António Lobo Antunes Das Handbuch der Inquisitoren

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Inhaltsangabe zu „Das Handbuch der Inquisitoren“ von António Lobo Antunes

Nichts an dem inkontinenten und zahnlosen Alten erinnert an den gefürchteten Landgutbesitzer in Palmela, einst rechte Hand des Diktators Salazar. Im Bett nebenan dämmert sein Freund, der Herr Major, ehemals Chef der gefürchteten Geheimpolizei Pide dem Tod entgegen. - Antunes´ meisterhafte Familiensaga über die Zeitenwende zwischen Salazar und Sozialismus, in der achtzehn Zeugen die Erschütterungen Portugals im privaten Schicksal nacherzählen. 'Seine Kunst ist es, Portugal für die literarische Welt lesbar zu machen. Seine Romane entfalten präzise und sehr differenzierte Zustandsbilder der portugiesischen Gesellschaft und übersteigern sie zugleich ins höllisch Fratzenhafte, ins Apokalyptische.' Die Zeit 'Es ist keine Hybris zu sagen, daß unter den heute lebenden portugiesischen, vielleicht sogar unter allen europäischen Schriftstellern António Lobo Antunes einer der größten sei.' Verena Auffermann

Preisgekröntes Buch des port. Autors. Wieder eine bitterböse Abrechnung mit konserv. Betonköpfen. Messerscharfe Beobachtung "Herrschender"

— juergenalbers

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    Das Handbuch der Inquisitoren

    Duffy

    23. June 2017 um 17:20

    "Herr Doktor", rechte Hand des einstigen portugiesischen Diktators Salazar, residierte auf einem großen Landgut. Nach dem Ende des Regimes verfällt der Besitz, wurde geplündert und beschädigt. Der alte Besitzer, seiner Privilegien und Macht beraubt, sitzt in einem Gewächshaus mit einer Flinte und sieht sogar in den Raben Kommunisten, die er einfach erschießen will. Doch nun kommen die von ihm unterdrückten und belogenen Menschen zu Wort, die hier auf diesem Landgut eine gequälte Existenz führten.Wie auf einer Theaterbühne lässt Antunes seine Protagonisten agieren. In Form von Berichten und Kommentaren wird mit der Zeit zwischen der Diktatur und dem Sozialismus abgerechnet und natürlich ganz besonders mit den Hauptverantwortlichen.Antunes Still ist wohl einmalig in der Literaturwelt. Niemand schreibt so eindringlich und mit Wiederholungen, die eigentlich durch bloßes Austauschen manchmal nur eines Wortes eine neue Bedeutung bekommen, seine reiche Sprache verblüfft den Leser immer wieder aufs Neue und gerade dieser Stil ist es, der seine Werke so intensiv machen. Antunes ist ein begnadeter Erzähler, jemand der weit ausholen kann, aber trotzdem immer nur das Wichtigste schreibt. Natürlich ist diese Art zu Schreiben erst einmal gewöhnungsbedürftig, Antunes ist nichts für zwischendurch, aber hat man Zugang zu seinem Stil gefunden, dann kommt man nicht mehr los davon.Ganz große Bestandsaufnahme der portugiesischen Geschichte nach der Diktatur. Reich-Ranicki sprach von einem Roman von weltliterarischem Atem. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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  • Rezension zu "Das Handbuch der Inquisitoren" von António Lobo Antunes

    Das Handbuch der Inquisitoren

    blueberlin49

    05. December 2011 um 21:42

    In einem Wort: Misslungen Inhalt: Nun ja. Die ganze Szenerie spielt in Portugal kurz vor der Nelkenrevolution statt. Ein Minister, der sehr viel Einfluß auf Land und Leute hat, verkriecht sich schon bald, nachdem ihn seine Frau verlassen hat und die Kommunisten angeblich vor seiner Tür stehen, in seinem Landsitz, verscheucht alle Verwandten und Angestellten und findet sich letztendlich in einem Altersheim wieder. Sein exzentrisches Leben und die Tatsache, daß er über Jahre seine Macht missbraucht hat, bereitet nicht nur ihm, sondern auch allen anderen Angehörigen Probleme und führt letztendlich zum Verfall des Landguts und seinem Leben. Meinung: Es gestaltete sich äußert schwierig für mich zu diesem Buch eine Inhaltsangabe zu schreiben, da es einfach nur chaotisch und unübersichtlich ohne wirklich interessante Handlung geschrieben ist. Die Geschichte und die Zeit in der sie spielt hätte durchaus interessant sein können, die Umsetzung des Ganzes ist allerdings in meinem Augen mehr als misslungen. Das Ganze kommt wie eine Ansammlung an einzelnen Geschichten daher. Untergliedert in Berichte und Kommentare, wurden von einem Außenstehenden, der für mich unkenntlich geblieben ist, die einzelnen Sichtweisen aller wichtigen und in meinen Augen unwichtigen Bekannten und Verwandten dargestellt. Darunter befinden sich der Sohn des Ministers, dessen Frau und auch seine uneheliche Tochter des Vaters, aber auch der Cousin der Liebhaberin des Ministers kommt zu Wort und erzählt unsinnigerweise etwas über seine Cousine, was weder der Handlung dient noch sonst irgendwie interessant gewesen wäre. Eventuell hätte ich mich mit dieser Erzählform auch noch anfreunden können, jedoch wurde diese überschattet von dem unwahrscheinlich nervigen Schreibstil. Die Zeichensetzung scheint einer eigenen Grammatik zu folgen. Punkte und Anführungszeichen fehlen - soweit ich das gesehen habe - völlig. Ständig kommt es zu Gedankensprüngen und irgendwelchen gedanklichen Einwürfen, die ich bestenfalls in Klammern geschrieben hätte. Zudem werden dem Autor anscheinend besonders wichtige Aussagen (haha) immer und immer wieder wiederholt. Sätze wie: "Pipi Herr Doktor Pipi" sind weder informativ noch erwähnenswert und müssen in meinen Augen schon gar nicht 100mal wiederholt werden. Das Buch war im besten Fall einfach nur grausam. Anders kann ich es nicht beschreiben. Mal davon abgesehen, daß fast keine der Person auch nur ansatzweise etwas sympathisches an sich hatte und ich mir öfter dachte: Wie abartig kann man sein. Das Buch ist auf keinen Fall, wie es andere in ihren Rezensionen schreiben, "sprachgewaltig" und schon gar nicht ein besonders empfehlenswertes Exemplar der Literaturgeschichte, sondern vielmehr eine Farce. Ich war ehrlich gesagt ständig kurz davor das Buch endgültig wegzulegen und habe mich eher durchgequält als es zu genießen. Daher mein endgültiges Statement: Wer mal eine wirklich andere Art der schriftstellerischen Kunst lesen möchte, der darf sich gerne bedienen. Vielleicht finden sich ja Menschen, die sich an sowas ergötzen können.

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  • Rezension zu "Das Handbuch der Inquisitoren" von António Lobo Antunes

    Das Handbuch der Inquisitoren

    Etoile

    21. July 2008 um 12:27

    bildgewaltige Sprache, unheimliche Erzähldichte, ein gewichtiges, eindringliches Werk

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