Anonymus Vom Einfangen und Auswildern

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Inhaltsangabe zu „Vom Einfangen und Auswildern“ von Anonymus

In ihrer Erfahrungsgeschichte "Vom Einfangen und Auswildern - Das Pflegekind Stefanie" beschreibt die Autorin Hanna Frey das Leben eines Mädchens, das in unmenschliche Verhältnisse geboren - und in Folge - von ihrer Familie getrennt wird. Nach der ersten Nestwärme im Kinderheim landet sie gegen ihren Willen in einer Großfamilie, die strengen katholischen Regeln folgt. Hin- und hergerissen, zwischen dem, was das vermeintlich Beste für sie ist und ihrer Liebe zur Herkunftsfamilie entstehen Konflikte, die nicht nur Stefanies eigene Identitätsfindung betreffen, sondern das gesamte System "Pflegeeltern-Pflegekinder" in Frage stellen. Hanna Frey bricht in ihrem authentischen Debütroman themenbezogene Tabus, deckt aktuelle Missstände auf und provoziert hitzige Diskussionen - für die Zukunft der Schwächsten dieser Gesellschaft.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, hinterfragt und die Rolle von Pflegeeltern in unserer Gesellschaft in einem anderen Licht sehen lässt.

— biakowski
biakowski

Absolut ergreifend und zutiefst emotional! Ein LeseMUSS!!

— Lesesumm
Lesesumm

Eine sehr berührende, wahre Geschichte. Vieles sieht man danach mit anderen Augen. Man lernt eine Menge... Mehr als lesenswert!!

— Talli
Talli

Ein Erfahrungsbericht, der den Leser berührt, schockiert, proviziert und ihn aufklärt! Der offene Blick hinter viele Kulissen!

— Floh
Floh

Eine sehr emotionale Geschichte die auf wahre Begebenheit basiert! Lesenswert durch und durch!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine schockierende Geschichte!

— Jenny1900
Jenny1900

Dieses Buch kann man sowohl als Hardcover, als auch im E-Book-Format beziehen. Ein authentischer Erfahrungsbericht.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Leserunde zu "Vom Einfangen und Auswildern: Das Pflegekind Stefanie" von Hanna Frey

    Vom Einfangen und Auswildern
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Willkommen, hier seid ihr richtig, wenn ihr auf authentische Erfahrungsgeschichten steht, die etwas verändern können. Diese hier ist von Autorin Hanna Frey, welche selbst als Pflegekind aufwuchs. Ziel des Buches ist, dauerhaft öffentliche Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhalten - denn nur, wenn das Thema selbst im Gespräch bleibt, könnte sich die Situation für Pflegekinder verbessern. Weil Hanna Frey kurz davor ist, eine Organisation für Betroffene zu gründen, ist das Buch diesen auch gewidmet. Wird ihr Werk der Renner - dann unterstützen wir sie als Verlag, indem wir unsere Erlöse neben dem Autorenhonorar mit der Organisation teilen.  Wichtig ist jetzt aber, wie euch das Buch gefällt. Ich möchte offen für Inspirationen, Anregungen und Meinungen bleiben, um euren Bedürfnissen als Leser nachzukommen.  Verlost werden 5 Hardcover-Ausgaben. Als Trostpreis werden 25 PDF-Versionen zusätzlich verlost. Mitmachen lohnt sich also!  Viel Spaß beim Bewerben! Aus dem Inhalt: In ihrer Erfahrungsgeschichte "Vom Einfangen und Auswildern - Das Pflegekind Stefanie" beschreibt die Autorin Hanna Frey das Leben eines Mädchens, das in unmenschliche Verhältnisse geboren - und in Folge - von ihrer Familie getrennt wird. Nach der ersten Nestwärme im Kinderheim landet sie gegen ihren Willen in einer Großfamilie, die strengen katholischen Regeln folgt. Hin- und hergerissen, zwischen dem, was das vermeintlich Beste für sie ist und ihrer Liebe zur Herkunftsfamilie entstehen Konflikte, die nicht nur Stefanies eigene Identitätsfindung betreffen, sondern das gesamte System "Pflegeeltern-Pflegekinder" in Frage stellen. Hanna Frey bricht in ihrem authentischen Debütroman themenbezogene Tabus, deckt aktuelle Missstände auf und provoziert hitzige Diskussionen - für die Zukunft der Schwächsten dieser Gesellschaft. Zur Autorin: Hanna Frey ist heute 45 Jahre alt, verheiratet und lebt als glückliche Mutter von vier Kindern mit ihrer Familie in Wuppertal. Sie absolvierte nach der Geburt ihres ersten Kindes eine Ausbildung zur Altenpflegerin.  "Vom Einfangen und Auswildern - Das Pflegekind Stefanie" spiegelt ihre eigenen Kindheitserfahrungen wider. Sie gibt jedoch an, dass sie mit ihrer Vergangenheit im Reinen sei und sich beim Schreiben wie die Betrachterin ihres eigenen Kinofilms empfunden habe. Sie habe Verzeihen gelernt.  Würde man sie fragen: "Was war der Sinn von allem, was war wichtig, was überflüssig - was würdest du streichen?", würde sie mit einem herzlichen Lächeln antworten: "Alles und nichts!" Wenn ihr mit ihr Kontakt haben möchtet, findet ihr hier ihr Profil.  Leseprobe: Eine Leseprobe findet ihr auf der Startseite des Nina Meyer Verlag. 

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    • 269
  • erschütternde Biografie

    Vom Einfangen und Auswildern
    Federzauber

    Federzauber

    In diesem Buch wird die autobiographische,  schwere Kindheit der Hanna Frey und ihr Werdegang erzählt: Wie sie ihre ersten Lebensjahre in der Familie erlebt hat, wie sie mit ihrer Schwester ins Heim kam, welche Schwierigkeiten sie in der Pflegefamilie überstehen musste,  der Wechsel in einer anderen Pflegefamilie,  die guten und schlechten Erfahrungen, die Wünsche und Träume eines Kindes,  dass keine Geborgenheit und Sicherheit kennt... Anders als viele andere üblichen Autobiographischen Erzählungen, benutzt die Autorin nicht die Ich-Form, sondern erzählt Stefanies Geschichte, um die Distanz zu dem Geschehen wahren zu können.   Sie erzählt Erschreckendes, Erschütterndes, Verstörendes und zu Herz gehende Ereignisse, in einer sehr nüchternden Form ohne jemals Jemanden anzugreifen oder zu verurteilen.  Erst im Nachwort, kommt sie mit ihrer richtigen Meinung zu Wort und gibt noch Informationen  wie Pflegekinder in Deutschland vermittelt werden, und wo die Schwächen in diesem System stecken.  Ein Buch, dass sehr zum Nachdenken und Handeln anregt, und mich auch nach dem Lesen eine Zeit lang sehr beschäftigt hat, in dem ich über das Thema viel recherchiert habe. Es geht zu Herzen, zu sehen in was für Verhältnisse Kinder auch hier in Deutschland leben müssen, und wie Wenig ihnen geholfen , ignoriert oder drüber hinweg gesehen wird. Es ist ein Buch für das man sich Zeit lassen sollte. Um einige Passagen sacken lassen zu können,darüber nachdenken und reflektieren zu können.  Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, war der manchmal viel zu nüchterne und distanzierte Erzählstil, der mir manchmal nicht wie eine Erzählung vorkam, sondern teilweise wie ein amtliches Schreiben, ein Bericht. Doch Stefanies Geschichte ist so erschütternd,  dass es mich doch sehr zum Nachdenken gebracht hat und mich zum Handeln angeregt hat.

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    • 2
  • Horrorfamilie - Kinderheim - Pflegefamilien: Stefanies Leidensweg

    Vom Einfangen und Auswildern
    irismaria

    irismaria

    26. February 2015 um 11:43

    Hanna Frey beschreibt in dem autobiographischen Roman "Vom Einfangen und Auswildern - Das Pflegekind Stefanie" ihre erschütternde Lebensgeschichte. Die ersten Jahre lebt sie bei ihren Eltern und vielen Geschwistern in einer Welt, die von Vernachlässigung, Missbrauch, und Gewalt geprägt ist. Durch die Krebserkrankung der Mutter werden Stefanie und ihre Schwester in ein Kinderheim gegeben, in dem sie zum ersten Mal einen geregelten Alltag und stabile menschliche Beziehungen erleben. Eine Pflegefamilie nimmt Stefanie auf und will sie sogar adoptieren, doch das Mädchen leidet unter dem damit verbundenen Verlust des Kontakts zu ihrer Schwester… Das Buch erzählt in gut lesbarer Sprache den Leidensweg eines Kindes, das unter unzumutbaren Bedingungen aufwächst und sich nach der Herausnahme aus der Familie der völlig neuen Umgebung in Heim und Pflegefamilien stellen muss. Man leidet beim Lesen mit Stefanie mit. Das Buch ist vor allem in Vor- und Nachwort ein leidenschaftlicher Appell an die Gesellschaft für einen anderen Umgang mit solchen Kindern, verschweigt aber nicht, dass es die einfache Lösung nicht gibt. Es ist eine Geschichte, die betroffen macht.

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  • schockierend aber man sollte dieses Buch lesen

    Vom Einfangen und Auswildern
    Lesesumm

    Lesesumm

    24. February 2015 um 16:36

    meine Buch- und Leseeindrücke: Ich habe dieses Buch als Hardcover Version mit Schutzumschlag gelesen in dem sich auch ein Lesebändchen befindet. Die Farbwahl auf dem Buchcover finde ich sehr gut gelungen. Sie ist etwas gedämpfter und dunkel zum Teil. Mich erinnert es ganz entfernt an das Orangerot der Sonne am Morgen. Die Schilder und ihre Beschriftung sind natürlich mehr als passend zu diesem Thema, über das im Buch geschrieben ist. Allerdings hatte ich erst vermutet, dass das Mädchen in Richtung Häuser geht aber das kann eben auch täuschen, denn es läuft genau in die andere Richtung, davon weg. Wenn man das Buch liest, versteht man auch warum! Auf 277 Seiten erzählt Hanna Frey ihre ganz persönliche Lebensgeschichte. Natürlich hat sie die Namen der Personen geändert und versucht die Handlung so zu be-/umschreiben, dass man keine Zusammenhänge herstellen kann allerdings denke ich, wer Hanna Frey persönlich kennt wird auch eine Verbindung zustande bringen. Da dies aber ein autobiografischer Tatsachenbericht ist und keine Fiktion sollte auch jeder damit umgehen können egal ob Betroffener oder Beteiligter, denn schließlich arbeitet die Autorin damit auch ihre Lebensgeschichte auf und möchte mit diesem Buch niemandem schaden sondern eher im Gegenteil! Sie möchte wachrütteln. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt sehr gut beim lesen voran. Einzig die Umstände der Geschichte lasse einen manchmal innehalten und man muss das Gelesene erst einmal verarbeiten bevor man weiter lesen kann. Zumindest ging es mir persönlich so. Im Buch gibt es ein Vorwort für wen genau sie dieses Buch geschrieben hat und ebenfalls ein Nachwort in dem Hanna Frey ihre ganz persönliche Meinung noch einmal zum Ausdruck bringt. ein kleiner Einblick ins Buch: Hanna Frey erzählt im Buch über die Person Stefanie ihre eigene Lebensgeschichte. Angefangen in ihrer Kindheit bei ihren leiblichen Eltern, die sich weder um sie noch um ihre Geschwister wirklich gesorgt oder gekümmert haben. Über ihre Station im Heim bis hin zu Pflegeeltern die keine Pflegeeltern sein wollten sondern auf eine Adoption aus waren und Pflegeeltern denen es nur um den rein finanzielle Aspekt dabei ging. Leider blieb dabei eine Person absolut auf der Strecke und das war die Person um die es hätte wirklich gehen sollen! meine ganz persönliche Meinung: Wenn sie sich für das lesen dieses Buches entscheiden, was ich egal wem auf jeden Fall nur ans Herz legen kann, sollten sie damit rechnen, dass sie sehr viele Emotionen empfinden bzw. aufkommen werden. Dieses Werk ist ergreifend, sehr emotional, wachrüttelnd, aufwühlend, beängstigend, gibt sehr intime Einblicke, macht zum Teil auch wütend und es kann Momente geben, wo sie das Buch erst einmal zur Seite legen müssen bevor sie weiter lesen können. Jeder denkt meist nur über seine scheinbaren Missstände nach aber da gibt es noch so viel mehr rechts und links. Ganz besonders Kinder sollten immer in ihrem leiblichen zu Hause glücklich und behütet aufwachsen und nirgends sonst!!!!!! Wenn dies aber wie in diesem Fall leider nicht möglich ist, sind Kinder und auch Erwachsene gleichermaßen auf die Hilfe von außen angewiesen. Man kann nur hoffen, dass man dann auf Menschen trifft, die sich dieser Verantwortung bewusst sind und immer an erster Stelle das Kind sehen und dessen Wohlergehen! Kinder sollten meiner Meinung nach viel mehr in viele Entscheidungen mit einbezogen werden, denn sie wissen ganz genau, was sie wollen und was sie nicht wollen nur leider wird ihnen da oftmals viel zu wenig zugetraut und sie werden einfach übergangen. Wie sich das auf die Psyche eines Kindes auswirkt kann sich jeder selbst denken/vorstellen! Keinem Kind wünscht man einen so denkbar ungünstigen Start im Leben aber was Hanna Frey daraus gemacht, dem sollte man wirklich Respekt zollen! Lesen sie dieses Buch egal ob sie jemals damit in Berührung kommen werden, was man wirklich niemanden wünscht oder nicht bzw. wenn zum Beispiel in Form von Pflegeeltern, dass sie durch dieses Buch wissen wie sie es auf keinen Fall machen sollten! Mir fällt es schwer bei diesem Buch eine Sterne-Bewertung zu geben, da diese ja etwas positives ausdrücken soll! Dieser Tatsachenbericht ist aber so schmerzhaft, selbst beim lesen, dass es sich für mich dadurch nicht gut anfühlt. Was die Autorin empfunden hat kann man aufgrund des Geschriebenen ansatzweise erfahren aber nur sie allein weiß, wie es ihr wirklich ging! Meine 5 Sterne-Bewertung sollten sie deshalb als reine Leseempfehlung ansehen und diese kann ich mit einem ganz klaren ja an sie weitergeben! Fazit: Ein Buch mit einem Inhalt der in die Welt getragen werden sollte weil es leider kein Einzelfall sein wird sondern für viele Kinder bittere Realität. Ein Buch was Betroffenen vielleicht eine Stütze sein kann, wenn sie merken, sie sind nicht allein und es ist ein Buch, was hoffentlich auch Personen lesen werden, die an entscheidenden Dingen beteiligt sind. Von mir gibt es für JEDEN eine ganz klare Leseempfehlung und ich wünsche ihnen viel Kraft beim lesen. by Lesesumm/mehrBüchermehr.... auf WLD?

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  • Ein Trauma so ehrlichgeschildert. Mit ein bisschen eigener Privatsphäre, die sie sich bewahrt hat!

    Vom Einfangen und Auswildern
    Floh

    Floh

    Wer kennt all die Horrorszenarien nicht, die beinahe wöchentlich oder gar täglich die Medien und Nachrichten dominieren? Von verwahrlosten Kindern, das Scheitern der Ämter, die Vertuschung der Eltern, das Versäumnis der Behörden und Verantwortlichen? Keine Einzelfälle, doch jeder einzelne Fall, jede einzelne Geschichte, steht für ein ganz besonderes und persönliches Schicksal. In "Vom Einfangen und Auswildern" der betroffenen Autorin Hanna Frey erleben und erfahren wir in einem biographischen Erfahrungsbericht all die Schwächen, Zustände, Hoffnungen, Versäumnisse und Momente stellvertretend durch Stefanie, die das schildern, was sich in Deutschland und anderswo so oder auch ähnlich hinter den Kulissen abspielt und ereignet... Nah, offen, provozierend, loyal, erschütternd und ehrlich! Dieser Erfahrungsbericht bewegt und hallt lange lange beim Leser nach! Erschienen im NM Verlag (http://www.ninameyer.ch/) Der Klapptext: In ihrer Erfahrungsgeschichte "Vom Einfangen und Auswildern - Das Pflegekind Stefanie" beschreibt die Autorin Hanna Frey das Leben eines Mädchens, das in unmenschliche Verhältnisse geboren - und in Folge - von ihrer Familie getrennt wird. Nach der ersten Nestwärme im Kinderheim landet sie gegen ihren Willen in einer Großfamilie, die strengen katholischen Regeln folgt. Hin- und hergerissen, zwischen dem, was das vermeintlich Beste für sie ist und ihrer Liebe zur Herkunftsfamilie entstehen Konflikte, die nicht nur Stefanies eigene Identitätsfindung betreffen, sondern das gesamte System "Pflegeeltern-Pflegekinder" in Frage stellen. Hanna Frey bricht in ihrem authentischen Debütroman themenbezogene Tabus, deckt aktuelle Missstände auf und provoziert hitzige Diskussionen - für die Zukunft der Schwächsten dieser Gesellschaft." Zum Inhalt: Der Fälle von häuslicher Gewalt, Missbrauch und Verwahrlosung von Kindern in schlechten Familienverhältnissen beherrschen das Bild der Medien und Nachrichten. Und hinter jedem dieser Berichte und Reportagen steckt ein besonderes Einzelschicksal. Hier in diesem Buch erleben wir genau all diese Erlebnisse, Hoffnungen, Schmerzen und psychischen wie auch körperlichen Verletzungen, die ein solch erschütterndes Leben zwischen Familie, Jugendamt und Pflegeheim oder Pflegefamilie birgt und mit sich bringt. Durch den Erfahrungsbericht des Pflegekindes Stefanie blicken wir erstaunlich nah, erschütternd aber auch sehr loyal und differenziert hinter all die bisher oft verborgenen Kulissen des behördlichen und rechtlichen Kanalsystems. Leckagen, schwarze Löcher, Scheuklappen und fragwürdige Rechtslagen machen ein kindgerechtes Abwickeln und Agieren scheinbar unmöglich. In diesem Buch sollte man auf schonungslose und absolut ehrliche Eindrücke gefasst sein, die zu Herzen gehen, schockieren, wachrütteln, ernüchtern und nahe gehen. Jedoch erfährt man hier die Sicht immer aus loyalen Blickwinkeln. Die Autorin hat sich bemüht und sich die Differenz gewahrt, ihre Schilderungen aus den Augen aller Parteien zu reflektieren. Nur so entsteht dieses offene und nachvollziehbare Bild, welches authentisch und real all die Auswüchse eines schier nicht funktionierenden Systems aufzeigt!  Meinung / Eindrücke / Gefühle: Vom Einfangen und Auswildern, einen besseren und aussagekräftigeren Titel hätte sich die Autorin Hanna Frey für ihren Erfahrungsbericht nicht wählen können. Dieser Titel besagt alles, und dennoch nichts. Ich denke keine Worte, keine Metaphern oder Sinnbilder können jemals das annähernd schildern, was das Pflegekind Stefanie bei ihrer Entführung und im Leben mit dem Zwiespalt aus eigener Familie, Geschwistern, Heim, Trennung, Hoffnung und Pflegefamilien erlebt hat. Das Wort Autorin fällt mir hier schwer zu benutzen. Soll ich Hanna Frey das Pflegekind nennen? Oder die Betroffene? Ist ihre Geschichte eine Biografie? Oder ist es ein Lebensbericht? Hanna Frey macht es mir wahrlich nicht leicht, eine angemessene und zutreffende Rezension zu verfassen, denn es gibt schlicht kaum Worte, die nicht fehlinterpretiert werden könnten in Anbetracht dieser schrecklichen Ereignisse. Dennoch sind all meine Beschreibungen ohne böse Absicht und mit bestem Gewissen. Soviel schon mal vorweg! Hier kann ich wieder einmal nur hoch loben, dass es der Autorin H. Frey sehr galant und fair gelungen ist, ihre Erlebnisse und Wunden zu schildern, ohne schmutzige Wäsche zu waschen oder abwegig zu erscheinen. Autorin Hanna Frey berichtet sehr offen als Pflegekind Stefanie wie es zu diesem Buch überhaupt kommen konnte. Alles begann, wie so oft, mit eskalierenden Famielienverhältnissen, die lange unbemerkt oder ignoriert wurden, bis es dann plötzlich Knall auf Fall zum entscheidenen Ausbruch kommt und alles ganz schnell geht... Die Kinder werden aus der Familien gerissen und zunächst "zwischengeparkt". Ab hier beginnt ein behördlicher und gesetzlicher Marathon, der schwer nachzuvollziehen und zu akzeptieren ist. Ein stetiges Mahlwerk, was an der Seele und Psyche aller Betroffenen reibt und mahlmt... Es sollte der erste Tag Stefanies neuen Lebens werden, wie gotesk, denn so kommt es auch. Nur haben hier überlastete, unterbesetzte und überforderte Behörden und Ämter die Fäden in der Hand... Ich bin sehr bewegt und auch gerührt, wie offen und ehrlich Hanna Frey die Dinge in ihrem Buch schildert. Sie möchte berichten, wachrütteln, aufklären und mit Pressefehlmeldungen und Gerüchten aufräumen. Sie will sich zeigen, sie will das IHRE Sicht erkannt und akzeptiert wird, sie will gehört werden. Und dennoch entblößt sie sich in ihren Darlegungen nicht ganz und bewahrt sich etwas Privatsphäre für sich. Ich bewundere den Mut und auch die Stärke der Autorin. Sie hat es geschafft, vielleicht auch ihrem nie verloren gegangenen ICH zu liebe, zurück ins Leben zu fliehen. Ich mochte gerne von ihrem Erlebten lesen und "freue" mich ihr Schicksal erfahren zu haben. "Freuen" im Sinne von schön, dass die Autorin ihren Bedürfnis nachkommt von sich zu erzählen, um vielleicht zu helfen und auch das Trauma zu verarbeiten. Erschüttert haben mich die aufgezeigten Ermittlungsfehler und Versäumnisse der Beamten und Sozialarbeiter, die gesetzlichen Regelungen und die Versäumnisse. Hanna Frey gibt als Stefanie klare und schonungslose Einblicke in ihre Emotionen, Gedanken und in ihre Seele. Sie schreibt sehr klar und verständlich, sie hat eine gewählte Sprache und einen intelligenten Ton. Man spürt ihre Verzweiflung und das, was sie in den geschilderten Momenten wirklich gefühlt hat, aber auch das, was sie daraus hat stark werden lassen. Zu all meiner Begeisterung habe ich aber dennoch winzige Punkte, die mich beim Lesen etwas gestört haben. Manche Erlebnisse werden wiederholt dargestellt, zwar in anderen Jahren, aber dennoch sehr wiederkehrend. Das störte etwas beim Lesen, aber so hat es die Autorin eben erfahren müssen. Immer und immer wieder diese Pein und das Wechselbad der Stimmungen. Ich hätte außerdem gerne etwas mehr aus dem Leben Danach erfahren, aber das möchte sich die Autorin verständlicherweise auch etwas für sich bewahren. Zu recht, natürlich. Sehr galant finde ich, wie Hanna Frey später auf die Dinge blickt, wie sie den Verlauf ihres Lebens und das ihrer Geschwister und Rettungsanker sieht und wie sie mit Stigmatisierung des "Pflegekindes" aufräumen will. Ein Apell und eine Warnung, ein Wachrütteln! Die Autorin: "Hanna Frey ist heute glücklich verheiratet und stolze Mutter von vier Kindern. Sie lebt und arbeitet in Wuppertal. Informationen und Berichte zum Thema finden Sie auf ihrem Autorenprofil (Facebook) sowie auf der Verlag-Webseite: www.ninameyer.ch." Das Cover: Das Cover, die Gestaltung, Organisation und Struktur dieses hochwertigen Buches ist absolut lobenswert und durchdacht. Titel und Cover bilden eine Einheit und laden zu Assoziationen ein. Sehr stimmig zum Inhalt des Buches. Ein gelungenes und rundes Motiv zum Gesamtkonzept. Fazit: Autorin Hanna Frey hat einen wichtigen Beitrag geleistet, indem sie ihre Biografie veröffentlicht und zeigt, dass man mit dem schlimmsten irgendwie doch überleben kann. Ihre Geschichte sollte erfahren und gelesen werden! Unbedingt!

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    • 9
  • Das Pflegekind Stefanie

    Vom Einfangen und Auswildern
    Leela

    Leela

    "Vom Einfangen und Auswildern - Das Pflegekind Stefanie" ist die Geschichte eines Mädchens, das in eine Familie hineingeboren wird, in dem so gut wie alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Stefanie und ihre Geschwister müssen überwiegend für sich selbst sorgen, bis und ihrer ältere Schwester schließlich in ein Kinderheim kommen. Nachdem Stefanie dort ein geregeltes Leben kennenlernt, kommt sie schließlich in eine Pflegefamilie. Bis sich auch die Pflegefamilie als ungeeignetes Heim herausstellt... "Vom Einfangen und Auswildern" ist ein offener, hochinteressanter Erfahrungsbericht, basierend auf realen Erlebnissen, der einige Probleme im Umgang mit Pflegekindern offenlegt. Ich musste dieses Buch erst einmal sacken lassen und finde es persönlich schwierig, solch einer Lebensgeschichte eine Bewertung in Sternen zu geben. Sie ist nun einmal kein Roman und das Produkt der Phantasie der Autorin, weshalb ich mich einer Bewertung am liebsten enthalten hätte. Da ich das Buch wirklich interessant fand und es auch irgendwie mutig finde, so etwas aufzuschreiben, gebe ich mal 5 Sterne. Einiges, was man im Buch zu lesen bekommt, empfand ich als ziemlich schockierend, aber andererseits finde ich es gut, dass solche Dinge endlich angesprochen werden. Man hört ja in den Medien immer viel von misshandelten Kindern, aber dazu kommt es meistens, wenn schon nichts mehr getan werden kann - umso wichtiger ist es, bei diesen Problemen anzusetzen, um weitere Vorfälle zu verhindern. Für mich war das Buch einerseits eine sehr interessante Lebensgeschichte, andererseits eine Lektüre, die, selbst, wenn sich die geschilderten Geschehnisse vor einigen Jahren zugetragen haben, aufrüttelt und informiert, aber auch Hoffnung macht.

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    • 2
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. February 2015 um 10:14
  • Von der Unzerbrechlichkeit der Familie

    Vom Einfangen und Auswildern
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    19. February 2015 um 18:39

    Der Schreibstil gefällt mir gut und die Kapitel sind meist nicht zu lange. Gerade der Einstieg in jedes Kapitel ist schön mit Erklärungen zu einem Elefantenwaisen gestaltet. Wir lernen Steffi kennen, die zu Hause kein leichtes Leben hat. Die Gefühle des Lesers werden, wenn er  von den Missständen in ihrer Familie erfährt, zwischen Mitleid, Fassungslosigkeit und Wut schwanken. Der Leser erfährt viel über das Leben in Heim und Pflegefamilie. Von Hoffnung, Abschied und Bindungen an die Familie. Den Schreibstil empfand ich als eher distanziert. Dies habe ich aber nicht negativ aufgefasst, sondern ich hatte gerade hier das Gefühl, dass ich ganz meinen Gedanken und Empfindungen nachgehen kann, ohne das ich mich auch noch mit der" emotional völlig am Boden befindliche Steffi" beschäftigen muss. Gerade durch den Blick in die Vergangenheit und eine verständliche und einsichtige Schreibweise ist ihr Handeln auch aus heutiger Sicht verständlich, aber nicht nur eindimensional geschrieben. Der Leser erhält auch einen Eindruck von den Wünschen und Fehlern der Anderen. Steffi erscheint mir als ziemlich einfaches Kind. Ich glaube, durch das Buch werden die Schwierigkeiten gut dargestellt, die auf ein Pflegekind zukommen und auch die Probleme, die die Pflegefamilie erwarten können. Ich habe festgestellt, dass ich oft den Kopf geschüttelt  habe und viel darüber nachgedacht habe, wie ich es anders gemacht hätte. Der Inhalt hat mich also nicht nur über ein einzelnes Schicksal, sondern auch meine Erwartungen und Werte nachdenken lassen.        

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  • Auf dem Weg zum Glück...

    Vom Einfangen und Auswildern
    Jenny1900

    Jenny1900

    Stefanie wird in eine bereits fünfköpfige Familie hineingeboren, die in eher ärmlichen Verhältnissen lebt. Die Mutter stürzt sich ständig in irgendwelche Affären und ist zudem tablettenabhängig, auch ist sie eine Verfechterin der Prügelstrafe. Der Vater ist Alkoholiker und verbringt die meiste seiner Zeit vor dem Fernseher. Keine guten Vorraussetzungen für eine glückliche Kindheit. Die fünf Geschwister müssen früh lernen, sich unterzuordnen und selbst zu versorgen. Auch Missbrauch spielt eine Rolle unter den Geschwistern. Irgendwann reagiert das Jugendamt auf Benachrichtigungen besorgter Nachbar und die Familie wird getrennt. Stefanie und ihre ältere Schwester Susanne kommen in ein Kinderheim. Dort lernen sie zum ersten Mal einen geregelten Tagesablauf und Geborgenheit kennen. Die Mutter verstirbt zwei Jahre später an Krebs und der Vater bricht den Kontakt zu den Kindern ab um sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Stefanie kommt daraufhin in die Familie Runge zur Pflege. Am Anfang läuft alles gut, doch je mehr sie eigene Ideen und Vorstellungen sowie Wünsche entwickelt, die ihren Pflegeeltern nicht recht sind, wird sie ausgegrenzt, verhöhnt oder ignoriert. Die Situation eskaliert und Stefanie sieht keinen Ausweg mehr... Wird sie es schaffen dem Elend zu entkommen? Dieses Buch basiert auf einer wahren Geschichte und hat mich sehr beeindruckt. Die Lebensgeschichte der Stefanie ist von vielen schlimmen Ereignissen geprägt, darunter Missbrauch, Ignoranz Verwahrlosung aber auch glücklichen Momenten wie die Beziehung zu der Pflegerin Frau Walter im Kinderheim. In einem eher nüchternen Ton wird in mehrern Zeitsprüngen von der Entwicklung des Kindes und teilweise auch deren Geschwister bzw. Familie erzählt. Einen großen Teil nimmt die Zeit bei der Pflegefamilie Runge ein. Dort erlebt sie glückliche und fröhliche Stunden aber auch grausame und schreckliche. Man kann deutlich miterleben, wie all diese Entscheidungen ihr Leben verändern. Ich konnte mich sehr gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen und war teilweise zutiefst schockiert und entsetzt was Stefanie widerfahren ist. Ich habe sehr viel darüber nachgedacht und bin auch froh dieses Buch gelesen zu haben. In nüchternen Ton wird aber trotzdem sehr spannend dargestellt, was passiert ist. Pflegekinder/familie ist ein sehr wichtiges Thema und man hört eigentlich immer nur davon wenn es zu spät ist. Dieses Buch soll Menschen dazu anregen schon davor darüber nachzudenken was alles falsch läuft. Wie kann es sein, dass heutzutage so wenig auf dieses Kind eingegangen worden ist obwohl es doch immer heißt "Es ist nur zum Wohl des Kindes". Vielleicht sollte man sich ja dann mal anhören was ebendieses Kind denkt anstatt zu sagen: Wir wissen schon was gut für dich ist! Dieses Buch ist Weckruf für alle, die sich bis jetzt noch nicht mit diesem Thema ausandergesetzt haben. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, denn nur wenn man anfängt über so etwas nachzudenken und zu reden kann man etwas verändern! Lässt man all diese wichtigen Aspekte außen vor kann man auch nur noch sagen es ist sehr gut und spannend geschrieben und hat auch ein hübsches und passendes Cover ;)

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    • 3
    Feldmaus

    Feldmaus

    19. February 2015 um 14:50
    Jenny1900 schreibt Wie kann es sein, dass heutzutage so wenig auf dieses Kind eingegangen worden ist obwohl es doch immer heißt "Es ist nur zum Wohl des Kindes".

    Heutzutage ist falsch, das Buch spielt, soweit ich weiß, in den 80er Jahren. Heutzutage achtet man viel mehr darauf, dass Geschwister nicht voneinander getrennt werden und die Kinder regelmäßigen ...

  • was es bedeuten kann ein Pflegekind zu sein

    Vom Einfangen und Auswildern
    gusaca

    gusaca

    17. February 2015 um 19:45

    Stefanie kommt als jüngstes von 6 Geschwistern zu Welt. Ihre ersten 4 Jahre sind geprägt von der Alkoholsucht ihres Vaters, dem Tablettenmißbrauch ihrer Mutter, dem sexuellen Mißbrauch durch ihren Bruder und der allgemeinen VErwahrlosung der ganzen Familie. Einzig ihre Schwester Susanne gibt ihr Halt. Zunächst kommen Susanne und Stefanie in ein Kinderheim. Als Stefanie zu einer PFlegefamilie  zieht, werden beide Schwestern strikt voneinander ferngehalten. Finanzielle  Sicherheit  ist dort gepaart mit GEfühlskälte. Unter dem Mantel der christlichen Nächstenliebe wird Stefanies Seele zurechtgebogen. Aber sie läßt sich nicht brechen. In einem sehr nüchternen Schreibstil wird die wahre GEschichte der Autorin wiedergegeben. Furchtbare Bilder werden beim LEser erzeugt, die diesen mit diesem kleinen Mädchen mitfühlen lassen. DIeses Mädchen wird mißachtet, mißhandelt und permanent unter Druck gesetzt. Und doch findet sie ihren Weg durch eigene Stärke und auch dem Mut zur VErgebung. Die Autorin will mit diesem Buch aufmerksam machen auf Mißstände in unserer Bürokratie, die den Pflegekindern nicht gerecht wird. Häufig wird zu spät eingegriffen und der Willen der KInder spielt keine große Rolle. Einfacher und Günstiger ist oft besser, aber nicht für die betroffenen Kinder selber.

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  • Vom Einfangen und Auswildern - Nichts für schwache Nerven!

    Vom Einfangen und Auswildern
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2015 um 20:50

    Klappentext: In ihrer Erfahrungsgeschichte "Vom Einfangen und Auswildern - Das Pflegekind Stefanie" beschreibt die Autorin Hanna Frey das Leben eines Mädchens, das in unmenschliche Verhältnisse geboren - und in Folge - von ihrer Familie getrennt wird. Nach der ersten Nestwärme im Kinderheim landet sie gegen ihren Willen in einer Großfamilie, die strengen katholischen Regeln folgt. Hin- und hergerissen, zwischen dem, was das vermeintlich Beste für sie ist und ihrer Liebe zur Herkunftsfamilie entstehen Konflikte, die nicht nur Stefanies eigene Identitätsfindung betreffen, sondern das gesamte System "Pflegeeltern-Pflegekinder" in Frage stellen. Hanna Frey bricht in ihrem authentischen Debütroman themenbezogene Tabus, deckt aktuelle Missstände auf und provoziert hitzige Diskussionen - für die Zukunft der Schwächsten dieser Gesellschaft. Cover: Ich mag diese Wüsten- Westernschilder. Das sieht immer so Retro aus, aber man muss wirklich genauer hinschauen und lesen in welche Richtungen es geht! Ich find die Farben auch toll, es ist stimmig und lädt zum lesen ein! Meine Neugierde war geweckt und ich wollte mehr! Inhalt/ Fazit: Eine Familie ohne Liebe, Werte oder Wärme. In diesem Chaos wächst Stefanie zusammen mit ihren Geschwistern auf. als sei das alles nicht genug kommt Stefanie in einem Heim und als Leser glaubt man das es nun besser wird. Ja, es schein als wäre es tatsächlich so, bis sich die ersten Pflegeeltern für Stefanie melden. In dieser Pflegefamilie ist Stefanie nicht mehr als ein Fußabtreter und wird mal wieder mit Verachtung und Missachtung gestraft. Stefanie fängt sich, beginnt so einigermaßen ihre Meinung zu vertreten und landet in der nächsten Pflegefamilie die ebenso nur ihren eigenen Nutzen von Stefanies Anwesenheit ziehen wollen. Das Pflegegeld... Irgendwie scheint das Unglück sie stets zu begleiten und irgendwie reisst es auch bis zum Schluss nicht ab und als Leser möchte man all den Personen die Stefanie Leid zufügen an den Kragen. Ich konnte das Buch nicht für einen Moment aus den Händen legen, begleitet von ständiger Wut und Unverständnis für das was ihr widerfahren ist. Dennoch hat sich zum Schluss alles für sie gebessert und das ist auch gut so! Das Buch sollte man wirklich gelesen haben aber man muss auch bedenken das es sich um eine wahre Begebenheit handelt und dort einiges nieder geschrieben ist das der ein oder andere vielleicht nur schwer verdauen kann.

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  • Ein authentischer Erfahrungsbericht über das Leben als Pflegekind mit Happy End

    Vom Einfangen und Auswildern
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