Emotionaler Abschluss einer bewegenden Trilogie
Mit „Der Wind in den Lilien“ gelingt Annis Bell ein würdiger und atmosphärisch dichter Abschluss der Hill-House-Trilogie. Im Mittelpunkt steht diesmal Vera, deren mutige und zugleich verletzliche Art sie schnell zu einer nahbaren Hauptfigur macht. Ihre Tätigkeit als Krankenschwester an der Front und die geheimen Missionen für den englischen Geheimdienst sorgen für Spannung, während ihr persönlicher Verlust und ihre innere Zerrissenheit emotional tief berühren.
Die Schauplätze – von Nordfrankreich über England bis nach Kenia – sind eindrucksvoll geschildert und verleihen der Geschichte historische Tiefe. Besonders gelungen ist die Mischung aus dramatischer Kriegsrealität und der persönlichen Entwicklung einer jungen Frau, die trotz allem nicht aufgibt.
Ein kleiner Wermutstropfen: Manche Wendungen wirken etwas vorhersehbar, und gelegentlich hätte man sich mehr Tempo in der Handlung gewünscht. Dennoch überzeugt der Roman durch seine gefühlvolle Sprache, authentische Figuren und das berührende Wiedersehen mit den anderen Protagonistinnen der Reihe.
Fazit: Ein gefühlvoller und spannender Abschluss einer starken Trilogie über Freundschaft, Mut und das Überleben in einer zerrissenen Welt.






















