Anselm Neft Vom Licht

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Inhaltsangabe zu „Vom Licht“ von Anselm Neft

Aussteigerroman, radikale Reflexion und verstörende Familiengeschichte: »Vom Licht« ist eine literarische Herausforderung, die lange nachwirkt. In seinem neuen Roman gewährt Anselm Neft einen tiefen Einblick in fundamentalistisches Denken und den radikalen Kern des Christentums. Brisanter Stoff und exzellente Prosa. Adam ist 21 und ganz allein. In der Dachkammer eines entlegenen und verwilderten Selbstversorgerhofes im österreichischen Voralpenland schreibt er über sein bisheriges Leben: das abgeschottete Landleben ohne Schulbesuch, die religiöse Heimerziehung durch seine Zieheltern und seine innig geliebte, drei Jahre ältere Stiefschwester Manda. Durch seine Notizen versucht Adam zu verstehen, was mit seiner Familie geschehen ist, wie er der wurde, der er ist, und was er tun kann, um trotzdem weiterzuleben.

Sehr anspruchsvoll. Für dieses Werk muss man sich wirklich Zeit nehmen, um die komplexen Gedankengänge nachvollziehen zu können.

— jutscha

Wirklich detailreicher und packender Roman

— Melli274

komplex, philosophisch, aufreibend

— Minangel

Ein sehr gelungenes literarisches Werk voller Denkanstöße über die Sprache und das Wesen der Dinge!

— SarahV

Sehr emotionale Geschichte

— Vampir989

Eine hochintensive Leseerfahrung

— tob82

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-Leselust-

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  • Ein außergewöhnliches und sehr anspruchsvolles literarisches Werk

    Vom Licht

    jutscha

    16. February 2017 um 19:03

    Der 21jährige Adam befindet sich allein in der Dachkammer eines abgelegenen Hofes im österreichischen Alpenvorland und schreibt sich seine Gedanken von der Seele. Er wurde als Junge zusammen mit Manda von Norea und Valentin adoptiert. Unterrichtet wurden sie überwiegend zu Hause von ihren Adoptiveltern. Dabei ging es aber weniger um die üblichen Unterrichtsfächer, sondern um fundamentale Fragen der Existenz, der Religion, der Sexualität und des Sinn des Lebens. Durch seine Notizen versucht Adam zu verstehen, was passiert ist und wie er sein zukünftiges Leben weiterführen kann. Der Schreibstil ist wirklich gewöhnungsbedürftig, da unglaublich komplex. Vor allem die Gedanken Adams, der alles von mehreren Seiten beleuchtet, die Gedanken kreisen lässt und nach einiger Zeit wieder am Anfangspunkt ankommt, waren für mich zunächst anstrengend zu lesen. Aber da habe ich mich relativ schnell dran gewöhnt, vor allem, weil sich ein gewisses Muster erkennen lässt. Der Protagonist geht immer gleich an die Dinge heran, die er nicht versteht. Dabei beleuchtet er seinen ersten Eindruck, wiegt das Für und Wider ab, umkreist das ganze mit Worten, um irgendwann wieder bei seinem ersten Gedanken zu landen, den er damit bestätigt fühlt. Ich habe zunächst krampfhaft versucht, die Gedanken nachzuvollziehen, wodurch ich immer wieder unterbrechen musste, um nachzudenken. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, locker drüber zu lesen, wodurch ich es irgendwie besser verstanden habe. Vielleicht gewöhnt man sich aber auch im Laufe des Buches an die komplexen Gedankenmuster. Das ist definitiv kein Buch zum Abschalten. Der Leser braucht Ruhe und Geduld mit sich selbst und Adams Geschichte, darf nicht zart besaitet und muss bereit sein, über den Sinn des Lebens und fundamentalistische Gedanken nachzudenken. Komplexe Gedankengänge ziehen sich durch die gesamte Geschichte und sind nicht immer einfach zu verstehen. Anselm Nefts literarische Wortgewalt sucht sicher seinesgleichen. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, in einem anderen Roman mal solche Gedanken nachempfunden zu haben. Die Geschichte braucht Zeit, Geduld und den Willen, sich auf ein außergewöhnliches literarisches Werk einzulassen und ist sicher nichts für Jedermann. Wer sich jedoch durcharbeitet, wird mit einer Fülle von Ansichten belohnt, die zum Nachdenken anregen. Als Bewertung gebe ich volle 5 von 5 Sternen.

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  • Leserunde zu "Vom Licht" von Anselm Neft

    Vom Licht

    AnselmNeft

    Liebe Literaturfreundinnen und –freunde, ich möchte euch herzlich zu einer Leserunde meines neuen Romans Vom Licht einladen.Um euch möglichst gut darauf vorzubereiten, was euch erwartet, sei hier der Klappentext wiedergegeben:Adam ist 21 und ganz allein. In der Dachkammer eines entlegenen und verwilderten Selbstversorgerhofes im österreichischen Voralpenland schreibt er über sein bisheriges Leben: das abgeschottete Landleben ohne Schulbesuch, die religiöse Heimerziehung durch seine Zieheltern und seine innig geliebte, drei Jahre ältere Stiefschwester Manda.Durch seine Notizen versucht Adam zu verstehen, was mit seiner Familie geschehen ist, wie er der wurde, der er ist, und was er tun kann, um trotzdem weiterzuleben.Aussteigerroman, radikale Reflexion und verstörende Familiengeschichte: Anselm Nefts dritter Roman führt tief hinein in den fundamentalistischen Kern religiöser Sehnsucht und des Denkens überhaupt.„Wahr und phantastisch zugleich, wie eine alte Geschichte von einer jungen Seele. Und das Ende ist hinreißend, von der kalten Luft, die durchs Fenster kommt, bis zum Abschied, den die Sprache von sich selbst nimmt. Ein beeindruckendes Buch.“ (Dietmar Dath)Dazu noch ein kleiner Hinweis: Da mich einige Zeitungsleser unter euch vielleicht als Satiriker oder Kolumnisten kennen oder durch meine humoristischen Bücher Die Lebern der Anderen und Helden in Schnabelschuhen eine bestimmte Erwartungshaltung hegen: Vom Licht ist kein humoristischer Roman. Wenn ihr mit persönlichem Gewinn mitlesen wollt, solltet ihr Freude an der unvoreingenommenen Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen haben und Literatur als das Wagnis betrachten, sich durch Sprache dem Wesen der Dinge und damit den Grenzen der Sprache zu nähern. Also: Vom Licht ist nicht in einem witzigen Sinn unterhaltsam und keine ganz leichte Lektüre, doch ich hoffe, dass ihr nachher vielleicht werdet sagen können: Es war eine sehr bereichernde Anstrengung. Das würde mich jedenfalls freuen.  Vom Licht wurde für den Deutschen Buchpreis vorgeschlagen.Leseprobe:"Norea sprach von »männlichen« und »weiblichen« Blüten. Die weiblich genannten Blüten konnten leicht erkannt werden: Unterhalb der Blütenblätter zeigte sich früh eine grüne Kugel,ein Miniaturkürbis mitten im Stängel des Seitentriebes. Norea erklärte mir, dass sich fast alle Lebewesen in »männlich« und »weiblich« spalteten. In dieser Welt existiere diese Spaltung, um aus Materie weitere Materie zu erzeugen. »Männlich« nenne man das zeugende, »weiblich« das empfangende Prinzip, womit nicht mehr gemeint sei, als dass das eine Geschlecht mit seinem Samen den Samen des anderen befruchte, sodass das befruchtete Geschlecht eine Frucht hervorbringe, die bald Obst, bald Tier, bald Mensch heiße und entweder als empfangendes oder befruchtendes Geschlecht und selten als Mischform geboren werde. Am Kürbis könne ich alles Grundlegende beobachten, was das Geschlechtliche angehe. Die Zuschreibungen, die die Menschen mit den Begriffen »männlich« und »weiblich« in Verbindung brächten, dem Gesetz der Materie gemäß in immer komplexeren und abwegigeren Formen, seien nichts als phantastische Wucherungen und könnten, wie das allermeiste, auf simple Grundformen heruntergebrochen werden. Das Wesentliche im Menschen sei weder Mann noch Frau. Ich solle diesem Unterschied also keine Aufmerksamkeit widmen und kein Aufhebens um ihn machen wie die Fleischmenschen, die wie um alle unwichtigen Unterschiede gerade um diesen viel Aufhebens machten und ganze Spiele von Herrschaft und Unterwerfung darauf gründeten."Und nun bin ich gespannt, wer sich bewerben möchte und freue mich, euch ein wenig kennen zu lernen.

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  • Adams Welt

    Vom Licht

    claireb

    02. December 2016 um 21:09

    In dem Roman Vom Licht geht es um Adam, der von seinen Erlebnissen auf einem abgelegenen Selbstversorgerhof mit Stiefeltern und Schwester  berichtet. Adams Stiefeltern Norea und Valentin unterrichten die Kinder zu Hause und vermitteln ihnen neben Inhalten wie Mathematik eine stark fundamentalistisch religiöse Sicht auf die Welt. Der Roman ist sicherlich keine leichte Abendlektüre. Wenn man sich aber auf die teils sehr philosophischen Diskurse einlässt, macht es viel Freude, ihn zu lesen. Durch die philosophischen Diskurse ist der Roman sicherlich nicht für jederman geeignet, das soll hier aber auch gar nicht der Anspruch sein.Der Schreibstil unterstützt die Stimmung des Romans sehr gut und fördert das Mit- und Nachdenken.Insgesamt finde ich den Roman sehr gelungen und er klingt noch immer in mir nach.

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  • Vom Licht

    Vom Licht

    Melli274

    13. November 2016 um 12:55

    In dem Buch geht es um Adam, der mit seiner Stiefschwester adoptiert wird. Seine Adoptiveltern leben auf einem Selbstversorgerhof und unterrichten die Beiden auch zu Hause. Der Unterricht geht über den normalen Unterrichtsstoff hinaus. Adam ist der Erzähler dieses Romans und man erfährt bis ins kleinste Detail, seine Gedanken, Handlungsweisen und Gefühle in seiner Kinder und Jugendzeit. Ebenfalls spielt das Thema Relgion eine wichtige Rolle in dem Roman. Der Roman hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, es ist kein Buch für zwischendurch. Der Schreibstil ist wirklich genau und detailreich und somit konnte ich mich gut hinein versetzen und habe auch sehr mitgefühlt. Auch ist der Stil sehr philosophisch und kein leichter Lesestoff. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der etwas anspruchsvolles sucht und sich auch mit wichtigen Themen wie Religion, Sexualität, Existenz, Leiden... auseinandersetzen mag.

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  • Tiefe Einblicke und philosophisches Nach-denken mit Adam

    Vom Licht

    Minangel

    08. November 2016 um 21:50

    Adam sitzt in der Dachkammer eines österreichischen abgelegenen Selbstversorger Bauernhofes und schreibt. Er schreibt, um seine Gedanken zu ordnen, reist in die Vergangenheit, erzählt von seinen Adoptiveltern Norea und Valentin, von seiner geliebten Stiefschwester Manda, vom religiösen Heimunterricht und von ihrer speziellen Lebens- und Denkweise. Er reflektiert ohne Hemmung und Tabus, zeigt sein Innerstes und gemeinsam mit ihm betrachten wir Themen wie Religion, Sinn des Lebens, Sexualität und die Sprache und ihre Bedeutung. Immer tiefer geraten wir in die Geschichte, sind teils schockiert über die Vorgänge, erlernen Noreas Art fundamentale Fragen zu betrachten, erkennen Vorgänge innerhalb der Familie und es bleiben zwei Fragen: was wurde aus ihr und was wird nun aus Adam? Was zum Lesen gebraucht wird, ist ein wacher Geist und Zeit. Anselm Neft schafft es hervorragend, den Leser zu fesseln und zum Nachdenken zu animieren. Dafür sorgt sein sehr komplexer philosophischer Schreibstil. Diesen gerecht zu interpretieren, dafür fehlen mir die Worte, ich möchte stattdessen einen meiner Lieblingssätze zum Thema Sprache als Beispiel widergeben: Wenn ich aber der Sprache nicht auf ihren ausgetretenen, breiten Straßen folgte, sondern mich, aller Logik misstrauend, in ihr selten aufgesuchtes Dickicht begab, dann konnte ich aus gut böse und aus böse gut machen oder von vorneherein sagen, dass ich mich an keine begriffliche Einteilung und somit auch an keine von Kindesbeinen an gehörte Lehre halten musste. Die Lektüre schockiert, die menschliche Psyche zeigt sie offen, teilweise in abscheulicher ehrlicher Weise und das stetige, rege und komplexe Denken beim Lesen wird zum Muss. Von mir gibt es für dieses literarische Werk 4 Punkte, weil es aber so außergewöhnliche Züge hat, möchte ich einen weiteren Stern dazu philosophieren: 5 Sterne.

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  • Befremdliche Familiengeschichte, die zu fundamentaler Reflexion anregt

    Vom Licht

    SarahV

    05. November 2016 um 20:38

    Vom Licht – keine leichte Lektüre, aber nachdrücklich beeindruckend. In seinem dritten Roman erzählt uns Anselm Neft eine befremdliche und verstörende Familiengeschichte: Adam, der mit seinen Zieheltern und seiner Stiefschwester Amanda auf einem Selbstversorgerhof aufwuchs, blickt auf sein abgeschottetes Leben zurück. Dabei gibt uns der Ich-Erzähler nicht nur einen Einblick in sein Inneres, sondern berichtet auch von der religiös-philosophisch geprägten Bildung und Erziehung, die er durch seine Pflegeeltern erfuhr. So kommt es, dass in diesem Roman fundamentale Fragen aufgeworfen werden, die dazu anregen über das Universum, das Wesen der Dinge, Religion, Sprache, Sexualität,… nachzudenken. Obwohl Anselm Neft eine herausragende Geschichte erzählt, ist Vom Licht, im Gegensatz zu seinen bisherigen Werken, definitiv kein humoristischer Roman. Wer nach einer leichten Abendlektüre zur Unterhaltung sucht, ist hier falsch. Wer sich jedoch auf ein Werk einlassen möchte, das sich auf beeindruckende Weise mit existentiellen Fragen auseinandersetzt, dem kann ich Vom Licht nur empfehlen! Anselm Neft ist hier ein herausragendes Werk gelungen, das in meinen Augen zu Recht für den Deutschen Buchpreis vorgeschlagen wurde.

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  • Sehr emotionale Geschichte

    Vom Licht

    Vampir989

    01. November 2016 um 11:37

    Das Buch hat mich emotional sehr tief bewegt.Der Autor erzählt uns die Geschichte vom 21 jährigen Adam.Dieser lebte in seine Kindheit als Adoptivkind mit seiner Stiefschwester Manda und den Zieheltern auf einem Bauernhof.Sie sind fast Selbstversorger und werden von den Zieheltern unterrichtet.In die Schule gehen sie nicht.Neben den normalen Unterrichtsfächern werden sie auch in Religion unterrichtet.Dies nimmt allerdings immer größere Ausmaße an und beeinflußt zunehmenst das Leben von Adam und Manda.Der Autor vrsteht es auf sehr gute Art und Weise uns philosophischen Betrachtungen nachzugehen und regt uns zum Nachdenken an.Er versteht es uns in das Seelenleben der Protoganisten sehen zu lassen und somit nehmen wir bei vielen Situationen selbst am Geschehen teil.Wir fühlen und leiden mit ihnen.Dabei spart er mancjmal nicht an einer gewissen Agresivität und Brutalität auf emotionaler Ebene.Der Schreibstil ist nicht ganz einfach und das Buch keine leichte Kost.Es ist kein Buch für Zwischendurch.Man brauch viel Zeit um das Gelesene erst einmal zu verarbeiten.Das Buch bleibt von Anfang bis Ende sehr interssant und spannend und so kommt nie Langeweile auf.Ich habe selten so ein emotionales und nachdenkliches Buch gelesen.Für mich war es sehr interssant und spannend und hat meine emotionale Gefühlswelt berührt.Ein großes Lob an den Autor.

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  • Eine hochintensive Leseerfahrung

    Vom Licht

    tob82

    01. November 2016 um 09:53

    "Vom Licht" von Anselm Neft ist eine Geschichte von einer solchen Intensität, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Ich habe den Großteil des Buches in zwei Tagen gelesen und in diesen Tagen konnte ich mich gar nicht mehr richtig von den Inhalten und Geschehnissen lösen. Die (recht minimalistische) Handlung ist dermaßen dicht und emotional mitreißend (und teilweise verstörend). Die vermittelte Philosophie ist intensiv und sehr anregend.Erzählt wird die Geschichte in der Rückschau vom 21-jährigen Adam. Dieser wird als Kind zusammen mit seiner älteren Stiefschwester Manda von einem Paar (Norea & Valentin) adoptiert. Zusammen leben sie soweit wie möglich autark auf einem Selbstversorgerhof im österreichischen Voralpenland. Adam und Manda gehen nicht zur Schule, sondern werden von Norea und Valentin zu Hause unterrichtet. Der Unterrichtet beinhaltet den Stoff, den beide einmal im Jahr für Prüfungen in der Schule wissen müssen, aber geht auch weit darüber hinaus. Norea und Valentin haben ein eigenes religiös-philosophisches System, das sie den beiden nahebringen wollen.Durch die Erzählung in der Retrospektive erfährt man erst nach und nach, wie Adams aktuelle Situation genau aussieht und wie es dazu kam. Aus diesem Grund ist es schwer, über den Inhalt zu schreiben, ohne wichtige Geschehnisse zu verraten. Zu Beginn des Buches erfahren wir vor allem Dinge über das alltägliche Leben auf dem Hof. Danach nehmen philosophische Betrachtungen mittels des Unterrichtes immer mehr Raum ein und durchziehen das weitere Erleben und Handeln Adams und Mandas auf massive Weise. Eigentlich nur Leser und damit passiver Beobachter fällt es selbst mir schwer, mich von der gelehrten Philosophie zu distanzieren. Dies sehe ich als eine sehr starke Leistung des Autors an."Vom Licht" ist für mich ein philosophisch herausforderndes Buch, da man sich wahrscheinlich als Leser den fundamentalen Fragen des Romans gar nicht entziehen kann. Wie ist das Universum entstanden? Welchen Sinn hat unsere Existenz? Warum ist Leiden in der Welt so zentral? Auf was darf ich hoffen und wie soll ich mich verhalten? Darüberhinaus ist es aber auch emotional und psychologisch sehr anspruchsvoll, da man durch die Ich-Erzählung sehr tief in das Seelenleben des Protagonisten und seiner Familie eintauchen kann und als Leser im Laufe der Geschichte auch einiges aushalten muss. Das Buch ist keine leichte Kost.Zuguterletzt möchte ich noch den Schreibstil und die Sprache des Autors lobend erwähnen. Beide sind für mich sehr ansprechend, teilweise sehr detailreich und an manchen Stellen geradezu poetisch.Insgesamt halte ich "Vom Licht" für einen höchst gelungenen Roman, dessen Inhalte ich so schnell nicht vergessen und den ich sicherlich in naher Zukunft erneut lesen werde.

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