jugendbücher/Jugendbuchthriller: Antje Babendererde – Indigosommer (Leseprobe) Corina Bomann – Und morgen am Meer (Leseprobe) Cornelia Franz – Ins Nordlicht blicken (Leseprobe) Birgit Hasselbusch – Tod d’Azur (Leseprobe) Patrycja Spychalski – Fern wie Sommerwind (Leseprobe) Kate Sunday – Herzklopfen - Down Under (Leseprobe) Jugendbücher/Fantasy: Leonie Jockusch – Meeresschatten (Leseprobe) Daniela Ohms – Insel der Nyx (Leseprobe) Britta Strauß – Meeresblau (Leseprobe) Historische (Liebes-)Romane: Katryn Berlinger – Die Meeresflüsterin (Leseprobe) Dörthe Binkert – Weit übers Meer (Leseprobe) Micaela Jary – Sehnsucht nach Sansibar (Leseprobe) Ricarda Martin – Insel der verlorenen Liebe (Leseprobe) Gisa Pauly – Sturm über Sylt (Leseprobe) Krimis: Gisela Garnschröder – Larissas Geheimnis (Leseprobe) Silvia Gillardon – Die Frau im Glashaus Gegenwartsliteratur und Liebesromane: Gabriella Engelmann – Inselsommer (Leseprobe) Franziska Fischer – Das Meer, in dem ich schwimmen lernte (Leseprobe) Anja Goerz – Herz auf Sendung (Leseprobe) Marie Matisek – Nackt unter Krabben (Leseprobe) Susanne Oswald – Liebe wie gemalt (Leseprobe) Edgar Rai – Nächsten Sommer (Leseprobe) Elisabeth Rank – Und im Zweifel für dich selbst (Leseprobe) Aber: Um eines der tollen Buchpakete gewinnen zu können, müsst ihr natürlich auch etwas tun. Bewerbungsbedingungen: Ihr dürft euch für maximal zwei Bücher bewerben (gewinnen könnt ihr aber nur eines). Das kann sowohl für euch sein, aber auch, gerade bei den Büchern für jüngere Zielgruppen, für jemand anderen. Ihr habt euch entschieden? Dann wüssten wir gern, weshalb ihr gerade diese beiden (oder dieses eine) Buch ausgewählt habt. „Wollte ich schon immer mal lesen“ reicht als Begründung nicht aus. „Klingt spannend“ und „Spricht mich an“ auch nicht. ;-) Die Frage ist: WIESO interessiert ihr euch gerade für dieses eine bzw. für diese beiden Bücher? Sofern es eine Leseprobe gibt, wüssten wir gern: Was gefällt euch an dem Schreibstil des ausgesuchten Textes? Weshalb würdet ihr gern weiterlesen, welche Fragen habt ihr an das Buch? Und zuletzt hätten wir gern eine Antwort auf die Frage: Welche Bedeutung hat das Meer für euch? Bewerben könnt ihr euch bis Sonntag, den 16. Juni 2013, 23:59 Uhr. Die Gewinner werden von Daniela Ohms und mir ausgelost und voraussichtlich am Montag, dem 17. Juni 2013 hier bekannt geben. Sobald ihr das Buchpaket erhalten habt, dürft ihr natürlich gern posten, welches Überraschungsbuch es enthielt. Wir freuen uns auf eure Beteiligung! Viele Grüße Daniela & Franziska EDIT: Weil ihr alle so tolle und aufwendige Bewerbungen schreibt und weil es so einen Spaß macht, diese zu lesen, haben wir das Ende der Bewerbungsfrist um einen Tag verlängert (von Samstag auf Sonntag). Ihr könnt euch also noch bis Sonntagnacht ein oder zwei Bücher aussuchen und natürlich auch gern andere Lovelybooks-User auf die Aktion aufmerksam machen.

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  • Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Schiffsmeldungen
    Lilli33

    Lilli33

    16. September 2011 um 17:19

    Ich habe das Buch gerade fertig gelesen und bin ganz angetan davon. Dabei kann ich gar nicht genau sagen, woran das liegt. Es passt eigentlich nicht so recht in mein übliches Beuteschema, und so hatte ich die ersten 60-80 Seiten ein bisschen Mühe reinzukommen.Ich fand es zuerst relativ langweilig. Doch nach und nach hat sich ein Sog aufgebaut, der mich nicht mehr los ließ. Der Hauptcharakter Quoyle ist mir nicht wirklich sympathisch, einige Nebencharaktere wie Wayne, Beety, Agnis und Bunny dagegen umso mehr. E. Annie Proulx versteht es wirklich meisterhaftl, dem Leser die rauhe Landschaft Neufundlands, die Wildheit des Meeres und die unkomplizierte Gemeinschaft der Dorfbewohner nahe zu bringen.

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  • Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Schiffsmeldungen
    moni_angekommen

    moni_angekommen

    30. May 2011 um 17:44

    ...kein Buch das man mal eben am Strand oder nebenher liest. Für mich ein sehr schwieriges Buch- poetisch und langsam- auf das man sich einlassen muss.

  • Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Schiffsmeldungen
    andreadressler

    andreadressler

    23. November 2008 um 00:06

    Ein ruhiger,leiser und besinnlicher Roman !

  • Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Schiffsmeldungen
    firlefanz

    firlefanz

    05. September 2008 um 11:04

    Ich hab das Buch im Original gelesen und kam daher in den vollen Genuss der grandiosen Art Proulx' sich auszudrücken.
    DIe Geschichte an sich ist aber mMn nichts großartig Neues.

  • Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Schiffsmeldungen
    wilcat

    wilcat

    14. August 2008 um 22:05

    Es gibt keine Versager, Schwächlinge oder Nichtsnutze - es gibt Menschen, die einfach am falschen Ort sind. Quoyle hat viel durchmachen müssen, bis er aus reiner Ausweglosigkeit einen Neuanfang in Neufundland wagt und genau das begreift. Für mcih ein unheimlich schöner Gedanke: Um glücklich zu werden, muss man sein eigenes Neufundland finden. Den Platz auf der Welt, wo man hingehört.

  • Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Schiffsmeldungen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. March 2008 um 23:58

    Ebenso unspektakulär wie fesselnd. Die Geschichte von Quoyle, der nach dem Tod seiner Frau mit seiner Tante und seinen Töchtern zu den Wurzeln seiner Familie nach neufundland reist und sich dort eine neue Existenz aufbaut. Annie Proulx erzählt das mit einer ganz eigenen Sprache und wunderschönen Bildern. Neben den stimmigen, manchmal etwas kauzigen Charakteren fasziniert vor allem die raue Landschaft Neufundlands.

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  • Rezension zu "Schiffsmeldungen" von Annie Proulx

    Schiffsmeldungen
    Marco

    Marco

    01. February 2008 um 20:10

    Die Schiffsmeldungen machen aus dem Versager, dem Aussteiger Quoyle einen respektierten, geschätzten Menschen. Annie Proulx setzt in diesem Roman den fast schon klassischen Antihelden ein. Einen schicksalsgebeutelter Pechvogel ohne Selbstvertrauen, der mit gnadenlosen Eltern und einem grobschlächtigen Äußerem gestraft ist. Trotz allem - oder gerade deswegen - gewinnt ihn der Leser gern und wünscht ihm, aus diesem miesen Alltag in New York zu entfliehen. Natürlich bekommt er diese Chance. Mit Kinder und Tante begibt er sich zu dem Land seiner Vorfahren, in die harte Welt Neufundlands. Dort beginnt die eigentliche Geschichte, dort entfaltet sich auch Proulxs Schreibstil. Es ist ein eigenwilliger Schreibstil. Wie bei jedem begabten Schriftsteller bildet der Stil Proulxs ein Potpourri ihrer Fähigkeiten. Dazu gehört Erzählwitz, Ironie, teilweise brillante Beschreibungen und ungewöhnliche Einfälle. In jedem Fall ist es kein Allerweltsstil. Es gibt kaum abgedroschene Phrasen und selten Wiederholungen. Wenn eine Verwandtschaft ausgemacht werden müßte, wäre am ehesten noch Nootebom zu nennen. Es dominieren kurze, fast schon abgehakte Sätze, die teilweise an Hörfunk-Sprache erinnern. Es ist etwas mühsam sich in den Stil Proulxs einzulesen, aber dann kann der Roman einen tief in die Geschichte ziehen. Erwartungen, daß aufgeworfene Fragen oder begonnene Handlungsteile beantwortet oder vertieft werden, sollten allerdings nicht gestellt werden. Ansonsten entwickelt sich aus der Kernhandlung grob das, was man sich denken könnte.

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