Das Buch ohne Namen

von Anonymus 
3,6 Sterne bei601 Bewertungen
Das Buch ohne Namen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (354):
erdmannlibobs avatar

Ein durchgeknalltes Buch mit Unmengen an verrückten Figuren, viel schwarzem Humor und jeder Menge Blut.

Kritisch (111):
medicus_insaniaes avatar

Der Plot kommt nicht so richtig in Gang, der Schreibstil ist schrecklich. Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht.

Alle 601 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Buch ohne Namen"

Zwielichtige Gestalten beherrschen die Straßen von Santa Mondega - der vermutlich einzigen Stadt der Welt, in deren Bars man nicht rauchen darf, sondern muss. Eine Sonnenfinsternis wird dieses gottverlassene Fleckchen Erde bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird Blut fließen. Mehr Blut als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: The Bourbon Kid.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404165162
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:447 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:15.10.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Charmedvor 3 Monaten
    Nichts für schwache Nerven....

    Es ist der 1 Teil einer (ich glaube 4 -teiligen ) Reihe. Das habe ich jedoch erst erfahren, als ich schon halb mit dem Buch durch war. 

    Ob ich die anderen Teile lesen werde, weiss ich noch nicht, aber das liegt weniger daran, dass mir der 1. Teil nicht gefallen halt, als vielmehr daran, dass ich sorge habe, dass diese tolle Geschichte doch noch verhunzt wird. 

    Das Buch ohne Namen ist spannend und ohne Romantik. Es beschreibt die Jagd nach einem (oder mehreren) gnadenlosem Killer. Gegensätze, die zusammen nicht besser harmonisieren können. 
    Ja, es ist eine blutrünstige, brutale Geschichte, aber dennoch so toll geschrieben, dass ich sie jedem nur empfehlen kann. 
    Auch hat sie ein Ende, so dass das Lesen des nächsten Teiles nicht unbedingt nötig ist. 

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    Nmayes avatar
    Nmayevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Grandioser Western-Klamauk-Fantasy-Thriller 😄
    Einmal Bourbon bitte...

    In der kleinen Wüstenstadt Santa Mondega steht die gefürchtete Finsternis vor der Tür. Und ganz besonders verängstigt sind der Barmann Sanchez in seiner Tapioca Bar und seine Gäste... Denn bei  der letzten Mondfinsternis gab es ein blutiges Massaker,  bei dem der Bourbon Kid einen blutigen Krater hinterließ...


    Außerdem sind dieses Jahr noch ganz andere zwielichtige Gestalten unterwegs; der geheimnisvolle blaue Stein, das Auge des Mondes wurde gestohlen und ein namenloses Buch tötet jeden den es liest...


    Meine Meinung :


    Zuersteinmal haben mich die ganzen Rezensionen in denen Tarantino-Klamauk versprochen wurde, überhaupt erst auf dieses Buch gebracht und mich sehr neugierig gemacht, was sich dahinter nun genau verbirgt.


    Der besondere Wüsten-Western-Setting-Flair der Geschichte und die teilweise besonders schrägen Figuren, haben genau diese Wirkung gehabt und mich so oft zum lachen gebracht, dass ich trotz mordsmäßiger Spannung total entspannt und im Akkord dieses Buch verschlungen habe! 


    Besonders Sanchez, der nette Barmann, der seinen Gästen 'Pisse' ins Bier mischt 😅; die putzigen Mönche Kyle und Pedro und natürlich der Bourbon Kid sind super gut gelungen! 


    Fazit:


    Tarantino Fans kommen mit diesem spritzig, lustig, spannendem Buch, ganz sicher auf ihre Kosten und auch alle anderen, die bissige Sprüche,  schwarzen Humor, sonderbare Typen und fantastisch spannende Stories mögen, werden hier nicht enttäuscht! 

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    medicus_insaniaes avatar
    medicus_insaniaevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Plot kommt nicht so richtig in Gang, der Schreibstil ist schrecklich. Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht.
    Leider enttäuschend

    Als ich dieses Buch entdeckte, war ich vom Titel und Cover sofort begeistert. Dass der Autor seinen Namen ebenfalls verheimlicht - das macht Lust auf mehr! Nachdem es mir in meinem Freundeskreis auch noch empfohlen wurde, gab es für mich kein Halten.

    Leider wurden meine doch sehr hohen Erwartungen enttäuscht. Die Handlung kommt nicht wirklich in Gang, man quält sich durch das erste Drittel und hat das Gefühl, dass das Buch selbst gar nicht weiß, wo es eigentlich hinwill. Man kann nicht einmal wirklich einen Hauptcharakter determinieren. Wenn Figuren sterben, berührt es nicht. Streckenweise fand ich den Schreibstil sehr anstrengend. Die Wortwahl ist schlecht, der Satzbau zum Haareraufen und dieses vorsätzliche "Cool tun" hat mir auch den letzten Spaß am Lesen genommen. Oft hatte man das Gefühl, dass auch die Übersetzung aus dem Englischen zu wünschen übrig ließ.

    Alles in allem ist es eines der schlechtesten Bücher, das ich je gelesen habe, obwohl es doch eigentlich so vielversprechend klang. Schade!

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    ralluss avatar
    rallusvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Langweiliges uncooles Dahingemetzel
    Unoriginelle Blutorgie

    Mit dem Kult und dem Trash ist das so eine Sache. Manche beherrschen es, manche nicht. Das hier vorliegende Buch wurde zuerst über Internet publiziert und hat, nachdem es eine treue Fangemeinde gefunden hat, dann auch einen Buchverlag erreicht. Inzwischen gibt es insgesamt vier Bücher in dieser Reihe, was daran bemerkeswert ist: Der Autor ist unbekannt. Und will es anscheinend auch bleiben. Nach Recherche über diese Buchreihe habe ich keine Anzeichen eines Gerüchtes im Internet gelesen.

    Das Buch hat eine schöne Aufmachung und der Klappentext, sowie ein kurzer Blick und Leseprobe hatten mich überzeugt: Das kann was ganz Großes und Witziges werden.

    Quentin Tarantino sag ich nur, der Meister des Blutbades und des originellen Films, mit nie gesehenen und makabren Einschlägen.
    Nun das Buch ist von Quentin Tarantino soweit entfernt wie der Pluto von der Sonne.

    Der Anfang geriet noch ganz nett. Ein Fremder betritt die Bar und möchte einen Whisky trinken. Danach richtete er wohl das größte Blutbad in der Geschichte der Stadt an. Apropos Blutbad. Nachdem man sich gerade mal die Namen eines oder einer Protagonistin gemerkt hat, wird sie auch schon dahin gemordet. Damit es zum Kult werden kann, muss dazwischen ein wenig Coolness, nette Sprüche oder wenigstens ein interessanter Plot sein.

    Doch weit gefehlt, platt und blutig fließt die Geschichte dahin. Ich habe es wirklich versucht. Dreimal habe ich das Buch wieder in die Hand genommen.

    Ich habe mir gedacht, lies es doch wie einen Comic, oder wie ein Trashbuch. Es war nicht nur eklig, sondern auch einfach nur langweilig eklig.

    Nichts kultiges, nichts trashiges habe ich hier entdecken können und kann mir zum Glück die Folgebände sparen.  Anhänger genug hat das Buch wohl gefunden, das finde ich generell immer schön. Die Menschen sollten mehr Bücher lesen.

    Doch mich hat es nicht erreicht, schade.

    Kommentare: 1
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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zum Glück hab ich dem Buch eine 2. Chance gegeben: Ich fands genial! Brachial und mit viel schwarzem Humor gespickt, ein gelungener GenreMix
    Was für ein abgefahrener Genre Mix! Für Tarantino Fans unbedingt zu empfehlen! :D

    Um was gehts?

    Ein Fremder kommt in eine Bar und bestellt einen Bourbon.
    Zwei Mönche machen sich auf die Suche nach einem Stein.
    Ein Detective wird zu übernatürlichen Ermittlungen wegen 5 brutalen Morden gerufen.
    Eine Lady erwacht aus einem Albtraum, der sie schon seit Jahren verfolgt.
    Und ein Barmann engagiert einen Killer namens Elvis.

    Das alles spielt sich in dem Städtchen Santa Mondega ab - dem Schauplatz, dessen namenlose Ereignisse noch in die Geschichte eingehen werden ...

    Meine Meinung

    Haha! Manchmal sollte man Büchern eben doch eine zweite Chance geben! Vor einigen Jahren hab ich es zur Hälfte gelesen und war nicht so recht dafür zu begeistern - ganz im Gegensatz zu heute!
    Was für eine abgefahrene Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite super unterhalten hat!
    Man muss den Stil mögen und sich auf eine extrem durchgeknallte, brutale und mit schwarzem Humor gespickte Story einlassen können, dann hat man unendlich viel Spaß dabei :D

    Es spielt hauptsächlich in einer angesagten Bar in Santa Mondega, in der vor fünf Jahren der berüchtigte Bourbon Kid ein Massaker angerichtet hat. In einigen Tagen scheint es wieder soweit zu sein, denn die nächste Mondfinsternis steht an und das "Auge des Mondes" wurde wieder gestohlen, ein sagenumwobener Stein, der viel Macht zu besitzen scheint.

    Es gibt einige Figuren, die eine wichtige Rolle spielen, hauptsächlich Schlägertypen, Mönche, zwei hübsche Ladys und zwei obsessive Cops die alle in die Geschehnisse involviert sind. Die Perspektiven wechseln hier immer wieder und so kann man sehr gut verfolgen, wie die Jagd nach dem Stein mit Leichen gepflastert wird; mit vielen Leichen. Brutal zugerichteten Leichen. Doch die Art, wie die Geschichte erzählt wird, lässt die grausamen Details eher als Nebeneffekt erscheinen und der schwarze Humor behält immer wieder die Oberhand.
    Witzig fand ich auch die erwähnten Figuren oder Szenen zu Filmen bzw. Serien, die immer wieder in den Dialogen aufgetaucht sind.

    Es geht rau zu und die ganze Kulisse erweckt unmerklich den Anschein eines alten Westernklischees, das in unsere Zeit versetzt wurde und das ist dem Autor - oder der Autorin - wer auch immer hinter dem "Anonymus" steckt, wahrlich gut gelungen! Ein "typischer" Saloon mit einem gewieften Barmann, rauchende Colts und Schlägereien sind nur ein Teil davon, denn im Hintergrund lauert noch eine viel größere Gefahr: die Untoten, die Santa Mondega bevölkern. Vampire, die zum größten Teil im Hintergrund bleiben und erst gegen Ende ihre Deckung fallen lassen. Also erwartet ja keinen typischen Blutsauger .... "Vampirroman". Überhaupt ist hier alles so untypisch und erfrischend verkorkst anders, dass ich total geplättet war. Vor allem auch, wie sehr sich mein Eindruck verändert hat gegenüber dem ersten Lesen vor einigen Jahren.

    Auch wurde gekonnt das Rätsel um Bourbon Kid bis zum Ende geheimgehalten und es gab einige Überraschungen bei dem großen Show Down am Ende - natürlich um 12 Uhr mittags, wie es sich für einen Western Verschnitt gehört. Alle Details wurden passend aufgelöst und auch wenn ich einige Vermutungen hatte - und auch teilweise richtiglag - gab es doch noch unverhoffte Wendungen.

    Fazit

    Die ganze Geschichte ist ein in sich stimmiges Spektakel mit viel Pistolengeballer, Machogehabe, Situationskomik an den unmöglichsten Stellen und einem großartigen Mix aus den unterschiedlichsten Genres, die so obskur zusammen gewürfelt wurden, dass sie mich beim Lesen total überrascht und begeistert haben!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    The Bourbon Kid

    1 ~ Das Buch ohne Namen
    2 ~ Das Buch ohne Staben
    3 ~ Das Buch ohne Gnade
    4 ~ Das Buch des Todes

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 2 Jahren
    Das Buch ohne Namen

    Wer Tarentino mag, der wird sicher auch gefallen an diesem Buch finden, denn mir kam es ehrlich wie ein Tarentino in geschriebener Form vor, der mir persönlich aber glatt besser gefällt, als der echte, da ich mir die Szenen, die in ihrer Art seinen sehr gleichen, noch selbst vorstellen muss und kann.

    Die Geschichte selbst ist einfach ein wenig verrückt, ebenso, wie die Charaktere, die in ihr vorkommen. Der ominöse Burbon Kid, der gleichzeitig Protagonist, wie kaum wirklich sichtbar auf der Bildfläche vorhanden ist. Es begegnet einen der King, den man wieder auferstanden wähnen könnte, würde er sich nicht als Ganove verdingen und auch ein quietschgelber Caddilac spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Dazu kommen zwei Mönche von einem eher etwas ominös wirkenden Orden, gilt doch so gut wie fast alles verboten, aber die beiden sind besser im Nahkampf ausgebildet, als jede Spezialeinheit. Und wäre das nicht schon eine große Sammlung an verrückten Charakteren, tauchen noch ein sehr speziller Barmann, der neue Gäste gerne erst testet, ein Kopfgeldjäger und zwei eigentlich eher recht normale Kleinganoven, die eher durch Zufall in die Geschichte hinein rutschen auf und komplettieren diese doch sehr gewagte Zusammensetzung an Charakteren.

    Zum Inhalt darf man eigentlich gar nicht wirklich etwas erwähnen, denn wenn man nicht gleich alles verrät, macht er einfach keinen wirklich Sinn. Aber zu viel zu verraten, würde dazu führen, dass keiner das Buch mehr lesen bräuchte, was auch nicht meine Intention ist. Allgemein sei aber gesagt, es gibt eine große Menge Humor, Sarkasmus, Ironie, Action und viele weitere Aspekte, die dieses Buch einfach extrem speziell machen.

    Alles in allem eine sehr verrückte, aber irgendwie auch geniale Geschichte, die einfach Spaß macht, wenn man es schafft, sich darauf einzulassen. Wenn man weder Tarentino mag, noch sich vorstellen kann, eine etwas abgehobenere Story zu lesen, dann sollte man eher die Finger von diesem Buch lassen.

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    M
    MsHohlheitvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend. Einfach nur spannend.
    Ein Buch ohne Namen von einem anonymen Autor ...

    Mehr als "fantastisch", "großartig" und "wunderbar" fällt mir einfach nicht ein. Dieses Buch ist so durch und durch spannend, dass ich es einfach verschlungen habe.
    Erst vermag man gar nicht zu wissen, um was es überhaupt im Klartext geht (an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich auf gar keinen Fall spoilern will und werde, da der Klappentext auch überhaupt rein gar nichts verrät), an jeder Ecke kriegt man neue Informationen und man gerät ins Mitraten. 
    Ich jedenfalls habe richtig mitgefiebert, und ich sag euch gleich: Bei dem ersten Buch wird es nicht bleiben. Danach wollt ihr sie alle. 
    Ich finde den anonymen Autor einfach nur grandios, und ist mittlerweile einer meiner Lieblinge.
    MUSS man gelesen haben!

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    Buchwurm80s avatar
    Buchwurm80vor 2 Jahren
    Erster Band der Bourbon-Kid Reihe

    In der ohnehin hochkriminellen kleinen Stadt Santa Mondega treibt ein geheimnisvoller Fremder sein Unwesen. Als er nach dem Genuss eines gewissen alkoholischen Getränks die komplette Tapioca Bar auslöscht, wird ihm der Name "Bourbon-Kid-Killer" verliehen. Da dieser über übermenschliche Fähigkeiten zu verfügen scheint, wird Special Detective Miles Jensen nach Santa Mondega entsandt, um gemeinsam mit dem alteingesessenen Detective Archibald Somers die Vorfälle zu untersuchen. Nicht ahnend, dass Bourbon Kid zurück gekehrt ist. Und mit ihm zwei geheimnisvolle Mönche, die auf der Suche nach einem blauen Stein sind, der magische Kräfte besitzen soll. 

    Diese Serie stand bei mir schon lange ungelesen im Regal. Nun war es endlich mal Zeit, diese Bücher von meinem SuB zu entfernen. Gleich das Anfangskapitel schaffte es, mich sofort in den Bann der Geschichte zu ziehen. Ich fühlte mich sofort in den Film "From Dusk till Dawn" von Quentin Tarantino versetzt und in diesem Stil wurde dieser wilde Genremix  geschrieben. Allerdings ließ die anfängliche Begeisterung bei mir schnell nach. Die Figuren wurden zwar umfassend beschrieben, so dass ich mich schnell in der Handlung und etwas später auch in deren Hintergründen zurecht fand, jedoch ergab die teils sehr verworrene Story oft keinen größeren Sinn und wirkte doch teils sehr gewollt als Tarantino-Kopie. Da Band 1 bei mir doch sehr viele Fragen offen ließ, werde ich nun darauf hoffen, dass Band 2 für mich mehr Sinn ergibt und ich doch noch etwas mehr in die Geschichte um Santa Mondega und den Bourbon Kid hinein komme. Auch die vielen Figuren wie Vampire, Kopfgeldjäger, der geheimnisvolle Mönchsorden und das kleinkriminelle junge Paar bergen viel Potential für die Folgebände.

    Da mich das Buch wider meines Erwartens nicht wirklich überzeugen konnte, vergebe ich für diesen Band nur 3 Sterne. 

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    AnnikaLeus avatar
    AnnikaLeuvor 3 Jahren
    Kultiger Deckenventilator

    "Dich kann man echt nirgendwohin mitnehmen."

    Wacht ihr auch manchmal auf und habt keine Ahnung was ihr gestern Abend getan habt? Aber ihr wundert euch wieso eure Zunge so pelzig ist? Dann habt ihr wohl einen Kater mit Filmriss. Gut, dass die meisten Menschen dann einfach in einen komatösen Zustand fallen. Anders Bourbon Kid in Santa Mondega. Wenn der sich nämlich 'nen Bourbon bestellt ist danach die halbe Stadt massakriert. So geschehen vor 5 Jahren. Einziger Überlebender der Barmann Sanchez der Tapioca Bar. Auch dieses Mal wird es wieder blutig werden, auch wenn alle Welt glaubt, dass der Bourbon Kid beim letzten Mal getötet worden ist.

    Und mit alle Welt meine ich diverse Kopfgeldjäger wie: Jefe oder Elvis; Gangsterboss El Santino und seine Handlanger; Kleinganoven wie ‚das Wiesel‘ und Dante mit Kacy; Vampire, professionelle Armdrücker, Mönche und die Ermittler: Somers und Jensen. Ach ja und eine Vogelscheuche und der Deckenventilator. Aber hinter Bourbon Kid sind die alle gar nicht her, die wollen einen Stein. Angeblich kann das Ding nämlich den Mond anhalten und passenderweise soll das passieren, wenn dieser gerade eine Sonnenfinsternis verursacht.

    "Zu schreiben, die Menge drehte durch, wäre eine Untertreibung."

    Und das alles hat auch gar nichts mit dem Titelgebenden Buch ohne Namen zu tun. Nur eins ist klar: Wer dieses Buch liest, wird sterben.
    Das wir also nicht in einem Krimi sind, obwohl es eine ungelöste Mordserie gibt, wird spätestens dann klar, wenn der Ermittler für Übernatürliches ins Spiel kommt. Wir sind aber auch nicht in der klassischen Fantasy, nur weil es Vampire geben soll, über die man allerdings noch nichts so richtig weiß. Und das eine Mädchen in der anderen Bar, die zwecks Demonstration einfach über den Haufen geschossen wurde soll auch angeblich ein völlig unbeteiligter und darüber hinaus unschuldiger Werwolf gewesen sein. Und da sie zu Staub zerbröselt, lässt sich das nun nicht mehr überprüfen.

    Die Atmosphäre des Buches verschlägt uns in eine verrauchte, heiße, sich mexikanisch anfühlende Gegend Amerikas. Dreckig und zwielichtig, oder wie es das Buch selbst sagt: rau. Ein Indikator dafür wie gefährlich dein Gegenüber ist, wie rau dessen Stimme sich anhört. Oder schlichtweg wie viele Schimpfworte er benutzt. Auf jeder vierten Seite gibt es „Scheiße“. Hier fliegen die Fetzen, werden Zungen heraus gerissen und Leute mit nicht weniger als hundert Kugeln erschossen. Hört sich nicht nur an wie ein Tarantino, könnte glatt einer werden.

    "Es wäre eine Untertreibung zu schreiben, dass(...)."

    Ich muss schon wieder gestehen, dass ich diese Serie hinten angefangen habe. Deswegen habe ich die Chance genutzt an einer Leserunde teilzunehmen um vorne weiterzumachen. Leider muss ich sagen, die ersten Szenen sind grandios. Voller Witz und Stil - bis hin zum erwähnten Deckenventilator. Über das ganze Buch hinweg hat man das Gefühl immer auf der Spur zu sein und mitzuraten wer hier wer ist, wen umgebracht hat und was will. Am Ende kommt es aber anders. Allerdings nimmt die Geschichte zum Showdown schon beinah zu viel Fahrt auf und lässt viel, von dem was am Anfang maßgeblich für Stimmung sorgt, liegen.


    Fazit

    "Was zur Hölle war nur aus der Welt geworden,
    wenn Papa Schlumpf nicht mehr über die Straße gehen kann,
    ohne von wütenden Nonnen zusammengeschlagen zu werden?"

    Nicht jedermanns Geschmack. Was das genau ist kann ich gar nicht sagen, aber ich weiß was es nicht ist. Es ist jedenfalls keine Romanze. Und einen Helden sucht man auch vergeblich. Hier wird mehr der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben und Mitleid ist optional. Das einzige was hier schön ist, ist der gelbe Cadillac und das CatWoman Kostüm zum FinsternisFest. Das hat schon was von diesen ‚Noir‘ Filmen. Und neben dem Dreh- und Angelpunkt der Bar, stellt die einzige Konstante und klar zuordnenbare Person Sanchez dar. Darüber hinaus sagt hier wohl nur einer in der ganzen Stadt die Wahrheit und das dürfte dann der indirekt erwähnte Kostümverleiher sein. Ansonsten sollte man niemandem in diesem Werk glauben.

    Ein riesiges Plus für den markanten Humor (zum Wasser trinken in die Olé au lait-Kaffeebar) und all die Querflieger in Sachen Film und Fernsehwelt (u.a. StarWars, Mork vom Ork). Ein Minus für die zum Teil dann am Ende schluderig wirkenden Herleitungen und Aufklärungen die mir persönlich ein wenig ins unlogische abglitten, wobei ansonsten alles optimal Häppchenweise vorgelegt worden war. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

    Meinem Urteil werfe ich einen Kaffeepott hinterher.

    Kommentare: 2
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    Wollys avatar
    Wollyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein besonderer Genremix der mich überzeugen konnte
    Interessanter Genremix der Spaß macht

    Inhalt:
    Santa Mondega - eine Stadt in der Gesetzte nur theoretisch eine Rolle spielen und das Wort ehrenwert nur im Duden zu finden ist. Eine Stadt die selbst die Sonne meidet und die bald in Blut zu versinken droht. Denn er ist wieder da, the Bourbon Kid.

    Meinung:
    Das Buch ohne Namen ist ein wirklich aussergewöhnlicher Genremix. Ein Mischung aus Thriller und Phantasie der zwar in der heutigen Zeit spielt, sich aber anfühlt als wäre man in einem alten Western. Eine Menge düstere Gestalten, alte Geheimnisse und muffige Bars bilden den Grund für diese Geschichte, die immer wieder überrascht. Gewürzt ist das Ganze mit einem lockeren, etwas verworrenen und sarkastischen Schreibstil, der hervoragend zur Story passt. Beim Lesen kommt das Gefühl auf, man säße im Kino und starre gebannt auf die Leinwand. Eine Mischung aus Faszination und Ekel sorgt dafür, das man das Buch doch nicht aus der Hand legen kann. Ein Roman der sich schlecht beschreiben lässt und der zu Recht seinen Titel trägt. Das Buch ohne Namen.

    Fazit:
    Sicherlich nicht für jedermann etwas. Empfehlung kann ich weder geben noch verneinen. Bei diesem Buch gilt, bilde dir selbst eine Meinung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Prinzessins avatar
    Hallo ihr Lieben,
    AnnikaLeu und ich hatten vor einiger Zeit gemeinsam eine mega tolle Leserunden in der wir eine Menge Spaß hatten. Um dies noch einmal zu wiederholen haben wir uns eine neue Leserunde überlegt.

    Wir wollen (mit euch) gemeinsam "Das Buch ohne Namen" lesen! Gesellt euch einfach dazu :) alle die Lust haben mitzulesen sind <3-lich eingeladen :)
    Wir freuen uns auf eine tolle Leserunde mit viel Humor, Ironie, Anekdoten
    und einem regen Austausch.

    Wann gehts los? Starttermin ist der 08.01.2016 :) also vermutlich für jeden das erste Buch im neuen Jahr :)

    Die Kapitel Einteilung wird noch nachgetragen und gerne hier auch noch diskutiert, sodass jeder mit der Länge der Kapitel zufrieden ist.

    PS: Es werden keine Bücher verlost, jeder hat sein eigenes Exemplar.

    Gaaaanz liebe Grüße und bis sehr bald
    Eure Prinzessin
    Zur Leserunde
    Prinzessins avatar
    Hallo ihr Lieben,
    AnnikaLeu und ich hatten vor einiger Zeit gemeinsam eine mega tolle Leserunden in der wir eine Menge Spaß hatten. Um dies noch einmal zu wiederholen haben wir uns eine neue Leserunde überlegt.
    Wir wollen (mit euch) gemeinsam "Das Buch ohne Namen" lesen! Gesellt euch einfach dazu :) alle die Lust haben mitzulesen sind <3-lich eingeladen :)
    Wir freuen uns auf eine tolle Leserunde mit viel Humor, Ironie, Anekdoten
    und einem regen Austausch.

    Die Kapitel Einteilung wird noch nachgetragen und gerne hier auch noch diskutiert, sodass jeder mit der Länge der Kapitel zufrieden ist.

    PS: Es werden keine Bücher verlost, jeder hat sein eigenes Exemplar. Nur Lovelybooks lässt mir lediglich 1-20 zu...

    Gaaaanz liebe Grüße und bis sehr bald
    Eure Prinzessin
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