Die Aufsätze: "Versuch `Restless´zu verstehen" von Dietmar Dath und "Jeden Tag eine gute Tat" von Ruth Hatlapa sind sehr gut und lesenswert. Diese beiden werde ich sicher nochmal lesen. Alle anderen Aufsätze leiden, trotz sehr interessanter Fragestellung, unter dem Versuch der Autor-innen ihre Serienliebe als Forschung zu verpacken. Sie spicken ihre kleinen Aufsätze mit Fremdwörtern und Fußnoten und basteln lange Satzkonstruktionen, die keiner braucht. Schade. Jede Autor-in benutzt Szenen aus der Serie Buffy um ihre eigenen (z.T. kruden) Theorien über die Gesellschaft zu untermauern. Gut, das ist in den weichen Wissenschaften so üblich, aber beim Thema Buffy fielen mir sofort Gegenbeispiele aus der Serie zu den Theorien ein, die von den Autor-innen einfach weggelassen wurden, damit die Gesamtaussage passt. Das ist keine Wissenschaft, sondern Misbrauch. Mal abgesehen davon, dass ich in einer Aufsatzsammlung zu einer durch Humor und Wortwitz bekannt gewordenen (deshalb auch bei längst erwachsenen Menschen so beliebten) TV-Show einen akademischen Schreibstil für fehl am Platze halte, sollte das Fach "kreatives Schreiben" endlich mal an deutschen Hochschulen eingeführt werden. Die Aufsätze sind teilweise kaum lesbar, nicht mal für einen Buffy-Fan wie mich. So langweilig schreibt keine Amerikaner-in über ihr Thema. Echte Cargo-Cult-Science.
Rezension zu "Horror als Alltag" von Annika Beckmann

