Zum Cover:
Schlicht und farblos, von einem bräunlichen Schatten durchzogen, der alle möglichen Ideen zulässt, präsentiert sich das Cover. Obwohl es unaufdringlich wird, zieht es doch das Auge des Betrachters an.
Ich finde es gelungen.
Zum Inhalt:
Die 16-jährige Lucinda spricht nicht. Ihre Eltern haben bereits vieles versucht, um sie aus ihrer Welt der Sprachlosigkeit zu holen, doch alle Versuche scheinen vergebens.
Nun versuchen sie noch durch einen Ortswechsel und einen anderen Psychologen vielleicht doch einen Erfolg zu erzielen. Unterstützung erhalten sie unerwartet durch ein blindes Pferd, in dem Lucinda ihre Hilflosigkeit und ihre Ängste wiedererkennt.
Bald stellen sich die ersten Fortschritte ein, doch dann passiert etwas Schreckliches.
Wird Lucinda ihre Ängste aus der Vergangenheit überwinden können? Wie wird sie mit dem aktuellen Schicksalsschlag umgehen?
Meine Meinung:
Als ich den Titel des Buches gelesen hatte, vermutete ich eine Erzählung über gehörlose Menschen, doch bereits auf den ersten Seiten wurde klar, dass das Thema ein ganz anderes war: Mutismus.
Der Schreibstil ist angenehm, man kann sich sofort in die Erzählung hineinversetzen. Detailliert wird beschrieben, wie sehr Lucinda nicht nur mit ihrer Umwelt sondern auch mit ihren alltäglichen Tätigkeiten zu kämpfen hat, was aus der Sicht eines „normalen“ Menschen oft schwer nachvollziehbar scheint. Bewunderswert ist, mit welcher Geduld die Familie an Lucindas Heilung arbeitet und nicht aufgibt.
Zu Beginn hat man das Gefühl, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, doch dann passieren neue Unglücksfälle, die ein bisschen zu dick aufgetragen scheinen und dem Buch ein wenig an Glaubwürdigkeit nehmen.
Trotzdem gebe ich eine Leseempfehlung ab, da man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.




