Anselm Weiser HIMMELZWIRN

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Inhaltsangabe zu „HIMMELZWIRN“ von Anselm Weiser

Das Geschehen lief vor dem Hintergrund der hundertjährigen Gedenkfeier für Theodor Herzl und dem Ersten Zionistischen Kongress in Basel ab. Hier wurde der Staat Israel gegründet. Der Konflikt mit Schweizer Banken und dem Jüdischen Weltkongress in den USA warf Schatten auf dieses Jubiläum. In Rückblenden wurden die Jahre zwischen den Weltkriegen und der Zeit danach erfasst.
Dr. Ewald Rudloff, ein reicher Finanzier in Basel, dessen Herkunft sowie die seines Vermögens im Dunkeln lagen, befürchtete durch einen ausgestoßenen alten Fluch seine Identität preisgegeben zu haben. Die des Sturmbannführers der Waffen-SS Franz Stielhammer.
Dabei irritierte ihn das Aufhorchen seines Gesprächspartners Ralf Steiner. Dieser war als Schweizer Bürger freiwillig der Waffen-SS beigetreten. Nun fragte er sich, wer hinter Steiner, dem er seine Aufträge erteilte und der auch der Liebhaber seiner Frau war, steckt.

Dr. Ewald Rudloff, der sich als Finanzier nicht den besten Namen erwarb, war bald als „E. R.“ in Basel gut etabliert, aber auch sehr unbeliebt. Er vergab Auftrage an die Baufirma von Ralf Steiner. Er versprach sich daraus Vorteile. Vera, die er hasste, glaubte er so zu verschachern, um sie zu erniedrigen. Dass es Liebe gab, war ihm fremd. Zur Entspannung hatte er sich im Keller seiner Villa in Basel auf dem Bruderholz einen Pistolenschießstand und ein Museum eingerichtet. Hier konnte er, wenn er schlechte Laune hatte, sich mit Schüssen aus seiner Waffensammlung beruhigen oder bei Betrachtung seiner Bilder, abschalten. Und schlechter Laune war er häufig, besonders jetzt, wo Vera an den Vorbereitungen für die Gedenkfeiern zu Theodor Herzls erstem Zionistischen Kongress mitwirkte. Das war ein Stachel gegen ihn, wo sie wusste, wie sehr er die Juden hasste. Die Lieblingsbeschäftigung des alternden „E. R.“ war die gedankliche Rückkehr in seine „große Vergangenheit“ - seinem „ersten Ich“ - als Sturmbannführer der Waffen SS, mit glänzender Karriere, wie er annahm.

E. R., ein Finanzier, dessen Herkunft sowie die seines Vermögens im Dunkeln lagen, hat durch einen Fluch seine Identität verraten.

— Weiser

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    HIMMELZWIRN

    Weiser

    22. July 2015 um 17:24

    Das Geschehen lief vor dem Hintergrund der hundertjährigen Gedenkfeier für Theodor Herzl und dem Ersten Zionistischen Kongress in Basel ab. Hier wurde der Staat Israel gegründet. Der Konflikt mit Schweizer Banken und dem Jüdischen Weltkongress in den USA warf Schatten auf dieses Jubiläum. In Rückblenden wurden die Jahre zwischen den Weltkriegen und der Zeit danach erfasst. Dr. Ewald Rudloff, ein reicher Finanzier in Basel, dessen Herkunft sowie die seines Vermögens im Dunkeln lagen, befürchtete durch einen ausgestoßenen alten Fluch seine Identität preisgegeben zu haben. Die des Sturmbannführers der Waffen-SS Franz Stielhammer. Dabei irritierte ihn das Aufhorchen seines Gesprächspartners Ralf Steiner. Dieser war als Schweizer Bürger freiwillig der Waffen-SS beigetreten. Nun fragte er sich, wer hinter Steiner, dem er seine Aufträge erteilte und der auch der Liebhaber seiner Frau war, steckt. Dr. Ewald Rudloff, der sich als Finanzier nicht den besten Namen erwarb, war bald als „E. R.“ in Basel gut etabliert, aber auch sehr unbeliebt. Er vergab Auftrage an die Baufirma von Ralf Steiner. Er versprach sich daraus Vorteile. Seine Frau Vera, die er hasste, glaubte er so zu verschachern, um sie zu erniedrigen. Dass es Liebe gab, war ihm fremd. Zur Entspannung hatte er sich im Keller seiner Villa in Basel auf dem Bruderholz einen Pistolenschießstand und ein Museum eingerichtet. Hier konnte er, wenn er schlechte Laune hatte, sich mit Schüssen aus seiner Waffensammlung beruhigen oder bei Betrachtung seiner Bilder, abschalten. Und schlechter Laune war er häufig, besonders jetzt, wo Vera an den Vorbereitungen für die Gedenkfeiern zu Theodor Herzls erstem Zionistischen Kongress mitwirkte. Das war ein Stachel gegen ihn, wo sie wusste, wie sehr er die Juden hasste. Die Lieblingsbeschäftigung des alternden „E. R.“ war die gedankliche Rückkehr in seine „große Vergangenheit“ - seinem „ersten Ich“ - als Sturmbannführer der Waffen SS, mit glänzender Karriere, wie er annahm.  

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