Anonym

 3,8 Sterne bei 177 Bewertungen

Lebenslauf

Der anonyme Verfasser ist dem Verlag selbstverständlich bekannt. Er ist bestens vertraut mit der Geschichte der revolutionären Bewegungen in der Politik und in der Kunst des 20. Jahrhunderts und ist – was zumindest für einen deutschen Linken und Intellektuellen sehr außergewöhnlich wäre – zudem ein bekennender und kennender Kulinariker. Das Manuskript zu "Durrutis Köchin" fand der Verfasser 1970 im legendären, mittlerweile leider geschlossenen Antiquariat Pinkus in Zürich, der ehemaligen Anlaufstelle in der Schweiz für Bücher zu Revolution und Rebellion.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Anonym

Cover des Buches Fragt mal Alice (ISBN: 9783423781701)

Fragt mal Alice

 (98)
Erschienen am 01.05.2001
Cover des Buches Nicht verfügbar (ISBN: 9783873369009)

Nicht verfügbar

 (5)
Erschienen am 12.07.2008
Cover des Buches Bücher sprechen über Bücher (ISBN: 9783446249899)

Bücher sprechen über Bücher

 (4)
Erschienen am 28.09.2015
Cover des Buches Der mitternachtblaue Opal (ISBN: B01GG4ZW56)

Der mitternachtblaue Opal

 (6)
Erschienen am 31.05.2016
Cover des Buches null (ISBN: 9783956020551)

 (2)
Erschienen am 01.12.2015
Cover des Buches Nicht verfügbar (ISBN: 9783929886597)

Nicht verfügbar

 (2)
Erschienen am 02.05.2016

Neue Rezensionen zu Anonym

Cover des Buches Fragt mal Alice (ISBN: 9783423781701)
Jeys_Book_Liness avatar

Rezension zu "Fragt mal Alice" von Anonym

Stilmittel der Tagebuchform verleiht eine persönlichere Note, Tragik von intensivem Drogenkonsum
Jeys_Book_Linesvor 3 Monaten

"Fragt mal Alice" ist eins der Bücher, dass sich schon Ewigkeiten auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) befindet und jetzt einfach mal gelesen werden musste. Die Verfasserin bleibt übrigens anonym, da das Buch wohl auf wahren Begebenheiten basiert. Die Geschichte selbst reflektiert hierbei ganz klar den Zeitgeist der 60er/70er Jahre. 

Aber worum geht es denn eigentlich?! Die 15-jährige Alice ist ein Teenager wie viele andere. Ihre Sorgen, Ängste und Geheimnisse vertraut sie ihrem Tagebuch an; ihre Stimmungen schwanken wie ihre Noten und ihr Gewicht, und vor allem der erste Liebeskummer macht ihr zu schaffen. Als man ihr in einer Clique ohne ihr Wissen LSD einflößt, ist sie geschockt und fasziniert zugleich. Einerseits sieht sie in Drogensüchtigen nur Dreck und Abschaum; andererseits erlebt sie durch LSD die Welt viel intensiver, sie sieht, hört und fühlt auf ihrem Trip Dinge, die sie noch nie wahrgenommen hat. Schließlich siegt die Neugier und Sehnsucht nach diesem Rausch: Sie probiert immer härtere Drogen aus und rutscht immer tiefer in den Strudel der Sucht hinein.

Das Stilmittel der Tagebuchform hat mir in bestimmten Büchern schon immer gut gefallen und auch diesem hier verleiht es dadurch eine persönlichere Note. Es ermöglicht dem Leser einen ganz speziellen Einblick in die Gedankenwelt eines recht normalen Teenagermädchens. Insbesondere die Stimmungsschwankungen zwischen unbändiger Freude und tiefer Verzweiflung sind immer wieder deutlich spürbar.

Tatsächlich hege ich aber meine Zweifel, bezüglich dem Wahrheitsgehalt dieses Buches. Die Schreibweise wirkt für mich persönlich keinesfalls authentisch für das Alter der 15-jährigen Protagonistin. Abgesehen davon erscheinen für mich einige Schilderungen und Geschehnisse doch sehr unrealistisch, denn sie haben recht wenig Bezug zu der Realität, welche ich im Laufe meines bisherigen Lebens kennengelernt habe. Ich greife meine Meinung also nicht einfach so aus dem Nichts heraus... Verstärkt werden diese Zweifel übrigens auch durch einige Internetartikel, in denen geschrieben wird, dass das Buch von der Psychologin Beatrice Sparks verfasst wurde. Das Buch basiere zwar auf der Geschichte einer ihrer Patientinnen, es wurden aber wohl auch viele eigene Passagen von Frau Sparks hinzugefügt. Das würde meinen Eindruck somit bestätigen. 

Dahingehend ist für mich persönlich auch das Ende der Geschichte nicht stimmig genug zum letzten vorhandenen Tagebucheintrag. Trotz alledem wird dem Leser aber dennoch die allumfassende Tragik eines intensiven Drogenkonsums verdeutlicht. 

Bezüglich dieser Thematik ist und bleibt für mich somit weiterhin "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" das beste Buch. 

Cover des Buches Fragt mal Alice (ISBN: 9783423781701)
JessisBuchwelts avatar

Rezension zu "Fragt mal Alice" von Anonym

Alice im Drogenland: Ein Teenager-Tagebuch zwischen Rausch und Realität
JessisBuchweltvor 8 Monaten

Stell dir vor, Alice aus dem Wunderland fällt nicht in ein Kaninchenloch, sondern in die Welt der Drogen – das ist ungefähr die Geschichte, die "Fragt mal Alice" erzählt. Ein Teenager-Tagebuch, das mehr Achterbahnfahrten bietet als der wildeste Freizeitpark.


Die 15-jährige Alice ist wie viele Teenager: Sie navigiert durch die Wirren der Pubertät, kämpft mit Liebeskummer und Selbstzweifeln. Aber dann, eines Tages, kommt LSD ins Spiel – und plötzlich ist Alice nicht mehr nur ein Mädchen mit Teenager-Problemen, sondern ein Teenager auf einer psychedelischen Reise, die sie tiefer in den Strudel der Sucht zieht, als sie es je für möglich gehalten hätte.


Dieses Buch ist wie eine Zeitmaschine in die 70er, nur dass die Reiseziel kein Hippie-Festival, sondern die dunkle Seite des Drogenkonsums ist. Die Tagebucheinträge von Alice sind so real und roh, dass man sich manchmal fragt, ob man gerade ein Tagebuch oder einen Roman in der Hand hält. Die Sprünge zwischen Euphorie, Verzweiflung und Realitätsverlust sind so abrupt, dass man sich beim Lesen fast schwindlig fühlt.


Aber Achtung: "Fragt mal Alice" ist kein leichtes Lesefutter. Es ist eine Geschichte, die dich packt, schüttelt und nicht mehr loslässt. Du wirst dich vielleicht fragen, wie realistisch all das ist, was Alice durchmacht, ob das Buch wirklich authentisch ist oder ob da jemand mit der Geschichte eines Mädchens kreativ umgegangen ist.


Trotzdem, oder gerade deswegen, ist "Fragt mal Alice" eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Es zeigt die Schattenseiten des Drogenkonsums auf eine Weise, die weder beschönigt noch dramatisiert, sondern einfach nur erzählt – aus der Sicht eines Mädchens, das versucht, ihren Weg zwischen Rausch und Realität zu finden.


Fazit: "Fragt mal Alice" ist eine Achterbahn der Emotionen, ein Trip in die Psyche eines Teenagers, der sich verirrt hat. Es ist ein Buch, das dich vielleicht zweimal darüber nachdenken lässt, wie schnell das Leben einen unerwarteten Abzweig nehmen kann. Also, schnall dich an und sei bereit für eine Reise, die dich vielleicht ein bisschen nachdenklich, aber definitiv wacher zurücklässt.

Cover des Buches Nicht verfügbar (ISBN: 9783982277189)
lesejunkies avatar

Rezension zu "Nicht verfügbar" von Anonym

Ein kafkaeskes Drama über Pressezensur
lesejunkievor 8 Monaten

Man stelle sich einen Journalisten vor, der sein Handwerk ernstnimmt - er recherchiert unabhängig, fragt investigativ nach und berichtet wider die verordnete Meinung. Einer, der sich als Vertreter der "vierten Macht" sieht, die den Mächtigen auf die Finger schaut und Mißstände aufdeckt. Dieser Journalist arbeitet in einem Land, das sich rühmt, "das beste Deutschland aller Zeiten" zu sein, das aus der eigenen unrühmlichen Geschichte gelernt habe, und sich bei jeder Gelegenheit seiner Gedanken-, Meinungs- und Pressefreiheit selbstvergewissert. 

Allerdings nur, solange diese Freiheiten streng im Sinne der Herrschenden und Mächtigen wahrgenommen werden. Denn der kritische Journalist, der es wagt, die Tonangebenden und Regierenden herauszufordern, erlebt eine andere Wirklichkeit: seine Arbeit wird als skandalös hingestellt, seine abweichende politische Positionierung wird kriminalisiert. Er wird von Kollegen und Freunden gemieden und denunziert, wird aus dem Berufsverband ausgeschlossen, was faktisch einem Berufsverbot gleichkommt, wird von Behörden und Polizei schikaniert und eingeschüchtert, wird von Anwälten und Staatsanwaltschaft juristisch traktiert, sieht sich in seiner wirtschaftlichen Existenz durch Bankkonten- und Internetprovider-Kündigungen bedroht, ja er wird mithin sogar auf offener Straße physisch attackiert.

Der Kontrast zwischen dem Geist des Banners, das Meinungs- und Pressefreiheit fordert, und dem Mob, der blindwütig versucht, sie mit primitivstmöglichen Mitteln zu unterdrücken, könnte kaum schärfer ausfallen.

Das faktische Epizentrum der Drangsalierung ist die Bundespressekonferenz (BPK) - jener Verein, der in Berlin in nahezu monopolistischer Manier den Kontakt zu höchsten Regierungskreisen pflegt und Journalisten Zugang zu Politikerbefragungen ge- oder verwehrt. Diese BPK will die offenkundig guten und wohlwollenden Beziehungen zur Regierung nicht durch Mitglieder gefährden, die kritisch nachfragen und berichten. Konformismus wird großgeschrieben, und die BPK, so gewinnt der Leser den Eindruck, ist eher eine "Bauchpinselkonferenz" als eine kontrollierende Instanz. Unser kritischer Journalist eckt an, weil er sich nicht in Unterwürfigkeit und Ehrerbietung gegenüber BPK-Vorstand und Politikern übt, er wird aus dem Kreis der Journalistenkollegen gemobbt und anonym denunziert, schließlich aus diesem Berufsverband unter dem Vorwand des Fehlverhaltens gänzlich ausgestoßen. Als Aussätziger ist er vogelfrei und Ziel juristischer Sticheleien, über deren Herkunft, Motiv und Rechtsgrundlage er oft nur spekulieren kann. Selbst als er polizeilich gesucht, kurzzeitig festgenommen und sein Umfeld polizeilich durchleuchtet wird, kann ihm niemand den zugrundeliegenden Tatvorwurf plausibel machen - bis viele Monate später die Staatsanwaltschaft alle Vorwürfe fallenläßt.

Es mutet kafkaesk an, was hier geschieht: Diejenigen, die sich als Bannerträger der Meinungs- und Pressefreiheit stilisieren, stigmatisieren und demoralisieren einen Berufskollegen, der genau diese Wert ernstnimmt. Während Pressezensur in Ländern wie China, Rußland oder Iran harsch angeprangert wird, sind Schikanen und Ausgrenzungen gegen Journalisten auch in Deutschland alltäglich, werden jedoch verharmlost, verschwiegen oder verleugnet. Reitschusters Buch ist ein Zeugnis dieser Mißstände, und der Leser erkennt, daß es ein Bedürfnis und eine Genugtuung des Autors war, diese undemokratischen Machenschaften aufzudecken und endlich publik zu machen.

Gespräche aus der Community

Leserunde: Der Mitternachtblaue Opal

Eine Australien-Saga

Schon vor einiger Zeit habe ich eine Leserunde zu diesem Buch veranstaltet, jedoch hat es einige negative Kommentare geregnet. Da mir das Feedback der Leser nicht egal ist, habe ich mir die Verbesserungswünsche zu Herzen genommen und das Buch noch einmal lektoriert.

Es sollte sich nun flüssig und stimmig lesen lassen! :)

Um dem Buch ein neue Chance zu geben, verlose ich 10 mobi-ebooks, in denen es um Australien, einen sagenumwobenen Edelstein und eine geheimnisvolle Legende geht, die das Leben einer ganzen Ortschaft im Outback auf den Kopf stellt.

Medea, als Tochter eines, in die Jahre gekommenen Opaljägers gehört genauso dazu, wie all jene Menschen, die unermüdlich hinter dem Stein der Unsterblichkeit her sind und selbst ihre Seele verkaufen würden, um in seinen Besitz zu kommen.

Je näher Medea dem schüchternen Micha, dem Helfer ihres tyrannischen Vaters, kommt, desto unheimlicher erscheint er ihr, bis sie eines Tages erkennen muss, dass die beiden weit mehr eint, als ihre zarten Gefühle füreinander.

Können Medea und Micha das Rätsel um den mitternachtblauen Opal lüften und ein ganzes Volk vor dem Untergang retten?

Ihr habt bis zum 15.09. Zeit, euch für ein Gratis-ebook zu bewerben. Im Gegenzug würde ich eine Rezension begrüßen.

Ich freue mich sehr auf euer Feedback und eine aufregende neue Buchrunde! :)

Eure Tina Littlemoon
16 BeiträgeVerlosung beendet
claidas avatar
Letzter Beitrag von  claidavor 7 Jahren
Auch meine Rezension hat etwas auf sich warten lassen. Sorry. Vielen Dank das ich die Geschichte lesen durfte, leider hat sie mir nicht ganz so gut gefallen. https://www.lovelybooks.de/autor/Tina-Littlemoon/Der-mitternachtblaue-Opal-1244930189-w/rezension/1498734722/

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