Anonym

 3,7 Sterne bei 141 Bewertungen

Lebenslauf von Anonym

Der anonyme Verfasser ist dem Verlag selbstverständlich bekannt. Er ist bestens vertraut mit der Geschichte der revolutionären Bewegungen in der Politik und in der Kunst des 20. Jahrhunderts und ist – was zumindest für einen deutschen Linken und Intellektuellen sehr außergewöhnlich wäre – zudem ein bekennender und kennender Kulinariker. Das Manuskript zu "Durrutis Köchin" fand der Verfasser 1970 im legendären, mittlerweile leider geschlossenen Antiquariat Pinkus in Zürich, der ehemaligen Anlaufstelle in der Schweiz für Bücher zu Revolution und Rebellion.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die Memoiren der Fanny Hill (ISBN: 9783958417809)

Die Memoiren der Fanny Hill

Neu erschienen am 25.11.2021 als bei BEBUG.
Cover des Buches Sturm und Drang (ISBN: 9783958417762)

Sturm und Drang

Neu erschienen am 06.10.2021 als bei BEBUG.

Alle Bücher von Anonym

Cover des Buches Fragt mal Alice (ISBN: 9783423781701)

Fragt mal Alice

 (96)
Erschienen am 01.05.2001
Cover des Buches Der mitternachtblaue Opal (ISBN: B01GG4ZW56)

Der mitternachtblaue Opal

 (6)
Erschienen am 31.05.2016
Cover des Buches Bücher sprechen über Bücher (ISBN: 9783446249899)

Bücher sprechen über Bücher

 (4)
Erschienen am 28.09.2015
Cover des Buches null (ISBN: 9783956020551)

 (2)
Erschienen am 01.12.2015
Cover des Buches The Secret Footballer (ISBN: 9783730700044)

The Secret Footballer

 (2)
Erschienen am 01.04.2013
Cover des Buches Das Sägewerk (ISBN: 9783803128324)

Das Sägewerk

 (1)
Erschienen am 24.09.2020
Cover des Buches Sei lieb! (ISBN: 9783741852183)

Sei lieb!

 (1)
Erschienen am 24.09.2016

Neue Rezensionen zu Anonym

Cover des Buches Das Sägewerk (ISBN: 9783803128324)G

Rezension zu "Das Sägewerk" von Anonym

Die Sprache ist brachial, wie der Job.
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

«Ich schreibe, weil ich glaube, dass ich etwas zu sagen habe. Über mein Leben zwischen dem achtzehnten und dem zwanzigsten Lebensjahr, zwischen meinem nicht bestandenen Abitur und dem Militärdienst.»


Prosa, die unter die Haut geht! Ja, dieser Autor hat etwas zu sagen! Durch die Prüfung gefallen begibt sich der schmale Junge auf Arbeitssuche, wird überall abgewiesen. Am Ende bekommt er einen Job in einem Sägewerk. Und dieses Werk wird nicht seine letzte Station in der Holzverarbeitung sein. Es ist dunkel, wenn er morgens aufsteht, genauso dunkel, wenn er am Abend auf dem Fahrrad zurückkehrt. Im Werk ist es eiskalt, auch wenn der Ofen brennt – der Chef erlaubt nur billiges, feuchtes Pappelholz zu verbrennen, und das taugt nichts als Brennholz. Finger und Füße bekommen Frostbeulen. Zwölf-Stunden-Tage – im Winter bitterkalt, im Sommer ist es vor Hitze kaum auszuhalten. Die Arbeit ist beinhart am Anfang, der Junge ist kurz vor dem Zusammenbrechen, doch er beißt sich durch, trotz Verletzungen. Hier wird bis ans Limit geschuftet, ohne Rücksicht auf den Körper, auf die Gefahr, in die Säge zu geraten, sich Finger Hände, den Arm abzusägen, fliegende Holzteile oder Bretter ins Gesicht zu bekommen, wenn die Maschine nicht ordentlich eingeteilt ist.


«An manchen Abenden bin ich so fertig, dass ich mich ernsthaft frage, wie ich aufs Fahrrad kommen soll. Dabei ist der Abend noch nichts im Vergleich zum Morgen … dass man sich fragt, wie man aus dem Bett kommen soll, mit steifen Gelenken, zum Umfallen müde, mit weichen Beinen und einem Körper, in dem jeder Muskel schmerzt und das ganze Fleisch nach Gnade schreit.» 


Ländlichen Kleinindustrie, das Ausnutzen von Arbeitern, für den Arbeitsschutz ist jeder selbst verantwortlich, in dem er aufpasst. In schneidender Prosa berichtet der junge Mann von seiner Arbeit in der Sägemühle, beobachtet seinen Körper seinen Geist im Kontakt mit Dingen und Materialien, wie sich mit der Zeit seine Einstellung, sein Körper verändert. Jeder folgende Job ist schlimmer als der davor. Der Leser taucht ein in Geräusche und Gerüche, zittert mit dem Jungen, leidet mit ihm seine Qualen. Der letzte Teil hat mich nochmal besonders beeindruckt. Hier bauen drei Männer allein in der Wildnis in Kälte und Schlamm eine Sägemühle auf – beeindruckend!


«…Viele hätten an deiner Stelle schon aufgegeben.›

Seine Worte tun mir gut. ‹Außer Dienst› ist Garnier sehr nett. Aber wenn er vor einem Stück Holz steht, dann hat er sich nicht mehr unter Kontrolle, dann kennt er weder Vater noch Mutter.»


Die Sprache ist brachial, wie der Job. Der Junge wird zum Mann, wie er am Ende resümiert. Er verändert sich, nicht nur körperlich – erst beobachtend dann austeilend nimmt er das an, was ihn am Anfang abstieß. Im Betrieb gibt es eine Hackordnung unter den Arbeitern und eine gewisse Schadenfreude, wenn bestimmten Leuten ein Unglück passiert. Der Chef ist ein hinterlistiger Säufer, der seine Leute antreibt, brutal, ohne auf deren Gesundheit zu achten und ohne die geringsten Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Der Einzige, der sich traut, den Mund aufzumachen, ist der Junge – der den Chef fordert, irgendwann zum Sprecher der Gruppe wird. Letztendlich ist er dabei recht eigennützig, handelt hinter dem Rücken der anderen seine Lohnerhöhung aus. Seine Sprache passt sich Stück für Stück dem rauen Ton an, auch er wird Teil der Maschinerie der Intrigen. 


«Bei niedrigen Temperaturen frieren die Stellhebel der Spannböcke an den Händen fest. Das Holz vereist. Morgens müssen wir in der Sägehalle, durch die der Wind pfeift, und im Schein der Lampen, die kaum leuchten, die Maschinen mit verharztem Öl schmiere. Das Feuer der petroleumgetränkten Holzlatten verbreitet einen widerwärtigen Gestank von verbranntem Öl und Harz. Es raucht sehr stark. Ich werde mich mein ganzes Leben an diese Arbeitsmorgen erinnern …»


Ungehobelte Prosa. Ungehobeltes Benehmen, Druck lastet auf allen Menschen. Der Druck auf dem Unternehmer, Gewinn zu machen, der Druck auf den Arbeitern, sich durchzuquälen, um den Job nicht zu verlieren. Eine harte Arbeit, auf die man stolz sein kann – eine unmenschliche Arbeit, bei der die Arbeiter bis über ihre Grenzen gehen müssen. Fein beobachtet auf Papier gebracht. Den Leser schüttelt es, er kann sich kaum vorstellen, wie man solch einen Job aushalten kann. Dieser kleine, feine Roman ist eine Hommage an den einfachen Arbeiter, dessen Leistung viel zu wenig geschätzt wird. Ohne diese Produktionen wären wir aufgeschmissen. Der Mensch ist leidensfähig bis an seine Grenzen und sein Körper ist zu immensen Kraftanstrengungen möglich, wenn er darauf trainiert wird. Es ist immer wieder erstaunlich, zu sehen, wenn man Bücher über den Anfang, bis Mitte des 20. Jahrhundert liest, welch rasanten technischen und menschlichen Fortschritt wir hinter uns gelegt haben. Mit dem technischen Fortschritt kamen Arbeitsschutz, Arbeitnehmerrechte – und liest man diesen Text, kribbelt es einem den Rücken hinunter, unvorstellbar diese Arbeitsbedingungen, diese Kraftanstrengungen. Solche Menschen brauchten weder ein Fitnesszentrum, noch sonstige Freizeitbeschäftigung, ihr Leben bestand aus arbeiten und schlafen, essen. Das Rentenalter haben sie selten erreicht.



Über den Autor ist offiziell nichts bekannt. Der Text wurde wohl bereits 1953 geschrieben, aber erst 1975 durch den französischen Schriftsteller Pierre Gripari bei L’Âge d’Homme veröffentlicht, ohne Wissen und Einverständnis des Autors – daher Anonym. Allerdings verplapperte sich 1984 der nun berühmte Autor Gripari in einem Nebensatz, vielleicht auch mit Absicht: Sein Bruder habe diese Zeilen geschrieben. Soweit man die Biografien zurückverfolgen kann, stimmt die Geschichte. Die Brüder waren Waisen und Pierre lebte zu dieser Zeit im Elternhaus, betreut durch das Hausmädchen Yvonne. Die Personen Pressurot, der in Gauthiers Sägemühle arbeitete, einen schweren Unfall hatte, ist belegbar; ebenso der Brand in Gauthiers Mühle; die Mühle der Brüder Garnier gab es – die autobiografischen Daten scheinen stimmig. Der vermeidliche Autor selbst wurde Pilot und verstarb 2015.

Der Schweizer Verlag Héros-Limite gab im Jahr 2013 eine Neuausgabe heraus, die mit dem Prix Mémorable ausgezeichnet wurde. Und hier die deutsche Übersetzung!

https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-sagewerk-von-anonym-rezension.html


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Cover des Buches Fragt mal Alice von Anonym (2001) Taschenbuch (ISBN: B00HLQ8B70)L

Rezension zu "Fragt mal Alice von Anonym (2001) Taschenbuch" von Anonym

Ein klasse Buch, welches in der Schule gelesen werden sollte.
lisaaafrvor 3 Jahren

Das Buch wurde gut geschrieben und hat mich mitgerissen. Es wird gut beschrieben, wie Alice von den Drogen mitgerissen wird und wie es es sich anfühlt.

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Cover des Buches Der mitternachtblaue Opal (ISBN: B01GG4ZW56)C

Rezension zu "Der mitternachtblaue Opal" von Anonym

Viel Opal - Viel Verwirrung
claidavor 4 Jahren


In dem Buch „Der Mitternachtblaue Opal" von Tina Littlemoon geht es um Medea, die mit ihrem strengen Vater in Lightning Ridge, Australien lebt. Ihr Vater ist Opaljäger und scheint nicht anderes zu kennen als den Wunsch den Mitternachtblauen Opal, den Edelstein der Unsterblichkeit, zu finden.


Im ersten Teil des Buches geht es darum, dass Medea von ihrem Vater wie eine Sklavin behandelt wird. Sie kocht, wäscht und putzt für ihn. Auch verkauft sie die Opale, welche ihr Vater mit seinen Gehilfen, Gerri und Micha, abgebaut hat. Irgendwann fühlt sie sich von Micha wie magisch angezogen. Ist das nur Liebe? Oder mehr?
Der andere Teil des Buches ist sehr von einer magischen Welt und der Macht des Mitternachtblauen Opals geprägt. Es geht um die Vergangenheit und die Zukunft von Medea und Micha.


Mir hat das Buch nicht ganz so gut gefallen. Am Anfang habe ich sehr lange gebraucht um in die Geschichte zu finden. Es ging am Anfang nur um Medea und wie ihr Vater mit ihr umgeht. Das fand ich teilweise etwas Langweilig. Irgendwann wurde es richtig verwirrend. Es gab Stellen, wo ich einfach nicht verstanden habe. Da ging es mir einfach zu schnell. Es ging dann ganz plötzlich mit Fantasy los. Das hatte ich gar nicht erwartet. Gut finde ich das es zwischendrin spannend ist und die Gefühle der Charaktere gut vorstellbar sind. Die Charaktere wurden gut dargestellt und man konnte sich in sie hineinversetzten nur in die Geschichte halt leider nicht so.


Ich würde das Buch jetzt nicht unbedingt nochmal lesen, aber absolute Fantasy Freaks werden es vielleicht mögen.

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Gespräche aus der Community

Leserunde: Der Mitternachtblaue Opal

Eine Australien-Saga

Schon vor einiger Zeit habe ich eine Leserunde zu diesem Buch veranstaltet, jedoch hat es einige negative Kommentare geregnet. Da mir das Feedback der Leser nicht egal ist, habe ich mir die Verbesserungswünsche zu Herzen genommen und das Buch noch einmal lektoriert.

Es sollte sich nun flüssig und stimmig lesen lassen! :)

Um dem Buch ein neue Chance zu geben, verlose ich 10 mobi-ebooks, in denen es um Australien, einen sagenumwobenen Edelstein und eine geheimnisvolle Legende geht, die das Leben einer ganzen Ortschaft im Outback auf den Kopf stellt.

Medea, als Tochter eines, in die Jahre gekommenen Opaljägers gehört genauso dazu, wie all jene Menschen, die unermüdlich hinter dem Stein der Unsterblichkeit her sind und selbst ihre Seele verkaufen würden, um in seinen Besitz zu kommen.

Je näher Medea dem schüchternen Micha, dem Helfer ihres tyrannischen Vaters, kommt, desto unheimlicher erscheint er ihr, bis sie eines Tages erkennen muss, dass die beiden weit mehr eint, als ihre zarten Gefühle füreinander.

Können Medea und Micha das Rätsel um den mitternachtblauen Opal lüften und ein ganzes Volk vor dem Untergang retten?

Ihr habt bis zum 15.09. Zeit, euch für ein Gratis-ebook zu bewerben. Im Gegenzug würde ich eine Rezension begrüßen.

Ich freue mich sehr auf euer Feedback und eine aufregende neue Buchrunde! :)

Eure Tina Littlemoon
16 BeiträgeVerlosung beendet

Leserunde: Der Mitternachtblaue Opal

Eine Australien-Saga

Ich freue mich, dass mein Buch bei amazon in den letzten Wochen einen gewaltigen Sprung nach oben gemacht hat, sodass ich eine Leserunde ins Leben rufe, zu der ich auch all diejenigen herzlich einlade, die das ebook schon gelesen haben und ihre Meinung kundtun möchten.

Ich verlose 10 Bücher, in denen es um Australien, einen sagenumwobenen Edelstein und eine geheimnisvolle Legende geht, die das Leben einer ganzen Ortschaft im Outback auf den Kopf stellt.

Medea, als Tochter eines, in die Jahre gekommenen Opaljägers gehört genauso dazu, wie all jene Menschen, die unermüdlich hinter dem Stein der Unsterblichkeit her sind und selbst ihre Seele verkaufen würden, um in seinen Besitz zu kommen.

Je näher Medea dem schüchternen Micha, dem Helfer ihres tyrannischen Vaters, kommt, desto unheimlicher erscheint er ihr, bis sie eines Tages erkennen muss, dass die beiden weit mehr eint, als ihre zarten Gefühle füreinander.

Können Medea und Micha das Rätsel um den mitternachtblauen Opal lüften und ein ganzes Volk vor dem Untergang retten?

Ihr habt bis zum 28.10. Zeit, euch für ein Gratis-ebook zu bewerben. Im Gegenzug würde ich eine Rezension begrüßen.

Ich freue mich sehr auf euer Feedback und eine aufregende Buchrunde! :)

Eure Tina Littlemoon

35 BeiträgeVerlosung beendet

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