Annika Blanke Born: Toulouse

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Inhaltsangabe zu „Born: Toulouse“ von Annika Blanke

Annika Blankes Roman „Born: Toulouse“ erzählt von Charakteren und Figuren, vom Leben zwischen Buchdeckeln und von Menschen, die statt Geschichten lieber Geschichte schreiben wollen. Von der Angst, dabei doch nur ein weißes Blatt Papier zu hinterlassen. Und von einer Liebeserklärung an eine Stadt, die nicht in Frankreich liegt.

Thilo Willing, im Broterwerb Postzusteller, stellt fest, dass er sein Leben bisher vollkommen falsch gelebt hat. Sich selbst gegenüber gleichgültig und von seinem Beruf unterfordert, lenkt er seine ganze Aufmerksamkeit auf die Welt um sich herum. Er hinterfragt die Briefe, die er den Menschen Tag für Tag in die Postkästen wirft, konstruiert seine eigenen Biografien der Briefschreiber und Empfänger und entschließt sich, diese Welt zu Papier zu bringen. In einem Anfall von literarischem Aktionismus erschafft er Berend Weber, der die Hauptfigur seines Romans werden soll.

Beim Schreiben in einem Café fällt Thilo eine junge Frau auf, die an einem Text zu arbeiten scheint. Als diese ihr Notizbuch vergisst und er in den Aufzeichnungen eine Art Seelenverwandtschaft zu erkennen scheint, beschließt Thilo, sie ausfindig zu machen.

Bei ihrem ersten Treffen scheint sich sein Eindruck zu bestätigen: Lena Ahlberg ist genauso literaturbegeistert wie er. Sie schließen einen Pakt: Einer von beiden gibt ein Thema vor und der andere hat jeweils eine Woche Zeit, um etwas darüber zu schreiben. Thilo erhofft sich, so mehr über die Frau zu erfahren, die ihn so fasziniert. Denn, so seine Überzeugung: Man kann nur vollkommen ehrlich zu jemandem sein, den man nicht kennt. Hätte er doch bloß auf die warnenden Ärmchen seiner schweigsamen Kaktee Esmeralda gehört!

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  • Solider, aber ungewöhnlicher Debütroman

    Born: Toulouse

    fraeuleinbuecherwald

    08. March 2014 um 14:00

    Annika Blanke kommt eigentlich aus dem sprechenden Milieu. Dem Poetry Slam. Dort ist sie die gefürchtetste Schnellsprecherin auf deutschen Bühnen und bekannt für ihre humorvollen und doch tiefgehenden Texte. Deshalb war ich sehr gespannt auf ihr Romandebüt, das 2012 im Lektora Verlag erschienen ist. Skurriles und anrührendes habe ich erwartet, aber meine Erwartungen wurden definitiv übertroffen! Alleine so eine skurrile Personenkonstellation muss einem erstmal einfallen. Da wären Theo Willing, Briefträger mit Hang zum Schreiben, Lena Ahlberg, die schöne Frau aus dem Café, Siebzig, die Skurrilität in Person und Esmeralda, die Kakteendame, die wirklich gute Tipps gibt. Theo und Lena treffen sich in einem Café und schließen einen Pakt: jede Woche gibt einer von ihnen dem anderen ein Thema vor und dann hat der eine Woche Zeit, darüber etwas zu schreiben. Wer jetzt aber denkt, es gehe um banale Themen, über die jeder etwas schreiben könnte, liegt weit daneben. Es geht um die großen Fragen des Lebens. Was ist Mut? Kann man einen ehrlichen Roman schreiben? Kann Lena überhaupt einen Roman schreiben oder lernt sie besser für ihr Jura Studium mit den 22 Semestern? Sollte Theo sich nicht einfach weiter Geschichten über die Leute ausdenken, deren Briefe er bringt? Immerhin erfährt man so eine Menge über die Leute und Theo weiß sehr genau Bescheid! Nebenbei lernen die Hauptpersonen nicht nur etwas über sich, sondern auch viel über den anderen und auch viel über das Leben. Daneben gibt es einen Haufen Anspielungen auf gute Musik, die man gar nicht so genau beschreiben könnte, weil sie wie Farbsprenkel über das ganze Buch verteilt sind und einem immer mal wieder Sternstunden bescheren. Und dem Ende des Romans wohnt ein Anfang inne. Welcher? Das muss dann jeder selbst lesen. Was aber zu bemerken bleibt: das Ende ist toll! Und nur ein ganz kleines bisschen vorhersehbar, aber das ist egal, egal, egal! Es ist toll! Die knapp 190 Seiten lassen sich locker durchlesen, ich habe keine drei Stunden gebraucht. Und trotzdem glaube ich, dass die Autorin sie mir auch in 1,5 Stunden hätte vorlesen können.

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