Zernetzt

von Anselm Rodenhausen 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Zernetzt
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Inhaltsangabe zu "Zernetzt"

Ein fesselnder Cyber-Thriller über Macht und Kontrolle von sozialen Netzwerken. Für Fans von Dave Eggers, Karl Olsberg und Daniel Suarez.
Das soziale Netzwerk des Berliner Start-Ups »Spannwerk« hat die Macht des Silicon Valleys gebrochen. Philipp, gut vernetzter Berater, soll sich während seines Sabbat-Jahrs in Oxford eigentlich entspannen, aber nach kurzer Zeit kommt er einem undurchsichtigen Forschungsprojekt auf die Spur: Die nächste Stufe des Netzwerks – eine Kooperation zwischen »Spannwerk« und der Universität Oxford – liest Gehirnströme aus, speichert jeden Gedanken, verbindet die Menschen. Elektronische »Sekretäre« organisieren den Alltag. Und in der erweiterten Realität des Netzwerks taucht Philipp in das Leben seiner Kontakte ein. Insbesondere in das von Monia, mit der ihn sein »Sekretär« verkuppeln will.
Doch dann kommt einer seiner Kontakte unter mysteriösen Umständen ums Leben. Und als Philipp mit Nachforschungen beginnt, reißen immer mehr Erinnerungslücken in seinem Kopf auf...
Eine packende Suche nach Wahrheit in einem digitalen Netz aus Lügen und Macht. Ein Wissenschafts-Thriller aus der vernetzten Gesellschaft.
»Zernetzt« von Anselm Rodenhausen ist ein eBook von Topkrimi – exciting eBooks. Das Zuhause für spannende, aufregende, nervenzerreißende Krimis und Thriller. Mehr eBooks findest du auf Facebook. Werde Teil unserer Community und entdecke jede Woche neue Fälle, Crime und Nervenkitzel zum Top-Preis!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426445327
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:350 Seiten
Verlag:Knaur eBook
Erscheinungsdatum:01.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    lovelyliciousmes avatar
    lovelyliciousmevor 4 Monaten
    Schöne neue Welt? oder zukünftiger Alptraum?

    Worum geht es in Zernetzt?
    Spannwerk ist das neue Berliner Start Up Unternehmen. Es handelt sich dabei um ein soziales Netzwerk welches bereits die Macht des Silicon Valleys gebrochen hat.
    Philipp, ist dort Berater und will nach den letzten stressigen Jahren eine Auszeit nehmen und Philosophie in Oxford studieren. Doch sein Sabbat Jahr beginnt anders als gedacht. Er landet mittendrin im neusten Projekt von Spannwerk. Einem undurchsichtigen Projekt, den hierbei geht es um das Auslesen von Gehirnströmen. Das System speichert jeden Gedanken, verbindet die Menschen untereinander.
    Doch das ist nicht alles, elektronische Sekretäre organisieren den eigenen Alltag. Sie greifen ein ins Geschehen und managen alles so, als ob es von einem selber kommt. Aber nicht nur das ist möglich. Den über das Netzwerk hinaus, kann Philipp nun in das Leben von allen anderen abtauchen und sich ihre virtuellen Bilderbücher ansehen. Solche die von den eigenen Sekretären erstellt wurden.
    Eines davon hat Phillips Aufmerksamkeit erregt, das von Monia. Sein Sekretär hat nun den aberwitzigen Plan erschaffen, ihn mit Monia zu verkuppeln. Doch während Philipp in Träumen über Monia schwelgt, kommt einer seiner Kollegen ums Leben. Ein Tod der mysteriöser nicht sein könnte.
    Als Philipp anfängt nachzufragen und immer tiefer in das neuste Projekt von Spannwerk hineingleitet, beginnen seine Erinnerungen von Mal zu Mal zu schwinden. Die Lücken in seinem Kopf werden immer Größer.
    Was passiert mit ihm?


    Wer ist Anselm Rodenhausen?
    Dr. Anselm Rodenhausen, geboren 1980, ist Jurist und spezialisiert auf Kartellrecht in der Technologiebranche. Als Anwalt in einer deutsch-britischen Wirtschaftskanzlei hat er internationale Netzwerkbetreiber und Tech-Unternehmen beraten. Daneben veröffentlichte er eine Vielzahl von Fachbeiträgen zu rechtlichen Aspekten der digitalen Revolution. Der Wissenschafts-Thriller 'Zernetzt' ist seine erste nicht-juristische Auseinandersetzung mit den Fragen der vernetzten Gesellschaft. Anselm Rodenhausen lebt und arbeitet in Brüssel.

    Wie hat mir Zernetzt gefallen?
    Ich muss einfach vorneweg nehmen, dass ich wenige Thriller lese und daher meist große Erwartungen an die habe, die dann bei mir landen.
    Ich gestehe, ich hatte arge Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden.
    Aber vielleicht von Anfang. Wir befinden uns in Berlin. Ein Berlin was etwas abgeändert ist, um es den Gegebenheiten im Buch anzupassen. Häuser die enorm groß sind, selbstfahrende Autos und alles digitalisiert. Quasi ein Silicon Valley in der Hauptstadt. Berlin wird hier als Schauplatz für die Spannwerk Zentrale erwählt.
    Spannwerk ist die neuste social Media Plattform, Made in Germany, die es mit den ganz Großen aus Übersee aufgenommen und ihnen binnen kürzester Zeit den Rang abgelaufen hat. Soweit so gut. Ab hier fingen meine ersten Schwierigkeiten an.
    Anselm hat mit vielen Fachbegriffen um sich geworfen, die meist für das Buch und die Geschichte wichtig gewesen sind. Heißt, ein elektronischer Sekretär z.B. hat mir als absoluter Laie nichts gesagt. Das Rätsel um diese mysteriöse Person wurde während des weiteren Lesens erklärt und gelöst. Allerdings ist mir dieser Stolperstein noch des Öfteren zwischen die Füße gekullert und jedes Mal hat es meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt. Zu spät habe ich die Erklärungen am Ende des Buches gefunden, die das eine oder andere Problem hätten lösen können. Hier hätte ich mir persönlich mehr Informationen erhofft, um manches direkt von Anfang an, besser verstehen zu können.
    Dennoch dreht sich hier alles um die sozialen Medien und was diese mit einem machen. Was man bereit ist als User aufzugeben und wie man zum gläsernen Menschen wird. Das die Technik einem quasi auf diktiert was man zu tun hat und wie der Alltag von einem virtuellen Sekretär geleitet wird. Das man vieles an Eigenständigkeit abgibt.

    Die Protagonisten:
    Daher war es Philipp als Hauptprotagonist sehr wichtig diese Welt zu verlassen und für sich eine Auszeit zu nehmen. Philosophie in Oxford studieren und sich mit nicht virtuellen Dingen auseinander setzen. Leider erfahren wir nicht wirklich viel über Philipp. Er ist zwar die Hauptperson neben Monia, der dieses Buch zum Leben erweckt, aber er bleibt immer ein wenig transparent und öffnet sich dem Leser nicht gänzlich. Philipp hat es mir in manchen Momenten sehr schwer gemacht, mit ihm Sympathien zu entwickeln. Eher hatte ich das Gefühl, dass er mit seiner gesamten Art das Gegenteil bewirkt. Ein Protagonist, der viele Fragezeichen bei mir offen lässt. Vor allem weil er nicht greifbar ist und in meinen Augen nicht das wiederspiegelt, was er angeblich gewesen ist. Der taffe Unternehmensberater der plötzlich zum Weichei mutiert. Diese Wandlung kann ich als Leser schwer nachvollziehen.
    Monia als weiblicher Gegenpart, ist genau das Gegenteil. Ich mochte sie vom ersten Moment an. Sie wurde stets mit Grübchen im Gesicht beschrieben, mit kleinen Fältchen, mit einem Gesicht was nicht makellos ist, was aber Herzlichkeit und Sympathie ausstrahlt. Sie selber war ziemlich schnell griffig und ich konnte in manchen Situationen mit ihr empfinden. Sie hat Herz, sie hat Freude und sie hat Gefühle zugelassen, die den Leser in die Situationen mitgenommen. Gerade deswegen ist bei ihr das lesen einfacher gewesen, als bei Philipp.

    Die Story:
    Die Geschichte um die sich Zernetzt dreht, könnte aktueller nicht sein. Es geht um die Tech Welt, die immer mehr und immer schneller wachsen, immer transparenter sein möchte und neue Innovationen erschaffen will. Wir befinden uns in einer fiktiv erschaffenen Welt, die allerdings gar nicht so abwegig sein könnte. Mitunter ist es heutzutage nur noch eine Frage der Zeit, bis uns all die Dinge erwarten, die Anselm Rodenhausen in seinem Thriller erschaffen hat. Von daher eine Story, die sich greifen lässt, weil sie uns unter Umständen einen Teil der Zukunft, auf die wir zusteuern zeigen kann. Ob mich diese Zukunftsvision anspricht, ich weiß nicht…. Ob sie mir Angst macht, definitiv!
    Allerdings geht Anselm noch einen Schritt weiter. Er paart die Visionen der technischen Welt, mit philosophischen Fragen, mit denen sich die Menschheit von jeher beschäftigt. Eine Kombination die nicht unbedingt jedermanns Sache ist, da dies beim lesen ein wenig Raffinesse und Interesse voraussetzt.
    Von daher gebe ich neidlos zu, es ist mir stellenweise schwer gefallen. Nicht alle philosophischen Ansätze konnte ich eins zu eins nachvollziehen. Nicht alle technischen Raffinessen haben sich mir erschlossen. Dennoch lässt sich dieses Buch sehr gut lesen. Es ist mit Abstand das Buch, welches am unverschnörkelsten ist. Es ist sehr klar, sehr punktiert auf seinen Inhalt und absolut präzise in der Ausführung. Hier wird kein Wort zu viel gesprochen, sondern genauso so, dass der Text, der Inhalt und alles was dieses Buch transportieren will widergibt. Es kommt ohne Lückenfüller und Geschwafel aus. Erst hatte ich meine Probleme damit, weil ich dachte, mir würde etwas fehlen. Aber im Nachhinein und im Revue passieren lassen, ist es so genau richtig. Es unterstützt somit zusätzlich noch einmal die Handlung und die Story, die Anselm für dieses Buch zugrunde gelegt hat.
    Dennoch konnte mich dieses Buch nicht gänzlich überzeugen. Die Geschichte am Anfang des Buches ist sehr langatmig, stellenweise zu ausschweifend. Dann passieren Unfälle, die jeweils einem Menschen das Leben kosten. Hier hätte ich zum einen mehr Details erwartet, mehr Recherchearbeit und vor allem mehr Spannung. Ich hatte das Gefühl, dass diese irgendwann auf der Strecke geblieben ist.
    Ich weiß nicht ob dies gewollt ist, oder ob dies dem Erstlingswerk zuzuschreiben ist. Diese Frage, wird sich wahrscheinlich nicht so schnell klären lassen.
    Eine Leseempfehlung für all die, die eine neue Welt kennenlernen möchte, herausfinden wollen, was Zernetzt alles kann und ob dies mit unter unsere Zukunft ist?

    Fazit:
    Ein Buch, welches wahrscheinlich nicht jeden Geschmack trifft, da es sehr Technisch und sehr philosophisch ist. Zwei Themen die gepaart ein tolles Ganzes ergeben, aber wahrscheinlich bei nicht allen Anklang finden. Was mich überzeugt, dieses Buch dennoch zu empfehlen, ist die Story die uns eine Welt aufzeigt, auf die wir zusteuern. Die beängstigend ist und gleichzeitig faszinierend. Ausgedrückt in einer puren Nüchternheit mit dennoch viel Story und passend gewählten Protagonisten. Ich als nicht Thriller lesen, hätte mir an manchen Stellen mehr Adjektive gewünscht und einen sympathischeren Protagonisten. Jemand der mich stärker an die Hand nimmt, um Dinge besser verstehen zu können. Aufgrund meiner Kritik kann ich nur 3 Sterne vergeben.

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    SusanneSH68s avatar
    SusanneSH68vor 6 Monaten
    Spannende Unterhaltung

    Philipp war bisher als Berater für „Spannwerk“ tätig, ein soziales Netzwerk eines Berliner Start-Ups. Er nimmt nun eine Auszeit, um in Oxford zu studieren. Aber gerade mit der Uni in Oxford arbeitet Spannwerk in einem neuen Forschungsprojekt zusammen, bei dem Gehirnströme ausgelesen und beeinflusst werden. Philipp wird in das Projekt einbezogen und muss sich bald wundern, dass einige seiner Freunde und Kollegen auf höchst merkwürdige Weise ums Leben kommen. Er selbst hat nach den Versuchen mit einem Gedächtnisverlust zu kämpfen. Gemeinsam mit Monia, die er in Oxford kennengelernt hat, stellt er Nachforschungen an und die beiden geraten selbst in größte Gefahr.

    Das Buch ist ein Cyber-Thriller, der es in sich hat. Spannend und schnell geschrieben, bereitet der Thriller viel Lesevergnügen, wenn man sich erst mal gedanklich auf diese Welt der künstlichen Intelligenz eingestellt hat. Dabei sind die Hauptpersonen aber so gut beschrieben, dass man schon bald mit ihnen leidet. Insofern geht es nicht nur um Technik, auch die Menschen spielen eine wichtige Rolle. Und bei solchen Büchern stelle ich mir auch immer die Frage, wie viel davon dann in einigen Jahren vielleicht schon Realität ist. Das Buch ist also auch ein spannender Blick in die Zukunft und beste Unterhaltung in der Gegenwart.     

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