Anonyma

 4,3 Sterne bei 148 Bewertungen
Autor von Eine Frau in Berlin, Das Leichentuch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anonyma

Die Autorin, die einen Namen in den Medien hat, will anonym bleiben, obwohl sie sich nicht schämt für das, was sie geschrieben hat, im Gegenteil. Sondern weil sie es gut fände, wenn wir endlich offen und ehrlich über unseren Sex reden würden. Ohne, gerade bei diesem Thema, mit Scheu, Angst, Selbstbetrug, Konkurrenz und Hetze, Heroisierungen oder Shitstorms rechnen zu müssen. Sie findet es in diesem Fall wichtiger, was wie gesagt wird, als wer spricht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Anonyma

Cover des Buches Eine Frau in Berlin (ISBN: 9783442737949)

Eine Frau in Berlin

 (132)
Erschienen am 14.10.2008
Cover des Buches Ganz oben (ISBN: 9783406644986)

Ganz oben

 (3)
Erschienen am 22.02.2013
Cover des Buches Bis auf die Haut (ISBN: 9783810501806)

Bis auf die Haut

 (2)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Endstation Demenz-WG? (ISBN: 9783899933178)

Endstation Demenz-WG?

 (1)
Erschienen am 31.10.2013
Cover des Buches Plötzlich ein Sorgenkind (ISBN: 9783421045744)

Plötzlich ein Sorgenkind

 (1)
Erschienen am 23.09.2013
Cover des Buches Mutterliebe (ISBN: 9783958941526)

Mutterliebe

 (0)
Erschienen am 31.08.2020
Cover des Buches Heute schon gelacht? (ISBN: 9783869317472)

Heute schon gelacht?

 (0)
Erschienen am 31.10.2010

Neue Rezensionen zu Anonyma

Cover des Buches Eine Frau in Berlin (ISBN: 9783442737949)Liebes_Buchs avatar

Rezension zu "Eine Frau in Berlin" von Anonyma

Überleben wie ein Tier
Liebes_Buchvor 6 Monaten

Nach dem Krieg gab es Massenvergewaltigungen. 

Der Verlag lobt die Autorin dafür, kein Sekbstmitleid zu zeigen.

Ihr Freund trifft es eher. Als er zurück kommt, sagt er, sie sei wie eine Hündin geworden. Sie schreibt selber, sie will überleben wie ein Tier. Sie schreibt auch, es habe ihr körperlich nicht geschadet, sie sei gesund.

Wenn man in Deutschland Hilfe gesucht hat, weil die Oma etc durch solche Erlebnisse traumatisiert war, wurde man ausgelacht. Deutsche sind stolz drauf, angeblich alles ohne Schaden wegzustecken, überlegen und unkaputtbar. In Wahrheit aber nur kalt und vertiert.

Wie es in diesem Buch heisst: das gehört halt dazu.

Wie Deutsche mit Katastrophen umgehen, ist einfach abscheulich.Hier werden die Deutschen auch ein Volk von Stummen  genannt.

Ein sicher aufschlussreiches Buch. Man möchte schreien.




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Cover des Buches Eine Frau in Berlin (ISBN: 9783442737949)S

Rezension zu "Eine Frau in Berlin" von Anonyma

Wo ein Wille, da ein Weg
SusanneBvor 2 Jahren

Wo ein Wille, da ein Weg - dieser Gedanke bleibt in tiefer Bewunderung nach dem Lesen der Tagebuchaufzeichnungen aus dem Jahr 1945.

Eine Frau in Berlin mit Scharfsinn für Details und einem unglaublichen Lebenswillen lässt einen an ihrem Schicksal teilhaben, dem außer ihr große Massen ausgesetzt waren - die Verwüstung des Zuhauses, der immer wiederkehrende Bombenlärm, der Einmarsch der Russen in Berlin, die Vergewaltigung zahlreicher Frauen und die Gefahr, sich selbst zu verlieren.
Sie gewährt Einblick in ihre Gedankenwelt, die von Objektivität und beinahe Emotionslosigkeit, einer gewissen Schockstarre, geprägt ist. Zudem wächst stetig die Bewunderung ihres Durchhaltevermögens und ihrer kämpferischen und mutigen Herangehensweise, die tragische Situation zu überstehen.

Fazit:
Ein äußerst lesenswertes Dokument, das einen seltenen Blickwinkel auf das Leben einer Berliner Frau im Jahr 1945 eröffnet, einen in den Bann des Kampfgeistes der jungen Frau zieht und zum Nachdenken anregt!

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Cover des Buches Eine Frau in Berlin (ISBN: 9783442737949)pinucchias avatar

Rezension zu "Eine Frau in Berlin" von Anonyma

Eine Tagebuchaufzeichnung vom 2ten Weltkrieg!
pinucchiavor 3 Jahren

Eine Tagebuchaufzeichnung vom 2ten Weltkrieg!

 

Klappentext von Amazon:

Eine namenlose Frau erzählt von den letzten Tagen des Krieges im Frühjahr 1945 und dem Einmarsch der Roten Armee in Berlin: Schonungslos offen und mit einem feinsinnigen Gespür für diese geschichtsträchtige, beispiellose Zeit berichtet die vielleicht 30-Jährige von Hunger, Ekel und Angst. Und von plündernden Soldaten, die sie – und unzählige andere Frauen – mit roher Gewalt vergewaltigen. Doch statt Selbstmitleid oder Hass wächst in der jungen Frau ein unerschütterlicher Überlebenswille heran …

 

Über die Autorin:

Infos aus dem Buch

Es war der Wunsch der Autorin, dass ihr Name ungenannt bleibt. Nur deshalb erlaube sie, dass nach ihrem Tod die Tagebücher wieder veröffentlich werden durften. Denn schon als ihre Notizen in den späten 50er Jahren erst in den USA und dann in Deutschland erschienen, sah sich die Autorin unglaublichen Anfeindungen ausgesetzt. Mit dem Wiedererscheinen in der >>Anderen Bibliothek<< gab es in der Presse einige Spekulationen über die Identität der Autorin – und über die Authentizität des Textes. Walter Kempowski sprach sich in einem Gutachten für die Echtheit der Tagebücher aus; wir respektieren auch weiterhin den Wunsch der Verstorbenen, ungenannt zu bleiben.

 

Das Buch:

Man erkennt schon am Cover, das es eine leidende und eine gebrochene Frau ist die um ihr überleben kämpft. Demensprechend empfinde ich das Cover als Umsetzung genau richtig.

Ich besitze ein Buch mit 283 Seiten, dieses beinhaltet einem Vorwort mit einer knappen Seite. Die einzelnen Kapitel sind immer wie in einem Tagebuch mit Datum und Uhrzeit gekennzeichnet. Das Buch endet mit einem Nachwort.

 

Meine Meinung:

Geschichtlich betrachtet, finde ich persönlich schön das man den Krieg mal aus der Perspektive einer Frau beleuchten kann. Aber es ist nun nichts festgehalten worden was einem nicht bewusst war, dass Frauen es im Krieg nicht gut ging und etliches über sich ergehen lassen mussten ist geschichtlich dokumentiert und bekannt. Was einem nicht so ganz bewußt war, finde ich, wie die Leute hungern mußten und wie dieses genau gehandhabt wurde. Finde es mehr als traurig wie unsereiner hier von der Politischen Seite beleuchtet einem in Stich gelassen wurde. Die eigene Bevölkerung war auch für die deutschen NICHTS wert, man kümmerte sich nicht um diese.

 

Mein Fazit:

Das lesen wurde mir sehr erschwert durch die abgehackte Schriftweise. Viele Sätze sind nicht ganz ausformuliert, sondern wie kleine „Erinnerungen“ niedergeschrieben.

Das dieses Buch keine leichte Lektüre wird, wußte ich von vorne herein. Nichts desto trotz kann ich nachvollziehen, dass sie für sich selbst ein Tagebuch geschrieben/geführt hat, es ist etwas was ich wahrscheinlich auch getan hätte. Aber ob dieses nun als Buch veröffentlich werden mußte, hmm, bin mir da nicht unbedingt ganz sicher.

Im Endeffekt habe ich mich trotz allem für 2,8 Sterne entschieden, aufgerundet auf ganze 3 Sterne. Weil eine bestimmte Sache habe ich aus diesem Buch gelernt, und zwar das man zu schätzen wissen sollte, was man hat und nichts als Selbstverständlichkeit ansehen sollte.

 

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